Was ist nötig um in Bayern als Hundezüchter eine Erlaubnis zu bekommen? Welcher Sachkundenachweis ist erforderlich?

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4 Antworten

National gelten folgende Regeln für eine Hobbyzucht (die nicht angemeldet werden muss): 1.: Du darfst nicht mehr als zwei decjbereite Hündinnen haben 2.: Du darfst in einem Zeitraum von 12 Monaten nicht mehr als 2 Würfe haben.

Letzteres steht anders im Gesetz. Dort steht "pro Jahr". Aber viele Vet.-ämter legen das so aus, dass es um einen Zeitraum von 365 Tagen geht und nicht um ein Kalenderjahr. Die Auslegung ist keinesfalls unanfechtbar, aber die Vet.-Ämter haben da fast Narrenfreiheit, also nicht damit herumspielen.

Wichtig ist auch, dass Du alle Kosten nachhältst, denn manche Vetämter wollen Zuchten komplett unterbinden und schreiben vor, dass zusätzlich keine Gewinne von mehr als 2000 Euro pro Jahr gemacht werden dürfen und weil sie Ämter sind, müssen sie Kosten, die offensichtlich sind aber die nicht belegt sind, nicht anerkennen. Nach einem Vetamt brauchen Hunde kein Futter und keinen Tierarzt, solange sie keine Quittungen dafür vorgelegt bekommen und werden dir erklären, dass Du mehr gewinn amchst als Du darfst. - Der gesetzgeber hat mehr oder weniger anerkannt, dass man mit einer Hobbyzucht keinen Gewinn macht. Vet.-Ämter sehen das anders - wenn sie können, indem sie die Realität ignorieren. Also Vorsicht an der Stelle.

Such dir aber bitte einen guten Tierarzt und am besten Züchter mit Erfahrung, die dir helfen. Sowohl für die Welpen, als auch für die Mütter ist es wichtig, dass Du weißt was Du tust oder zumindest Hilfe hast, die auch bereit ist, zu kommen. Du musst nach meiner Meinung nicht einem Verein beitreten, zumal viele Vereine gerne auch mal für die Hunde ungesunde Vorgaben machen. Aber Du solltest natürlich für die Mutter und die Welpen so viel Wissen sammeln wie Du kannst.

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Kommentar von sponti68
01.11.2015, 22:44

Und wie sieht es bei gewerblicher Zucht aus? Welche Sachkunde wird geprüft? Ich finde dazu immer nur das sei Ländersache. Für Bayern finde ich immer nur den Zusatz Sachkunde ist nachzuweisen. Aber wie sieht diese ganz konkret aus? Das Veterinär zur Prüfung nach Hause kommt, Platz, Wurfkiste, usw. nachzuweisen ist, versteht sich. Aber reicht es konkret aus, wenn z.b. ein Veterinär die Sachkunde bestätigt? Ich breche das mal "ganz böse" runter. TA ist zugleich Veterinär. Züchter geht immer zu ihm, lässt da alle Impfungen machen, auch die Welpen,.... der TA verdient daran und stellt jetzt eine entsprechende Bescheinigung aus, "weil man sich ja kennt". Nur Theorie, oder durchaus vorstellbar? Und nein, ich will keinem Veterinär irgendwas unter stellen. Aber wenn es da keine vernünftige vergleichbare Grundlage gibt, kann ja niemals wer diese Bestätigung durch den TA/Veterinär hinterfragen, geschweige denn nachvollziehen oder prüfen.

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Kommentar von friesennarr
02.11.2015, 09:33

Das Veterinäramt interessiert sich nicht dafür, ob du Gewinn machst oder nicht - dafür wäre das Finanzamt zuständig. Das Vetamt kontrolliert jede Art der Zucht nur bei Beschwerden und Hinweisen und kommt nicht einfach so mal vorbei.

Bei mir war noch nie ein Vetamt wegen meiner Pferdezucht.

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Du musst in Bayern die ganz normale Prüfung für den 11er machen, wenn du gewerblich züchten willst. Entweder du kannst eine Prüfung vor der Tierärztekammer vorlegen, eine Ausbildung bei der IHK oder du machst die Prüfung bei deinem LRA. Hierzu können dir aber das Vetamt deines LRA genaue Infos geben. Für Züchter werden eben die Schwerpunkte der Fragen etwas anders gelegt. Erst schriftlicher Test, dann Fachgespräch.

Wenn du es beim LRA machst, solltest du aber bereits einen festen Wohnsitz haben, der sich nicht wieder ändert. Wenn es dumm kommt und du umziehst, machst du den Test beim neuen LRA wieder.

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Kommentar von sponti68
02.11.2015, 00:09

Danke für den Tipp zwecks Wohnsitz. Weisst du zufällig auch, wie das Aussieht mit der Anerkennung einer entsprechenden Ausbildung innerhalb der EU aussieht?

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Alles was gewerblich mit Hunden geschiet, geht nicht ohne 11er in ganz D. Der Dachverband in D. ist der VDH, dem die Zuchtverbände untergeordnet sind. Streitbares Thema, doch daran kommt kein Züchter vorbei. Ich setze Wissen und Qualifikation um das gesamte Zuchtgeschehen voraus. Natürlich kann Hunde- und sonst. Tierhaltung zu jeder Zeit wenn sie gewinnorientiert betrieben wird, gewerblich angemeldet werden, sollte sie auch. Gewerbeanmeldung ist oberflächlich, dient in erster Linie der Reglemation und den zu erwartenden Steuereinnahmen, zieht aber einen Rattenschwanz nach sich. Du könntest theoretisch Hunde am laufenden Band produzieren, ohne Rücksicht auf züchterische Gebote. Das wäre Vermehrung und hat mit Zucht nichts zu tun. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Den Schaden haben die Käufer, weil sie die billige Katze im Sack kaufen und teuer drauf zahlen, wenn die Konstellationen nicht stimmen.

Jeder, der in D. 3 Karnickel hält kann als landwirtschaftlichen Nebenerwerb ein Gewerbe anmelden. Hunde fallen zum Glück nicht darunter.

Ohne bekannten Namen als Züchter mit zahlreichen Erfolgen, ist ein Gewerbe kaum möglich. Deshalb einen Schrit nach dem Anderen. Habe gesunde und erfolgreiche Hunde, die sämtliche Prüfungen bestanden haben und rechne mit erheblichen finanziellen Einsatz, bevor nur ein Cent Gewinn bringt.

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Ja da hat bitterkraut recht. Erstmal brauchst du einen Zuchttauglichen Hund mit Ahnentafel.

Dann trittst du einen Zuchtverein bei, der für deinen Rassehund vorgeschrieben ist.  Dann musst du auf endliche Ausstellungen gehen, wo dein Tier bewertet wird, aussehen, Charakter, Gebiss, Rute , Fell. All das wird bewertet. Dann brauchst du noch die erforderlichen gesundheitlichen Untersuchungen für dein Tier, wo sämtliche Rassespezifische Krankheiten ausgeschlossen sind. Dann wenn das alles ok , hast du ein Zuchttauglichen Hund.

Dann musst du von Zuchtverein aus, etliche Seminare besuchen zum Thema Welpenaufzucht, Komplikationen, erste Hilfe während und nach der Geburt. Flaschen Aufzucht, Sozialisierung usw.

Dann kommt ein Zuchtwart zu euch nach Hause. Soweit ich weiß garten ist Pflicht (kann mich auch irren) dann wird dein Zuhause kontrolliert , wie und wo die Welpen aufwachsen, Zwinger Größe usw.

Segnet der Zuchtwart das ab, dann kannst du züchten. Bedenke auch viele Untersuchungen müssen jährlich wiederholt werden. Auch musst du Gebühren zahlen, die Bewertung von deinem Hund und jährliche Gebühren auch an den Zuchtverein abdrücken.

Alles andere ist vermehren!!! Das ist nicht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sondern, wenn du richtig seriös züchten möchtest, dann kommt das auf den Rasse Zuchtverein an, und deren Anforderungen.

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Kommentar von sponti68
01.11.2015, 22:52

Das ist leider falsch. Es geht um die Rechtslage und deren Vorgabe. Hierfür ist weder ein Zuchtverein, noch eine Ahnentafel erforderlich. Du verwechselst Verbandszucht mit Zucht. Ein Zuchtwart kann gar nicht die staatliche Aufgabe der Prüfung von Sachkunde nach Par 11 Tierschutz Gesetz über nehmen. Das hat nichts mit vermehren zu tun. Übrigens laut der Webseite des VDH, der doch angeblich Hunde in Deutschland vertritt, sind etwa 95% aller Hunde gar nicht in diesem Verband vertreten. Das ist ungefähr so, als würde die FDP behaupten sie regiert Deutschland. Und alle anderen Parteien sind gar keine Parteien sondern nur Vermehrer .... :-)

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Kommentar von Einafets2808
01.11.2015, 22:56

Wenn du es doch besser weißt was fragst du dann?

Für mich ist züchten , wenn man sich einem Zuchtverein des VDH anschließt und es richtig und seriös macht.

Private vermehrter oder die sogenannten Hobby Züchter finde ich furchtbar. Die mischlinge oder kranke Hunde produzieren. Es gibt genug mischlings Welpen.

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Kommentar von Einafets2808
01.11.2015, 22:57

Soweit ich weiß muss man weder Prüfungen oder sonst was ablegen und dann dem Bundesland Bayern vorlegen.

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Kommentar von Einafets2808
02.11.2015, 10:09

Ihr züchtest über ein Verein und haltet euch an dessen Regeln. Ist doch Ok.

Ein HobbyZüchter ist das für mich. Wo Leute ohne Hirn und verstand Hunde verpaaren, und nennen sich dann HobbyZüchter.

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