Frage von BerthaDieBaer, 100

Was ist nach der Bibel die richtige Gesellschaft für einen Christen?

Guten Abend liebe Community,
Ich suche nach Stellen in der Bibel, die diesem Zitat von Seneca zur richtigen Gesellschaft entweder zustimmen oder widersprechen: "Werde weder den Schlechten ähnlich, weil es viele sind, noch feindlich den Vielen, weil sie ganz anders sind. Mit denen verkehre, die dich besser zu machen fähig sind, jene lass zu dir, die du vermagst besser zu machen." Dazu habe ich schon 1. Korinther 15,33 ("Lasset euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt die guten Sitten") und Matthäus 5,16 ("So lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen"), welche man auf Teile des Zitats beziehen könnte. Kennt jemand, der deutlich bibelkundiger ist als ich, noch andere? Bei Google finde ich dazu leider nur Ratgeber, ob Christen mit Ungläubigen befreundet sein dürfen o.ä. Danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von aicas771, 85

Sehr interessante Frage !

Schau dir mal an: 1.Kor. 7,12-16 Ehe zwischen Christen und Nichtchristen

Im Umkehrschluss (auch zu Seneca) schreibt Paulus, wer für Christen NICHT die richtige Gesellschaft ist: 1.Kor. 5,9-13

Für Christen ist ihr Glaube zuallererst eine Privatsache zwischen Gott und Mensch. Da diese Sache aber so toll ist, möchte man sie weitererzählen, damit auch andere in diesen Genuss kommen. Dadurch unterscheiden sich Jesus und Paulus im Ansatz von Seneca: abgesehen von den Ausschlusskriterien aus 1.Kor. 5,9-13 gilt Mt. 11,28-30, und Mk. 10,13-16, oder die Überlegungen in 1.Kor. 10,23-33 oder das Werben wie in Apg. 17,16-34.

So gesehen ist die Überlegung, was die richtige Gesellschaft ist, aus christlicher Sicht viel einfacher als aus Senecas Sicht: richtige Gesellschaft für einen Christen ist alles, was seinen persönlichen Glauben nicht direkt gefährdet.

Kommentar von aicas771 ,

Danke für den Stern !

Antwort
von Falbe, 27

Als Christ lässt man sich von Gott führen . ER gibt die richtigen Begegnungen mit den Menschen . Es können Gleichgesinnte sein oder andere bis hin zu denen , die in der Gesellschaft außen stehen . Es ist spannend zu wissen : Mit jeder Begegnung hat man innerlich etwas sinnvolles erlebt- manchmal schwer ,da ist man  im Charakter Lernender, manchmal erfreulich .  Jedenfalls keinen Menschen ablehnen . 

Antwort
von Franz1957, 39

Christen sollen so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war (Phil 2,5). Was für ein Vorbild hat er uns gegeben? Er scheute nicht die Gesellschaft von Menschen, die keinen guten Ruf hatten, und nahm in Kauf, daß man ihm deshalb nachsagte (Mat 11,19):

Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsäufer, der Zöllner und der Sünder Geselle!

Zum Beispiel besuchte Jesus den Zöllner Zachäus (Luk 19,1.10). Damit waren viele nicht einverstanden (V. 7):

Da sie das sahen, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte.

So machte Jesus es öfters (Luk 15,1-2):

Es nahten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn hörten.Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen.

Von einer Frau, die als Sünderin bekannt war, ließ Jesus sich vor den Augen frommer Leute sogar anfassen (Luk 7,36ff):

Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, daß er zu Tische saß in des Pharisäers Hause, brachte sie ein Glas mit Salbeund trat hinten zu seinen Füßen und weinte und fing an, seine Füße zu netzen mit Tränen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küßte seine Füße und salbte sie mit Salbe.Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin.

Welchen Umgang sollen Christen meiden? Hierzu gibt Paulus (2. Tim 3,2-5) diesen Rat:

Die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, großtuerisch und eingebildet. Sie werden Gott und Menschen beleidigen, ihren Eltern nicht gehorchen und vor nichts mehr Ehrfurcht haben. Sie sind undankbar,lieblos und unversöhnlich. Sie werden ihre Mitmenschen verleumden und sich hemmungslos ausleben. Sie sind gewalttätig und hassen das Gute.Zu jedem Verrat bereit, sind sie leichtsinnig und werden vom Hochmut verblendet. Sie leben nur für ihr Vergnügen und kümmern sich nicht um Gott.Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber von der Kraft wahrer Gottesfurcht wollen sie nichts wissen. Halte dich von solchen Menschen fern!


Antwort
von Whitekliffs, 54

Psalm 1

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/psalm/1/#1

Antwort
von nowka20, 24

die richtige gesellschaft für einen christen ist ein mensch, der die aufgabe der liebe in der welt erkannt hat

Antwort
von Sturmwolke, 86

Noch ein Vorschlag:

(Spr. 13:20) Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einläßt, dem wird es schlecht ergehen.

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Latein, 100

Und willst du nicht mein Bruder sein,
dann schlag' ich dir den Schädel ein!
(Alter christlicher Grundsatz zur Gewinnung von christlichen Freunden,
 leider nicht nur alttestamentarisch)

Kommentar von JTKirk2000 ,

Der Spruch ist garantiert nicht christlich und ebenso wenig neutestamentarisch, schließlich lehrte Christus laut der Bibel nicht nur seine Freunde, sondern auch seine Feinde zu lieben.

Kommentar von Volens ,

Absolut richtig!
Aber was haben die Christen daraus gemacht?
Gleich nach Diokletian bzw. Konstantin ging es schon los mit den Arianern und Athanasiern.
Und aufgehört hat es seitdem nicht mehr.

Leider alles historisch belegt.
Nur wollen es manche Christen einfach nicht wissen.

Kommentar von Fantho ,

Warum dann eine solch provozierende Antwort? Provokateur?

Der FS wollte ja wissen, welche christliche Gesellschaft wohl die richtige sein könnte.

Da hättest Du doch zB auch folgende Aussage machen können:

'Alle Christen, welche nach dem Gesetz Jesu leben und agieren: Nächsten- und Feindesliebe. Ob es solch eine Gesellschaft gibt, weißt Du nicht'...

Punktum!

Ich denke, dass Du einfach nur provozieren wolltest, was unschön genug ist...

...aber über andere ein Urteil Dir erlauben wollen...

Gruß Fantho

Kommentar von wolfruprecht ,

Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.

@Volens

Aus der Wikipedia zu "Geflügelte Worte":

Dieser Spottvers aus dem Revolutionsjahr 1848 ist angelehnt an den in der Französischen Revolution entstandenen Slogan:

„La fraternité ou la mort!“„Brüderlichkeit oder Tod!“

Der deutsche Reichskanzler Fürst Bernhard von Bülow verwendete den Vers 1903 in einer Rede während einer Auseinandersetzung im Reichstag und verhalf ihm dadurch zu neuer Popularität.

Dieser Spruch hat also nichts mit Christentum, Bibel oder Religion überhaupt zu tun.

Volens "Community-Experte für Latein & Schule" ???

Echt ???

Mutig, solche Kommentare dann abzusetzen!

Kommentar von BerthaDieBaer ,

Ich finde deutlich beunruhigender, dass in seinem Profil steht, dass er sich "dem Erwartungshorizont des Fragenden" anpasse. Sollte mir das zu denken geben? Vielleicht stelle ich hier einfach keine Fragen mehr, wenn mir anscheinend nicht einmal zugetraut wird, eine vernünftige Antwort zu verstehen...

Kommentar von Volens ,

Du bist ja nicht gezwungen, meine Antworten zu lesen, wenn sie dir gegen den Strich gehen. Vielleicht unterscheidet diese Intention uns beide ein wenig.

Kommentar von Fantho ,

Vielleicht unterscheidet diese Intention uns beide ein wenig.

Korrekt, und zwar in der Weise, dass Du Fragen beantwortest, die Du nicht verstanden zu haben scheinst und somit irritierende Aussagen zustande kommen...

Gruß Fantho

Kommentar von Volens ,

"Du redest, wie du's verstehst."
              (Johann Christoph Friedrich von Schiller)
              »Wallenstein: Die Piccolomini«

Kommentar von Fantho ,

Wenn man möchte, dass man verstanden wird, sollte man dem Volk aufs Maul schauen (sinngemäß nach Matrtin Luther)

;-)

Gruß Fantho

Antwort
von Fred4u2, 54

Der Weg des Frommen - der Weg des Gottlosen

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht.  http://www.predigtkasten.de/P910203.htm
Kommentar von Whitekliffs ,

Lustig. Zur selben Zeit der selbe Gedanke. Gruss an dich, Fred

Kommentar von Fred4u2 ,

So much in Common. Und das so kurz nachdem Du meine Freundschaft zurückgewiesen hast, muss Dir doch zu denken geben.  http://www.truthfortheendtime.com/Mp3\_Books/German/Der%20Weg%20zu%20Christus.ht...

Antwort
von Ortogonn, 78

Zwar bin ich weder bibelfest noch besonders gläubig (was auch die Firmung nicht ändern konnte) ...

.. dennoch sagt meines Empfindens nach das Zitat von Seneca eindeutig, dass jeglicher Umgang gut ist! Der eine kann dich in deinem Glauben stärken, der andere soll die Anderen stärken. Das nimmt nichts aus. Wozu also suchen, wenn es bereits universal ist?

Antwort
von kdd1945, 45

Hallo BerthaDieBaer,

im 15. Psalm sagt uns Gott, welche Menschen er als "gesellschaftsfähig" ansieht. Christen sollten seinem Beispiel folgen (sieh Mt 5,48).


1Ein Psalmlied von David. 
Jahwe, wer darf Gast in deinem Zelt sein? / Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? 
2Wer vorbildlich lebt und tut, was recht ist vor dir; / wer durch und durch wahrhaftig ist 
3und andere nicht schlecht macht; / wer seinem Freund nichts Böses antut / und seinen Nachbarn nicht kränkt. 
4Wer den Verworfenen verachtet, / aber die Gottesfürchtigen ehrt; / wer sein Versprechen nicht ändert, / auch wenn es ihm Nachteile bringt; 
5wer keine Wucherzinsen nimmt / und sich nicht bestechen lässt, gegen Unschuldige auszusagen; / der kommt nie zu Fall!


1Kor 5, 9-13 


9Ich habe euch schon einmal geschrieben, dass ihr nichts mit Leuten zu tun haben sollt, die sexuell zügellos leben. 
10Damit habe ich freilich nicht alle auf der Welt gemeint, die zügellos leben, habgierig sind, die Götzen anbeten oder stehlen. Sonst müsstet ihr ja die Welt verlassen. 
11Nein, ich meinte, dass ihr euch von all denen trennen sollt, die sich Christen nennen und trotzdem verbotene sexuelle Beziehungen eingehen, Götzen anbeten, die geldgierig sind, Gotteslästerer, Trinker oder Diebe. Mit solchen Leuten sollt ihr keinerlei Gemeinschaft haben1
12-13Es ist nicht unsere Aufgabe, Leute zu verurteilen, die nicht zur Gemeinde gehören. Das wird Gott tun. Aber für das, was in der Gemeinde geschieht, tragt ihr die Verantwortung. "Entfernt den Bösen aus eurer Mitte!", heißt es schon bei Mose.2


Grüße, kdd

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