Jademuschel am 15.03.2009 um 21:33 Uhr
Naben zusammen
Ich habe mal überlegt aus der Kirche auszutreten. Mein Mann gleich mit. Wie aber ist es mit unserem Sohn. Der soll, solange er nicht dafür zahlen muß, noch drin bleiben. Wenn er mal zahlen muß, kann er ja selber entscheiden ob er drin bleibt oder nicht.
Geht das?

Sollte der Sohn bereits 12 Jahre alt sein, kann er selber entscheiden, ob er den Wechsel der Eltern mitvollzieht oder nicht.
Sollte der Sohn zwischen 10 und 12 Jahren alt sein, muss er zumindest "gehört" werden, d. h. man muss ihm erklären was vorgeht (Änderung seiner Religionszugehörigkeit) und ihn fragen was er davon hält. Die Entscheidung über einen Wechsel der Religionszugehörigkeit haben aber bis zum 12. Geburtstag noch die Erziehungsberechtigten.
Sollte der Sohn bereits 14 Jahre alt sein, können die Eltern keinerlei Einfluss mehr nehmen. Ab dem 14. Geburtstag besteht volle Religionsmündigkeit. Der Jugendliche kann jederzeit das Bekenntnis oder die Weltanschauung wechseln ohne dies überhaupt seinen Eltern mitzuteilen.

Ihr könnt ruhig aus der Kirche austreten. Euer Sohn bleibt nach wie vor "drinnen" solange ihr ihn, oder er sich selbst nicht abmeldet.

wenn er getauft ist, dann ist er Kirchenmitglied
Jademuschel am 15. März 2009 21:40 Danke. Getauft ist er. Nur zur Kommunion wollte er nicht.

Durch einen Kirchenaustritt bleibt man sogar Mitglied der Kirche, weil die Kirchenzugehörigkeit durch die Taufe begründet wird. Da die Taufe aber nicht aufgehoben werden kann, kann auch eine Kirchengliedschaft nicht aufgehoben werden. Lediglich die Rechte und Pflichten einer Kirchengliedschaft können durch einen erklärten "Abfall von der kirchlichen Gemeinschaft" verändert werden.

Ihr müßt unterscheiden: Eine Sache ist die zivilrechtliche Regelung, nach der ein Mensch sich und seine religiös unmündigen Kinder "abmelden" kann (= 14 Jahre).Kath - kirchenrechtlich gesehen bleibt ein getaufter Mensch Glied der Kirche, da die Taufe nach kath. Auffassung einen sogenannten character indelebilis verleiht (D.h. eine unauslöschbare Eigenschaft. Aber was soll das? Warum wollt ihr für Euer Kind beibehalten, was Ihr für Euch selber ablehnt? Glaubt Ihr ernsthaft, ihm eine spätere, angeblich "freie Entscheidung", zu ermöglichen, ohne ihm Euer eigenes Negativ-Vorbild zu demonstrieren? Ihr seid m.E. feige. Moritz
Jademuschel am 15. März 2009 22:12 Mit feige hat es nichts zu tun, finde ich. Ich möchte nicht über seinen Kopf hinweg entscheiden. Würde ich ihn fragen, würde er sofort sagen das er da raus möchte. Aber ich habe ein Problem damit, das er erst 10 Jahre alt ist und vielleicht etwas entscheidet was ihm später leid tut. Ich habe schon viele Kinder gesehen die auf einmal mit 12 oder 13 Messdiener werden wollten obwohl sie die Kirche damals blöd fanden. Ich habe einfach ein schlechtes Gewissen ihn einfach mit abzumelden. Feige finde ich das gar nicht.
Stoeckl am 16. März 2009 17:36 o.k. "feige" ist nicht der richtige Ausdruck, ich hätte besser "inkonsequent" geschrieben: Was man als Eltern für sich als falsch betrachtet, hier also z.B. die Mitgliedschaft in einer christl. Kirche, wird man doch in aller Regel auch für sein Kind entspr. vorleben, insofern wird in diesem Fall die angestrebte Entscheidungsfreiheit des Kindes bereits ein Stück weit eingeschränkt.

Ich bin zwar in keiner Kirche. Aber wenn ihr davon nichts mehr wissen wollt, solltet ihr gemeinsam austreten. Dein Sohn kann ja wieder eintreten, wenn er es später wieder möchte. Entweder ich stehe zu meinem Glauben, dann bleibe ich, oder meine Familie tritt geschlossen aus. Alles andere wäre in meinen Augen unfähr.
Jademuschel am 15. März 2009 21:39 Ich kann doch nicht für meinen Sohn entscheiden. Der ist 10. Und solange er nichts zahlt hat er doch keine Nachteile dadurch. Unfair schreibt man übrigens mit ai.

Er bleibt drin. mit 14 hat er Religionsfreiheit udn kann selbst entscheiden.
Wenn heute niemand mehr Kirchensteuer zahlen würde, würde morgen das Finanzsystem zusammen brechen und die Armut würde gößer werden. Die Kirche verprasst das Geld ja nicht. Ich wunder mich immer wieder, wie die Leute geizig sind.
Jademuschel am 15. März 2009 21:58 Klar. Das Finanzsystem würde zusammen brechen. Wo lebst Du denn? Was macht die Kirche denn so tolles mit meinem Geld? Wieso geht es bei anderen Glaubensrichtugen denn ohne Geld?

Was ist das denn für eine Einstellung- entweder man ist gläubig oder nicht. Finde ich ganz schön scheinheilig- im wahrsten Sinne. Kirche ist gut- solange sie nichts kostet. Wenn ihr aus der Kirche austretet, dann sollte das eine Glaubensfrage sein und keine Geldfrage.
Jademuschel am 15. März 2009 21:57 Ich bin aber nicht gläubig. Und zahle trotzdem seit über 20 Jahren Kirchensteuer. Damals konnte ich nicht austreten da ich in einem katholischen Krankenhaus gearbeitet habe. Da wurde mir klar und deutlich zu verstehen gegeben das mich das meinen Job kostet wenn ich austrete. Egal ob ich gläubig bin oder nicht. Sogar eine Scheidung von meinem Mann wäre ein Kündigungsgrund gewesen. Ach wie nett ist die Kirche doch, was?

Was ist das denn für eine Einstellung- entweder man ist gläubig oder nicht. Finde ich ganz schön scheinheilig- im wahrsten Sinne. Kirche ist gut- solange sie nichts kostet. Wenn ihr aus der Kirche austretet, dann sollte das eine Glaubensfrage sein und keine Geldfrage.

Ihr könnt austreten, doch nimmt euren Sohnemann mit, sonnst dürft ihr für ihn Kirchensteuer bezahlen - war meinerzeit auch so, daß der Kirchensteuer von dem Erwerbsfähigen Part abgezogen wurde. Gerecht ist es nicht, und wenn er eines schönen Tages aber meinte, er müße sein hart erarbeitetes Geld einer Institution zutragen dürfen, würde er gerne eintreten dürfen. Aus dem einbehaltenen Lohnsteuer führt der Staat ohnehin schon Geld an den Kirchen ab...
Jademuschel am 15. März 2009 21:59 Wieso? Kinder müssen doch gar keine Steuer bezahlen?
Noergelix am 15. März 2009 22:02 Für jedes Kirchenmitglied werden Kirchensteuer erhoben, meines Wissens nach. Mein Kirchenaustritt liegt aber auch schon 18 Jahre zurück.
Hallo!
Euer Sohn bleibt Mitglied in der Kirche Jesu Christi. Ich würde Euch aber empfehlen auch drin zu bleiben um Christi Willen. Gerne rede ich mit Dir per IM darüber.
Jademuschel am 15. März 2009 21:59 Ich brauche wirklich keinen der mich bekehren möchte.
die Taufe ist das Aufnahmeritual,als Erwachsener kann er selbst entscheiden
Kothlisch ist doch shit.....ich würd ihn mitnehmen (in die Religion)
Was ist denn Kothlisch??? Und wohin würdest Du ihn mitnehmen, die Eltern wollen doch nicht in die Religion, die wollen raus!
^^ Katholisch dann xD

Ja er bleibt weiterhin drinnen sofern er getauft wurde.