Klaus Winkler am 08.12.2007 um 10:35 Uhr
Mir kommt vor das einige Eltern die ihr Kind nicht mehr wollen einfach töten,also ex und hopp.Ist das ein Zeitgeist?Ich kann nicht glauben,daß es vor 50 Jahren dieses Problem nicht gegeben hat.

Lieber Klaus Winkler, gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform. Deine Frage gehört daher leider nicht hierher sondern eher in unser Forum unter http://gutefrage.net/forum Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support

Die Welt ist nicht schlechter geworden. Die Nachrichtenübermittlung ist nur besser geworden.

die Welt ist kleiner, schneller und medialer geworden..alle diese <Probleme gab es früher nur war alles viel zu weit weg und eine derart reißerische Berichterstattung gab es halt auch noch nicht

Doch, das hat es schon immer gegeben. Das kann man auch oft in der Tierwelt beobachten. Aber vor 50 Jahren ist das nicht so publik gemacht worden, da war nicht gleich die Presse da und hat Fotos von den Kindern auf die Titelseite gedruckt. Da war das nähere Umfeld einfach entsetzt und ist geschockt und kopfschüttelnd über diese Tragödie weggekommen. Heute liest und hört man das leider jede Woche, was dazu führt, dass die Gesellschaft dagegen abstumpft und auch damit belastet wird. Vielleicht werden auch manche Eltern erst auf solche Gedanken gebracht von dieser medialen Präsens.
Es handelt sich bei der Berichterstattung eher um eine politische Sache. Das heißt, dass ein Phänomen, das es immer schon in ähnlicher Form und auch ähnlichen Ausmaßen aus irgendwelchen Gründen in die Aufmerksamkeit gezerrt wird.
Will man dafür sorgen, dass Eltern die Verantwortung für ihre Kinder abgenommen werden soll und dass der Staat mehr Einfluss auf die Erziehung bekommt, dann berichtet man über entsprechende Fälle von Kindesvernachlässigung und -tötung ausführlich und penetrant. Das soll dazu führen, dass Eltern im allgemeinen die Erziehungskompetenz abgesprochen werden soll.
Vor einigen Jahren waren Kampfhunde das Thema, dann war es mal Inzest.
Und davor konnte man meinen, fast alle alten Leute würden in ein Altenheim abgeschoben, so viel wurde über Missstände in Altenheimen berichtet. Dabei lebt nur ein geringer Teil der älteren Menschen in solchen Einrichtungen.

Die Anzahl der Kindstötungen und -misshandlungen war vor 40 Jahren noch erheblich grösser als heute, nur wurde das damals in den Medien nicht laufend so in den Vordergrund gestellt wie heute.

Das Problem gab es schon immer, leider auch die Kindstötungen. Nur wurden die früher geheimer gehalten, weil sich da alle geschämt haben - und es hat in Hamburg keine Zeitung interessiert, ob in Passau eine Mutter ihr Kind getötet hat.

Vor 50 Jahren hat das wahrscheinlich nur keiner mitbekommen, weil das nicht in den Nachrichten war. Außerdem gabs vor 50 Jahren andere Probleme (z.B. Weltkrieg).
HerrLich am 8. Dezember 2007 11:03 Dein Weltkrieg hat aber lange gedauert ;-) 1957 war war der Wirtschaftsaufbau in vollem Schwung.
littletiger am 8. Dezember 2007 22:36 Uups...tschuldigung...da haste wohl recht. Wo war ich denn da wieder mit meinen Gedanken...;-)
HerrLich am 8. Dezember 2007 22:41 Da war der Ungarn-Aufstand. Den hast Du doch bestimmt gemeint ;-)
Das trifft den Nagel auf den Kopf. Heutzutage stürzen sich die Medien auf solche Ereignisse und übertreffen sich anschl. gegenseitig mit ihren Schlagzeilen.
hmm ... was scheinbar manche Menschen dazu bringt, sich aus oft breitgetretenen bzw. oft wiederholten Einzelfällen ein "allgemeines" negatives Weltbild vortäuschen bzw. einreden zu lassen ... :-|
DH Wolf