Frage von RobertB1983, 40

Was ist mit Enceladus los?

Es soll sich bei Enceladus um einen Eis-Mond vom Saturn handeln, einem angeblichen "Gas-Riesen" (was ich nicht glaube!) der weit entfernt im kalten Bereich um die Sonne fliegt. Aber Enceladus scheint auf einer Seite anzutauen. Denn auf der Seite gibt es keine Krater und es gibt blaue Bereiche, die aussehen wie flüssiges Wasser bzw. klares Wasser-Eis. Es sieht für mich so aus, als wenn der Mond auf einer Seite von der Sonne erhitzt wird, was eindeutig dagegen sprechen würde, dass er sich in einem äußeren Bereich unseres Sonnensystems befinden würde. Wie seht ihr das?

Ich muss dazu sagen, dass ich kaum noch etwas von dem Glaube, was Albert Einstein und die NASA uns erzählt haben. Ich glaube die lügen, dass sich die Balken biegen, Ich glaube nicht mehr an Schwarze Löcher. Oder denkt mal an Jupiter. Der soll sich auch weit weg befinden, aber woher kommt die enorme Hitze, die die enormen Stürme entstehen lässt. Die Wolkendecke des Jupiter lässt eher darauf schließen, dass er von der Sonne stark aufgewärmt wird. Ich glaube auch nicht, dass er keine feste Oberfläche hat. Es gibt Videos, in denen man angeblich Kometen einschlagen sieht, mit Explosionen auf der Oberfläche. Ich glaube diese Aufnahmen sind Fakes, aber wieso zeigen die dann noch Explosionen auf der Oberfläche? Die verarschen uns noch nicht mal auf intelligente Weise. Ich glaube auch nicht mehr an Roboter auf dem Mars, denn woher sollen die eine so starke Sendeleistung haben, dass die Fotos bis zur Erde funken könnten. Ich hoffe ich konnte euch wachrütteln. Schreibt mal eure Gedanken dazu!

Antwort
von uteausmuenchen, 20

Lieber Mitleser,

ich beantworte diese Frage für Dich, denn der Fragesteller wird diese Antwort und alle ihr zugrunde liegenden Messungen ohnehin als Lüge abstempeln. Naja. Deswegen wollte ich eigentlich nicht antworten, denn es ist nun wirklich kein Vergnügen, sich hinzusetzen, etwas zu erklären, nur um dann stumpfsinnige Verschwörungskommentare lesen zu müssen.

Dann habe ich mir aber gedacht: Hey, vielleicht liest ja jemand anderer die Frage und ist nicht der Aluhutträger, sondern jemand, der neugierig geworden ist und wissen möchte, was da wirklich für Messungen laufen.

Deswegen gebe ich für Dich, lieber Mitleser, jetzt diese Antwort, damit Du Dich weiter informieren kannst.

=)

Aber Enceladus scheint auf einer Seite anzutauen.

Nein, Auftauen wird er nicht. Es gibt aber eine geologisch aktive Seite, die deutlich wärmer ist als der Rest des Mondes oder seine Umgebung.

Enceladus ist in den letzten Jahren immer wieder Ziel verschiedener Raumsonden gewesen (Vorbeiflug). Die Cassini-Sonde hat beispielsweise mehrere Aufnahmen seiner Südpolarregion gemacht. Seit etwa 2005 weiß man, dass dort Geysire sind, die kilometerhohe Fontänen ausspucken. Analysen dieser Fontänen haben ergeben, dass es sich um winzigste Partikel (im Nanobereich) handelt. Kieselerde, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan konnten unter anderem in diesen Fontänen nachgewiesen werden. Der Mond ist viel zu klein, um die Gase zu halten, sie verteilen sich als diffuser "E-Ring" um den Saturn.

Diese Messungen eingefangener Partikel werden ergänzt durch gravitative Messungen an Encledadus, die die Existenz eines flüssigen Ozeans unter dem Eis nahelegen.

Es sind sehr wahrscheinlich - endgültig geklärt ist es nicht - die Gezeitenkräfte des Saturns selbst und seiner Nachbarmonde, die hier zu einer Erhitzung des Inneren des Mondes führen und für den Ozean und die Geysire verantwortlich sind. Gerade die Silikatpartikel geben deutliche Hinweise auf hydrothermale Prozesse.

http://www.popularmechanics.com/space/deep-space/a10330/saturn-moon-enceladus-oc...

http://www.sciencealert.com/there-are-hot-springs-on-enceladus-which-is-how-life...

Also: Das Wasser ist nicht flüssig, weil es von der Sonne erhitzt wird - dazu ist Encladus zu weit weg - es ist flüssig, weil die Gezeitenkräfte im Innern des Mondes hydrothermale Prozesse bewirken.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Und weil es mich einfach in den Fingern juckt bei solch einem Unsinn...

Hier ein interessanter Artikel über die Sendeleistungen der Marssonden:

http://www.bernd-leitenberger.de/technische-spinnereien-marskommunikationsorbite...

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass der Mars vor der Haustüre ist. Kommunikation mit New Horizon - das ist weit...

Die berühmten Bilder von Jupiter (Obacht: Es gibt verschiedene Bilder, 1994 der Einschlag eines Kometen und 2009 vermutlich der Einschlag eines Asteroiden) erklären sich über die beteiligten Relativgeschwindigkeiten und die zunehmende Dichte der Jupiteratmosphäre. Natürlich verglühen diese Einschlagkörper in der Jupiteratmosphäre. Dafür braucht es keine feste Oberfläche. (Die der Jupiter möglicherweise hat, aber in einer Tiefe, in die man aufgrund der enormen Drucke nicht kommt - vorher hat man Phasen "metallischen Wasserstoffes". http://abenteuer-universum.de/planeten/jupiter.html#atmo

Die Atmosphäre braucht keine Hitze für Stürme - Messungen ergeben in der Hochatmosphäre Temperaturen von unter - 100 °C. Es sind die chemische Zusammensetzung und der enorme Druck in Kombination mit den Magnetfeldern und der Rotation des Planeten, die hier Stürme erzeugen.

Kommentar von Locuthos ,

Mit Deiner Einleitung kommst Du genau auf den Punkt, das ist exakt die (perfekte) Zusammenfassung gegen die Ideologie von Flat Earthern etc., die ich schon immer suche! :)

Antwort
von kami1a, 13

Hallo! Du hast hier einige fachlich gute Antwort dabei - von mindestens einer weiß ich das der User / die Userin Astrophysik studiert hat. 

Deine Frage enthält Verschwörungstheorien der Sorte : 

  • Die Erde ist eine Scheibe,
  • Herford gibt es nicht
  • Es gibt ein Volk im Innern der Erde.

Da kommt man leider mit Logik nicht weiter, alles Gute.

Übrigens : Wir sind hier im Forum im Bereich Astronomie / Astrophysik bezogen auf die Fragenzahl stärker besetzt als in jedem anderen Bereich und sollten das zu schätzen wissen.

Antwort
von Locuthos, 28

1. Jupiter heizt sich selbst von innen auf, da die Gase einen unglaublichen Druck, und somit Wärme erzeugen, so wie die Erde auch (siehe Vulkane!). Zudem finden in ihm atomare Zerfallprozesse statt, die Wärmeenergie abstrahlen.

2. Kometen"einschläge" gibt es auf dem Jupiter, auch deutlich sichtbar. Im Gegensatz zur Erde z.B. aber entstehen die Einschläge nicht durch den Aufschlag auf der Oberfläche, sondern viel mehr durch das rasche Verglühen der Asteroiden in der dichten Jupiteratmosphäre. Was man auf solchen Videos sieht, ist also nicht die Explosion des Einschlags, sondern das helle Aufblitzen des Verglühens.

3. Mars-Rover brauchen keine starke Sendeleistung, jeder Radiosender hat ähnliche technische Möglichkeiten. Radiowellen (Funkwellen) breiten sich im Vakuum in alle Richtungen aus und werden von nichts aufgehalten, d.h. solange nichts im Weg zwischen Mars und Erde ist, können die Funkwellen, ohne an Geschwindigkeit oder Intensität zu verlieren, in einer bestimmten Zeit den luftleeren Raum durchqueren und in voller Bandbreite auf der Erde empfangen werden.

Danke, aber ich bin schon wach. Und nächstes Mal, beschäftige dich bitte mit physikalischen Gegebenheiten, bevor du der NASA unrechtmäßig Lügen unterstellst. :)

PS: Auf Enceladus gibt es solche "Flüsse" und unter dem Eismantel vielleicht sogar flüssige Ozeane, da es natürlich (so wie bei Jupiter auch) in Richtung Planetenkern immer wärmer wird.

Kommentar von RobertB1983 ,

Die Theorie der Gasplaneten ist völliger Schwachsinn. Du erzählst nur das öffentliche bla bla nochmal neu. Warum haben diese "Gas-Planeten" eigentlich eine sichtbare Umrandung, wenn das fast alles nur Atmosphäre ist? Die Planeten haben alle eine feste Oberfläche. Und woher sollen die NASA Leute überhaupt wissen, ob es auf der Oberfläche radioaktive Zerfall gibt? Das müssten auch ziemlich starke radioaktive Zerfallsprozesse sein, wenn der winzige Kern so viel Wärme abstrahlt, dass selbst in mehreren Erd-Durchmessern Entfernung noch die Atmosphäre bestrahlt wird. 

Glaub mir mal, das ist alles Blödsinn. Die Atmogphäre eines Planeten wird immer dicht an die Oberfläche gepresst, und bildet nicht 80 % seines klar sichtbar deutlich umrandeten Volumens. 

Radiowellen werden mit zunehmender Entfernung immer schwächer, weil sie sich kreisförmig ausbreiten. Wenn man einen Pizzateig auf einem Fußballfeld ausbreiten würde, wäre er wahrscheinlich so dünn wie ein menschliches Haar. Also kaum noch wahrnehmbar. Deshalb glaube ich nicht, dass schwache Sendeleistung ausreicht. 

Die Lügen, weil Sie Punkte brauchen, damit sie etwas "sagen" können. Und für jeden Menschen, der das glaubt, gibts mehr Punkte. Also glaubt denen bitte nicht mehr alles, sondern stellt bitte alles in Frage, was die euch erzählen. 

Kommentar von Locuthos ,

Glaub mir mal, und zwar, dass ich die Aussagen der NASA bereits in Frage gestellt habe und schon so einige Debatten auch über die Flat Earth Theorie usw hinter mir habe UND: Ich konnte mir mithilfe meiner physikalischen Fachkenntnisse, die du nicht zu bezweifeln hast, alles nachweisen. Glaub mir, ich bin keiner, der stumm und hirnlos alles frisst, was die NASA sagt. Ich habe so ziemlich all das "geprüft" und muss der NASA zustimmen.

Übrigens, das öffentliche Bla Bla ist halt nun mal richtig, deshalb erzähle ich es auch nochmal.

Also:

1. Kannst du den Himmel sehen? Ja? Er ist auch nur Gas. Dasselbe bei Wolken. Die haben auch eine sichtbare Umrandung, da sie dichter sind als der restliche Himmel und somit auf eine Form "gequetscht" werden. Das gleiche passiert bei den Jupiter-Gasen, die aufgrund der enormen Schwerkraft des Planeten zu einer festen, runden Form gepresst werden.

2. Doch, sie bildet 80 % des Volumens. Klar, die innersten Atmosphären-Teile werden dicht an den Kern gepresst, aber Jupiter hat nunmal sehr viel Gas. Irgendwann ist kein Platz mehr, die Gase werden immer dichter und dichter und nehmen natürlich entsprechenden Platz ein. Du darfst dir die Jupiteratmosphäre nicht wie die der Erde vorstellen. Die Jupiter-Gase sind so dermaßen dicht, dass man in tieferen Schichten sogar fast darin schwimmen kann. Diese Gase sind verdammt dicht.

3. Wenn man außerhalb des Sonnensystems wäre, könnte man Radiosendungen aus den 1950er Jahren empfangen, und zwar in 1a Qualität, da dort noch immer die alten Erd-Funkwellen sich ausbreiten. Funkwellen werden nur in einem Medium, also einem Hindernis, schwächer (Atmosphäre). Viele Menschen haben eine verfälschte Vorstellung von Funkwellen. Du stellst dir sie vielleicht auch so vor wie Wellen in Wasser, Pizzateig oder eben wie Funkwellen auf der Erde. Im Weltall aber gibt es kein Hinderniss. Da befindet sich pro Quadratmeter gerade mal ein einziges Atom. Und wenn eine Funkwelle erstmal "in Gang gebracht" wurde, verliert sie weder an "Dichte / Intensität", noch an Geschwindigkeit, wie sie es auf der Erde tun würde.

Antwort
von Australialiker, 26

Der Jupiter hat nur seine Hitze weil atomarische Substanzen in ihn zerfallen.
Und warum soll Albert Einstein lügen junge junge da hat jemand wirklich keine Ahnung.

Kommentar von RobertB1983 ,

Ich habe dazu die vorherige Antwort kommentiert. Lies dir das mal durch. 

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