Frage von Michelliii,

was ist mit diesen wirtschaftlichen aussagen gemeint?

in bezug auf die standortqualität deutschlands.

"deutschland hat eine mangelnde flexibilität des arbeitsrechts/-platzes"

und damit:

"deutschland hat eine überbordende bürokratie + regulierungsdichte"??

Antwort von VirtualSelf,
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Einige Unternehmen werten es als negative Standortfaktoren, dass sie Leute nicht nach Lust und Laune feuern können und sich an viele gesetzliche Standards (Umweltschutz, Baurecht ..) usw. halten müssen.

Ist letztlich eine kurzfristige Milchmädchenrechnung ohne ökonomischen Sachverstand, da Rechtssicherheit auch für Mitarbeiter und innerhalb einer Konkurrenzsitaution langfristig das Unternehmensüberleben befördern, zur Systemstabilität in einem grundsätzlich chaotischen Kontext beitragen.

Antwort von ichamcomputer,
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1.Für Firmen (gegenüber US) ists schwer Leute zu entlassen.

2.....es dauert bis man eine Firma angemeldet hat - und damit arbeiten kann...

Kommentar von chriskra44,

...ist generell falsch: zu 1. auch bei uns gibt es ein geregeltes Kündigungssystem,zu 2.normal dauert eine Neuanmeldung einer Firma max. 1/4 Std. beim Ordnungsamt der Stadt oder Gemeinde. Anruf vorher genügt-da kann nachgefragt werden-was ich für Unterlagen dabeihaben muß-und dann einen Termin ausmachen....

Kommentar von CharlieBrownXV,

Das gilt nur für Personengesellschaften. Bei der Gründung einer GmbH, Gbr oder gar umwandlung zur Aktiengesellschaft dürfen Sie mal versuchen es in einem 1/4 Jahr hin zu bekommen. Viel Vergnügen...

Antwort von demosthenes,

"deutschland hat eine mangelnde flexibilität des arbeitsrechts/-platzes"

In Deutschland haben wir einen recht ausgeprägten Kündigungsschutz, was gut ist für jeden AN, der einen Job hat, aber eher schlecht für einen Arbeitslosen, weil ein AG einen neuen AN erst dann einstellt, wenn er ganz sicher sein kann, dass er für diesen auch auch Dauer Arbeit haben wird, da er ihn später nur sehr schwer wieder entlassen könnte.

"deutschland hat eine überbordende bürokratie + regulierungsdichte"??

Wer in Deutschland eine Firma gründen oder ein Haus bauen will, der muss sich erst einmal mit etlichen Behörden und Organisationen herumschlagen, ehe er die erforderlichen Genehmigungen zusammen hat, was natürlich nicht gerade ermutigt und wenn die Firma dann läuft, wird er weiterhin von etlichen "Vereinen" drangsaliert, was ihm im Minimum viel (unnütze) Ausgaben verursacht.

Antwort von BewiBerlin,

Hast du das FDP-Programm erwischt? Schmeiß es weg, was will man mit nem Programm einer 2 %-Partei! Gerade die Dereguklierung der Finanzmärkte hat zur Finanzkrise geführt (nicht etwa gierige Griechen oder permanent siesta-machende Spanier) weil die Zocker machen konnten was sie wollten. Nun rettet der Staat die Banken (nicht etwa die Länder und schon gar nicht die arbeitende Bevölkerung dort)

Und das Teilzeit- und Entfristungsgesetz, Minijobs etc. führten auch nur zur Deregulierung des Arbeitsmarktes, also zu immer mehr schlecht bezahlter und prekärer Beschäftigung. Die Thesen, die du da gefunden hast, sind schlicht Unsinn. Nicht vergessen: Nur Reiche können sich einen schwachen Staat leisten.

Kommentar von CharlieBrownXV,

Perfekt wäre eine Frage zu beantworten ohne Politpropaganda auf Bildzeitungsniveau zu machen :-)

P.S.: Deine "Ansicht" ist auch nur bedingt richtig. Der Löwenanteil an Subventionen für Griechenland fließt nicht in Banken. Der Löwenanteil fließt schlicht in die bezahlung staatlicher (griechischer) Aufgaben von Infrastrukturerhaltung über Renten bis zu dem Gehalt von Staatsdienern. Richtig ist dass dieses Geld auch die Rückzahlung von Krediten sichert, wovon Banken profitieren. Allerdings haben diese Banken, griechisch oder nicht, eben dieses Geld zuvor dem griechischen Staat geliehen und dieser hat seine überzogenen Haushalte somit Jahrzehnte auf Schulden finanziert. Eigentlich ist das Volkswirtschaft für 1. Semester.

Was Spanien angeht schaut dies alles etwas anders aus. Spanien geriet tatsächlich vor allem durch die leichtfertige GEWÄHRUNG von Krediten, vor allem zum, weitgehend sinnlosen, Hausbau in die Sch...

Antwort von CharlieBrownXV,

"deutschland hat eine mangelnde flexibilität des arbeitsrechts/-platzes"

Simplifiziert: Arbeitszeit und Kündigungsschutz sind starr geregelt und nach dieser ANSICHT kontraproduktiv bei der Standortwahl großer Unternehmen.

"deutschland hat eine überbordende bürokratie + regulierungsdichte"??

Da ist etwas wahres dran. Die steuerlichen und gewerblichen Regulierungen sind in Deutschland oft hahnebüchen. Das Steuerrecht versteht selbst ein Steuerberater kaum noch. Allerdings ist Deutschland hier kaum schlimmer als z. B. Frankreich.

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