Würde mal sagen "ethnozentrisch", also sowas wie moderner Rassismus. Etwas ist von einer Ethnie bestimmt. Z.B. werden auch "westliche Werte" als ethnozentrisch bezeichnet, weil sie nur von "Westlern" nachvollzogen werden können.

Besonders von Anthropologen wurde schon lange betont, dass wohl jede Kultur der Erde bis zu einem bestimmten Grad ethnozentrisch ist, d.h. die Welt und andere Kulturen nur nach den eigenen Werten beurteilt.
Es gibt aus der Geschichte unzählige Beispiele von Kulturen, die nur sich selbst als zivilisiert oder kultiviert sahen/sehen und alle anderen als Barbaren (vgl. Perser, Römer, Chinesen oder die verbreitete Sicht der Europäer, Afrikanier und Australische Ureinwohner als "Wilde" zu bezeichnen).
Auch Wissenschaftler, die glauben, streng sachliche Darstellungen zu veröffentlichen, sind in der Regel nicht frei von Ethnozentrismus, weil kein Mensch frei ist von der Kultur, in der er aufgewachsen ist. Nur ein bewusster Akt der Reflexion kann dabei helfen, sich von einer solchen Sichtweise zum Teil zu befreien.
Die Idee mit dem modernen Rassismus ist verlockend und auch populär.
"Ethnozentrisch" ist wahrscheinlich auch ein temporäres Sprachphänomen, das auf die unausgesprochenen Kulturdifferenziatoren hinweist.
Bitte keine Nachfrage, was Kulturdifferentiatoren sind, weil sich das Wort selbst erklären sollte. Also: Braune Schuhe zum blauen oder schwarzen Anzug sind in Italien korrekt, aber in Deutschland nicht.
Es gibt dazu natürlich Ausnahmen, wie z.B. Jürgen Großmann (VSV RWE), der dies einfach (und er findet damit meine Zustimmung) praktiziert.