Was ist mit all den Indianern in Amerika passiert?

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7 Antworten

Natürlich gibt es auch heute noch sehr viele Indianer/Indios, in den USA und Kanada nennt man sie oft "first nations". Alleine über 6 Millionen Nachfahren der Maya gibt es in Mexiko. In Mexiko gibt es viele andere, u.a. Nahua (Nachfahren der Azteken und verwandter Stämme). Zu den wichtigsten Gruppen in Südamerika gehören die Quechua (Ecuador, Peru, Bolivien) (Nachfahren der Inka) (mehr als 7 Millionen) und die Guaraní (Paraguay)  auch diese Gruppe kommt sicher über 2 Millionen.

In Kanada und USA sind (unter anderem) zu nennen: die Cree, die Navajo und die Cherokee (es gibt etliche andere Stämme). In den Zahlen können sie nicht mit den obengenannten mittel- und südamerikanischen Völkern mithalten, dennoch sind gerade deren Traditionen noch recht stark.

Natürlich hat sich ihr Lebensstil gegenüber früher gewandelt. Die Maya leben natürlich nicht mehr in den alten (aber berühmten) Mayastädten wie Palenque, aber sie sind sprachlich dennoch Maya (wenngleich natürlich viele zusätzlich Spanisch können, manche können vielleicht auch nur Spanisch).

Die Quechua leben natürlich nicht mehr in Machu Picchu, sie sind aber sprachlich und kulturell oft eben noch Quechua (erkennbar oft an der typischen Kleidung, ihrer Sprache, und ihrer Art des Wirtschaftens).

Viele meinen, weil in den USA keiner mehr in Zelten in der Prärie wohnt, gäbe es keine Indianer mehr. Das ist ein großer Irrtum. Allein in Mexiko wird die indigene Bevölkerung auf 30 % der über 100 Millionen Mexikaner geschätzt.

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Die meisten "Indianer" lebten vor der Ankunft der Europäer in Mittelamerika, im heutigen Mexiko. Als Hernan Cortes 1519 gegen die Azteken in den Krieg zog, haben die Engländer noch nicht einmal daran gedacht, ihren Fuß auf diesen Kontinent zu setzen. Im Jahr 1520 landete Panfilo de Narvaez an der Küste des heutigen Mexiko und wollte Cortes verhaften. In seinem Gefolge befand sich ein Sklave aus Kuba und er brachte die Pocken mit in des neue Land. Die Pocken, aber auch viele andere Krankheiten, wie z. B. Masern haben mehr Indianer ausgerottet, als alle Kampfhandlungen zusammen. Im Reich der Azteken starb bis zu 90% der Bevölkerung. Man hatte damals große Sorgen, dass die Krankheiten die Indianer vollkommen dahin raffen würden und dass sie alle aussterben könnten. Aber einige Menschen überlebten und die Population erholte sich wieder. Als die Spanier dann in den Norden zogen, wiederholte sich die Geschichte mehrfach. Immer wieder brachten sie der einheimischen Bevölkerung Krankheiten und so dezimierten sie die Leute stark. 

Als dann die Engländer endlich nach Amerika kamen, war der Westen bereits von den Spaniern erforscht und erobert. Im Mittelwesten der heutigen USA und im heutigen Kanada hatten sich die Franzosen eingerichtet und so blieb nur der kleine Streifen an der Ostlüste für die Engländer übrig. Zahlenmäßig wuchsen diese 13 Kolonien sehr schnell und so war es ein Leichtes für die Engländer gegen die Indianer zu bestehen. So breiteten sie sich immer weiter aus und nach der Unabhängigkeit vom Englischen Mutterland gab es kein Halten mehr. Sie kauften den Mittelwesten von den Franzosen und nahmen den Mexikanern ihr Land mit Gewalt. Natürlich hatten die Amerikaner davon gehört, was den Indianern beim Besuch der Spanier passiert ist. Sie wussten ganz genau dass diese Völker keine Abwehrkräfte gegen die Krankheiten des alten Kontinents hatten. Deshalb kam ein General auf die Idee, die Indianer bewusst mit den Pocken zu infizieren. So schickte man den Indianern Decken aus einem Krankenhaus und brachte damit mehr Menschen um, als in den "glorreichen" Indianerkriegen. 

Zu deiner letzen Frage. Der englische König war vermutlich sehr froh, dass er speziell diese Untertanen los war. Vermutlich hätte er die "Pilgerväter" irgendwann aufhängen lassen, wenn sie nicht nach Amerika gegangen wären. Sie gehörten einer besonders radikalen Strömung des englischen Puritanismus an und haben sich von der englischen Staatskirche los gesagt. Sie waren typische Sektierer und notorische Unruhestifter. 

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Kommentar von Wurzelstock
09.09.2016, 12:05

Du bestätigst die Behauptung in meiner Antwort: Dein geschichtlicher Abriss ist ideologisch selektiert und gibt nicht die objektive Realität wieder.

Geschichte ist keine Kette linear verlaufender Ereignisse, sondern ein vierdimensionales Geflecht von Stömungen, Querverläufen, und Gegenströmungen.

So vernachlässigst Du z. B. das friedliche Miteinander von Kolonisten und einheimischen Ackerbauern, die manchen Gruppen von Neuankömmlingen im Nordosten der heutigen USA erst das Überleben ermöglichte.

Du führst die perfide biologische Kriegsführung an, verschweigst aber die Bestürzung über die natürlichen Epidemien, die gerade die Friedfertigen verheerend trafen.

Wer sich ein annährend zeitgenössisches Bild über das Mit- und Gegeneinander von Indianern und Europäern machen will, sollte den einen oder anderen der Lederstrumpfromane von J.F.Cooper (1789 - 1851) lesen.

Ich meine damit nicht die überarbeiteten Ausgaben für Kinder, sondern die ungekürzten Originale. Sie sind zeitkritisch und bemühen sich um das, was man damals unter Objektivität verstand. (Ich habe allerdings nur eins gelesen: "Der Wildtöter")

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Chrisopherus Kolumbus ging im Namen der Königin (isabella glaube ich) von Spanien nach Indien, er selbst war Italiener. Anstatt Indien, fand er Amerika voller Ureinwohner, es heisst die Pocken hätten sie dann befallen (von den Europäern auf die Indios) und über 50% starben, der Rest liess er versklaven und verkaufte sie unter anderem auch nach Europa, die aufsässigen schickte er und seine Leute ins Jenseits, gibt sicher ne Menge Dokus auf Youtube (:

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Kommentar von Fuchssprung
09.09.2016, 09:11

Ich habe selten so viel Unsinn einem so kurzen Text gelesen.

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warum hat der Herrscher von England denen die Umsiedelung damals überhaupt erlaubt ?

Schon mal den Begriff 'Kolonie' gehört?

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"Die" Indianer gab und gibt es nicht. Die Ureinwohner Amerikas in dem riesigen Gebiet zwischen Arktis und Antarktis sind ethnisch so verschieden, wie auch die Völker Europas und Asiens. Sie haben alle ihre eigene Geschichte.

Deine Frage bezieht sich wahrscheinlich auf die romantisch verklärten Geschichten aus dem "Wilden Westen", über die wir als Kinder nur ideologisch geprägte Informationen erhalten haben, die kaum Rückschlüsse auf die tatsächlichen Ereignisse und ihre Ursachen zulassen - egal von welcher Seite sie dargestellt werden.

Indianer gibt es nach wie vor, und sieht man von den folkloristischen Attraktionen ab, unterscheiden sie sich heute von anderen Menschen etwa so, wie der Nordeuropäer vom Südeuropäer. Diese Angleichung begann auch schon während der Kolonialzeit Amerikas. So, wie es nicht nur nomadisierende Büffeljäger gab, so gab es auch nicht nur Kriege zwischen Einheimischen und Kolonialisten.

Wenn Du ausgiebigen Kontakt mit Indianern suchst, dann fahre nach Molina de Sigura in Spanien. Die Stadt hat einen großen Anteil von Bolivianern unter ihren Bewohnern - das sind alles Indianer. Es geht aber gleich hinter der spanischen Grenze los: Spanien ist voll von Indianern.

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Die Indianer nach der alten Art gibt es nicht mehr. Die leben wie jeder andere auch in Häusern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Indianerpolitik_der_Vereinigten_Staaten

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Kommentar von Satiharu
09.09.2016, 07:35

Häuser oder nicht, gibt trotzdem noch Indianer.

Ausserdem gibt es auch noch wandernde Stämme, jedoch mehr in Asien, da die Europäer kurzen Prozess in Amerika machten

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Sie wurden alle erscjossen oder erstochen es gibt heute noch ein paar letzte stämme

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Kommentar von OlliBjoern
19.09.2016, 20:46

Das stimmt nicht. Es gibt Millionen Indianer. Und da reden wir nicht von 1 Million, sondern von Zahlen, die deutlich über 15 Millionen liegen (Nord-/Mittel-/Südamerika zusammengenommen).

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