Frage von logonnow, 171

Was ist mei meinem Kind?

Meine Tochter (12) schaut seit ungefähr 2 Jahren niemanden mehr direkt in die Augen, vermeided alle sozialen Kontakte, und redet nie über sich selber, auch nicht mit mir. Sobald es aber um Fakten und Schulsachen geht, redet sie sehr viel. Ich wollte mit ihr mal zum Schulpsychologen, doch sie verweigert mit ihm zu reden. Was hat sie, und wie kann ich ihr helfen???

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Paguangare, 83

Wir wissen natürlich auch nicht, was mit deiner Tochter los ist. Es könnte sich um eine psychische Krankheit oder um ein Trauma handeln. Wenn Kinder ihr Verhalten so deutlich umstellen, ist das immer ein Alarmsignal. Auf jeden Fall sollte das abgeklärt werden.

Wie man dabei am besten vorgehen könnte, weiß ich auch nicht. Da deine Tochter dazu keine Aussagen macht und auch nicht zum Schulpsychologen gehen wollte, könntest du vielleicht zuerst alleine zu einer psychologischen Beratung gehen, die Symptome schildern und um Rat fragen.

Antwort
von Dahika, 20

Ich beziehe mich auf weitere Antworten: dein Kind hat natürlich keinen Autismus, ist kein Psychopath, kein Soziopath.

Der Schul.psych.Dienst ist nicht der richtige Ansprechpartner für dich. Ich würde dir raten, mit deinem Kind mal eine Psychol. Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche aufzusuchen. Die gibt es in jeder Kommune, und dort arbeiten sehr oft auch Psychologen mit einer psychotherapeutischen Zusatzausbildung.

Ansonsten:

www.bke-elternberatung.de

Expertenantwort
von aida99, Community-Experte für Gesundheit, 23

Es gibt spezielle Kinder- und Jugendpsychiater. An Deiner Stelle würde ich dort einen Termin machen (Wartenzeiten sind lang, also schnell Termin vereinbaren). Mein Tipp: Versuche, eine solche Psychiaterin zu finden, Erklärung folgt.

Ich verstehe schon, dass Deine Tochter nicht zum Schulpsychologen will: zum einen ist der in der Schule, also hat sie evtl. Angst, dass er weitererzählt, was mit ihr los ist. Vielleicht möchte sie auch mit keinem Mann über ihre Probleme sprechen? Gerade in der Pubertät könnte das ein Problem sein.

Diese Psychiaterin sollte vor allem eine gründliche Diagnose machen: vielleicht ist es nur eine leichte Sozialphobie, ausgelöst durch die Umstellungen der Pubertät? Vielleicht ist es ein mildes Asperger-Syndrom? (Mädchen mit Asperger sind oft 'angepasster' als Jungs und werden deshalb selten diagnostiziert.)

Es kommen auch Depression, Ängste etc. in Frage. Und je nachdem, was sie hat, sieht die Behandlung unterschiedlich aus. Was sie hat, können wir hier nicht klären, das kannst Du auch nicht klären (und Deine Tochter alleine wohl auch nicht!), das soll ein Fachmensch machen.

Zum Schluss: Sehr sehr viele junge Menschen bekommen in der Pubertät psychische Probleme - das ist eher 'normal', als völlig unbeschadet durch die Pubertät zu kommen. Der entscheindende Punkt ist nicht, dass es schlimm ist, das etwas aufgetreten ist - entscheident ist, wie man darauf reagiert. Frühzeitig Behandeln kann heißen, dass sie für den Rest ihres Lebens von diesen Problemen verschont bleibt.

Antwort
von maggylein, 72

Ich wäre auch beunruhigt und würde zum Psychologen oder Psychiater gehen mit ihr. Es gibt ja Kinderärzte die sich auf Kinder und Jugend Psychologie spezialisiert haben... vielleicht ist da jemand zu dem sie vertrauen aufbauen kann.. Wenn der eine nicht geht dann zum anderen...
Drücke dir und der kleinen die Daumen das alles gut geht

Antwort
von Whitecheetah, 44

Ih hät jetzt auch auf Autismus getippt. Beobachtest du bei ihr eine grosse Neigung zu Routinen? Z.b. jeden Morgen das selbe Essen oder immer die gleichen Handlungsabläufe? Würde dafür sprechen

Vlt. Aber auch Missbrauch, ist deine Tochter aufgeklärt, was "Sex" bzw "komisches" anfassen ist?

Vlt. Starkes Mobbing, wobei das aber eher gegen die Schule sprechen wùrde

Vlt. Aber auch was psychotisches oder veraltet ein Psycho-/sozipath in den Anfängen.

Lass sie mal abklären, aber halte nicht gleich an der Diagnose fest.

Antwort
von annablanka, 32

Die Informationen sind hier sehr wage um sich eine Meinung, geschweige denn Diagnose bilden zu können.
Wie ist denn das Familienleben vorher/nachher? Geschwister etc? Noten? Feizeitaktivitäten vor der "Erkrankung"? Bezug zueinander vorher? Bezug zu Vater und Geschwistern- vorher/nachher?
Da steckt schon einiges mehr dahinter

Antwort
von reginarumbach, 69

das ist natürlich keine diagnose hier, aber... was du da schilderst könnte zu asperger autismus passen.wenn es vorher keine auffälligkeiten bei ihr gab, dann ist es womöglich ein sehr milder verlauf, aber eigentlich kann man sich gar nicht vorstellen, dass es vorher so gar keine anzeichen gab. kann man abklären lassen.

ansonsten ist sie womöglich schon früh in die pubertät gekommen und fühlt sich sehr unsicher. fakten sind einfacher zu handhaben als alle gefühlssachen... ;)

Antwort
von jimpo, 17

Wenn Deine Tochter sich so sperrt, müssen tiefsinnige Gründe dahinter stecken/liegen. Versuche behutsam an Sie ran zu kommen, Schritt für Schritt. 


Antwort
von Kasumix, 52

Sie verweigert das???

Erstens hätte ich nicht zwei Jahre gewartet und zweitens bist du die Person, die erzieht!

Oder sagt sie dir, wann ihr alle ins Bett müsst?

Deine Tochter kriegt doch die Probleme, um so älter, um so größer...

Du hilfst ihr nur und schadest ihr sicher nicht...

Antwort
von Kampfsport15, 45

Ich hatte auch mal so eine Phase. Hat sich bei mir von alleine gelegt.

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