Frage von butterfly2404, 63

Was ist los mit mir; Krankheit, Depressionen?

Also ich wurde früher mal von meiner Klasse "geärgert", da ich sehr oft Bauchschmerzen hatte..Am Ende hatte ich viele Fehltage, aber auch weil ich Angst hatte zur Schule zu gehen..Ich hab mich dann auch eine Zeit lang gerit... naja ich kann irgendwie keine Kritik ab.. Ich fühle mich dann immer so angegriffen.. Ich bin sehr sehr sehr schüchtern.. Ich trau mich nie bei der Kasse zu stehen, oder zu reden.. Und ich hab sehr oft Verletzungen.. Ich weiss auch nicht, ich bin so überempfindlich irgendwie.. Meine Oma meinte ich habe ADHS, aber ich weiss nicht.. In letzter Zeit bin ich sehr vergesslich und ich würde am liebsten täglich weinen, aber ich kann einfach nicht.. Ich fühle mich so schlapp.. Eigentlich turne ich, aber ich hab keine Motivationen.. Ich hasse es in einer grossen Gruppe von Menschen zu sein.. Ich bin sehr verletzt, wenn Leute meinen ich wäre sche.. Aber ich glaub was mich geprägt hat war der "Streit" mit meiner aller besten Freundin.. Ich bin halt sehr anhänglich bzw; eifersüchtig..Und irgendwann hat sie mich gehasst und mir nie geantwortet.. "Ignoranz tötet"😭 und ich hab überhaupt kein Selbstbewusstsein .. Aber ich kann doch keine Depressionen haben? 😢 was ist los mit mir? Ich sehne mich nur danach, dass jemand zu mir sagt "Du? Ich hab dich lieb, du bist so perfekt wie du bist" Aber andererseits bin ich sehr organisiert, ich hab immer die Hausaufgaben usw.. Eigentlich liebe ich alleine sein, aber ich hasse es auch..

Antwort
von AndreasSieg, 12

Geh bitte zum Psychiater oder Psychologen. Kannst ja erst mal einen unverbindlichen Termin ausmachen. Der kann dann beurteilen, was mit Dir los ist und was für Hilfe Du evtl. gebrauchen könntest. Und Du musst nicht perfekt sein. Das ist Niemand und gerade die kleinen Fehler sind es oft, die jemanden liebenswert machen :-) Wichtig finde ich noch, dass es in dem Fall erst mal DIR besser gehen muss. Der Gedanke jemandem zur Last fallen  zu können, falls Du ihn haben solltest, ist völlig daneben. Deine Oma kann Dir auch nur helfen, wenn sie weiß, dass Du unglücklich bist. Dass sie sich dass nicht für Dich wünscht, sollte die Motivation sein Dir zu helfen und zur Seite zu stehen und es sollte nicht die Motivation für Dich, es zu verbergen.

Wenn es umgekehrt wäre, würdest Du doch auch sicher wissen wollen, wie es Deiner Oma wirklich geht, um ihr helfen zu können, damit es ihr besser geht? Und so wird es ihr auch gehen. Hilfe annehmen können ist eine Stärke keine Schwäche. Ich wünsche Dir,, dass es Dir bald besser geht.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 19

Das klingt nicht danach, als ob du eine Depression hättest (obwohl man dies aus der Ferne natürlich nicht beurteilen kann). Es gibt einen grossen Unterschied zwischen der Krankheit Depression und sich "deprimiert fühlen".

Eine Depression zeichnet sich neben der schwere der Symptome auch darin aus, dass ein ganzer Symptomkatalog erfüllt werden muss, bis es zu einer Diagnose Depression kommt. Einfach Müdigkeit und Motivationslosigkeit reichen nicht.

Dieser wissenschaftliche Symptomkatalog ist im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. Erfüllt sein müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome, damit man von einer Depression spricht.

Hauptsymptome:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit
- Depressive Grundstimmung (negatives Denken, Hoffnungslosigkeit bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit

Nebensymptome:
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Vermindertes Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen
- Stark veränderter Appetit
- Schuldgefühle und/oder Entscheidungsschwierigkeiten

Wenn du unter diesen Symptomen leidest suche unbedingt eine Fachperson (Psychiater oder Psychologe) auf. Du kannst dich auch zunächst an deinen Hausarzt wenden.

Du sieht also, dass Depressionen ein ganzer Katalog von Symptomen ist. Zudem geht es um die Ausgeprägtheit der Symptome. Menschen mit Depressionen (wie ich) beschreiben diese Krankheit als Hölle auf Erden. Zudem müssen diese Symptome dauerhaft vorhanden sein. Es gibt zwar bessere und schlechtere Tage, doch man ist immer am Ar***.

 

Kommentar von butterfly2404 ,

Ich hab Angst, weil bei mir so viele Symptome erfüllt sind..

Kommentar von samm1917 ,

Dann rate ich dir dringend, zu einer Fachperson (Psychiater oder Psychologe) zu gehen. Du kannst dich auch für eine Erstabklärung zunächst an deinen Hausarzt wenden.

Es kommt nicht nur auf die Anzahl der Symptome an, sondern auch um die Ausgeprägtheit. Eine objektive Diagnose kann nur ein Arzt oder eine Fachperson stellen.

Antwort
von Madschaffts, 24

Da kann dir hier keiner helfen. Was du beschreibst ist die Summe deiner (oft schlechten Erfahrungen). Zumindest siehst du ein, dass du schüchtern bist. Dann kannst daran arbeiten. Vielleicht hast du auch nur den falschen Umgang.

Du wirst lernen müssen, positiver den Menschen zu begegnen, denn man unterhält sich am liebsten mit anderen, die den gleiche Flow haben.

Kommentar von butterfly2404 ,

Ich bin zwar erst 13, aber ich hab so viele schlechte Erfahrungen gemacht..

Meine Geschwister haben mich immer ausgelacht wenn ich gesungen hab oder ähnliches.. Mein Bruder hat mich ne zeit lang immer geschlagen, weil ich ihn " genervt" hab

Antwort
von LittleMistery, 5

Geh zum Arzt und wenn der sagt, dass das eine Depressionsein könnte mach eine Therapie.

Antwort
von AnnalenaEva, 28

Das klingt schon ein bisschen nach Depression, aber das kann man so nicht beurteilen. Vielleicht solltest du mal mit jemandem reden.

Kommentar von butterfly2404 ,

Aber ich schäme mich, weil meine Oma stolz auf mich sein soll.. Meine Familie.. Was denkt die dann von mir? Ich hatte mal ein halbes JAHR lang Handschmerzen und bei dem Psychologen hab ich gelogen.. Ich hab gesagt, dass bei mir alles gut ist.. Meine Eltern denken, dass ich täglich glücklich bin und so

Kommentar von AnnalenaEva ,

Das du willst, dass deine Familie stolz auf dich ist, verstehe ich. Aber deine Familie ist vielleicht noch stolzer auf dich, wenn du mit jemandem über deine Probleme sprichst. Und wenn es dir so peinlich ist, muss deine Familie das ja auch nicht unbedingt wissen, du kannst ja auch mit jemandem anderen sprechen.

Kommentar von butterfly2404 ,

Ich hab schon so oft mit Fremden über meine Probleme gesprochen, es hilft nichts 

Kommentar von AnnalenaEva ,

Dann solltest du zu einer Fachperson gehen, auch wenn du das nicht unbedingt willst. Das wird dir helfen, wenn du ehrlich bist.

Kommentar von Thomas19841984 ,

du kannst deinen Eltern begreiflich machen, dass es nicht ihre Schuld ist, dass es dir schlecht geht

Antwort
von Thomas19841984, 29

das ist sicher eine Depression, allein aufgrund der vermeintlichen Widersprüchlichkeit, z.B.  "Eigentlich liebe ich alleine sein, aber ich hasse es auch." Geh ruhig zu einem Psychotherapeuten o. Psychiaterund bespreche mit ihm, ob ein Tagesklinikaufenthalt und Medikamente sinnvoll wären. Was die Schule betrifft: die muss halt kurze Zeit zurückstehen. Du wirst nicht in der Gosse landen, nur weil du vielleicht ein Jahr aussetzt. Liebe Grüße

Kommentar von butterfly2404 ,

Aber dieses Schuljahr hab ich mich so angestrengt, ich hab bisher nur einen Fehltag.. Ich trau mich nicht dahin zu gehen, ich werde definitiv weinen; Außerdem denken dann alle, dass ich verrückt im Kopf bin

Kommentar von Thomas19841984 ,

meiner Meinung nach ist der Besuch eines Psychiaters ähnlich wie ein Besuch beim Zahnarzt. die Zeiten haben sich geändert.

die gute Leistung in der Schule wirst du auf Dauer nicht durchhalten können bei deinem Gemütszustand.

glaub mir, in wenigen Wochen schon geht's dir besser

Kommentar von butterfly2404 ,

Ich trau mich aber nicht, ich kann mit denen nicht über meine Probleme sprechen

Kommentar von Thomas19841984 ,

wer sagt, dass du mit denen über Probleme reden musst? dann red die erste Zeit einfach über das, was dir noch Spaß macht oder über Filme, Jungs etc.. und was glaubst du, was die schon alles gehört haben

Kommentar von Thomas19841984 ,

heute ist der Patient KUNDE. du entscheidest, worüber gesprochen wird, welche Therapien du machst und wann du mit den Arztbesuchen aufhörst und ob du Medis nimmt

Kommentar von AnnalenaEva ,

Deshalb ist man ja auch nicht bescheuerd oder so. 

Kommentar von Thomas19841984 ,

genau. bescheuert ist es, wenn man sich irgendwann vor einen Zug schmeißt, ohne vorher Hilfe gesucht zu haben

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