Frage von amanda1232, 78

Was ist los mit mir, ich verstehe mich nicht?

Oh man, ich weiss gar nicht, wie ich anfangen soll. Ich sitze nun seit fast zwei Jahren auf der faulen Haut und mache gar nichts mehr. Habe mein Abi nicht gepackt und lasse mich gerade von meinen Eltern finanzieren. Der Gedanke unter Menschen zu sein ist für mich einfach nur grausam. Ich habe vor allem das Problem, dass ich immer nur Durchschnitt irgendwo bin, nicht kontern kann, weil ich Angst davor habe nicht gemocht zu werden (Wurde eine Zeit lang mal gemobbt) und dementsprechend nie richtig ernst genommen werde, da ich eh immer zu allem Ja und Amen sage. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich nicht mein Leben lebe. Ich habe schon versucht mein Abitur nochmal in Angriff zu nehmen, bin aber immer an fehlender Disziplin und Konzentrationsschwäche gescheitert. Hinzu kommt bei mir ein ADS. Ich interessiere mich eine Stunde lang intensiv für ein Thema und am nächsten Tag ist es schon wieder langweilig. Ich halte einfach nichts durch. Das ist so mühsam. Gerne würde ich mich mal richtig für was einsetzen, für etwas, was mich auch interessiert, aber momentan ist bei mir echt Leerlauf. Ich bin so faul und gleichzeitig habe ich Angst nicht mein volles Potential ausschöpfen zu können, auf der anderen Seite will ich immer alles auf einmal. Was ist bloss los mit mir???

Antwort
von BaluDerTanzbaer, 30

Hallo Amanda,


was Du hier beschreibst, ist eine unglaublich belastende Situation, die enorm viel Kraft und Stärke kostet. Du beschreibst Dich gerade als faul, aber wahrscheinlich machst Du gerade eine der anstrengendsten Zeiten Deines Lebens durch. Womöglich kannst Du Dir das selber gerade nicht sagen,aber von mir bekommst Du ein großes Lob dafür, dass Du gerade in so einer Zeitnicht aufgibst, sondern auch hier Hilfe suchst und Dich aus dieser Lageherauskämpfen möchtest.

Herauskämpfen ist immer das, was einem da in den Kopf kommt, nicht?"Jetzt reiß Dich endlich zusammen, beiß die Zähne aufeinander und dannziehst Du in kürzester Zeit all das durch, was Du die letzten zwei Jahre nichtgeschafft hast!" So redet man dann mit sich selbst und vergisst, dass manmomentan die Kraft gar nicht hat, glaubt, dass man sich diese Kraft undDisziplin einfach aufzwingen könnte, dass dann alles eben mit Selbstkontrollefunktionieren könnte. Und dann versucht man es und es will eben nicht klappen,es kann nicht klappen, man kommt sich noch niedergeschlagener wie davor vor undfühlt sich langsam immer wertloser und nichtsnutziger vor.

Das haben schon viele Menschen erlebt,denke ich (ich übrigens auch im Studium). Leider sind die gängigen Antworten,die man in unserer Gesellschaft oft bekommt, alle ziemlicher Mist, weil sichFranz Huber nicht sehr viel mit Persönlichkeitsentwicklung, Kleinhirn,Wahrnehmungs- und Bewertungsstrategien beschäftigt.

 

Ich möchte versuchen, Dir (soweit das auf dem wenigen Platz möglich ist) zuzeigen, was mit Dir los ist und welche Schritte als nächstes sinnvoll sind, um ausdiesem momentanen Tief herauszukommen. Sicherlich werde ich nicht an allenStellen in’s Schwarze treffen, aber die Grundstrukturen sind meist ziemlichähnlich:

All das beginnt meistens in einer Erziehung, in der man ein „Liebe für Leistung“-Denkenvermittelt bekommt. Gerade Eltern, die es mit ihrem Kind „ja nur gut meinen“,es aber eigentlich permanent verbessern, moralisch unter Druck setzen und Liebeoder Stolz meist nur für in ihrem Sinne erbrachte Leistungen zeigen.

Dadurch manifestiert sich ganz unterbewusst ein negatives Bewertungsschema,mit dem man sich selbst und das Umfeld einteilt. Gerade sich selbst nimmt mandabei hart in’s Gericht: „Wenn ich nicht so gut im Sport bin wie die anderen,bin ich weniger liebenswert“, „Wenn ich schlechte Noten schreibe, bin ich nichtso intelligent und weniger liebenswert“, „Wenn ich kein Musikinstrument spiele,wenn ich keinen Partner habe, wenn ich…..“ und wenn sie dann erkennen, wieschwer es mir fällt, da mitzuhalten, dann werde ich in ihren Augen sowiesobloßgestellt sein.

Dieses Denken ist Gift für die komplette Jugend. Mobbing und etwas falscheErziehung tun ihr Übriges dazu. Dabei ist dieses Denken einfach falsch undvöllig negativ behaftet. Denke an irgendjemanden in Deinem Leben, mit dem DuDich richtig gut verstehst. Es wird immer sein Wesen sein, das Du liebst, nichtdas, was er erreicht hat oder was er kann. Du wirst jede Umarmung einfachdankend annehmen und ihn dafür lieben, wie er als Mensch einfach ist. Und ganzdas gleiche gilt für Dich. Menschen werden Dich nie für Deine Leistungenlieben, sondern sie kommen zu Dir, wenn Dein Wesen strahlt, wenn Du glücklichbist und ihnen Glück zurückgeben kannst.

Weil man sich aber so sehr verkrampft bemüht, überall perfekt zu werden,sich makellos zu machen, verkrampft man eher, ist unglaublich verwundbar undfindet den Zugang zu schönen, einfachen und selbstverständlichen Freundschaftenkaum noch. Es ist ein Teufelskreis, weil man sich selber darin unglücklichmacht, alles als Konkurrenzkampf wahrnimmt, obwohl andere Menschen eigentlichauch auf etwas ganz anderes aus sind: Natürliche Zuneigung und Freundschaftohne Bewertung.

Jetzt kommen wir langsam in die Richtung der Anforderungen an sich selbst.Letztendlich ist man dann schon mal an einem sehr depressiven Punkt angekommen,an dem das Meiste im Leben nur noch Zwang und Anpassung ist. An diesem Punktkostet alles viel Kraft, alles ist schwerer, kostet mehr Überwindung undDurchhaltevermögen. Viele Dinge, die andere Leute selbstverständlich nebenhererledigen, bekommt man selbst kaum noch auf die Reihe und man fühlt sich elend.

Und dann, an diesem Tiefpunkt, stellt man an sichselbst die höchste Anforderung seines Lebens: Jetzt muss ich mich darauskicken, koste es, was es wolle! Man ist ausgezerrt, deprimiert undkraftlos, meist ohne viele Freunde, aber man verlangt von sich das Maximum. Wieein Sportler, der sich das Bein gebrochen hat und von sich verlangt, geradejetzt die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und dann probiert man es und probiert eswieder und fällt immer wieder auf den Boden, weil es einfach nicht geht, weiles an diesem Punkt unmöglich ist.

Aber was soll denn dann passieren, nicht? Wie soll das weitergehen?

Nun, der Weg ist das Ziel. Man muss sich erstmal eingestehen, dass mangerade nicht besonders leistungsfähig ist. Das kann man auch nicht von einenauf den anderen Tag ändern. Eine Umstellung in dem Bereich dauert mindestensein bis zwei Jahre. Das Kleinhirn braucht Zeit und will Dich wie bei einerDrogensucht immer in Deine alten Verhaltens- und Denkmuster zurückzerren.

Deine neue Kraftquelle ist Glück und Freude. Am Anfang mag das etwasschwierig sein, aber genau das muss dein Primärziel werden: Mach Dich selbstwieder glücklich! Dazu kann man einige Sachen machen:

  • Körper: Man kann nicht genug betonen, wievielglücklicher man in einem gesunden Körper ist. Eine gesunde, ausgewogeneErnährung kann das Gehirn in völlig andere Bahnen lenken, während Zucker,Alkohol oder Zigaretten (alles, was auf einer Suchtbasis Dopamin ausschüttet)enorm schlecht für das Wohlbefinden ist. Frische Luft und vor allem Sporthalten den Hormonhaushalt im Gleichgewicht – ein weiterer sehr wichtigerFaktor. Das hört sich für manche immer etwas esoterisch an, aber ein gesunderGeist wohnt tatsächlich in einem gesunden Körper, alle Studien bezeugen das.
  • Sprich mit Menschen nicht über Deine „Probleme“,sondern verbanne sie aus Deinen Gedanken und Deinem Leben generell. Du gehstnach vorne. Du holst Dir höchstens „Tipps“, um einen nächsten Schritt zusetzen, aber Du schaust nicht auf den Trümmerhaufen hinter Dir, der kannverbrennen und zusammenstürzen wie er will. Die Beschäftigung mit Deinerjetzigen Problemwelt führt ansonsten dazu, dass Du im gleichen Denkschemagefangen bleibst, aus dem Du eigentlich raus willst. Du sollst lernen, die Weltanders wahrzunehmen und anders darin zu leben.
  • Gestalte Dein Leben so bunt wie möglich,überlege Dir, was Du wirklich tun willst und tun kannst. Reiß Dich aus DeinenGewohnheiten raus. Zum Anfang kannst Du Dich beispielsweise mit dem Stuhl 5Minuten auf den Küchentisch setzen. Das hat man noch nie gemacht und ist eineso komische Situation, dass man sich selbst dabei überrascht, was der Kopfmacht. Geh raus, geh mal bei der jetzigen Kälte schon zum Schwimmen und schau,wie lange Du drin bleiben kannst, geh zum Bungee-Jumping und versuch, Dir einneues Kleid aus Zeitungspapier zu schneidern, fahr zu einer Station, bei Der Dunoch nie warst und erkunde die Gegend. Wenn Du in der Zeit Geld hast, gib esaus, genieß die Zeit. Mach eine Fotoreihe von Deinem früheren Kuscheltier anverrückten Plätzen, geh aus dem Haus! Das alles ist dafür da, dass Du wiedermerkst, dass Du alles tun kannst, dass Farbe in Dein Leben kommt. DAS istinteressant für andere Menschen, DAS ist interessant und lebenswert für DICH,dass Du alles machen kannst. DU stehst jetzt im Mittelpunkt, nicht DeineAusbildung. DIR muss es wieder besser gehen. Nimm Dir die Zeit und tankeüberall so viel Kraft, wie Du kannst. Kraft kann man nicht zu Hause tanken vordem Computer oder Fernseher, Kraft entsteht durch Glück und Freude, draußen inder Welt.
  • Dazu gehören auch Freunde. Ich hoffe, Du hastnoch ein paar und kannst mit ihnen einige dieser Erlebnisse teilen. Freundemachen unglaublich gerne solche verrückten Sachen mit und mehr soll es auchnicht sein. Deine Freunde sollen nicht mehr die „Helfer“ sein, die für Dich dasein müssen, sondern ihr bleibt einfach bei den positiven Erlebnissen. Sowerden Freundschaften auch viel schöner und wertvoller für beide Seiten. Wennes geht, such auch ruhig neue Freunde. Melde Dich doch in einem Verein an, derDich interessiert – da lernt man z.B. ganz schnell neue Leute kennen, die einenauch zu neuen Sachen mitnehmen.

So.. und jetzt erst kommen wir mal zur Ausbildung: Es gibt noch vieleMöglichkeiten, das Abi nachzuholen. Dafür musst Du nicht mal direkt das Abimachen. Es gibt viele Ausbildungsstellen, es gibt alternative Bildungswege, Dubist noch jung und Dir stehen eigentlich noch alle Türen offen. Es ist garnicht so wichtig, wohin Du den nächsten Schritt setzt, wichtig ist nur, dass Dueinen Schritt machst und dann ganz langsam, aber sicher weitergehst. Es istNICHT wichtig, dass Du in einem Jahr Dein Abi abschließt, nur weil DeineFreunde das jetzt schon haben, es ist auch NICHT wichtig, dass Du Deine ganzeEnergie dafür verbrauchst. Zwei oder drei ruhige, langsame Jahre in eineRichtung bringen Dich zehnmal weiter als halbjährlich mit dem Kopf gegen dieWand zu rennen.

Such Dir einen realistischen Weg, den Du mit Deiner jetzigen Situationwirklich auch schaffen kannst. Schau, dass Du Dich an Deinem jetzigen Punktnicht überbelastest und klopf Dir für JEDEN kleinen Erfolg auf die Schulter.Ein Erfolg ist auch eine Note 4, mit der man aber weiterkommt. Alles ist einErfolg in dieser Zeit und irgendwann wirst Du von selbst wieder mehr Energieentfesseln. Dazu musst Du aber erstmal die Anforderungen an Dich selbst stark herunterfahren,damit Du das auch erreichen kannst, was Du Dir vornimmst, anstatt ständigNegativerfahrungen zu ernten. Dann macht es auch viel mehr Spaß, weil man mitsich selbst zufrieden sein kann. Sogar Schule macht Spaß, wenn man dort Erfolghat. Was der Erfolg ist, musst Du entscheiden.

Du wirst sehen, dass Dein ganzes Leben sich verwandelt, wenn Du Dein Glückdarin mehr fokussierst und dass Du mehr erreichst, wenn Du die Anforderungen anDich selbst weiter heruntersetzt.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft,
Balu


Kommentar von BaluDerTanzbaer ,

Entschuldigung wegen den fehlenden Leerstellen. Ich habe den Text erst in Word geschrieben und dann umkopiert. Dabei sind wohl die Zeilenumbrüche nicht als Leerstellen gedeutet worden. Ich hoffe, es ist leserlich.

Antwort
von einfachichseinn, 20

Was machst du denn gegen deinen Kummer?

Wieso liegst du bei deinen Eltern auf der faulen Haut?

Was machst du gegen das ADS?

Wieso hast du dir nach der Schule keine Ausbildung gesucht oder versucht das Fachabitur zu erlangen?

Hast du Freunde? Was ist mit den Menschen aus der Schule, hattest du da Freunde oder wurdest du von allen gemobbt?

Fragen über Fragen, ich weiß, aber ich finde es schwierig jemanden einen Rat zu geben ohne irgendwelche Anhaltspunkte zu haben.

Aber für's erste solltest du anfangen etwas zu tun. Also nimm dir den Staubsauger in die Hand und sauge bei euch zu Hause. Gehe einkaufen und koche etwas für deine Eltern, kümmere dich um die dreckige Wäsche,...
Dann schau dich um, was du tun kannst. Vielleicht ein FSJ (das muss nicht unbedingt, wie viele glauben immer etwas soziales sein). In der Zeit in der du das FSJ machst, solltest du dir Gedanken über deine Zukunft machen. Also Bewerbungen schreiben und so weiter.

Vielleicht kannst du dir auch Hilfe beim Jobcenter suchen.

Man könnte dir auch raten einen Psychiatrer aufzusuchen, aber auch dieser würde dir sagen, dass du deinen Hintern hochkriegen musst und anfangen musst etwas gegen.deine Situation zu untern. Das kann dir niemand abnehmen.

Antwort
von Andracus, 66

Erst mal runterschrauben. Also. Dass du in so einer Situation innerlich im Stress bist ist klar. Aber es ist ja nicht so dass du deine Situation nicht verändern kannst. Immerhin nimmst du schon mal wahr, was dein Problem ist. Schon mal sehr gut. Jetzt ist nur die Frage, wie du mal nen Schritt nach vorn machen kannst, oder in sonst irgendeine Richtung.

Eine Option wäre eine Ausbildung, bei der du viel Praxis und wenig Theorie hast. Dann musst du nicht auswendig lernen sondern hauptsächlich machen, anpacken. Irgendwas Handwerkliches. Oder Tierpflege irgendwo. Was, wofür man Leidenschaft entwickeln kann. Wenn du das mit deinen Eltern besprichst, werden sie natürlich Erwartungen an dich haben - und allein das kann dich schon zum Weitermachen motivieren. Natürlich musst du damit rechnen, dass es bei so einer Ausbildung nicht gleich zu hundert prozent zündet, aber wenigstens hast du dann mal was fertig womit du theoretisch Geld verdienen kannst. Umsatteln kann man immer. Und es wird dir das Gefühl geben, zu etwas fähig zu sein. Das bist du nämlich, du musst dir nur einen saftigen Ruck geben!

Was das Soziale angeht - man muss nicht immer der Lauteste, Witzigste, Schlagfertigste sein mit den interessantesten Lebensanekdoten oder den besten Vorschlägen für einen Abend in der Gruppe. Es klingt abgedroschen, aber sei du selbst. Wir brauchen Vielfalt in unserer Gesellschaft, in unseren menschlichen Umfeldern. Gerade im Zuge einer Ausbildung könntest du Leute kennen lernen, die gerade jemanden wie dich an ihrer Seite brauchen - als Kollege und Freund. Genau so wie du bist. Du musst nicht deine Persönlichkeit modifizieren um etwas zu gelten - es braucht nur Authentizität und manchmal etwas mehr Geduld als man aufbringen möchte. Aber die Zeit deines Lebens liegt noch vor dir, und du bist nur ein paar Entscheidungen davon weg.

Viel Erfolg!

Kommentar von amanda1232 ,

Danke. Ich denke, das bringt es auf den Punkt. 

Antwort
von vonGizycki, 23

Grüß Dich amanda1232!

Da Du nicht weißt, was mit Dir los ist, ist es völlig klar, das Du es wissen musst, damit es Dir besser geht. Es ist ja nicht so, das es Dich erfreut, sondern Du leidest darunter. Hättest Du die Möglichkeit Dir selbst zu helfen, würdest Du hier nicht fragen. Und dann würdest du auch etwas ändern können, denn der Mensch möchte sich selbst helfen.

Deshalb ist es schon richtig und die Anzeichen sind da, die das begründen, dass Du eine Psychotherapie brauchst. In Zusammenarbeit mit dem Therapeuten/Therapeutin wird das schon geklärt werden. Du bist nicht allein mit solchen Problemen. Deine Antriebslosigkeit sollte überwunden werden.

Manchmal braucht man eben adäquate Hilfe im Leben und manchmal auch immer wieder. Dein ADS könnte auch eine Ursache für Deine Erscheinungen sein. Bist Du medikamentös eingestellt? Wäre auch zu überprüfen, falls es der Fall ist. Und wenn ja, gibt es eine Überdosierung oder sollen es keine Medikamente mehr sein in Zukunft? Das wäre zu klären.

Ich hoffe, das es Dir gelingt, zu Dir zurückzukehren.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von norbert9014, 9

Was mit Dir los ist, beschreibst Du ganz einfach selbst

Was erwartest Du jetzt?

Und da sind wir wohl schon beim Problem: Was fehlt ist die tiefe innere Erkenntnis, wer und was helfen kann

Fangen wir noch mal von vorne an: Was erwartest Du hier jetzt wirklich?

Welche Antwort würde Dir jetzt helfen... und einen Kick auslösen, der den Anschub bringt, dass alles wieder ins Gleichgewicht kommt?

Welcher Zauberspruch könnte wirken? Welchen Zauber würdest Du für Dich auch akzeptieren?

Das Problem ist, dass Du mit allem was Du oben beschreibst auch schon alle Auswege aufzeichnest, die Dich davor schützen, "in die Puschen zu kommen": Du liegst auf der faulen haut, Du schaffst nichts, Deine Eltern finanzieren Dich (halten trotz einigem Gemecker hier und da die Füße still und tolerieren Deinen Zustand also mehr oder weniger hilflos)... Du hast ADS und Dir ist schnell langweilig.

Wie soll da der Leerlauf vertrieben werden?

Du pflegst Deinen Zustand, dein "So-Sein"... warum solltest Du das auch ändern wollen? Ist doch alles sehr komfortabel? OK,... man nimmt Dich vielleicht nicht ganz so ernst... Deine Launen werden auch nicht überall auf Begeisterung stoßen... aber das ist doch bequem und komfortabel: Du musst eben nicht am ball bleiben, das ist ja mittlerweile bekannt und anerkannt... zumindest durch die zeitliche Akzeptanz über die Jahre bei Familie und Freunden gleichermaßen....

Willst du da wirklich raus?

Wenn ja... dann musst Du aktiv werden: Du musst in Bewegung kommen... da hilft kein Zauberspruch!

Das ist alles, was man dazu konstruktiv sagen kann... hättest Du wirklich was anderes erwartet?

Bis dann   Norbert

Antwort
von BigBen38, 66

Mach mal Urlaub....

Aber nicht einfach nur Sonne Strand und Meer...

Sondern einen Job ...

Einen Job in einem Café am Strand zB...

Einerseits kraft tanken am Meer ...andererseits wieder Lebensrhythmus und Pflichten wahrnehmen...EIGENES GELD verdienen...und am Ende des Tages kaputt, müde aber glücklich ins Bett fallen und sich auf den nächsten Tag freuen...

Warum Ferienjob ? Der ist von Beginn an befristet bis September ...

Wenn Du es schlau anfängst gehst direkt von da wieder zur Schule ;-)

Antwort
von noch42minuten, 73

Entweder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen oder kleine Ziele setzen und die immer weiter führen, da musst du dann aber wirklich durchziehen. Vergiss den ganzen sch*** aus der Vergangenheit, die gilT jetzt nicht mehr . Fang heute direkt an mit irgendwas. Keine Ahnung... Was für Eltern kochen oder so :D ich bin genauso faul wie du aber leider kommt man so nicht weiter 

Kommentar von glaubeesnicht ,

Weshalb braucht man hierfür professionelle Hilfe?

Nach der Schule muß man etwas machen! Entweder eine Ausbildung, ein Studium etc.

Um das zu wissen, braucht man keine professionelle Hilfe!

Sie hat das Abi seit 2 Jahren!

Und sie macht immer noch nichts! Die Eltern sollten sie rausschmeißen, damit sie mal weiß, wie das Leben ist! Aber in ihrem Fall lebt sie ja sehr bequem!

Kommentar von noch42minuten ,

Naja wenn es von selbst geht dann ist das schön, aber wenn es eben nicht funktioniert obwohl man will, ist es auch nicht falsch zum psychologen zu gehen. Bin ja auch kein Pro, war nur eine Anregung 

Kommentar von amanda1232 ,

Wenn du richtig gelesen hättest, würdest du sehen, dass ich mein Abi nicht habe. 

Kommentar von glaubeesnicht ,

Genau! Der Psychologe wird es schon richten! Scheint eine Modeerscheinung zu sein!

Kommentar von MaxBaron ,

Sie hat ihr Abi nicht gepackt.

Kommentar von glaubeesnicht ,

Ok! Sie hätte es in den 2 Jahre nochmals versuchen können! Oder sich um eine Ausbildungsstelle bewerben! Aber sie macht einfach nichts und läßt sich finanzieren!  Was soll das denn?

Kommentar von amanda1232 ,

Nochmal: Wenn du richtig gelesen hast, dann wäre dir aufgefallen, dass ich es nochmal versucht hatte. Ich bin zur 13. Klasse auf einem Gymnasium gewesen und habe da sehr lange gekämpft und was hast du, Hauptschulabschluss? 

Kommentar von glaubeesnicht ,

Ich habe alles, was du nicht hast!

Antwort
von MaxBaron, 45

Leute hört mal auf sie fertig zu machen vielleicht kennt ihr das gefühl nicht wenn es einem schlecht geht!

Ich würde mal sagen fang an Sport zu machen ernähr dich gesund du wirst sehen wie du vor Energie nur strahlst. Und dann kümmer dich um dein Arbeitsleben.

Schau wo deine stärken liegen kannst du vielleicht gut mit Tieren arbeiten oder gut mit Kindern arbeiten such dir eine Ausbildung in den Berreich wo du stark bist.

Hab wieder freude am leben mach was, du kannst es schafen glaub an dich!!

Kommentar von vonGizycki ,

Deine gutgemeinten Wünsche sind zwar verständlich, helfen hier aber nicht weiter. Du kannst einem Elephanten auch nicht das Fliegen beibringen. Verstehst Du was ich meine?

Antwort
von juvel, 63

Arbeite an deinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl,du brauchst keine Angst haben nicht gemocht zu werden,wenn dich irgendeiner nicht mag ist er ein Idiot mit Vorurteilen ist halt so...du kannst es eh nicht jedem Recht machen,und mobben lassen sich auch nur die Leute die eben kein Selbstbewusstsein haben.

Antwort
von glaubeesnicht, 78

Deine Eltern sollten aufhören, dich zu finanzieren! Damit du lernst, daß das Leben nicht umsonst ist, sondern kostet! Aber solange deine Eltern dies nicht machen, kannst du weiterhin auf der faulen Haut liegen und dich finanzieren lassen!

Antwort
von jimmori, 34

Du brauchst dringend eine Psychotherapie. Hilf dir damit selbst !
Alles, was du brauchst wirst du finden, wenn du dich ernsthaft auf den Weg machst !

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