Frage von fighter90, 154

Was ist los mit mir? Bin ich depressiv oder was?

Hallo

Mir (m.19) geht es verdammt dreckig. Ich weiss nicht mehr was tun.
Ich habe den ganzen Tag Gedanken wie sinnlos alles ist und wie allein wir sind, es gibt so viele Menschen. Ich bin so traurig dass es weh tut über die Trennung meiner Eltern vor 6 Jahren, ich hatte keine Freunde aber die Familie war mein halt. Dann merkte ich mit 13 dass ich schwul bin, ich bin fast durchgedreht und wollte mich umbringen, meine Mutter ist sehr gläubig und ich bin so aufgewachsen. Ich musste mich immer verstecken, bin vom Gymnasium geflogen und alle dachten dass ich einfach keinen Bock hab.

Ich fühlte mich dann vor 2 Jahren auf ein Mal schwach und kraftlos, konnte nicht mehr aufstehen etc, aber das legte sich ein wenig, bis es dann stärker wurde und ich sehr depressive Gedanken bekam, ich distanzierte mich von Glauben, der mir immer den letzten Halt gegeben hatte, und es ging mir immer schlechter. Auf einmal bekam ich Derealisation, ein wirklich schlimmes Gefühl, dass ich seit bald 2 Jahren dauerhaft habe. Am Anfang hatte ich sehr viele Panikattacken deswegen.
Ich habe mich dann geoutet, und die Reaktion meiner Mutter war nicht gut. Sie hat dann behauptet, dass mein Vater mich missbraucht hätte. Mir geht es auch körperlich schlecht, habe jeden Morgen Magenbrennen und habe keine physische und psychische Kraft, und Hautprobleme.
Ich habe seit 7 Monaten auch sehr starke Angstzustände, immer wenn mich Geräusche oder Stimmungen and irgendetwas erinnern. Es tut mir so weh, dass alles so enden musste, dabei liebe ich meine Familie so sehr. Ich muss von zuhause weg, aber dann denke ich mir wie allein meine Mutter dann ist und es tut mir noch mehr weh. Sie versteht nicht was sie falsch macht, obwohl ich schon mehrmals versucht habe mit ihr zu reden.
Es gibt nur Streit.
Ich war bereits in der Klinik, wo es schrecklich war, ich habe Pychopharmaka genommen und bin in Therapie. Ich weiss nicht mehr weiter. Ich lebe gar nicht, ich existiere, unter Qualen. Ich weiss nicht ob ich depressiv bin, ich möchte eigentlich leben und mich normal fühlen aber es ist im Moment nicht mehr möglich. Ich bin daran, die Schule nachzuholen aber das wird nicht klappen wenns so weitergeht, ich kann nicht aufstehen morgens. Ich will nur dass es aufhört oder weg sein.

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Antwort
von Weymez, 28

Hey, 

Erstmal versuch runter zu kommen...  

Das ist alles halb so schlimm...  Du bist völlig in Ordnung so wie du bist...  

Versuch nicht weiter dich zu verbiegen...  Den allen Menschen Wirt man nie recht sein...  

Das wichtigste ist das du dich so akzeptierst wie du bist!!  Du bist gut so wie du bist!! 

Es ist dein Leben und nicht das Leben deiner Mutter!  versuch dich von ihr zu lösen..   Für dich. .  Für dein Leben...  Du bietest ihr eine Angriffsfläche wen du weiter auf ihre Einstellung reagierst...  

Da kommst du nur von weg wenn du dich löst von ihr...  

Das ist hart und tut weh...  

Und es kann sein das einige Zeit kein Kontakt da ist..  Das ist aber gut so...  

Für dich ist es gut um dich selbst zu finden..  

Für deine Mutter ist es gut um zu verstehen das du ihr son bist...  Nix anders an dir ist und es völlig in Ordnung ist so wie du bist...  

Den andernfalls wird sie dich verlieren und das wird sie nicht wollen...  

Ich habe sowas auch durch gemacht...  Meine Familie ist katholisch...  Und mein Vater ist durchgedreht als er es erfahren hat...  Hat mich geprügelt...  Zum Teufel geschickt und ganz zwei Jahre wie Luft behandelt...  

Allerdings ist ihm in der Zeit klar geworden ich immer noch der selbe bin wie vorher..  

Richtig kann er immer noch nicht damit umgehen aber immerhin reden wir ohne Beleidigungen und zoff..  Er Giebt sich Mühe..  

Und das wird deine Mutti sicherlich auch...  

Aber in erster Linie musst du an dich denken!  Und akzeptieren...  Du bist wirklich in Ordnung so wie du bist...  

Am schwul sein ist nix schlimmes!! 

Es idt gut das du dir Hilfe geholt hast.. Das ist schon einmal ein guter Schritt...  

Such dir vielleicht auch einen Freund oder Partner der hinter dir steht und dir bei den Dingen unterstützt!  

Ich wünsche dir wirklich alles gut! 

Und du kannst mich gerne jederzeit anschreiben hier...  

Antwort
von Philipp59, 22

Hallo fighter90,

Du schreibst, dass Du schon einmal in einer Klinik warst und Psychopharmaka bekommen hast. Ich vermute mal, dass Du die Medikament abgesetzt hast, da Du mit den Nebenwirkungen nicht klar gekommen bist. Es stimmt, Psychopharmaka haben in der ersten Phase der Einnahme Nebenwirkungen, die jedoch im Laufe der Zeit erheblich schwächer werden. Außerdem kann es sein, dass man ein Medikament nicht gut verträgt und auf ein anderes umsteigen muss.

Bedenke bitte, dass man mit einer schweren Depression (ich kann nicht beurteilen, ob Du momentan daran leidest, da dies von einem Arzt diagnostiziert werden müsste) in der Regel nicht ohne Medikamente auskommt. Du könntest vielleicht noch einmal mit Deinem behandelnden Arzt darüber sprechen und einen neuen Anlauf nehmen. Vielen wurde durch die Einnahme eines Antidepressivums geholfen, wieder in ein inneres Gleichgewicht zu kommen und die depressiven Gedanken verschwanden.

Allerdings kannst Du auch selbst etwas unternehmen, um gegen Deine depressiven Gefühle anzugehen. Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Ich meine, Gespräche auch außerhalb einer Therapie. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen. Da Dich Deine Mutter offenbar nicht richtig versteht, sprich mit einer anderen Person Deines Vertrauens über Deine Empfindungen.

Ein weiterer Schritt ist, dass Du Deinen eigenen Wert erkennst. Mangelndes Selbstwertgefühl spielt bei Depressionen nämlich eine entscheidende Rolle. Oft ist dieses aufgrund von körperlicher oder psychischer Misshandlung in der Kindheit entstanden. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert. Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen.

Es kann allerdings etwas geben, dass Dir immer wieder Dein Selbstwertgefühl raubt, wenn Du Dich nämlich wegen jedes kleinen Fehlers selbst zerfleischt. Wenn es auch Dir so ergeht, dann denke daran, dass eine solche unvernünftige Fehlersuche Deine Selbstachtung in einem erheblichen Ausmaß untergräbt. Vergiss nicht: Wir alle haben unsere Fehler und Schwächen. Doch wir haben auch Stärken. Statt sich auf eine penible Fehlersuche zu begeben, sollte man lieber an das denken, was man besonders gut kann. Vielleicht setzt Du Dich einfach mal hin und schreibst all die Stärken und positiven Eigenschaften auf, die Du an Dir entdeckst.

Ich möchte Dich auch noch auf einige Hilfen aufmerksam machen, die uns die Bibel gibt. Obwohl die Bibel kein medizinisches Fachbuch ist, so ist doch ihr Autor, derjenige, der uns erschaffen hat und über die menschliche Natur am besten Bescheid weiß. Die Bibel gibt denen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu. Vielen hilft es auch, dass sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an den "Hörer des Gebets" wenden können (Psalm 65:2). Das Gebet ist nicht nur eine psychologische Krücke und aufrichtige Gebete gehen nicht ins Leere. Wenn Du Dich an Gott wendest, kann er Dir helfen, besser mit entmutigenden Gefühlen und Situationen umzugehen, die Dich aus dem Gleichgewicht bringen. Die Bibel fordert uns sogar auf, Gott unser Herz auszuschütten. Das ist besonders dann sehr wertvoll, wenn man das Gefühl hat, von niemandem sonst richtig verstanden zu werden.

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps, wenn auch etwas allgemein gehalten, Mut machen konnten. Denke vor allem daran, dass Deine Situation, so schwierig sie im Moment auch sein mag, nicht hoffnungslos ist! Es gibt einen Weg, Du musst ihn nur noch finden. Und nimmt dabei bitte auch die Hilfe anderer in Anspruch! Alles Gute und viel Erfolg!

LG Philipp

Kommentar von Ente222 ,

Sehr liebe und einfühlsame Worte, Philipp. man merkt, daß alles Hand und Fuß hat, was du sagst und du weißt, wovon du sprichst. 

Kommentar von Philipp59 ,

Vielen Dank!

Antwort
von Frage1111111, 53

Zuerst mal möchte ich dir meinen Respekt ausdrücken denn du hast dich unter schlechten Voraussetzungen geoutet und trotz negativer Reaktion weitergemacht und nicht sofort aufgegeben ganz ehrlich da hast du meinen Respekt und nun zu deiner Situation... Ich weiß sehr gut wie du dich fühlst und was du durchmachen musst und ich möchte dir in erster Linie Mut machen nicht aufzugeben! Es wird besser... Das klingt vielleicht klischeehaft aber es ist wahr. Du sagst du warst gläubig und hast aufgehört zu glauben und von da an ging es dir nur noch schlechter vielleicht fängst du einfach mal da an denn wie du sagst gab dir der glaube halt im Leben du schreibst nicht welchen glaube du hattest aber vielleicht hilft es dir ja mal einen anderen glauben auszuprobieren es schadet auf jeden Fall halt was ich bestätigen kann da es bei mir auch geholfen hat. Dann die Sache mit deiner Mutter gib ihr die Zeit die sie braucht ich bin da momentan in der selben Situation am besten nicht darüber reden und wenn sie eine Frage hat dann sei ehrlich und antworte ihr aber überrenn sie nicht gib ihr die Zeit sich an diesen neuen Aspekt zu gewöhnen du musst denken auch sie hatte Pläne wie dein Leben verlaufen wird und die sind ja nun nicht mehr möglich. Nun zu den Freunden... Es ist nicht gut ohne Freunde zu sein da sie neben der Familie oft die einzigen sind die einem halt geben versuch doch mal deine alten Freunde wieder in dein Leben zu holen oder wenn dass nicht klappt dann schau mal wie ob du mit anderen auskommst sei offen und dann klappt das und ich weiß genau wie schwer das ist aber es ist es wert denn wenn man mal wahre Freunde hat(ja die gibt es noch:) ) geht vieles leichter zu den Gesundheitlichen Problemen ich bin zwar kein Arzt aber meiner Erfahrung nach würde ich sagen dass die bei dir psychischer Ursache sind da es dir seelisch nicht gut geht ist das oft so war bei mir und meiner Schwester genau so es war auch ein guter Zug von dir eine Therapie anzufangen denn viele trauen sich das nicht und verschlimmern die Lage so nur noch und wie gesagt ich würde dir raten beim glaube anzufangen wenn er dir so wichtig war ich hoffe diese etwas lange Antwort kann dir irgendwie helfen

Antwort
von Gurkenwambo, 42

Hey, du hast sehr wahrscheinlich ein kleines "Problem" aber da würde ich noch lange nicht von Depressiver Erkrankung reden, viele Menschen denken heutzutage sie haben psychische Krankheiten, wie Schizophrenie etc...

Als ich festgestellt habe, dass ich immer traurig bin und kein bock hatte auf leben, dachte ich mir eigentlich nur, dass alle Menschen es ja zum Teil haben. Ich kann dir leider sehr wenig helfen. Du bist schwul, das ist kein Problem, aber dennoch würde ich darauf achten es nicht jedem zu sagen. Das könnte unangenehm werden, aber du sagtest außerdem, dass deine Mutter sehr gläubig ist. Ich bin zwar kein Experte in den Sachen, (Ich bin Atheist) aber du musst dir mal vorstellen wie es ist, wenn du deiner Mutter alles sagst. Strenge Eltern reagieren sehr sehr schwierig auf Probleme der Kinder, wenn deine Mutter jedoch sehr einfach ist, wird sie es schon verstehen und dir versuchen zu helfen.

Antwort
von Mika01235, 25

Deine hilfe wär ein lieber freund bzw fester freund. ich drücke dir die daumen!

jedenfalls gilt folgende regel: wenn du dich beschäftigst aka ausbildung usw. dann gibt es gar keine zeit , mehr depressiv zu sein,weil man eben eine aufgabe hat. bei mir war das genau gleich. der wechsel von mittel- zu höherer Schule war das beste,was mir je passiert war.  ich bin ein stärkerer mensch geworden! 

die schlimme sache dabei is: ich habe schon viel,viel erlebt, mehr sogar als du hast. ich musste jemanden sehr nahem bei einem suizidversuch ansehen,wurde von family nie ganz angenommen weil ich anders war und für mom war ALLES selbstverständlich.

wo bin ich jetzt? ich bin von keinem abhängig, habe einen lieben festen freund - wir sind zusammen - und ich bin der der andere hilft.

Bald hast du Kraft. Keine Angst!

physische und psychische Kraft, und Hautprobleme.

Antwort
von Jasmin130920, 19

Ich weiß wie es sich anfühlt und ich weiß wie schwer es ist da raus zu kommen. Ich kann dir nur sagen gib nicht auf. Es gibt immer einen grund zu leben. manche sagen immer "bleib ruhig"oder "das.ist nur eine phase" aber manchmal ist es so nicht. Ich habe mich mal auch so gefühlt und habe.genau das gesagt bekommen doch es hatte nichts damit zu tun.
Ich finde es gut und mutig von dir das du dich geoutet hast und genau deswegen solltest du nicht aufhören.
Ich weiß du hast versuch mit deiner mutter zu reden aber sag ihr sie muss sich entscheiden. Sag ihr entweder du oder ihr glaube. Ich weiß es tut weh aber ich glaube dadurch machst du klar wie du dich fühlst.
Du schaffst das😉
LG

Kommentar von Jasmin130920 ,

Wenn du das geschaft hast wirst du dich besser fühlen

Antwort
von simplemaya, 47

Suche dir einen Psychologen in deiner Nähe, mit dem du über deine Ängste und Sorgen sprechen kannst. Laut deines Textes gibt es viele Dinge die dich und dein Leben geprägt haben und aufgearbeitet werden müssen, damit du wieder glücklich weiter Leben kannst.

Durch gutefrage kann man dir leider in dieser Situation nicht wirklich helfen, da der persönliche Bezug fehlt.

Ich denke schon dass du Depressionen hast und deswegen ist es umso wichtiger dass du dir Hilfe suchst.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut diese Zeit zu überstehen. Viel Glück !

Antwort
von aalauge, 33

So etwas gibt es noch, ich bin wirklich platt. Auch von deiner Wahrnehmungsstörung habe ich noch nie gehört, aber ich will dir wenigsten schreiben. Ich habe auch keine guten Eltern. Meine erste Erinnerung waren Prügel, mit 14 wollte ich Schluss machen, aber ich hatte keine Chance gegen meinen Vater. Im Krankenhaus sagte man mir, ich wurde auf der Landstraße gefunden. Mein Vater hat mich einfach auf der Straße abgelegt. Ich habe meine Kindheit einige male für längere Zeitraume unauffällig unterdrücken. Das klappt leider nicht immer, und bei dir funktioniert es scheinbar auch nicht mehr.

Ich möchte dich bitten, den Notarzt zu rufen. Natürlich würde ich mich auch mit Händen und Füßen wehren, aber besteht die Möglichkeit deinen Hausarzt zu erreichen? Deine Mutter scheint dir auch nicht helfen zu wollen, und das sollte die egal sein. Dir muss geholfen werden. Wie geht es jetzt?

Antwort
von aalauge, 39

Hast du einen Lebensgefährten, der dir beistehen könnte? Ein Freund aus meiner Schulzeit, hat sich erst mit 18 bei mir ausgesprochen, und dabei hatte er Panik. Er war sicher, dass seine Brüder ihn töten werden, was ich vorerst verhindern konnte. Die Geschichte eignet sich nicht gerade zum aufmuntern.

Antwort
von MaxMW997, 36

Mach eine Ausbildung

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