Frage von medihope, 92

Was ist los mit diesem Hund?

Hey liebe Leutchen,

bin total frustriert und überfordert mit der Situation ich hatte schon vor diesem Hund 2 andere die glücklich alt geworden sind und total anhänglich und liebevoll waren sie konnten fast nicht ohne mich.

Jetzt habe ich mir mit meinem Freund einen kleinen bichon frisen Rüden geholt dieser ist 6 Jahre alt.

Am ersten Tag hat er mit uns beiden rumgetollt gespielt und war total voller Lebenfreude. Da ich von Zuhause arbeite bin ich gute 24 Stunden mit dem Hund zusammen leider hat er sich aber irgendwie an meinen Freund fixiert dieser arbeitet aber von morgens um 6 bis abends um 18 Uhr.

Nun ist es so das er mich ignoriert, nicht hört auf mich. Er isst nichts solang mein Freund nicht da ist, trinken tut er auch nicht.

Heute kam dann der Schock als ich zu ihm gegangen bin, fasste er nach mir und kurrte mich an. Ich bin fassungslos ich habe noch nie so eine schlechte Bindung zu einem Tier gehabt wie bei diesem Kerle.

Er liegt auch den ganzen Tag nur da und schläft. Was soll ich tun ich bin echt fertig...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Weisefrau, 38

Hallo, so nach dem ich mir alles durchgelesen habe Rate ich dir folgenes. Dieser kleine Hundemann hat vielleicht ein Ordentliches selbstvertrauen. Er ist sich sicher das er ohne dich auskommt. Futter nur von dir und nur noch aus der Hand. Ich würde mit ihn eine Hundeschule zu besuchen. Vielleicht auch Klicker Training. Das wird Eure Bindung stärken. Kuschel würde ich nicht so viel. Die ganze Sache kann 12 Monate dauern.

Antwort
von Pfoten, 66

Ein Hund knurrt ja um zu sagen "Ich fühle mich bedroht", "Du machst mir Angst", "Du bist mir zu nah", "Komm nicht näher"....nicht mehr und nicht weniger. Scheint ja ziemlich angespannt zu sein zwischen euch. Ich würde sagen, du als Vernunftsperson von euch beiden, macht jetzt mal den ersten Schritt und ihr fangt einfach ganz von vorne an. Hat der Hund etwas, was er wirklich sehr sehr gerne frisst? Vielleicht Käse oder Würstchen? Sprich ihn doch mal an, sag seinen Namen, und wirf ihm ein Super-Leckerli zu.

Antwort
von sukueh, 84

Wie lange habt ihr den Hund schon ? Wie hat er bei den Vorbesitzern gelebt ? Konnten die was zu einer Bevorzugung von Männern/Frauen sagen ? 

Ansonsten würde ich das Verhalten des Hundes nicht "persönlich" nehmen. Auch Hunde suchen sie ihre "Lieblingsperson" aus. Dass muss, wie gesagt, nicht die Person sein, mit der sie die meiste Zeit verbringen oder die sie füttert. 

Mein Mann arbeitet auch von zu Hause aus, ich war aushäusig arbeiten; sie lagen meist in ihren Körbchen und schliefen und haben erst so richtig aufgedreht, wenn ich nach Hause gekommen bin. Mein Mann hatte teilweise auch Probleme mit unserem Bichon-Frise-Mix, den wir haben, dass der nicht mit ihm rausgehen wollte, wenn ich auch zu Hause war. 

Antwort
von MaggieundSue, 78

Hatte er zuvor ein Herrchen? So, dass ihm Frauen "fremd" sind?

Wurde er zuvor geschlagen? Eventuell kamst du mit deiner Hand in einem dummen Winkel, über den Kopf....daher den Angriff?

Hört er noch gut?

Du muss viel Geduld mit ihm haben und nicht's erzwingen. Zeig ihm, dass du genau so lieb bis wie dein Freund.

Eventuell gibt von nun an nur noch du das Futter. Aber zuvor muss man wissen, wie der Hund zuvor gelebt hat.

Kommentar von medihope ,

Vielen Dank auch dir.
Ja ich weis von seinem Vorleben bescheid wie gesagt daher versteh ich die angriffe hier gerade ganz und gar nicht.
Deine Antwort ist die netteste:
Ich gebe ihm ja Futter und Auslauf. Dazu kommt mein Freund erst garnicht durch seine Arbeitszeiten. Der Hund sollte mir eine Freude sein wenn eben mein Partner nicht daheim ist. Jetzt ist das eben alles anders gekommen.
Ich hatte wie gesagt schon zwei Hunde und weis daher wie und was ich mit dem Hund machen kann, oder lieber nicht tun sollte.
Ich gehe immer in die Hocke und geb erst meine Hand zum schnüffeln, ich bin auch nicht grob rede immer wieder ich rede auch so ohne ihn anzufassen. Ich kenne das ja alles schon von früher.
Ich hab die Tierärztin angerufen sie denkt einfach nur das weil er nicht kastriert ist. Er einfach nur mega rallig sein könnte. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Wechsle bitte mal direkt den Tierarzt. So einen Blödsinn hab ich lange nicht von Einem TA gehört.

Kommentar von medihope ,

Ich möchte echt nichts mehr von IHNEN hören. 

Sie sind mir grad hier die unhilfreichste Hilfe !"

Kommentar von sukueh ,

Daran, dass der Hund nicht kastriert ist, liegt es sicherlich nicht. Ich hab nur unkastrierte Rüden und die knurren genauso wenig einfach so, wie ein kastrierter Rüde. Ein Tierarzt kann zu der Frage, warum ein Hund knurrt, nicht allzu viel sagen. Er kennt ja die Situation nicht und man kann zwar so ausführlich schildern wie man möchte, aber letztlich denke ich, muss jemand für eine richtige Beurteilung der Situation gesehen haben, was wirklich geschehen ist. Körperhaltung etc. Insofern finde ich die Aussage des Tierarztes wirklich Blödsinn...

Kommentar von Bitterkraut ,

Na,ja, wenn du lieber zu einem Tierarzt gehst, der denkt, sowas liegt am Sexualtrieb und der Hund wär "rallig", ist dir ohnehin nicht zu helfen.

Kommentar von xttenere ,

es gibt sie, die sehr dominanten, intakten Rüden...allerdings sehr, sehr selten, welche in einer Familie nur die erwachsene männlich Person als *höher gestellt* betrachten. Sich dann als weibliches Familienmitglied durchzusetzen ist nicht einfach, aber machbar, mit viel Geduld, und vor allem mit absoluter Konsequenz. Nicht heute hü und morgen hott... Dieser Hund ist bereits 8 Jahre alt...es wird nicht einfach werden.

Ich hatte auch mal so einen Rüden, hatte ihn als 2 jährigen übernommen. Es dauerte fast 2 Jahre, bis wir ein Team waren, und es waren harte 2 Jahre.

Antwort
von Liberty66, 14

Der Hund akzeptiert Sie nicht als Mitglied der Führungsriege, was vielleicht auch an Ihrem Verhalten liegt. Was meinen Sie mit "der Hund frisst nichts"? Hat er den ganzen Tag Futter zur Verfügung? Das sollte nicht sein. Es gibt nur einmal am Tag eine Ration. Wenn die nicht innerhalb von 90 Sekunden weg ist, dann wird das Futter wieder weggestellt. Damit der Hund Sie besser akzeptieren lernt, sollten Sie ihn zum Einen zunächst ignorieren - Ihr Partner ebenfalls, und der Hund bekommt erst einmal zwei Tage nichts zu fressen und dann nur noch von Ihnen, und zwar aus Ihrer Hand. Dafür muss er etwas tun. Lassen Sie ihn Dinge bringen, oder werfen Sie die Leckerlis auf seinen Platz, wenn Sie ihm beibringen möchten, dort zu bleiben. Sie können natürlich auch den Leckerlibeutel nehmen, dort das Futter hineintun und ihn das bringen lassen und ihm dann immer etwas aus dem Beutel geben. Sie sollten herausfinden, auf welche Spiele der Hund anspringt und mit ihm trainieren. So verbessern Sie auch Ihre Bindung zu ihm, was äußerst wichtig ist. Vielleicht sollten Sie sich zu anfangs auch von einem Hundetrainer helfen lassen. Viel Erfolg!

Antwort
von BlickAufsMeer, 87

Ich denke auch, dass es sein könnte, dass er "Frauchen" nicht kennt. Vielleicht hatte er vorher nur männliche besitzer und weis nicht dass er dich genauso respektieren muss wie deinen Freund.

Er darf sich das gar nicht erst angewöhnen!

ich schließe mich dem Vorschlag von MaggieundSue an und würde auch sagen du gibst ihm jetzt immer das Futter, damit er lernt dass du auch da bist und eine Rolle in seinem jetzigen Leben spielen wirst.

Kommentar von medihope ,

Also danke erstmal für die Antwort. :)
Seine letze Familie war eine Frau ihr Mann und dessen zwei Kinder die Frau war dem Hund seine bezugsperson ja und sie ist aber gestorben im Mai diesen Jahres darum sollte der Hund weg weil der Mann den Hund neme wollte so jetzt ist das halt alles so gekommen ich bin einfach nur total frustriert da ich so ein verhalten gegenüber mir von Tieren allgemein nicht kenne

Kommentar von sukueh ,

Ich denke, du musst dem Hund einfach mehr Zeit geben. Wenn er in einer Familie mit Kindern gelebt hat, könnte es doch wirklich vielleicht sein, dass die Kindern ihn oft geärgert haben und deine Hand/deine Körperhaltung an solche Situationen erinnert haben (und ihn evtl. auch verängstigt haben).

Lass dem Hund doch erstmal Zeit, die neue Situation zu verarbeiten. Vielleicht schätzt er an deinem Freund, dass der ihn einfach in Ruhe lässt (weil er einfach nicht da ist). Du schreibst, der Hund soll dir eine Freude machen, wenn du tagsüber alleine bist. Wenn er dann einfach nur "da" ist, ist das doch auch gut. Ein Hund, der den ganzen Tag betüdelt und geknuddelt werden will, ist auf Dauer auch anstrengend und wenn man arbeiten muss, gar nicht machbar.

Antwort
von Bitterkraut, 55

Du bist gerade mal 20. Wie willst du da schon 2 Hunde voher gehabt haben? Die haben ja wohl eher deine Eltern gehabt und damit auch die Verantwortung dafür.

Stell den Hund einem vernünftigen Tierarzt vor, ein Hund der nur rumliegt und sich so verhält, wie du beschreibst, hat womöglich Schmerzen oder ist sonstwie nicht gesund. Die Tierarztin, die von "rallig" gefaselt hat, solltest du schnellstens vergessen.

Und dann mußt du eben Geduld haben. Der Hund ist erst mal verstört, weil er seinen Sozialverband wechslen mußte, wer weiß, was in der vorigen Familie vor sich gegangen ist.

Kommentar von medihope ,

Ganz Ehrlich solche Antworten brauche ich hier nicht. 
Das mit dem das ich zwanzig bin hat ja wohl nichts damit zu tun das ich nicht zwei Hunde gehabt haben kann?!
Also Danke und Bitte keine solchen Angriffe. Die kannst dir sparen!

Kommentar von Bitterkraut ,

na ja,mit 20 kann man keine 2 Hunde gehabt haben. Das ist nun mal so. So wie du schreibst, klingt es, la hättet du 2 Hunde gehabt, die am Alter gestorben sind, dann müßtest du den ersten quasi vor deiner Geburt gehabt haben. ich schätze mal, der jetzige hund ist dein erster eigener Hund.

Aber auch wenn du mich jetzt nicht magst - wechsle bitte trotzdem den Tierarzt, was deine Tierärztin da abgelassen hat ist der totale Blösinn und als Hundemensch müßte dir das auch aufgefallen sein -  und geh vor allem zum Tierarzt mit dem Hund.

Kommentar von medihope ,

Ich hatte zwei Hunde so diese waren bei der Aufnahme schon älter wie auch der Rocky jetzt. 
Ich habe für morgen einen Termin bei meiner Tierärztin. 
Und zu den Hunden davor nochmals es waren Hündinen ein Lahsa Apso und ein Chihuahua Mischling. So die beiden Mädels haben zwar bei mir und meinen Pflegeeltern gelebt ja. Aber waren beide immer stehts an mich gebunden und haben auch größtenteils mit mir die Zeit verbracht und ja. Meine erste die Pika ist an einer Lungenembolie erkrankt (mit 14 Jahren) und ich musste sie einschläfern lassen damit sie nicht leidet. Meine Neyla der Chihuahua Mischling sie ist gerade mal 10 geworden. Leider auch erkrankt.
Ich weis wie man mit Hunden umgeht und ich weis wie sie ticken ja. Heißt nicht nur weil ich 20 (erst) bin das ich keine Erfahrung habe. 
Mit 20 darf ich sagen hab ich schon sehr viel Erfahrungen in meinem Leben mit nehmen dürfen.
Danke 

Kommentar von Bitterkraut ,

Dann laß dir bitte nicht von der Tierrärztin erzählen, der Hund würde nach dir schnappen, weil er nicht kastriert und rallig ist. Das ist Blödsinn hochdrei! Ganz erhlich, sowas dummes hab ich in über 40 Jahren Hundehaltung weder von einem anderen Halter noch von einem TA je gehört.

 Ich selbst hab 2 große unkastrierte Rüden und hatte immer unkastrierte Rüden und keiner war je "rallig" und hat deswegen nach mir geschappt. Mal ganz abgesehen davon daß Rüden nur "rallig" sind, wenn sie eine läufige Hündin in der Nase haben und jetzt ist eigentlich keine "Läufigzeit". Meine Rüden sind jedenfalls ganz entspannt in der Hinsicht, bei uns ist weit und breit keine läufige Hündin.

Laß dir bitte keine Kastration einreden! Das würde die Situation zu mjetzigen Zeitpunkt  vielleicht verschlimmern, aber sicher nicht verbessern.

Kommentar von Deamonia ,

Auch wenn ich vom Thema Hunde nicht sooo die Ahnung habe wie du, muss ich Medihope hier mal ein wenig in Schutz nehmen... Ich habe dieses dumme Argument mit Aggression und Kastration schon tausendfach gehört, dabei habe ich nicht mal einen Hund! 

Das ist leider ein weit verbreitetes Gerücht, das unkastrierte Rüden aggressiv sind... Sei Froh wenn in deinem Umfeld dieses bekloppte Gerücht nicht so krass im Umlauf ist. Selbst manche TV "Hundeexperten" empfehlen bei "schweren Hunden" Kastrationen. 

Ich finde da kann man einem Normalbürger nicht böse sein, wenn er glaubt da steht ein Experte, und deswegen halt glaubt was dieser sagt...

Kommentar von Bitterkraut ,

Nur wenn der Hund einen unverhältnismäßigen Sexualtrieb hat, empfiehlt man eine Kastration, wenn er darüber alles andere vergißt und "schwererziehbar" ist, das ist aber sehr selten der Fall.

Mit Agression gegenüber dem Menschen hat der Sexualtrieb allerdings gar nichts zu tun! Und du nimmst nicht die FS in Schutz, sondern die Tierärztin die diesen Unsinn ja von sich gegeben hat.

Den TV-Experten, der behauptet, Aggression gegenüber Menschen hat was mit Sexualtrieb zu tun, kannst du mir den nennen? Das würde ich gern selber hören.

Kommentar von xttenere ,

einen 8 Jahre alten Hund sollte man nur noch kastrieren, wenn ein medizinisches Problem vorliegt. Er würde sich durch die Kastration im Wesen nicht mehr ändern.

Antwort
von xttenere, 92

Dein Hund hat ein Vorleben, von welchem Du nicht die geringste Ahnung hat. Vielleicht wurde er von eine weiblichen Person gequält. Du wirst es nie erfahren.

Lass dem Hund Zeit...zwinge ihn zu nichts...nicht zum fressen oder trinken...sei einfach da, ohne ihn zu beachten. Versuche nicht mehr, ihn zu streicheln oder ihn sonst zu einem Körperkontakt zu zwingen...ausser er kommt zu Dir, und will Deine körperliche Nähe.  Halte aber mit Dir Selbstgespräche oder mit Deinen Haushaltgeräten, damit er sich an Deine Stimme gewöhnen kann. Bewege Dich ruhig und ohne Hektik in der Wohnung...setzt Dich auch mal hin in seiner Nähe, aber ohne in zu beachten, oder anzusprechen.

Wenn Du diese Geduld aufbringst, wird er Dich irgendwann als Familienmitglied akzeptieren...aber nicht von heute auf morgen

Antwort
von medihope, 32

Und dann hat er doch Momente wo er kuscheln will.
Der Hund ist mit Sicherheit nicht Böse nur einfach vielleicht ein bisschen verwirrt. :)

Kommentar von Bitterkraut ,

Wenn es dir nur ums kuscheln geht - vielleicht überforderst du den Hund mit deinem Kuschlebedürfnis, dann wehrt er dich ab mit knurren und schnappen. Weil er seine Ruhe vor dir will. Wenn der Hund nur zu deiner Freude angeschafft wurde - und so gar nicht zu seiner Freude... da wundert mich nix.

Antwort
von wotan0000, 59

Erstmal Futter, Gassi und Streicheleinheiten 4 Wo nur von Dir.

Futter aus der Hand.

Antwort
von sleepy55, 52

Ich würde an Deiner Stelle zu einem serösen Hundetrainer gehen. Der schaut sich das an und erarbeitet eine Lösung.

Antwort
von LumpiInvictus, 86

Also Fakt ist dass jedes Tier eine Bezugsperson hat, das muss auch nicht mal der sein der das Tier füttert und sich am meisten drüm kümmert. Der Hund mag dich schlicht einfach nicht. Warum weiß ich nicht.

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