Frage von nintan, 47

Was ist in der Tiefenpsychologie der Unterschied zwischen den bekanntesten Richtungen?

Hallo, kann mir jemand kurz erklären, was man in den Bereichen Psychoanalyse, Individualpsychologie, komplexe bzw. analytische Psychologie und Neopsychologie sind? Und was man da macht, bzw. wie eine Therapie in dem Berich aussieht oder welche Krankheiten sich damit am besten heilen lassen? Danke euch :)

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Antwort
von Dahika, 24

Der Unterschied ist einfach zu erklären. Wenn man ca 500 Buchseiten Platz hat.

Antwort
von asdfghjmh, 35

Also die Psychoanalyse basiert auf dem freien assoziieren, ist sehr langwierig und nur ergebnisorientiert, helfen dem Patienten eigentlich nicht wirklich, da es Jahre dauern kann bis man eine Diagnose hat, aber immer noch nichts therapiert wurde. Bei Krankheiten wie zum Beispiel schweren Depressionen mit Suizidgedanken wäre das gar nichts, da sich der Patient wsl umgebracht hätte bevor die Analyse fertig ist 

Kommentar von nintan ,

Bei der Psychoanalyse sieht eine Therapie eher so aus, dass Patient und Therapeut miteinander reden, der Therapeut aber nie eine direkte Diagnose stellt, sondern "um den heißen Brei" herumredet und versucht, dass der Patient sich mehr oder weniger selber heilt oder? 

Kommentar von asdfghjmh ,

Eine Psychoanalyse ist in dem Sinne keine Therapie, sondern eben eine Analyse wie der Name schon sagt. Durch das freie assoziieren (Träume spielen da auch eine wichtige Rolle) wird das Unbewusste hervorgebracht und analysiert. Mir wurde beigebracht, dass das dann zu einer vollständigen Analyse und Diagnose des Patienten kommt, jedoch quasi nicht therapiert.

Kommentar von JaniXfX ,

Das sind zwei sehr traurige Vorstellungen der Psychoanalyse. Ich hoffe nicht, dass das ein reflektierter Prof Eurer Hochschule so vorgebetet hat. Falls ja, macht ihm gerne mal den Vorwurf, er habe sich entweder mit der Psychoanalyse nie beschäftigt, verstehe sie nicht oder habe Angst vor der Wirksamkeit :)

OK, mal Spaß beiseite. Die Psychoanalyse hat den Ansatz, dass dem Klienten Konflikte verborgen liegen, die er in seinen Symptomen stets behandelt, sie jedoch nicht löst. Beispielsweise kann eine Depression (der Hass auf sich selbst) eigentlich ein Konflikt mit der Schwester sein, der jedoch nicht zugelassen, sondern stets auf sich selbst verkehrt und problemerzeugend gelöst wird. Wenn dem Klienten bewusst wird, was dem Konflikt zugrunde liegt, kann der Urkomplex / die Traumatisierung gelöst werden... die adäquate Lösung wird jedoch nicht vorgehalten oder vom Therapeuten befohlen, sondern muss der Klient selbst entwickeln.

Im Übrigen: Seit Kurzem kommen immer mehr Langzeitstudien rein (die Verhaltenstherapie genoss lange Zeit Ruhm, weil sie eben KURZfristig wirkt und die LANGzweitwirkung (wie der Name schon sagt) längsstudien brraucht, um nachgewiesen zu werden), die deutlich zeigen, dass analytische oder psychodynamische Ansätze wirkentensiver sind.

Kommentar von km11111 ,

Oja, da gibt mal wieder jemand gefährliches Halbwissen preis.

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