Frage von machinekelly, 65

Was ist genau Kreationismus?

  1. Vor ca. 6000 Jahren hat Gott die Welt erschaffen.
  2. Gott hat die Welt erschaffen, kann auch vor Millionen von Jahren passiert sein.
Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Biologie & Evolution, 59

Beide Aussagen können dem Kreationismus zugerechnet werden, da Kreationismus dadurch gekennzeichnet ist, dass eine übernatürliche Instanz (in diesem Fall der biblische Schöpfergott) für die Entstehung der heutigen Welt verantwortlich gemacht wird.

Die erste Aussage entspricht dem Kurzzeit- oder Junge-Erde-Kreationismus, (streng wörtliche Auslegung des biblischen Schöpfungsmythos) und die zweite dem Langzeitkreationismus (das hohe Alter von Erde und Universum wird nicht in Zweifel gezogen, dafür aber ihre selbständige Entstehung sowie die Entwicklung der Lebewesen).

Innerhalb und außerhalb dieser beiden großen kreationistischen Strömungen gibt es noch einige Untergruppen, z.B. den progressiven Kreationismus (es wird anerkannt, dass nicht sämtliche Arten zum gleichen Zeitpunkt auftraten, aber für ihre Entstehung wird trotzdem ein Schöpfergott verantwortlich gemacht, der "auf Raten" schöpft), den evolutionistischen Kreationismus (die Abstammung und Verwandtschaft der Arten im Rahmen der Evolution wird anerkannt, die Evolution aber als von Gott gelenkter Vorgang verstanden) oder das Intelligent Design (der Bezug auf die Bibel wird vermieden, um den Eindruck von Sachlichkeit zu vermitteln, dafür werden aber das Alter der Erde sowie die Abstammungslehre in Frage gestellt).

Diese Vielfalt kreationistischer Auffassungen kommt daher, dass sich der Kreationismus nicht an der Tatsachenlage orientiert, sondern mehr oder weniger willkürliche Behauptungen aufstellt, wobei auch wissenschaftliche Erkenntnisse in beliebigem Maße ins Weltbild aufgenommen werden können.

Antwort
von dadita, 56

Kreationismus ist der Versuch an der wissenschafftlich absolut unhaltbaren und lange widerlegten Schöpfungsgeschichte des Märchenbuches der jeweiligen Religion festzuhalten. 

Es gibt dabei Abstufungen, nicht alle Kreationisten glauben an die 6000 Jahre Hypothese, manche sind immerhin in der Lage zu erkennen dass die Welt definitiv älter sein muss. Sie versuchen dann die Märchen ihrer Religion umzuinterpretieren und anzupassen um damit dann zumindest einigen unwiderlegbaren Fakten gerecht zu werden...mit eher zweifelhaften Erfolg. 

Antwort
von suziesext06, 29

1. vor 6000 Jahren , das ist der "Junge Welt Kreationismus"

2. Gott hat die Welt fix und fertig erschaffen, wann immer, es gibt keine Entwicklungsstufen in der Geophysik und bei der Entwicklung der Arten: Kreationismus und seine Neuauflage als 'Intelligent Design'

Beides sind die (hilflosen) Versuche, christlicher Fundamentalisten in USA, den Schöpfungsbericht in der Torah als wissenschaftlich auszugeben.

Der Europarat wendet sich gegen die "Lehre des Kreationismus als eine wissenschaftliche Disziplin". Das Dokument ist nun gleichsam eine offizielle Empfehlung andie Mitgliedsstaaten, nationale Regierungen, Parlamente und politische Parteien. Der Europarat erklärte wörtlich: "Wenn wir nicht vorsichtig sind, könnte der Kreationismus eine Bedrohung für die Menschenrechte werden."


Antwort
von Brynhildr, 57

Im Kreationismus gibt es viele verschiedene Ansätze und Argumenten, wie und wann und über welchen Zeitraum eine göttliche Entität (hier der christliche Gott) die Erde erschaffen haben will/soll. Beides ist also richtig. Kommt halt drauf an, welchen Kreationisten du fragst ;-)

Antwort
von waldfrosch64, 55

Kreationismus ist die Ansicht gewisser Freikirchen ,welche   biblische Bücher wie die Genesis 1:1 auslegen  und meinen  diese Bücher hätten Anspruch eine naturwissenschaftlicher Entstehung Rapport der Erde und der Menschen zu sein .

ähnlich wie im Islamischen Schriftverständnis wo nicht zwischen Naturwissenschaft und Theologie differenziert wird .

Also die Erste  deiner Aussage trifft hier zu .

Antwort
von Andrastor, 42

Wikipedia:

Kreationismus (von lateinisch creatio „Schöpfung“) ist die Auffassung, dass das Universum, das Leben und der Mensch
durch einen unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes in natürliche
Vorgänge entstanden sind. Er begründet dies mit der wörtlichen
Interpretation der Heiligen Schriften der abrahamitischen Religionen (insbesondere das 1. Buch Mose).

Wikipedia:

Der Kreationismus entstand im 19. Jahrhundert als Widerstand gegen das Postulat eines hohen Erdalters und die darwinsche Evolutionstheorie. Heute richtet sich der Kreationismus gegen die moderne Naturwissenschaft und den Atheismus.

Das viele Kreationisten in letzter Zeit zurückrudern und meinen die Schöpfung kann auch vor millionen Jahren und in Einklang mit der Evolutionstheorie vollzogen worden sein, ist nur wieder ein Beweis gegen die Richtigkeit der kreationistischen Denkweise.

Denn im Gegensatz zu den Kreationisten, sammeln Wissenschaftler seit Jahrhunderten Beweise für ihre Thesen und irgendwann ist die Last dieser Beweise so erdrückend dass Kreationisten (und andere Gläubige) einlenken müssen um ihr Gesicht nicht zu verlieren.

Dasselbe hat sich bei dem Wechsel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild und bei einigen anderen lächerlichen Behauptungen der Gläubigen abgespielt.

Antwort
von Ryuuk, 53

Kreationismus ist eine Form von religiösem Extremismus. Kreationisten glauben das Gott die Welt, das Universum und alles andere so erschaffen hat wie es jetzt ist, genauso wie es die Bibel beschreibt.

Und sie sind bereit zu lügen, zu betrügen und glattweg die Realität zu leugnen um diese unhaltbare Position zu halten.

Antwort
von mychrissie, 17

Natürlich hat "Gott" nicht die Welt geschaffen, weder vor 6000 noch vor Millionen von Jahren.

Gott ist ein Gedankenkonstrukt von Menschen, denen das Diesseits nicht mystisch genug ist.

Um das Wunder des Lebens zu erklären, ist weder ein Gott notwendig, noch ist es Religion, um ein moralisch anständiges und von Nächstenliebe erfülltes Leben zu führen.

Kreationisten sind radikale christliche Fundamentalisten. Und wenn man etwas bei Fundamentalisten mit Sicherheit nicht findet, sind es Moral und Nächstenliebe. Alle Religionen – ja, ich will weiter gehen, ausnahmslos alle Heilsbotschaften, religiöse und gesellschaftspolitische – haben zu allen Zeiten und in allen Teilen der Welt nach eine Weile immer zur Unterdrückung, Zerstörung und Mord geführt, meist sogar zu Genoziden.

Wenn jemand Dir das Heil verspricht. Geh möglichst schnell weiter und dreh Dich nicht um!

Antwort
von drachenfreund, 49

Der Kreationismus geht von einem bewussten Eingreifen Gottes sowohl auf die Entstehung der Welt als auch die Entstehung des Lebens und der Arten ein.

Die Erde muss für Kreationisten nicht zwangsweise 6000 Jahre alt sein.
 In diesem Fall wird vom Junge-Erde-Kreationismus gesprochen.

Je nach Auslegung der Bibel werden Teile der Genisis verschieden interpretiert. Für manche sind 7 Tage 7x24 Stunden, für Andere ein Sonnen- auf- und Untergang (der unterschiedlich lang sein kann), wiederum Andere interpretieren es symbolhaft.

Der wichtigste Teil des Kreationismus bezieht sich aber auf die Entstehung der Pflanzen, Tiere und Menschen, wobei Gott jede Art für seinen Zweck erschaffen hat und Fehler in der Natur quasi nicht vorhanden sind. Der Kreationismus bildet den Gegensatz zur Evolution, welcher von einer allmählichen Veränderung der Arten ausgeht. Allerdings lehnen Kreationisten nicht zwangsweise die komplette Evolution ab. Mikroevolution (vergleichbar mit der Kreuzung von z.B. Hunderassen) wird noch ohne das Eingreifen Gottes akzeptiert, Makroevolution (z. B. Entstehung des Frosches über Jahrmillionen aus einer Fischart) wird abgelehnt - Gott hat Fische und Frösche gleichzeitig erschaffen.

Antwort
von Ichthys1009, 8

Das Christentum hat keine Theorie oder Lehre, WIE die Welt oder die Evolution entstanden ist.

In der Bibel gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Die eine Geschichte
erzählt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Die andere Geschichte
erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Wie genau Gott das nun angestellt hat, will die Bibel mit diesen Geschichten gar nicht sagen.

Der christliche Glaube steht nicht im Widerspruch zu den naturwissenschaftlichen Lehren.

Glaube
und Vernunft sind keine Gegensätze. Alles, was wissenschaftlich
erforscht wurde, findet in einem gesunden Glauben auch seinen Platz.

Die
verschiedenen Evolutionstheorien, die es bis heute gibt, sind keine
Gefahr für den Glauben. Ein Christ kann guten Gewissens
Naturwissenschaften in der Schule lernen oder später dort weiter
forschen.

Antwort
von Gambler2000, 25

beides ist Kreatonismus.

LG.

Antwort
von vonGizycki, 41

Grüß Dich machinekelly!

Da habe ich einen sehr guten Film. Wenn Du den siehst, dann weißt Du es!

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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