Wie und warum willst Du zu einem Presseausweis gelangen ? Den kriegt man als Journalist von der Zeitung, fuer die man taetig ist. Verdi ist Gewerkschaft und ich denke, die verschenken keine solchen Papierchen.

Wenn es dir nur um den Ausweis geht und du die Voraussetzungen erfüllst, ist es egal, weil es sich bei beiden Verbänden um von der Innenministerkonferenz anerkannte Organisationen zur Ausstellung von Presseausweisen handelt. (Das sage ich, obwohl ich DJV-Mitglied bin... :-) )
Wenn er sich schon einen selber druckt, will er damit ja auch Erfolg haben! ;o)
Welchen Erfolg ? Als Faelscher enttarnt zu werden.
@Bruno: Zeitungen stellen keine Presseausweise aus, sondern nur die Berufsverbände, zu denen verdi gehört.
Danke. Das stimmt fuer Deutschland. Ich ging aus von der Erfahrung CH. Gegenfrage.Wer bestimmt Voraussetzung und wer prueft. Vielleicht magst mir antworten. brunof@otenet.gr
Das ist kein Geheimnis, daher die Antwort hier (ich kann nur für den DJV sprechen, aber in den anderen ausstellungsberechtigten Verbänden ist es genauso): in den Landesverbänden des DJV gibt es so genannte Aufnahmeausschüsse. Darin sitzen von der Mitgliederversammlung gewählte Vertreter. Dieser Ausschuss prüft nicht nur Mitgliedsanträge für Neuaufnahmen, sondern auch die Anträge zur Ausstellung eines Presseausweises. Man muss wissen, dass die Verbände dazu verpflichtet sind, Ausweise bei Erfüllung der Voraussetzungen auch an Nicht-Mitglieder auszustellen. Allerdings müssen diese eine Ausstellungsgebühr (50 Euro/Jahr) zahlen, bei Mitgliedern ist die Leistung im Beitrag enthalten.
Der Aufnahmeausschuss prüft die Anträge hinsichtlich ihrer Plausibilität und der eingereichten Unterlagen. Maßgeblich ist die Hauptberuflichkeit, diese muss bei Festangestellten durch einen Arbeitsvertrag, bei freien Mitarbeitern zum Beispiel durch die KSK-Bescheinigung (KSK = Künstlersozialkasse), Pauschalisten-Vertrag, Honorarnachweis der letzten sechs Monate - Kontoauszüge, aus denen Honorarzahlungen hervorgehen) nachgewiesen werden. Aus den Unterlagen muss glaubhaft hervorgehen, dass der Lebensunterhalt hauptsächlich aus journalistischer Arbeit bestritten werden kann. Wer also für drei Artikel 250 Euro im Monat erhält, wird Probleme bekommen. Außerdem wird in den Presseausweisbedingungen darauf hingewiesen, dass der Ausweis lediglich als Hilfsmittel dient und nicht erst eine journalistische Tätigkeit ermöglichen soll/darf. Ohnehin wird der Ausweis nur in bestimmten Situationen tatsächlich benötigt, seltener als allgemein angenommen.
ERGÄNZUNG: Die Bestimmungen werden von den ausstellungsberechtigten Verbänden (DJV, verdi, Verband der Zeitschriftenverleger, Verband Deutscher Zeitungsverleger, ab 2008 auch Freelens und Verband der Sportjournalisten) gemeinsam mit der Innenministerkonferenz vereinbart. Somit erhält der von diesen Verbänden einen "amtlichen" Charakter, was dazu führt, dass auch nur dieser uneingeschränkt anerkannt wird.
Vielen Dank fur die ausfuehrliche Antwort. Sie entspricht dem, was ich fuer mich dachte, dass auch in D nicht Hinz und Kunz zum Ausweis kommt. Dass man ihn selten braucht kann ich bestaetigen. War ueber 2) Jahre Freelens in CH. Lebe heute in GR, Insel Lesbos. Gruss von der Insel. Bruno
Sollte 20 Jahre heissen...