Frage von Peyton7654322, 149

Was ist für dich der Sinn des Lebens...?

Wieso lebt man, wenn man genau weiß, dass man sterben muss?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 99

Biologisch gesehen ist der Sinn des Lebens Weiterentwicklung, Veränderung, Fortschritt. Stetiger Wandel zum Besseren hin und ständiges Lernen und Wachsen.

Ich persönlich kann dir raten, versuche dein Leben so schön wie möglich zu gestalten. Du gehst auch nicht mit einem langen Gesicht in einen Vergnügungspark und denkst dir "Wieso das alles überhaupt, am Abend fahr ich eh wieder nach Hause?"

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen

Antwort
von berkersheim, 120

Ich versuche ein gutes, erfülltes Leben hin zu bekommen, auch, weil ich, wie die meisten, ein schlechtes Leben mehr fürchte als den Tod. Ich gehe ja auch ins Kino, obwohl ich weiß, dass der Film nicht ewig dauert und ein gutes Essen ist irgendwann auch aufgegessen. Das ist eine Scheissstrategie, sich einen Genuss zu versauen, weil man ständig seine Begrenztheit betont. Wenn man unfähig ist, die Dinge in der Zeit genießen zu können, muss man üben, sonst wird das Leben eine Katastrophe.

Kommentar von TimeosciIlator ,

"Das ist eine Scheissstrategie, sich einen Genuss zu versauen, weil man ständig seine Begrenztheit betont."

Eine sehr gute Betrachtungsweise, wie ich finde ! DH !!

Kommentar von earnest ,

Sternantwort.

Antwort
von NewLifestyle, 121

Hey, auch wenn diese Frage "nach dem Sinn des Lebens" schon oft gestellt und in viele Richtungen beantwortet wurde, lass mich Dir eine kurze Geschichte von mir erzählen...

Vor Jahren hatte ich in einigen Lebensbereichen keinen blassen Schimmer, wohin meine Reise gehen soll. Was meine Lebensaufgabe, Berufung oder Bestimmung ist. Hinzu kam ein quälendes und zermürbendes Gefühl, weil ich mich selbst unter Druck setzte und den Zustand des "Nicht-Wissens" verfluchte. In diesen Momenten machte mir das Leben nicht wirklich Spaß, weil ich einfach keinen Plan hatte, wohin es gehen soll; was ich als Nächstes tun soll etc. Heute weiß ich, wenn ich etwas verändern will, egal was es ist, dass ich meine aktuelle Situation des "Nicht-Wissens" erstmal annehmen muss bzw. sollte. Ich habe gelernt, so blöd es sich auch anhört, nichts zu tun, ohne jegliche Ablenkung und Erwartung. Denn dies gehört zum "Mensch-Sein" ebenso dazu! Ich habe viele Stunden mit mir verbracht und habe einfach nur die natürliche Stille genossen. Ich war viel in der Natur und habe das wahrgenommen, was ist: die Atmosphäre des Seins im augenblicklichen Moment. Dabei habe ich oft meine Gefühle beobachtet und festgestellt, dass es sich richtig gut anfühlt, einfach nur zu sein, ohne Unruhe, Hast und Hektik.

Man sollte einfach mal seinen Interessen folgen. Denn es gibt ein Anzeichen dafür, ob wir unserem Sinn des Lebens folgen oder nicht. Dieses Anzeichen ist so einfach wie aussagekräftig: Es ist unsere innere Freude, unsere tiefe Lebenslust und unser feuriger Enthusiasmus. Jedes Mal, wenn wir diese Freude spüren und wir uns denken, dass wir die Zeit nicht sinnvoller hätten verbringen können, haben wir etwas getan, dass zu unserem persönlichen Lebensweg gehört! Dieses einfache Mittel ist der beste Wegweiser dafür, um unseren persönlichen Lebenssinn finden und leben zu können.

Wenn du jetzt nicht weißt, was deinem Herzen eine solche Freude bereiten könnte, dann mach dich ganz gezielt auf die Suche danach. Denn auch für dich gibt es auf dieser Welt noch so viel zu erleben. Frage dich, was du früher gerne gemacht hast, und knüpfe daran an. Probiere einfach etwas Neues aus, von dem du denkst, dass es dir Freude machen könnte. Denke dran: Es ist egal was du im Leben tust, solange du deiner Begeisterung und Lebensfreude folgst, bist du auf dem richtigen Weg!

LG ;-)

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 88

Einen universellen Sinn des Lebens für alle Menschen gibt es meiner Meinung nach nicht, sondern jeder muss den Sinn seines Lebens selbst finden.

Ich sehe den Sinn meines Lebens darin, zu sein.

Ich übe mich darin, ganz im Hier und Jetzt zu sein und weder an Vergangenem zu haften, noch zu sehr nach Künftigem zu streben.

Schließlich ist alles vergänglich.

Ich bemühe mich jeden Tag so zu leben, als ob es mein letzter Tag auf dieser Welt ist - denn genau das könnte ja immerhin auch der Fall sein.

Wenn ich dabei noch etwas gutes tun kann und nicht allzu vielen Wesen dabei auf die Zehen trete, dann ist das aus meiner Sicht schon eine Menge Wert. :-)

Antwort
von FreundGottes, 38

Wenn unser Leben einzig uns selbst dient, dann liegt der Sinn des Lebens im Leben selbst. Aber wenn wir von Gott zu einem bestimmten Zweck erschaffen worden sind, dann gibt uns das Rätsel um Savants einen wichtigen Hinweis.

http://www.praxisvita.de/das-savant-syndrom-autistische-genies

Diese Menschen vermögen durch einen HirnSCHADEN große HirnLEISTUNGEN. Wieso hat die Evolution etwas entwickelt, was die Leistung unseres Gehirns schmälert? Das widerspricht der ET. 

Nur durch DIESEN Gehirnteil, über den Savants nicht verfügen, können wir Situationen emotional bewerten. Also ist der Sinn unseres Lebens aus einer höheren Sicht die emotionale Bewertung von Lebenssituationen.

Kommentar von sarahj ,

Du gehst in Deiner Argumentation davon aus, daß die Evolution zielgerichtet ist. Diese Idee kommt aber nicht aus der ET, sondern aus den Religionen.

Die Evolution funktioniert durch kleine Veränderungen (nicht zielgerichtet) die dann statistisch "probiert" werden (auch nicht zielgerichtet). Die Verbesserungen (und das ist immer Situationsabhängig - entsprechend der gerade herrschenden Umwelt) haben dann kleine Vorteile bei Vermehrung, Nahrungssuche, Verteidigung, Angriff oder was auch immer, und werden mit der Zeit zur Mehrheit der Population.

Es gibt kein langfristiges Optimierungsziel auf das hin wir optimiert werden.

Ein kleines Beispiel (aus meiner Kindheit): in Science Fiction Filmen wurden Menschen der Zukunft immer mit riesengroßen Köpfen und Superhirnen dargestellt (guck mal ältere Scifis an).

Irgend kam mir, daß das Quatsch ist: wie sollte sich sowas entwickeln - es gibt ja keine Selektion (tatsächlich vermehren sich die Idioten statistisch schneller und stärker).

Vielleicht könnte das mal durch Gentechnik gemacht werden (habe da aber meine Zweifel, und hoffe daß das nicht passiert...).

Kommentar von FreundGottes ,

Du gehst in Deiner Argumentation davon aus, daß die Evolution zielgerichtet ist.

Nein, ich gehe davon aus, dass einzig Eigenschaften evolviert werden, die einer Spezies Vorteile bringen. Warum ein leistungsschwaches Gehirn Vorteile bringt, ist schwer einzusehen, aber muss wohl so sein, wenn man die Vermehrungsrate mancher Religiöser sieht. Ist aber doch komisch, oder?

Kommentar von sarahj ,

Die Savants haben zwar z.T. punktuell fantastische Fähigkeiten, viele kommen in der normalen Umwelt kaum zurecht.

Ich erinnere den Fall des fotographischen Gedächtnisses, (der die Stadt zeichnet, nach einem Überflug), er aber nicht in der Lage war alleine über eine Straße zu gehen.

Es scheint, als wäre die Fähigkeit, komplexe Muster zu verstehen und vor allem Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, und Unwichtiges gar nicht erst in das Gedächtnis zu lassen, verbunden, oder zumindest örtlich naheliegend mit dem Erkennen und Verarbeiten von Emotionen.

Ist aber nicht mein Fachgebiet, daher könnte es schnell peinlich werden, wenn ich hier rumzuspekuliere. Ich weiss ja nicht, ob die Forschung schon viel weiter ist, und wir uns hier über längst abgehakte Themen unterhalten...

Ich sehe kein Gegenbeispiel, auch ist deren Hirn im Kontext nicht leistungsfähiger, wenn man bedenkt, was ein Mensch vor 200k Jahren mit diesen Fähigkeiten hätte anfangen können: nichts.
(man darf das eben nicht aus der heutigen Perspektive sehen)

Ich sehe eher einen Ansporn die genauen Mechanismen noch näher zu untersuchen. Es tut sich ja gerade viel auf diesem Forschungsfeld, so daß mit den neuesten bildgebenden Verfahren fast in Echtzeit in ein aktives Gehirn geschaut werden kann. Man darf gespannt sein.

Antwort
von TimeosciIlator, 78

Wenn man sowieso auf der Welt ist, kann man sie sich ja wenigstens mal versuchen komplett anzuschauen. Und dann gibt's ja auch noch tausend tolle andere Sachen zu sehen und zu machen. Beispielsweise eine Familie gründen und auf diese Weise durch die eigenen Kinder den Fortbestand der Menschheit sichern. Nicht zuletzt deshalb, damit die nachfolgende Generation sich die gleiche quälende Frage stellen kann :)

Antwort
von SCooper192, 149

Um das beste drauß zu machen und anderen Freude im Leben zu bringen. Aber das Leben ist ein Hartes Pflaster, du fällst oft hin.

Kommentar von Starlink ,

Behauptung: Wenn es tatsächlich so wäre, dann wären wir nicht am Leben. 

Kommentar von sarahj ,

da hst du durchaus recht: bisher (also bis vor ein paar 10000 Jahren) war es evolutionär von Vorteil, den anderen eins über zubraten um an sein Essen oder sein Weib (sorry) zu kommen.
Das steckt immer noch in uns - mehr oder weniger.

Sonst gäbe es keine Evolution.

Das tolle am Hirn ist aber, daß wir dadurch (vielleicht außer den Walen) die einzigen Lebewesen sind, die sich über dieses Prinzip hinwegsetzen könnten, und ein besseres Leben führen können.

Objektiv gesehen tun wir das auch: die Lebenserwartung war noch nie so hoch, und die Kindersterblichkeit noch nie so gering; noch nie wurden so viele Menschen ernährt usw.

Es ist nicht mehr so, daß die Mehrheit mit Mitte-20 an faulen Zähnen stirbt. (haben wir übrigens der Wissenschaft zu verdanken - Gott hat uns da eher behindert - seine Anhänger haben das eher versucht zu verhindern...)

Die Ablösung der tierischen Triebe durch humanistische Ethikl und die Vorstellungen von Gemeinschaftswohl sind sicher mit die besten Erfindungen überhaupt - hat sich leider noch nicht überall und komplett durchgesetzt.

Wir sind aber technologisch an einem Punkt angelangt, wo man mit Gewalt einfach zu viel anrichten kann, und es daher so nicht weiter gehen darf.

Insofern habt ihr beide Recht: es gäbe uns nicht, wären unsere Vorfahren (und ich meine nicht die menschlichen, sondern entlang der gesamten Evolution) schon allerliebst gewesen, die niemandem etwas zu Leide tun.

Und: es wird uns nicht mehr lange geben, wenn wir uns nicht an Scoopers Ethik orientieren und einander das Leben so schön wie möglich machen.

Kommentar von Lexa1 ,
du fällst oft hin.
die Kunst ist es , wieder aufzustehen.
Kommentar von beglo1705 ,

Hinfallen, Krönchen richten, weiter geht´s ;-))

Antwort
von Starlink, 112

Unser Überlebensinstinkt ist viel größer, als unser Wissen, unsere Bedürfnisse (nach den Grundbedürfnissen) und alles andere, was uns ausmacht. 

Fazit => Also kann man sagen, dass die Grundbedürfnisse uns daran hindern uns das Leben zu nehmen, denn bei einem gesundem Menschenverstand ist der Überlebensinstinkt entscheidend. 

Antwort
von Undsonstso, 44

Das Leben hat den Sinn, den du ihm gibst...

Jedenfalls macht es ebensowenig Sinn, die Wartezeit bis zum Aus nicht konsequent und bestmöglich zu nutzen.

Antwort
von Philipp59, 51

Hallo Peyton7654322,

was würdest Du tun, wenn Du als technisch Interessierter eine Maschine entdeckst, deren Zweck und Funktion Du nicht verstehst? Wäre es nicht das Einfachste, den Konstrukteur dieser Maschine zu befragen? Wenn es um die Frage geht, warum wir hier sind oder warum Gott uns erschaffen hat, wäre es ebenfalls der beste Weg, wenn man sich beim Schöpfer des Menschen, Gott, erkundigt. Nun können wir ihm ja nicht einfach die Frage stellen "Warum hast Du uns gemacht?" und eine Stimme vom Himmel gibt uns die Antwort. Doch Gott hat in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, eine Antwort auf Deine Frage parat.

Die Frage danach, welcher Sinn unser Leben hat, wird bis heute von vielen Menschen gestellt und es wird viel darüber philosophiert und spekuliert. Doch welche Antwort gibt uns Gott selbst? Dazu ist es wichtig, einmal ganz vorn, das heißt beim Bericht über die Erschaffung des Menschen, anzufangen.

Einen ersten Hinweis findet man in einer Anweisung, die Gott den Menschen kurz nach Ihrer Erschaffung gegeben hatte. Sie lautet: "Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“ (1. Mose 1:28). Als Gott den Menschen diesen Auftrag gab, befanden sie sich im Garten Eden, dem Paradies. Gemäß diesen Worten war es also die Bestimmung des Menschen, zusammen mit all den nachfolgenden Generationen aus der gesamten Erde ein Paradies zu machen. Da Gott den Menschen vollkommen an Geist und Körper gemacht hatte, wären sie weder alt und krank geworden, noch hätten sie irgendwann sterben müssen.

Auch wenn die ersten Menschen die Entscheidung getroffen haben, eigene Wege zu gehen und ihr Leben unabhängig von Gott zu führen, hat Gott dennoch sein ursprüngliches Vorhaben niemals aufgegeben. Nach wie vor hat er das Ziel im Auge, aus unserer Erde eines Tages ein Paradies zu machen. Jeder, der sich schon heute darum bemüht, im Einklang mit Gottes Vorhaben zu leben, stellt fest, dass sein Leben dadurch sinnvoll und befriedigend wird.

Den Sinn im Leben kann man also gemäß der Bibel dann niemals finden, wenn man sein Leben unabhängig von Gottes Willen führen möchte. Dazu sagt die Bibel: "Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]. (Prediger 12:13).Es geht jedoch nicht darum, Gott allein aus einem Pflichtgefühl oder aus Furcht vor Strafe zu dienen. Vielmehr geht es darum, als irdisches Geschöpf zum Schöpfer eine enge Beziehung einzugehen. Dies kommt auch durch das wichtigste aller Gebote zum Ausdruck, was lautet: "Er sprach zu ihm: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ Dies ist das größte und erste Gebot.  Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ (Matthäus 22:37-39).

Einen echten Sinn im Leben kann man also nur durch eine enge Freundschaft zu Gott finden.Vielleicht ist auch folgende Überlegung ganz hilfreich: Jedes elektrische Gerät kann nur dann einwandfrei funktionieren, wenn man die Anweisungen des Herstellers beachtet. Andernfalls könnte es sein, dass das Gerät entweder kaputt geht oder zumindest seine Funktion nicht richtig erfüllt. Wenn wir Menschen "das Produkt" unseres Schöpfers sind, können wir nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionalen Schaden vermeiden, wenn wir den uns von Gott gegebenen Lebenszweck erfüllen.

Hierzu ein Beispiel: Viele jagen heutzutage dem Glück dadurch hinterher, dass sie nach Reichtum und Besitz streben. Sie denken, materieller Besitz würde sie der Sorgen des Lebens entheben und ihnen ein glückliches Leben garantieren. Das ist nur einer von vielen Irrwegen, denn die Bibel warnt: "Die aber, die entschlossen sind, reich zu werden, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele unsinnige und schädliche Begierden, die die Menschen in Vernichtung und Verderben stürzen. Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, sind sie vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt. (1. Timotheus 6:9,10).

Die Bibel zeigt uns einen weitaus besseren Weg: Nicht das Geld, sondern Gott zu kennen und ihn zu lieben und sein Leben danach auzurichten ist das Geheimnis echter Zufriedenheit! Dieses Lebensziel wirkt sich auf sämtliche Bereiche des Lebens aus und lässt den Menschen dauerhaft glücklich und innerlich ausgeglichen sein. Darüber hinaus erhält der Mensch auch eine langfristige Zukunftsperspektive, die weit über das jetzige kurze Leben hinausreicht. DAS ist der wirkliche Sinn des Lebens!

LG Philipp

Kommentar von earnest ,

"Einen echten Sinn im Leben kann man also nur durch eine enge Freundschaft zu Gott finden"?? 

Was für eine engstirnige, ja arrogante, Sicht der Dinge. Damit sprichst du allen Menschen einen Lebenssinn ab, die nicht an einen unsichtbaren Freund im Himmel glauben.

Das ist Intoleranz pur.

Kommentar von Philipp59 ,

Es tut mir leid, wenn das arrogant rübergekommen ist! Das war nicht meine Absicht.

Ich spreche niemandem, der nicht an Gott glaubt ab, einen Sinn im Leben zu finden. Was ich sagen wollte ist, dass man aus meiner Sicht heraus durch eine enge Beziehung zu Gott einen weitaus besseren Sinn im Leben finden kann.

Kommentar von sarahj ,

es fängt ja gleich schlecht an, mit (1. Mose 1:28). Da sieht man wieder mal, daß gott nicht Herr der Lage ist, und keinerlei Weitblick (von wegen allwissend):

es (gott) hätte ja dazu sagen können: "aber hört auf mit dem Vermehren, wenn die Erde voll ist".

Aber nein.

Und jetzt haben wir den Salat: eines der größten Probleme unserer und der nächsten Generation wird die Überbevölkerung sein. gott hätte ja sagen können: "aber wenn 3Milliarden erreicht sind, fangt an nur noch 2 Kinder zu kriegen und stülpt ein Tütchen über euren Schniedel" - hatte er aber leider nicht im Plan.

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo sarahj,

als Gott dem Menschen das Gebot gab, die Erde mit Menschen zu füllen, war er sich natürlich bewusst, dass die Vermehrung nicht endlos weitergehen kann. Er hat dem Menschen die Fähigkeit zur Fortpflanzung gegeben und er kann sie ihm zu gegebener Zeit auch wieder nehmen.

Aus meiner Sicht ist das Problem im Moment (und auch nicht in der nächsten Generation) nicht die Überbevölkerung, sondern der schonungslose Umgang mit den Ressourcen dieser Erde. Der Mensch hat Industrien aufgebaut, die einen immer höheren Bedarf an Rohstoffen verschlingen und die auch die das Ökosystem  bis an die Grenzen belasten. Wären die Menschen zu verantwortungsvollerem Handeln bereit, was sicher einige grundlegende Änderungen und Verzichte mit einschließen würde, dann wäre die Erde durchaus in der Lage, weitaus mehr Menschen zu ernähren und ihnen ein annehmbares Leben zu bieten. Denke auch an das hausgemachte Problem, dass immer mehr Menschen auf engstem Raum in Städten leben.

LG Philipp

Kommentar von sarahj ,

@Phillip und andere

ich vermute mal, Du bist ein bisschen jünger als ich. Aber ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als es auf der Welt ca. 3.5 Mrd Menschen gab, wovon ungefähr 1/3 hungerte.
Das war schlimm. Sehr schlimm.

Inzwischen hat man die industrielle Nahrungsproduktion ziemlich optimiert. Auch, und gerade, indem man allerlei Gift einsetzt, züchtet wie wild, fast jeden halbwegs brauchbaren qm auf der Erde nutzt, usw.

Momentan haben wir immer noch ca. 0.8 Mrd Menschen auf der Welt, die hungern. Es ist immer noch schlimm.
Und es ist nur ein leichter Rückgang, wenn man nicht wirklich darüber nachdenkt.

Aber heute sind es rund 7.5 Mrd. Menschen!

Also kann man heute rund 6.7 Mrd ernähren. Gut ernähren sogar. Wären es immer noch 3,5 Mrd, hätte jeder täglich soviel, daß wir den Rest verheizen könnten, und es wären immer noch alle satt.

Hätten sie sich in diesen Jahren nicht vermehrt wie die Karnikel, würde heute jeder am Essen ersticken, soviel hätten wir.

In ein paar Jahren haben wir 10 Mrd. Und alle denken, es geht ewig so weiter (und ein paar Spinner denken, das könnte man machen indem man Biogemüse im Garten anbaut, was wirklich zynisch ist, denn würden das alle machen, müssten ungefähr 4-5 Mrd hungern, aber so sind sie die Ökos - gerne mal ein bisschen egoistisch (aber das lenkt ab...).

In ein paar Jahren, also wenn meine Kinder groß sind, werden es 10 Mrd sein. Und irgend wann wird es ein echtes Problem.

Die zusätzlich nötige landwirtschaftliche Fläche ist nämlich jetzt nicht mehr da - seit über 10 Jahren wächst sie nicht mehr. Alles genutzt. Und selbst wo es eigentlich nicht geht, wird mit viel Wasser in der Wüste angebaut. Und die ganze Giftmischerei und Seefischerei macht jetzt schon Probleme und ist am Limit. Das Meer ist auch bald leer, und man kriegt nur noch Fischstäbchen, aber kein gutes Filet mehr. Die reichen Länder (und diesmal nicht die bösen Europäer, sondern die im mittleren und dernen Osten) mieten sich schon die Kornkammern in Afrika, wo die doch selbst nichts zu fressen haben.

Eigentlich kann man nur noch auf die Gentechnik oder was anders Suspektes als Ausweg hoffen. Obwohl ich Gentechnik eigentlich nicht mag. Und Monsanto schon gar nicht.

Vielleicht hast Du recht, wenn die 0.4 Mrd Europäer alle nichts mehr essen würden, könnte sich der Rest 5 Jahre länger ernähren. Denn pro Jahr kommen 80 Mio dazu. Aber woher kriegen die dann das Gift, die Maschinen und den Dünger, den man braucht, um die Nahrungsproduktion aufrecht zu erhalten. Das Zeug kommt doch aus dem Westen?

Nur zur Info: ein Land wie Großbritannien könnte ohne jegliche Industrieunterstützung (Energie, Maschinen, Dünger etc.) nur für ca. 3-4 Mio Menschen Nahrung produzieren. 19 von 20 müssten verhungern. Und das gilt für das fruchtbare GB - an anderen Orten sieht die Rechnung noch schlechter aus.

Die Überbevölkerung ist das einzige und wichtigste Problem, das wir im Moment haben. Und Wissenschaft, Industrie und Hitech sind die Chance, nicht unser Untergang.

Allerdings, wie gesagt, nur wenn sie endlich anfangen, Tütchen auf ihre Schniedel zu stülpen.

Und genau das verbietet die katholische Kirche, mit Bezug auf die Bibel. Schade.

Kommentar von sarahj ,

und geht schlecht weiter:

"„Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ Dies ist das größte und erste Gebot."

Das größte und erste Gebot - steht noch vor allen anderen Geboten.

Gab es da nicht auch mal einen Führer, den man geliebt hat bzw. lieben musste. Verlangt das die nordkoreanische Necrokratie nicht auch von ihrem Volk? Kann man "Liebe" befehlen?

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo sarahj,

Du hast natürlich Recht, Liebe kann man nicht wirklich "befehlen". So ist das Gebot, Gott zu lieben, auch nicht zu verstehen. Liebe entsteht erst aus einer engeren Beziehung zu einer Person heraus.

Bei dem "ersten Gebot" sollte man berücksichtigen, wem Gott dieses Gebot ursprünglich gab. Er hatte sich damit an sein Volk, die Israeliten, gewandt, die bereits in einem engen Verhältnis zu ihm standen, ja sogar eine ihm hingegebene Nation waren. Wenn Gott von ihnen erwartete, ihn zu lieben, so war das Gebot nur eine Erinnerung daran, dass die Beziehung Gottes zu seinem Volk nicht auf einseitiger Liebe beruhen dürfe (Gott hatte ihnen nämlich schon auf vielfache Weise seine Liebe unter Beweis gestellt).

Gott wollte Israel also folgendes vermitteln: Wenn Du (Israel) weiterhin ein besonderes Verhältnis zu mir haben möchtest, dann geht das nur, wenn Du die gleiche Liebe mir gegenüber empfindest, wie ich zu Dir. Wie groß die Liebe seinem Volk gegenüber war, brachte er einmal durch folgende Worte zum Ausdruck: "„Und mit einer Liebe auf unabsehbare Zeit habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich mit liebender Güte gezogen" (Jeremia 31:3).

Israel stand zu keinem Zeitpunkt unter einem Zwang, Gott zu lieben. Das Volk konnte sich erwählen, welchem Gott es dienen wollte (siehe beispielsweise Josua 24:15).

LG Philipp

Kommentar von sarahj ,

"Gott hatte ihnen nämlich schon auf vielfache Weise seine Liebe unter Beweis gestellt"

stimmt, er hat ja öfters geholfen, wenn sie Anderen eins auf die Birne gaben. Ist aber irgendwie unlogisch, weil sie ja alle von Adam und Eva abstammten. Warum hat er den Anderen nicht geholfen, bzw. sich denen offenbart? Oder hat er das? (es gab ja einige götter, damals, und jedes Volk hatte seinen eigenen privat-gott). Ich gehe mal davon aus, daß er sich fairerweise denen auch offenbart hat. Aber wenn er das bei den Anderen hat (vermutlich hat er - sonst wäre er ja nicht gerecht), warum hat er dann die anderen verlassen? Die haben ja weiter an ihn (in der ihnen offenbarten Variante) geglaubt. Irgendwie stimmt da was nicht. Könnte es sein, dass die Isrealiten doch nur an einen eingebildeten Freund geglaubt haben? (Stichwort: mein Freund Hardy). Und letztendlich war er den Isrealiten ja dann doch keine so große Hilfe - ist er jetzt übergelaufen? Aber es war doch mal sein Volk! Zu denen muss man doch stehen, auch wenn sie mal frech sind.  Ich verlasse meine Kinder doch auch nicht, wenn sie mal frech sind, und ich bin nur ein Mensch - er aber ist allgütig. Außerdem waren sie ja gar nicht alle frech, sondern nur einige. Hat aber dann doch alle um-die-Ecke gebracht, bei der Sintflut. Und die unschuldigen Erstgeborenen vorher schon. Auch erstgeborene Esel. Also Veganer war er wohl nicht. mhmh

Kein besonders verlässlicher Gott, würde ich sagen, vielleicht wären die Isrealiten ohne ihn besser dran gewesen...

Fragen über Fragen...

Kommentar von beglo1705 ,

Für dich mag das der Sinn sein, ich bin auch ohne Jehova glücklich. Wäre hirnrissig, an etwas mein Glück festzumachen, was weder greifbar noch sichtbar ist, oder hast du Beweise, was nach dem irdischen Leben kommt?  Eben nicht (kannst dir deine Bibeleinlullelei sparen bei mir) und darum wird das jetzige Leben gelebt mit allem, was dazu gehört.

Antwort
von Machtnix53, 55

Wieso lebt man, wenn man genau weiß, dass man sterben muss?

Wieso isst man, wenn man genau weiß, dass man doch wieder hungrig wird?

Ich esse, weil es mir schmeckt. Das Leben schmeckt mir auch und das finde ich sehr sinnvoll.

Kommentar von Inkonvertibel ,

DH

Kommentar von Luise ,

Wie so oft bei Dir: Super auf den Punkt gebracht! Einfach schön, Dich zu lesen!

Antwort
von sarahj, 49

Noch eine Antwort:

tatsächlich wird das Leben sogar noch wertvoller und intensiver, wenn man davon ausgeht, daß es das einzige ist, und danach nichts mehr kommt.
Dann ist die Motivation es auch zu nutzen noch größer.

Wer glaubt, es hinterher besser zu haben, ist bereits den ersten Schritt in Richtung Islamist gegangen. Die Selbstmordattentäter sind genau dies, weil sie das felsenfest glauben. Hätten sie diesen Mumpitz nie gehört, wären sie sicher immer noch Kämpfer, sie würden aber keine Unschuldigen (Kinder!) mit der Begründung "sollen doch froh sein: kommen eher ins Paradies" in die Luft jagen.

(oje: jetzt gibt es wieder einen shitstorm...)


Antwort
von beglo1705, 87

Das beste aus dem Leben zu machen, man kommt sowieso nicht lebendig raus ;-)

Kommentar von Peyton7654322 ,

Aber warum lebt man denn dann, wenn man weiß, dass man eh sterben wird?

Kommentar von Lexa1 ,

Das sollte jeder für sich entscheiden.

Kommentar von beglo1705 ,

Weil man entweder warten kann, bis es dann endlich vorbei ist, oder man nutzt die Zeit um ein tolles Leben zu haben. Da ich Optimistin bin, hab ich mich für die 2. Variante entschieden ;-)) 

Kommentar von Starlink ,

Ohne deinen Bedürfnissen wärst du nicht am Leben. 

Kommentar von Lexa1 ,

genau so ist es @ beglo1705

Antwort
von sarahj, 56

macht es denn nur Sinn, wenn man quasi als "Spielzeug", "Zeitvertreib", "Sklave" oder "Untertan" eines diktatorischen gottes für es lebt, statt um des Lebens willen, oder der Mitmenschen.
Welchen Sinn haben mein Sohn/Tochter/Partner/Freund - sie serben ja eh.

Worin liegt der Sinn in ein Paradies zu kommen, und dann neben den heiligen zu sitzen (sorry ich meine das nicht wirklich so bildlich) ?
Ist die Sinnfrage überhaupt legitim?
Genause könntest Du fragen: welchen Sinn macht dieser Stein da drüben.
Es gibt keinen. Die Sinnfrage ist (so gestellt) falsch.
Frage also: welchen Sinn für x. Und da kenne ich einige x die ich vermissen würde, und (hoffentlich) auch ein paar, die mich vermissen würden.

Kommentar von Peyton7654322 ,

Aber irgendwann leben auch die Freunde nicht mehr und keiner wird an einen denken oder einen vermissen, weil irgendwann keiner mehr weiß, dass es dich gegeben hat.

Kommentar von sarahj ,

so ist es. Und?
macht es für Dich im jetzt einen Unterschied, ob in 1000 Jahren noch jemand an Dich denkt?

Genauso wenig wie ich an meinen Ur-Ur-Ur....Vater denke.

Aber er war, und daher bin ich. Das ist doch schon mal was.

Also geh hin, und kriege ein bis zwei Kinder. Dann wirst Du den Sinn schnell sehen.

Kommentar von ThorbenHailer ,

Willst du unserem Leben einen Sinn geben und ein Kind von mir ;-?

Kommentar von sarahj ,

mhm - verlockendes Angebot ;-D

...aber auch als Ungläubiger kann ich der Verlockung widerstehen ;-( .

Kommentar von FreundGottes ,

Du bist ein ER?! 

Kommentar von sarahj ,

war so aufgeregt, wollte ungl. Mensch schreiben... (so spät und übernächtigt)

Antwort
von Omnivore08, 105

Einen Dienst in der Gesellschaft leisten. Dadurch entlohnt werden. Und dadurch wiederum die Welt erkunden :)

Antwort
von Francesco1996, 122

Hallo,
Ich lebe, um spaß zu haben. Mir etwas von der Welt anzuschauen, das liebe ich. Ich liebe es, dinge zu teilen. Leuten eine Freude zu bereiten. etc.

Kommentar von Starlink ,

Aber was würde passieren, wenn man dir das alles wegnehmen würde? Würdest du noch um dein Leben kämpfen?

Kommentar von Francesco1996 ,

ich lass es nicht dazu kommen :)

Antwort
von AstridDerPu, 51

Hallo,

dazu empfehle ich

- Monty Python – Always look on the bright side of life

(http s://w ww.youtube.com/watch?v=yVXR0AKyxA4)

- Monty Python – The Meaning of Life (htt ps://w ww.youtube.com/watch?v=7DA2MKuI6fs)


  • Der Sinn des Lebens – Wolfgang Ambros (

    )

AstridDerPu


Antwort
von qaysert, 67

Man lebt um zu schreiben, lesen, backen, um Kinder zu haben, um zu lieben, zu arbeiten und auch mal nichts zu tun.

Antwort
von Rothsteyn, 95

Also ich weiß ganz genau für was ich lebe, ich geh für meine Familie arbeiten.  

Antwort
von comhb3mpqy, 61

Man kann die Zeit sehr sinnvoll nutzen, zum Beispiel um gutes zu tun.

Auch glaube ich an Gott, ich glaube, dass nach diesem Leben noch etwas kommt. Wenn du wissen willst, warum ich an Gott glaube, dann schau doch mal auf meinem Profil vorbei, da stehen Gründe für meinen Glauben.

Antwort
von 1988Ritter, 52

Der gläubige Mensch sieht das Leben nur als Zwischenstation um Erfahrungen zu sammeln.

Kommentar von sarahj ,

und wofür?

Kommentar von earnest ,

Nur? 

Das fände ich aber schade, Ritter. Ich kenne übrigens einige gläubige Menschen, die das anders sehen. Deswegen halte ich solche pauschale Aussagen nicht für angebracht.

Antwort
von earnest, 32

Weil es noch eine Weile hin ist, bis du in die Kiste springst. 

"Carpe diem" - ergreife und nutze den Tag. Es könnte dein vorletzter sein.

Die Geburt zu betrauern, weil auf sie irgendwann der Tod folgt, ist eine abgrundtraurige Lebensfilosofie.

Gruß, earnest


Antwort
von WotansAuge, 42

Wieso lebt man, wenn man genau weiß, dass man sterben muss?

1. Was hat das eine mit dem anderen zu tuen? 2. Woher weißt du das so genau? Immerhin gibt es auch viele Menschen, die den Tod nur für einen Übergang halten.

Was ist für dich der Sinn des Lebens ...?

Geistiges Wachstum.

Antwort
von GuidoFawk, 24

Die Welt zu verändern.

Kommentar von sarahj ,

aber hoffentlich zum Guten ;-)

Kommentar von GuidoFawk ,

natürlich !

Antwort
von AchKommAlsOb, 104

das Leben hat für mich keinen Sinn ^^ 

Kommentar von sarahj ,

na so schlimm muss es ja auch nicht werden...

... wenn es eh' sinnlos ist, kann man ja wenigstens ein bisschen Spaß in der kurzen Zeit haben. Also lass' uns ein Bier trinken (oder auch zwei) und was dazu rauchen...

Kommentar von AchKommAlsOb ,

das klingt gut! ;)

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