Was ist Friedrich Schiller Weltanschaung gewesen?

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3 Antworten

Friedrich Schiller wirkte in der Zeit der Klassik. Wie viele seiner Zeitgenossen übernahm er in seine Idealvorstellungen Aspekte der Aufklärung, las beispielsweise Kant. So glaubte er, man müsse die Menschen in einer Ausrichtung auf Vernunft, Freiheit und Moralität erziehen um schließlich eine Verbesserung des gesellschaftlichen Zustands zu erzielen. In diesem Zusammenhang prägte Schiller den Begriff der "schönen Seele", in der Pflicht und Neigung im Einklang sind. Der Mensch soll seine sinnliche Natur nicht verleugnen, sich aber an die Maßgaben der Vernunft halten. 

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Menschen haben immer Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ob er diese "Ungleichheit hervor bringen wollte", weiß ich nicht. Er sagte aber wohl folgendes:

"Was ist Mehrheit? Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Man soll die
Stimmen wägen und nicht zählen."

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Schiller wollte eine Gesellschaft, die von freien und selbstverantwortlichen Individuen getragen wird. Keine Freiheit ohne Selbstdisziplin. Er war also gegen den Absolutismus, gegen Ständegesellschaft und Adelsvorrechte, aber genauso gegen die vernunftlose Pöbelherrschaft wie in der zweiten Hälfte der Französischen Revolution. Er war dagegen, dass der Mensch zu einem Werkzeug eines anderen wird. Genauso war er dagegen, dass der Mensch Sklave seiner eigenen Trieb und Launen wird. Insgesamt wollte er die allseitige Entwicklung der Anlagen im Menschen, also der geistigen, moralischen und körperlichen. Vorbild war die Antike.

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