Was ist freier Wille und was ist vorherbestimmt und ist der freie Wille tatsächlich frei?

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20 Antworten

Unser ewige Schöpfer wollte, dass Seine KInder (1.Mose 1,26) freien Willen haben und schritt nicht ein, als Eva ihren eigenen Willen durchführte (1.Mose 3,6).

Nach diesem falschen Schritt musste Gott sie vom "Baum des Lebens" fernhalten, weil dieser ihr ewiges Leben in Sünde gegeben hätte (1.Mose 3,23-24).

Dem Volk Israel gab unser Vater eine weitere Chance zur Entscheidung (5.Mose 30,19), welche auch dieses Volk flasch nutzte.

Auch heute können wir freiwillig zu Gott finden durch Seinen Sohn, der unsereSchuld getragen hat (Röm.6,23).

Nur wenige nehmen diese Chance wahr (Joh.12,40; Offb.20,4), aber alle anderen werden auch noch zu ihrer (letzte) Chance kommen (Offb.20,5; 13-15).
Unser Gott will nicht, dass auch nur ein Mensch verloren gehe (Mt.18,14).

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Kommentar von naaman
02.11.2016, 04:13

Ergänzend möchte ich hinzufügen, das es letztendlich vom Menschen abhängt, ob er gerettet wird. Eine "Zwangsrettung" durch Gott gibt es nicht.

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Diese Frage wurde in unterschiedlichsten Varianten schon zig mal gestellt.

Hier einmal eine hoffentlich vom Durchschnitt abweichende Betrachtung:

Zunächst macht es Sinn, den Begriff "HERR" um einiges vielseitiger zu betrachten, denn "Herr" ist, wer herrscht und letztlich die Entscheidungshoheit hat, und das völlig unabhängig von einer Gottesdefinition.

Fakt ist, daß Menschen von ihrer charakterlichen Konstellation und von ihren Begehrlichkeiten beherrscht werden, daneben auch auch sehr stark von ihren stets im Hintergrund lauernden Spitzfindigkeiten, die je nach Bedarf das Werkzeug "Intelligenz" oft auch maximal auslasten.

Dies hat in weiten Bereichen und allgemein zunehmend zur Folge, daß ethische Aspekte, humanitäre Bemühungen, juristische Dinge usw. zu von  Spitzfindigkeiten geformten Regelwerken verkommen, welche menschliche Denkweisen so modifizieren, daß selbst grottenschlechte Dinge noch als gut empfunden werden oder daß selbst maximal dummes Verhalten noch als vernunftorientierte intelligente Lösung empfunden wird.

Wie angebracht ist es wohl angesichts solcher Fakten, solche Deformierungen des menschlichen Geistes mit dem Wirken Gottes in Verbindung zu bringen (der Herr kann die Herzen verstocken)?

Und wie angebracht ist es, angesichts solcher Fakten überhaupt noch von einem Freien Willen zu sprechen? Wessen "freier Wille" offenbart sich bei Menschen, die Sklaven der in ihnen schlummernden Begehrlichkeiten werden und deren Charakter von diesen Begehrlichkeiten modifiziert wurde?

Am Ende der Geschicht bleibt noch übrig, daß wir insoweit einen freien Willen haben könnten, als daß wir entscheiden, ob wir eine Sache für gut oder für böse bzw. richtig oder falsch halten.

Doch auch die Unterscheidung zwischen gut und böse oder richtig und falsch hinkt, weil es nichts Gutes oder vermeintlich Richtiges gibt, daß an anderer Stelle in irgendwelchen Punkten total böse oder falsch ist, und umgekehrt, und daß es stets eine Sache der inneren Kostellation ist, wer die selbe Sache als gut oder richtig oder als böse oder falsch empfindet.

Im Kern treffen wir alle Entscheidungen dadurch, daß wir ein Problem bewußt wahrnehmen, welches dann quasi in "Pixelabschnitte" aufgeteilt mit den in unserem Unterbewußtsein vorhandenn Erfahrungsdatenbanken abgeglichen wird und uns als Ergebnis eine mehr oder weniger komplexe Kette von Ja-Nein-Antworten ins Bewußtsein zurück liefert, die ihrerseits wieder mit Angenehm-Unangenehm-Empfindungen verknüpft sind.

Unsere vermeintlich aus freiem Willen erfolgende Entscheidung ist dann lediglich eine bereits vorbestimmte Saldo-Entscheidung daraus, bei welcher zur Verfügung stehender Möglichkeit die Angenehm-Empfindung überwiegt.

So kann man die Ganze Sache im Groben ausdrücken.

Wesentlich kürzer, wenn auch mit der Notwendigkeit, dann über die Details selbst nachzudenken, läßt  sich auch sagen, daß das Dasein etwas Gesamtes ist, in welchem alle Details mit allen anderen vernetzt sind, wodurch stets nach dem Ursache-Wirkung-Prinzip jedwedes Geschehen vorgegeben ist, u. a. auch das, daß wir vieles verkennen oder nicht verstehen und uns dadurch einbilden, einen freien Willen zu haben.

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Kommentar von Wurzelstock
15.10.2016, 13:23

Man kann es noch kürzer sagen:

"Das Verhalten des Menschen ist eine Funktion aus Person und Umfeld."

Das ist der Ansatz der Sozialpsychologie. Er wird gewöhnlich analog einer mathematischen Formel dargestellt, was ich hier nicht kann.(Der Operand ist unbekannt.)

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WARUM?

Weil Religionen Konstrukte um fiktive Figuren und fiktive Geschichten sind, die versuchen die Welt zu erklären, ohne sie zu verstehen.

Da sie die Welt eben nicht verstehen, jedoch ihre eigenen Fantastereien darum spinnen, entstehen Widersprüche und Logiklücken.

Wir haben (laut Bibel) im Bezug auf Gott denselben freien Willen wie ein Erpressungsopfer dem eine Waffe vors Gesicht gehalten wird. Entweder wir entscheiden uns für Christus, oder wir brennen ewig in der Hölle.

Rosige aussichten. Da werden diejenigen die sich gegen Christus und den Erpressungsversuch entscheiden unwillkürlich zu Märtyrern, nicht wahr?

Laut Bibel gibt es ohnehin keinen freien Willen, weil Gott einen Plan mit der Welt hat und allwissend sein soll. Wenn er jedoch alles weiß, sind unsere Aktionen vorherbestimmt. Wenn er einen Plan mit uns hat, kann der nur gelingen, wenn wir keinen freien Willen haben, womit wir jedoch für unsere Taten nicht verantwortlich sind.

Das macht Gott zu einem Kleinkind dass mit Legofiguren in seinem Zimmer spielt und die ins Feuer wirft, die seiner Meinung nach nicht so gehandelt haben wie er das wollte, obwohl er es war der ihre Aktionen gesteuert hat.

Sehr sinnvoll, in der Tat.

Fakt ist (und darüber können wir mehr als glücklich sein): Dass es Gott nicht gibt und all die "heiligen" Schriften nichts weiter sind als Mythen und Märchen ungebildeter bronzezeitlicher Schaf- und Ziegenhirten, die weder lesen noch schreiben konnten, die Welt für eine Scheibe hielten und an schlechten Zähnen gestorben sind.

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Kommentar von Wurzelstock
15.10.2016, 13:27

Umgekehrt, Andrastor. Die Religionen versuchen die Welt zu verstehen, ohne sie erklären zu können.

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Freier Wille bedeutet zwar, frei entscheiden zu können. Aber jede Entscheidung, auch die kleinste und scheinbar unbedeutendste, bewirkt etwas und hat also immer irgendwelche Konsequenzen, ob im positiven oder negativen Sinn.

Wir haben also die Freiheit der Entscheidung, aber nicht die Freiheit von den Konsequenzen!

Gott sieht zwar voraus, welche Entscheidung wir treffen werden, aber Er lenkt sie nicht nach Seinem Willen, es sei denn, wir bitten Ihn darum, uns für die richtige Lösung zu inspirieren!

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Kommentar von naaman
02.11.2016, 04:16

Aha, und wenn er meint: "Der ist es nicht würdig" dann veranlasst er, das dieser Mensch vernichtet wird ?

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Also ich kenne das so, dass Gott dem Menschen den komplett freien Willen gegeben hat. Das heißt, dass er eben nicht Herzen verstockt und es in unserer Entscheidung liegt, ob wir an eine Organisation spenden, die Kindern in Afrika hilft, oder ob wir dem IS beitreten und einen Anschlag ausüben.

Meiner Meinung nach ist Gott der liebende Gott (ich bin wirklich nicht strenggläubig, auch wenn's so klingt xD) und deswegen gibt er den Menschen den Freien Willen, sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Also er belässt es einem selbst, ob man an ihn glaubt oder nicht, hat einen aber trotzdem lieb.

Ich bin wirklich niemand, der immer alles als die heile Welt ansieht und jeden Menschen toll findet und jedem ne 5. und 6. und 7. Chance gibt, ich bin auch oft unbegründet wütend auf jemanden oder hab Vorurteile, trotzdem glaube ich, dass sogar diese bescheuerten Leute, die sich in Paris in die Luft sprengen oder in einem Einkaufszentrum durch die Gegend schießen, ich glaube, wenn man diese Leute gut kennt, dann sind auch die irgendwie liebenswert. Und das denke ich, ist was Gott zum "Liebenden Herrn" macht.

Also, ich glaube schon, dass Gott einem den echten, freien Willen gegeben hat und ganz ehrlich -

Wäre ich Gott, würde ich das genauso machen, sonst wäre eine Welt mit 7 Milliarden Menschen doch viel zu langweilig ;)

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Dieses Thema wird bereits seit mehreren Tausend Jahren von noch mehr Theologen und Philosophen beackert. Die Literatur darüber füllt gane Bibliotheken.

Ein eindeutiges Ergebnis zu diesen Fragen konnte bislang aber nicht gefunden werden, wodurch sich die Diskussionen darüber seit jeher auf Streit über Definitionen und darauf beruhenden Spekulationen beschränken.

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Warum sollte sich der HERR nicht dafür entschieden haben können, jedem seinen freien Willen zu lassen (auch wenn er sich hätte anders entscheiden können)?

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Gute Frage.

Die allgemeine Meinung, das Gott alles vorherbestimmt hat, ist einfach falsch. Gott hat nicht vorherbestimmt, das Adam und Eva sündigen sollen, denn er hat ihnen die Wahl gelassen und ihnen auch die Konsequenzen, bei einer Fehlentscheidung, aufgeführt.

Das währe sonst sinnlos gewesen, und Gott macht keine Sinnlosen Sachen.

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Der freie Wille des Menschen ist so frei, dass die Welt seit dem Sündenfall nicht mehr heil ist, sondern auf Grund dieser Freiheit auch Leid in vielfältiger Form möglich ist, was Menschen einander zufügen. Durch die Freiheit der Menschen musste sogar Jesus Christus sterben, die ewige Vorsehung hat sie nicht aufgehoben.

Du verwechselst den Willen, die Vorsehung Gottes mit Seinem Wissen. Es geschieht nicht etwas, weil Er es weiß, sondern weil etwas geschieht, weiß Er es.

Gott kennt alles und führt die Geschichte. Er hat auch einen guten Plan mit uns, der unser ewiges Heil betrifft.  Trotzdem hat er alles so angelegt,
 dass darin Freiheit Platz hat und dass wir Menschen sozusagen
abweichen können von dem, was er mit uns vorhatte. Die Vorstellung, dass wir als einzelne gar nichts mehr machen könnten, ist sicher nicht unserem Glauben gemäß, denn dann wären auch Gebete sinnlos. Gott hat Freiheit geschaffen und lässt sich auch seine Pläne durcheinanderbringen. Er tut das in einer Weise, dass er daraus dann doch wieder etwas Neues erschafft und für die ganze Menschheit das Böse letztlich doch zum Guten führen kann.

Durch die Heilsgeschichte sehen wir immer wieder, wie Gott
einerseits die Freiheit voll akzeptiert und dann doch in Seiner Größe die
Möglichkeit hat, aus dem Versagen und dem Zerstören heraus einen neuen Anfang zu machen, der sich noch größer und besser darstellt. Irgendwo endet da unsere Möglichkeit im Verstehen,da wir eben nicht Gott sind und unser Horizont doch sehr begrenzt ist.

Unser christlicher Glaube lehnt die sog. Prädestination (Vorherbestimmung) ab. Gott hat alle Menschen zum ewigen Leben mit Ihm berufen. Niemand geht ohne eigene Schuld verloren. Das "Gezogenwerden" meint die Gnade, ohne die ein Mensch nicht zu Gott finden kann. Und wer ohne eigene Schuld die Wahrheit nicht erkennt, kann deshalb auch gerettet werden.

Wenn Gott einen Menschen einmal, zweimal und auch dreimal warnt, und er zeigt keine Buße/Umkehr, dann verschließt Gott sein Herz. So war
es mit dem Pharao. Da Gott sogar fünfmal zu ihm schickte und es keinen Eindruck auf ihn machte, sagte Gott: "Du hast dich hartnäckig gezeigt und dein Herz verhärtet, nun werde ich auch mein Herz verschließen und selber zufügen zu deiner Schuld". Diese Auslegung erkennt bereits richtig, dass die
Herzensverhärtung kein unverdientes Verhängnis ist, sondern der Pharao selbst hat Gott herausgefordert, ja erzwungen, dass Gott seine Überlegenheit unter Beweis stellt. Und das gilt auch in heutiger Zeit für Menschen, die die wiederholte Gnade Gottes ablehnen und damit ihre Entscheidung gegen ihn getroffen haben.

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Kommentar von Wurzelstock
15.10.2016, 14:16

Du scheinst ja regelmäßig mit deinem Gott Konferenzen abzuhalten. Dann weißt Du natürlich einigermaßen, was er will, tut, und akzeptiert.

Mein Gott dagegen redet nicht mit mir. Zwar kommen immer wieder Leute, die behaupten, er würde mich ein, zwei, und auch dreimal warnen, aber ich glaube ihnen nicht. Mein Gott schweigt sich auch in solchen Fällen beharrlich aus. Er schweigt immer. Deshalb drängt sich mir der Verdacht auf, dass es ihn garnicht nicht gibt. Selbst das scheint ihm egal zu sein. Warum also soll ich zu ihm beten?

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Solche Fragen zum Samstag Morgen.
Ich sitze gerade auf Arbeit und trinke mein "guten Morgen Kaffee" in Freiheit?
Unser ganzen Leben ist Vorbestimmt... Wir werden schon von Kind auf gezüchtet um im späteren Leben Geld zu verdienen und hauptsächlich für andere Geld zu verdienen.
Wo ist da der freie Wille? Genau... Den hat man aber man kann ihn nicht leben.

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Kommentar von Feliin
15.10.2016, 05:49

Meiner Meinung nach ist der Mensch von Gott verlassen würden und das schon vor sehr langer Zeit.
Jetzt ist der Mensch des Menschen Strafe.

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Hallo moonchild1972,

vorausgesetzt, dass ich überhaupt anGott glaube (sonst wäre die Frage überflüssig):

Eine Antwort, die ich schon mehrfach bei diesem Thema als Denkanstoss gegeben habe:

Das könnte man sogar noch auf die Spitze treiben: Mt 5,29: Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.

Dafür ein Beispiel: Ich lege einen Kreis aus Blättern und setze einen blätterfressenden Käfer darauf. Ich weiß nicht nur, was passiert, sondern ich will es sogar. Und trotzdem zwinge ich den Käfer zu nichts. Er handelt genau nach seiner Natur. – Zwischen mir und dem Käfer ist, was Wissen und Entscheidung angeht, ein großer Abstand.

Der qualitative Abstand zwischen mir und Gott ist aber unendlich größer. Obwohl Gott alles weiß, bin ich doch in der Freiheit meiner Entscheidung nicht eingeschränkt. Ich kann genau nach meiner Natur handeln und bin auch für mein Handeln verantwortlich.

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Kommentar von Wurzelstock
15.10.2016, 13:18

Du hast eine merkwürdige Auffassung über den freien Willen blätterfressender Käfer. :-)))

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Als der sächsische Mönch Gottschalk von Orbais zur Erkenntnis kam, dass das Seelheil der Menschen entweder für die ewige Seligkeit oder für die ewige Verdammnis vorherbestimmt sei, wurde er für den Rest seines Lebens eingekerkert. (Es war noch sehr lang.)

Es gab einen Riesenkrach. Unter anderem wurde auch Johannes Scotus Eruigena, ein gelehrter Mönch am Hofe Karls des Großen um seine Meinung gefragt. Der kam zu einem eigenwilligen Schluss: Ja. Das Schicksal des Menschen sei vorherbestimmt. Aber nur zur Ewigen Seligkeit.

Das scheint sich mit meiner persönlichen Beobachtung zu decken, soweit es die Freiheit des Willen betrifft. Die Entscheidungen, die wir ununterbrochen fällen, dienen grundsätzlich der Verbesserung unseres Befindens von Augenblick zu Augenblick. Wenn aber die Richtung unserer Entscheidung festgelegt ist, ist unser Wille nicht frei.

Wenn die Realität der Verbesserung nicht erzielt werden kann, gibt es zwei Gründe:

1.: Der Irrtum. (Die meisten Menschen können nicht hellsehen.)

2.: Das intrinsische und das extrinsische Verbesserungsziel. Intrinsisch bedeutet: Verbesserung für die Gegenwart. Extrinsisch bedeutet: Verbesserung für die Zukunft unter Zurückstellung der Gegenwartsverbesserung.

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Was ist freier Wille und was ist vorherbestimmt und ist der freie Wille tatsächlich frei?

freier wille ist ein mythos, ein märchen, nicht vorhanden....:)

vorherbestimmt ist NICHTS...............:)

würde es einen angeblichen freien wille geben, dürfte es KEINE opfer in ALLEN lebensbereichen geben, denn NIEMAND will opfer sein oder werden..........und bevor hier wieder dumpfbacken mit beispielen kommen, von wegen, ein täter kann ja selbst entscheiden ob er eine tat ausführt........... es gibt auch unendlich viele opfer OHNE einen täter in menschenform, der darüber entscheiden konnte......z.b. unfallopfer, katastrophenopfer, sonstige umweltopfer usw........ wenn ein autofahrer mit seinem auto losfährt und einen herzinfarkt bekommt, in eine menschengruppe fährt, dann MÜSSEN ALLE mit den folgen leben, obwohl sie das NICHT wollten.........!!!!

wenn jetzt jemand meint, dass wäre dann vorherbestimmt, der ist einfach nur zum denken zu dumm, denn wenn sowas vorherbestimmt wäre, dann wäre der "bestimmer" selbst ein täter UND, dann wäre dieses "etwas" auch für die ganzen schlimmen dinge wie missbrauch, misshandlungen, mord usw. verantwortlich............. und dann kommt nämlich wieder das märchen des angeblichen freien wille ins spiel, denn dann niemand hätte..............:)

es gibt auch keine geister/halbgötter/götter oder göttinnen, denn die geschichte der religionen beweist, dass nicht gott den menschen, sondern der mensch sich seine götter selbst erschaffen hat........:)

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Hallo moonchild1972,

die Vorstellung, dass alles "im Ratschluss des HERRN" liege oder mit anderen Worten Gott alles bestimmt habe, ist nicht biblisch. Es stimmt, Gott hat schon oft künftige Entwicklungen vorausgesagt, das heißt aber nicht, dass er sie bestimmt hat. Denke dabei einmal an einen Meteorologen; auch wenn seine Wetterprognose zutrifft, bedeutet das natürlich nicht, dass er das Wetter so beeinflussen konnte, dass seine Vorhersage eintrifft. In ähnlicher Weise hat Gott manchmal Dinge lange im Voraus bekanntgegeben, deren Eintreffen er jedoch nicht bestimmt hat. Andererseits hat Gott in bestimmten Situationen sehr wohl in das Weltgeschehen eingegriffen und sogar den Lauf der Geschichte beeinflusst. Das hat er jedoch meistens nur dann getan, wenn es um sein eigenes Vorhaben ging, nicht um eine einzelne Person. In der Bibel gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt dafür, dass Gott das Leben jedes einzelnen Menschen vorherbestimmt.

Wäre es jedoch zutreffend, dass Gott der Lenker des Schicksals jedes Menschen wäre, dann müsste man sich fragen, welch ein grausamer und ungerechter Gott wohl dahinter steht. Denn die einen wachsen in großem Wohlstand auf, während viele andere in eine Welt voller Armut hineingeboren werden. Die einen führen ein Leben in relativer Sorglosigkeit, während die anderen von der einen in die nächste Katastrophe geraten. Die einen werden steinalt, ohne jemals ernsthaft krank zu sein, während viele Kinder bereits sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen. Wie ungerecht und grausam müsste Gott sein, wenn er die unterschiedlichen Geschicke der Menschen bestimmen würde!

Du siehst also, der Glaube an ein Schicksal lässt sich wohl kaum mit einem liebevollen und gerechten Gott in Einklang bringen. Über Gott heißt es jedoch in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Warum aber passieren dann so viele schlimme Dinge?

Wenn jemand in einen schweren Unfall verwickelt wird oder eine lebensbedrohliche Krankheit bekommt, mag er denken: "Warum gerade ich?" Manche Dinge geschehen einfach, weil sich jemand zur falschen Zeit am falschen Ort befindet oder weil gewisse Umstände zu bestimmten Ereignissen führen. Die Bibel sagt: "Denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle" (Prediger 9:11). Wenn jemand schwer krank wird, dann kann das teilweise auf seinen eigenen Lebensstil, bestimmte Umwelteinflüsse oder genetische Veranlagungen zurückzuführen sein. Und ein großer Teil des Leides der Menschheit geht auf die Böswilligkeit und Ungerechtigkeit derer zurück, die Macht und Einfluss haben.

Was die von Dir sinngemäß wiedergegebenen Schrifttexte betrifft, so wird in der Bibel manchmal etwas, was Gott nur zulässt, so wiedergegeben, als ob es Gott so gewollt hätte. So heißt es in einer Übersetzung in Bezug auf den verstockten Pharao: "Was mich betrifft, ich werde sein Herz verstockt werden lassen; und er wird das Volk nicht wegsenden" (2. Mose 4:21, NWÜ). Das bedeutet also, dass Gott es lediglich geschehen ließ, dass Pharao ein verstocktes Herz entwickelte. Somit bestimmte Gott nicht, wie sich Pharao in Bezug auf sein Volk verhielt. Er duldete Pharaos schlechtes Verhalten eine Zeitlang und zwar aus folgendem Grund, den Gott Pharao selbst erklärte: "Aber, in der Tat, deswegen habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen und damit man meinen Namen verkündet auf der ganzen Erde" (2. Mose 9:16).

Der andere Text, auf den Du Bezug nimmst, lautet wie folgt: "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn" (Johannes 6:44). Dieser Text bedeutet nicht, dass Gott jemanden u.U. gegen seinen Willen zieht, damit er ein Jünger Jesu Christi wird. Gott zwingt niemand, sondern er achtet darauf, wie jemand zu ihm und seinem Sohn Jesus Christus eingestellt ist und dann hilft er ihm durch seine Diener und seinen heiligen Geist, ein Jünger zu werden. Demgemäß heißt es in dem Bericht der Apostelgeschichte über die Missionsarbeit der ersten Christen, dass "alle, die zum ewigen Leben richtig eingestellt waren" gläubig wurden (Apostelgeschichte 13:48). Somit kann also gesagt werden, dass Gott niemandes Schicksal vorherbestimmt hat, sondern ihm gewährt, gemäß seinem freien Willen zu handeln und zu entscheiden.

LG Philipp

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Kommentar von telemann2000
15.10.2016, 10:12

Hallo Philipp,

Deine zitierte letzte Stelle aus Apostelgeschichte verwirrt mich doch ziemlich. Die Konstellation 'richtig eingestellt' kommt im griechischen Urtext nicht vor.

Dort wird vielmehr das Wort tetagmenoi benutzt. In deutschen Übersetzungen wird das mit 'dazu bestimmt' wiedergeben.

Zwischen 'richtig eingestellt' und 'dazu bestimmt' besteht aber ein riesiger Unterschied.

Schau dir bitte mal diesen Link an und sieh dir mal auf der rechten Seite die neun Stellen im NT an, in den das griechische Wort vorkommt.

Vergleiche das dann mal mit deiner Bibelübersetzung. Du wirst feststellen, das die NWÜ an allen anderen Stellen korrekt wiedergibt - nur nicht in Apostelgeschichte 13,48.

Irgendeine Idee warum?

 

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Das Thema Prädestination versus 'freier Willer' ist schon sehr oft diskutiert worden.

Man kann beides denke ich aber recht gut unter einen Hut bringen.

Die Heilige Schrift spricht an keiner Stelle von einer universellen Prädestination, so als ob alles bis ins kleinste Detail vorherbestimmt wäre.

Andererseits spricht sie aber sehr wohl von Vorherbestimmung. Ich würde das mal als eine 'parziale Prädestination' bezeichnen wollen.

Ein gutes Beispiel ist das des Apostels Paulus. Er schreibt im Galaterbrief über sich selbst: "Doch Gott hat mich in seiner Gnade schon vor meiner Geburt auserwählt und berufen"

Solche Beispiele gibt es auch im AT des Öfteren.

Das zeigt sehr wohl, dass Gott Menschen trotz ihres freien Willens für eine bestimmte Tätigkeit auswählt, beruft oder prädestiniert.

Das zeigt auch eine andere Erfahrung des Apostels Paulus:

"Während unseres mehrtägigen Aufenthalts traf ein Prophet mit Namen Agabus aus Judäa ein.

Als er uns besuchte, nahm er den Gürtel des Paulus und fesselte sich damit an Händen und Füßen. Dann sagte er: »Der Heilige Geist erklärt: `So wird der Besitzer dieses Gürtels von den führenden Männern der jüdischen Gemeinde in Jerusalem gefesselt und den fremden Völkern ausgeliefert werden.´« Als wir, die wir mit ihm reisten, und die Gläubigen am Ort das hörten, baten wir Paulus inständig, nicht nach Jerusalem zu gehen. Doch er sagte: »Was soll das Weinen? Ihr zerreißt mir das Herz! Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem verhaften zu lassen, sondern auch für Jesus, den Herrn, zu sterben.« Als uns klar war, dass wir ihn nicht überreden konnten, gaben wir nach und sagten: »Der Wille des Herrn geschehe.«  (Apostelgeschichte 21,10-14)

Auch hier hätte Paulus seinen freien Willen gebrauchen können. Er unterwarf sich aber vielmehr dem Willen des Herrn. Jesus Christus wusste, wie Paulus entscheiden würde, deshalb konnte der Prophet Agabus das genau so vorhersagen.


 

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Kommentar von Wurzelstock
15.10.2016, 14:36

Telemann, es gibt nichts, was ein guter Theologe nicht "unter einen Hut bringen" kann, denn er verfügt über eine Wildcard, die nicht hinterfragbar ist.

(Im Vertrauen: Manche tun es trotzdem; denn diese Feststellung stammt nicht von mir, sondern ebenfalls von einem Theologen. Von welchem, weiß ich allerdings nicht mehr.)

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Was genau freier Wille ist, ist kontrovers. Man kann verschiedene Meinungen knapp in zwei Parteien unterteilen:

Kompatibilisten nehmen an, dass ein determinierter Wille frei sein kann.

Inkompatibilisten nehmen an, dass ein determinierter Wille nicht frei sein kann.

Das macht eine genaue Analyse, ob unser Wille in einer solchen Situation, wie du sie beschreibst, frei sei, nicht leicht. Kompatibilismus hätte den Vorteil, dass irgendetwas, was unser Handeln determiniert, noch kein Grund dagegen ist. Manche moderne Kompatibilisten argumentieren, dass es nicht nötig ist, sich anders entscheiden zu können, als man tut, um freien Willen zu haben. Aber das alleine bedeutet noch nicht, dass wir auch frei sind, wenn wir von irgendjemanden vollständig kontrolliert werden. Vielleicht ist dieses zusätzliche Detail wichtig, vielleicht nicht.

Am ehesten kommt mir vor, dass wir nach Strawsons Kompatibilismus in deinen Situationen freien Willen hätten. Falls dieser ein akzeptables Modell ist.

http://plato.stanford.edu/entries/compatibilism/#StrCom

Einige Theisten akzeptieren Kompatibilismus übrigens nicht. Unter Anderem würde er das Argument zerstören, Gott sei nicht an unseren falschen Entscheidungen schuld (na weil sie von Gott vorherbestimmt sind!).

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Kommentar von Dianaartem
15.10.2016, 22:12

Sie sind eben nicht durch Gott vorherbestimmt, sondern höchstens die Grundbedingungen sind von Gott bestimmt.

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der mensch wird den freien willen erst errungen haben, wenn ihm der erdenkosmos nichts mehr zu bieten hat

und das kann noch dauern, da wir eben erst halbzeit hatten

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Freier Wille und Vorherbestimmung (Schicksal) sind beide nur Schein. Sie sind ein Gegensatzkonzept. Wobei nicht das eine wirklicher wird, indem das andere ausgeschlossen wird. Meiner Meinung nach sind beide gleich hohl.

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Freier Wille ist das, was das Wort bereits sagt. Man entscheidet für sich. So hat Gott die Menschen geschaffen, mit einem eigenen Willen und  Gewissen. Oder hast Du schon mal beobachtet, dass Gott jemanden die Zigarette aus dem Maul reißt, weil es ungesund ist? - Nein, der Raucher weiß es von selbst, das jeder Zug aus der Zigarette den Krebstod bringen kann und Gott wünscht, dass man aus eigenem Willen von den Dingen Abstand nimmt, die einem selbst oder anderen schaden könnten. Und dazu haben wir ein Gewissen. Wenn Gott jeden Schritt im Leben vorherbestimmt hätte, hätte er sich die Schöpfung sparen können. Der freie Wille des Menschen ist einer der wichtigsten Grundbestandteile der Schöpfung Gottes. Alles andere ist unbewiesener Irrglauben.

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Durch die Gene und das Umfeld in dem man aufwächst ist unser Leben schon ein wenig vorherbestimmt.

Aber das jeder Gedanke und jede Handlung schon im Vorfeld berechenbar ist, oder ob manche Entscheidungen völlig unwillkührlich und unvorhersehbar aus dem Chaos im Gehirn entstehen, kann niemand wissen, dann dafür ist das Gehirn viel zu komplex und undurchschaubar.

Also selbst wenn man jetzt ein Jahr in die Vergangenheit reißt, heißt das nicht, dass sich dann alles genau so wiederholen muss bis zum heutigen Zeitpunkt.





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