Frage von chez56, 15

Was ist finanziell sinnvoller-Scherbehindertenrente oder BU-Rente?

Hallo, bin schon ein Jahr arbeitsunfähig wg. depresionen. Da ich schon 60 bin stellt sich mir die frage welche Art von Rente mehr Sinn macht. Bin weiterhin nicht absehbar krank und rente wg. Schwerbehinderung ab März 17 sicher. Macht es Sinn Rente wegen berufunfähigkeir zu beantragen ?

Antwort
von wilees, 13

Und warum stellst Du nicht jetzt schon einen Antrag auf EM-Rente?


Antwort
von Konrad Huber, 4

Hallo chez56,

Sie schreiben:

Was ist finanziell sinnvoller-Scherbehindertenrente oder BU-Rente?

Antwort:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publica...

Hier steckt der Teufel im Detail!

2016 - 60 = ca. 1956 geboren!

Sehen Sie bitte in der o.a. DRV-Broschüre nach!

Seite 16, Seite 17 =: 

"Altersrente für schwerbehinderte Menschen"

Tabelle Geburtsjahrgang 1958 = frühester Rentenbeginn ohne Abschläge mit 64 Jahren!

Frühestmöglicher Rentenbeginn mit Abschlägen von 0.3 % pro Monat ab 61 + 4 Monate!  

============================================

Ab Stichtag 1.1.2001 gibt es in der DRV nur noch die Erwerbsminderungsrente!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Zum Stichtag 31.12.2000 wurden in der DRV die Erwerbsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsrenten mit Ausnahme von Altfällen abgeschafft!

Wer vor dem 2.1.1961 geboren ist, hat ggf. Anspruch auf Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit, wenn die Leistungsfähigkeit im allgemein anerkannten und ausgeübten Beruf auf Dauer, auf 3 bis unter 6 Stunden abgesunken ist!

In diesem Zusammenhang kontert die DRV oft zusätzlich mit sogenannten Verweisungsberufen, so daß hier keine allgemeinverbindlichen Aussagen möglich sind und der Ausgang dieser Verfahren ungewiss ist!

Sollte aber im Endeffekt die Vertrauensschutzregelung bei Ihnen zum Tragen kommen, könnte eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit und ergänzend eine volle Erwerbsminderungsrente wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt beantragt werden!

Trifft die Vertrauensschutzregelung bei Ihnen aus diversen Gründen nicht zu, müßen Sie für die Bewilligung einer vollen Erwerbsminderungsrente an Hand Ihrer eigenen Krankenakte glasklar und sehr detailliert nachweisen, daß Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag abgesunken ist!

bin schon ein Jahr arbeitsunfähig wg. depresionen. Da ich schon 60 bin stellt sich mir die frage welche Art von Rente mehr Sinn macht. Bin weiterhin nicht absehbar krank und rente wg. Schwerbehinderung ab März 17 sicher. Macht es Sinn Rente wegen berufunfähigkeir zu beantragen ?

Antwort:

Anspruch auf Krankengeld endet nach maximal 78 Wochen, dann folgt in der Regel das ebenfalls zeitlich individuell befristete ALG 1!

Die zeitliche Befristung des ALG 1 kann ggf. im Zusammenhang mit dem Antragsverfahren auf Erwerbsminderungsrente für die Dauer des Antragsverfahrens ausgedehnt werden!

Stichwort: "Nahtlosigkeitsregelung!"

http://www.vdk.de/kv-thueringen-sued/ID57086

http://www.ra-buechner.de/newsarchiv/newsdetail/bsg-zur-nahtlosigkeitsregelung-d...

Fazit:

So wie sich die Sache darstellt, sind bei Ihnen für abschlagfreien Rentenbezug noch diverse Zeiten abzuarbeiten!

Um hier die Zeit für sich arbeiten zu lassen, könnte ein Antragsverfahren auf volle Erwerbsminderungsrente die richtige Wahl sein!

Denn:

Solange Ihnen seitens der DRV kein rechtskräftiger Rentenbescheid hierzu vorliegt, können Sie diesen Antrag jederzeit wieder zurückziehen!

Gegenüber der Krankenversicherung und Agentur für Arbeit sind Sie in diesem Fall fein heraus, weil Sie durch diesen Antrag den Restriktionen der Agentur für Arbeit und ggf. Krankenversicherung zuvorkommen!

Ob in Ihrem individuellen Fall im Endeffekt eine Rente für Schwerbehinderung oder Erwerbsminderungsrente die bessere, finanzielle Wahl wäre, das können Sie sich von Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt jederzeit auf Antrag individuell ausrechnen und gegenüberstellen lassen!

Verzichten Sie als juristischer Laie im eigenen Interesse nicht auf die Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes wie z.B. VDK oder auf Gewerkschaftlichen Rechstbeistand!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

https://www.youtube.com/user/hubkon

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 9

Bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente wirst du so gestellt, al ab du bis zum Ablauf des 63. Lebensjahr das gleiche Einkommen gehabt hättest.

Durch den Schwerbehinderten Status kannst du DANN 24 Monate früher ins Altersruhegeld überwechseln. Für diese 24 Monate erfolgt dann KEIN Abzug von 0,3 % pro Monat.

Finanziell ändert sich dann nichts mehr.

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