Frage von Yannick1998, 154

Was ist eurer Meinung nach Moral und wie wirkt sich die Religion auf die Moral der Menschen aus?

Frage steht oben 👆 es ist für eine GFS und bräuchte mal paar Meinungen ☺️ schreibt bitte nicht sowas wie such im Internet , das werde ich so oder so machen . Ich will z.B Christenten und Moslems vergleichen weil ich mir 2-3 Religionen raussuchen soll .

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Suboptimierer, 60

In Computerspielen ist "Moral" immer so etwa wie "Eifer". Je besser die Moral, desto eifriger (schneller / effizienter) sind die Einheiten.

Außerhalb der virtuellen Welt beschreibt Moral mehr die Norm des richtigen Handelns. Im Gegensatz zu den ethischen Normen sind moralische Normen allerdings kontextabhängig: Zeit, Kultur, Wertvorstellungen in der Bevölkerung, Sitten, Bräuche,...

Die Religionen stützen sich auf Überlieferungen, welche den Kontext des moralischen Handelns beschreiben. Die Anhänger der Religionen versuchen an diesen moralischen Maßstäben fest zu halten. Dadurch fließen die moralischen Maßstäbe dieser Religionen in einem multikulturellen Staat in die Moralvorstellungen des Querschnitts mit ein.

Kommentar von Yannick1998 ,

Vielen Dank :) des war ne sehr gute Antwort 👍👍

Kommentar von Suboptimierer ,

Bitteschön!

Antwort
von berkersheim, 45

Moral ist sozusagen der "gewachsene" Kitt von abgegrenzten Menschengruppen, in dem tradiert wird, wie man miteinander umgeht. Vorstellungen von Moral sind tradiert (als Ausdruck von weitergegebener Identität) und eher gefühlsgeleitet im Gegensatz zu Ethik, in der moralische Verhaltensweisen differenzierter und stark vernunftbetont zusammengestellt sind.

Im Bezug auf Moral sollte man Religion nicht als abstraktes Gebilde anschauen sondern als hintergründigen Weltanschauungsteil einer gruppen- oder gesellschaftsbezogenen Tradition. Im sog. Volksglauben vermischen sich Tradition, Moral und lokale Glaubensvorstellungen. Es ist sicher nicht leicht da z.B. den Unterschied zwischen Christentum und Moral in Polen und Christentum und Moral in Bayern herauszuarbeiten, weil beide auf ganz unterschiedlichen Historien und Traditionen beruhen.

Noch schwieriger stelle ich mir den Vergleich mit dem Islam vor. Da es im Islam noch weniger als im Christentum zentrale Institutionen (Papst, Bischöfe, lutherische Herrscher) gibt, ist der Islam sehr viel nach den Traditionen der unterschiedlichen Stämme und Clans geprägt. Das Rollenbild der Frau ist z.B. bei den moslemischen Berbern ein ganz anderes als in Saudi Arabien. Alawiten (Türkei) und Alewiten (Syrien) sind weltoffener, liberaler und werden von manchen Sunniten nicht mal als Moslems anerkannt. Da wäre es besten, wenn Du in Deiner Umgebung gläubige Moslems befragen könntest. Wir haben hier eine Moschee, die von afrikanischen Moslems besucht wird, wunderschön herausgeputzte Frauen die geradezu ein Kontrastprogramm zu den schwarz verhängten strenggläubigen Sunnitenfrauen sind.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay :) bisschen kompliziert am Anfang aber trotzdem danke ☺️

Antwort
von helmutwk, 41

Wie sich die Religion auf Moral auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • von der Religion - wer die gravierenden Unterschiede zwischen verschiedenen Religionen nicht kennt (die z.T. größer sind als zwischen Atheismus und  einigen Religionen), der hat eine Bildungslücke
  • davon, wie die Religion organisiert ist, und wie das Verhältnis der Glaubenden zur jeweiligen Religion ist
  • von gesellschaftlichen Einflüssen auf die Religion

Nehmen wir die Hochschätzung von "Selbstmordattentätern" (die wohl kaum ein Leser hier teilt, sondern eine andere Moral hat): die hängt mit einer gewissen Verwestlichung des Islams (die zum politischen Islamismus führte) zusammen, mit dem relativ niedrigen Organisationsgrad des Islams, die es erlaubt, abweichende Meinungen (Fatwas etc.) zu pflegen, mit den Versuchen der meist autoritären Regierungen, "den" Islam im Land zu kontrollieren, was eine Allianz von politischer und religiöser Opposition führt, mit einem latenten Antijudaismus im Islam (der angesichts des Nahostkonflikts oft zu einem akuten Antisemitismus führt), mit dem Wegfall des "Sozialismus" als weltweite Opposition gegen die Weltherrschaft der USA ...

Da haben wir also eine moralische Frage, die von einer kleinen Gruppe ziemlich unmoralisch beantwortet wird, was u.a. auch mit Religion zusammenhängt - aber eben nicht nur mit Religion. Und das gilt entsprechend auch für andere moralischen Fragen. Dem könnte mensch jetzt andere Gruppen entgegenstellen. Mir fällt jetzt keine pazifistische islamische Gruppe ein, also nenne ich die Kirche der Mennoniten, die Gewalt strikt ablehnt. Wobei da nocjh die Frage wär, wie sehr sicjh ihre Mitglieder auch daran halten ...

Und damit sollte klar sein, dass es keine pauschale Antwort auf deine Frage gibt, außer eben Vereinfachungen, die mehr verdecken als aufhellen. Wie nahezu immer, wenn nach "der Religion" gefragt wird.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank :) nur dass ich halt in der GFS irgendwie ne Antwort auf die Frage geben muss 🙈

Kommentar von helmutwk ,

Du musst eine differenzierte Antwort geben. Also verschiedene Möglichkeiten aufzeigen: dass sich die Moral verbessert, dass die Leute zu Heuchlern werden, die nur äußerlich gut zu sein scheinen, dass Unrecht mit Berufung auf Religion gerechtfertigt wird, ...

Kannst ja versuchen, eine einigermaßen vollständige Liste zu erstellen, und die wichtigsten Punkte in mehr als einem Satz auszuführen, und mit historischen Beispielen zu illustrieren ...

Antwort
von dandy100, 53

dazu brauchst Du nicht das Internet zu bemühen sondern Deinen eigenen Verstand. Was Moral ist, also das Handeln nach bestimmten Maßstäben richtig/falsch wirst Du ja wohl wissen.

Inwiefern wird die Religion, die ja auch ein Katalog von Handlungsanweisungen in den Kategorien gut und böse ist, den Menschen wohl beeinflußen?

Denk mal selber darüber nach.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank für den Denkanstoß 👍👌☝

Antwort
von ThomasJNewton, 21

Etwas zu kurz kommt immer, das gewisse Verhaltensweisen einfach angeboren sind, weil unsere Vorfahren seit Zigmillionen Jahren in Gruppen leben.

KInder sind (um mal nur die "positiven" Eigenschaften zu nennen) von sich aus mitfühlend, hilfsbereit, vernünftig, fleißig, kreativ, humorvoll, großzügig u.a.
Und eben auch das genaue Gegenteil.

Wie sich die Moral des Einzelnen und der Gemeinschaft entwickelt, ist ein kompliziertes Wechselspiel.
Sie ist eben nicht nur durch Vererbung, nicht nur durch die Gemeinschaft und nicht nur durch Traditionen bedingt.

Die Bedeutung der Religion ist sehr schwer einzuschätzen. Zeitweise wurde Mitgefühl gepredigt (häufig nur für die Schäfchen gültig) und Vernunft verdammt.

Ich habe noch nicht intensiv darüber nachgedacht. Es wäre sicher interessant, eine Liste zu machen, welche Tugenden zu welchen Zeiten in welchen Kulturen und von welchen Religionen gefördert bzw. gehemmt wurden und werden.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank

Kommentar von helmutwk ,

Die Bedeutung der Religion ist sehr schwer einzuschätzen. Zeitweise wurde Mitgefühl gepredigt (häufig nur für die Schäfchen gültig) und Vernunft verdammt.

In welcher Zeit wurde denn Vernunft verdammt? Im Mittelalter wurde sie jedenfalls hochgeschätzt.

Antwort
von Micromanson, 28

Moral ist das, was uns seit unserer Kindheit beigebracht wurde. Gut und Böse zu unterscheiden.
Religionen tun immer so, als hätten sie die Moral erfunden, faktisch musste sie aber über die letzten Jahrhunderte gegen die Religion erkämpft werden.
Ich als Atheist würde schon behaupten, dass ich Moral habe. Und alles was ich über Gutes und Böses weiß, hat mir kein altes vergammeltes Buch beigebracht, sondern entweder meine Eltern oder ich selbst.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank 👍👆

Kommentar von helmutwk ,

Religionen tun immer so, als hätten sie die Moral erfunden, faktisch musste sie aber über die letzten Jahrhunderte gegen die Religion erkämpft werden.

Nicht gegen die Religion. Was du meinst, sind die etablierten Kirchen. Aber dass der Kampf erfolgreich war, hängt auch damit zusammen, dass es oft um Dinge ging, die eigentlich zum Programm der Kirchen hätten gehören müssen - wenn sie sich mal an ihr Buch gehalten hätten.

Und deshalb waren es oft religiös motivierte Menschen (z.T. aus Minderheitskirchen), die in der Hinsicht Pioniere waren.

Beispiel: Der Humanist Jefferson war Sklavenhalter, Abraham Lincoln war frommer Baptist.

Kommentar von Micromanson ,

Moral und vor allem Menschenrechte wurden von den Religionen immer wieder zurückgehalten.

Kommentar von helmutwk ,

Moral und vor allem Menschenrechte wurden von den Religionen immer wieder zurückgehalten.

Das "immer" ist ein Vorurteil, das so nicht stimmt. Historisch betrachtet sind die Menschenrechte die säkulare Varianten der "Christenpflichten" (mit dem Nebeneffekt, dass bei den Menschenrechte die Pflichten gegenüber den Tieren unter den Tisch gefallen sind).

Religionsfreiheit ist beispielsweise von den Baptisten "erfunden" worden. Klar, vorher haben das Andere als Recht für sich reklamiert, aber die Baptisten haben das dann auch in "ihrer" Kolonie anderen gegenüber praktiziert.

Über "immer alle Religionen" lässt sich nur sagen, dass es darüber nichts auszusagen gibt. Weil du immer religiöse Gruppen finden wirst, die da die Ausnahme bilden.

Und wie gesagt: wenn du mal genau hinschaust, wer die Vorreiter waren, wenn es um Menschenrechte etc. geht: das waren meist religiöse Leute. Wilberforce, Raiffeisen, Dunand, um mal drei  beliebig herauszugreifen.

Antwort
von DerBuddha, 14

moral ist immer von vielen faktoren abhängig........erziehung, eigenes geistiges verständnis, eigenes weltbild, das umfeld im allgemeinen, bildung usw....und zudem auch noch das hineingeboren werden in eine religion oder eine konvertierung im späteren alter, den grund dazu und auch dass für sich dann gültige empfinden und die sichtweise des moral-entscheiders.......

nicht zu vergessen auch der körperliche und emotionale zustand, denn all diese dinge sind dann dafür verantwortlich, inwieweit der betrachter seine moralische latte hoch oder auch tief legt, also seine absolute moralische grenze hat...........

im bezug zur religion gibt es zwei möglichkeiten..........1. man passt sich dem verständnis zur religion an und ordnet demzufolge auch alles dieser unter, auch die moralischen grenzen oder 2. man lebt nach seinen vorstellungen mit dieser religion nur soweit, wie man mit dieser religion mitgehen möchte, entwickelt also selbst eine eigene sichtweise über die religion und passt sich somit dann auch moralisch dieser sichtweise an.........:)

auf alle fälle ist die "sichtweise" was moral angeht, immer relativ.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank

Antwort
von BlackMavis, 26

Meiner Meinung nach wirken sich Religionen negativ auf die Moral eines Menschen aus. Man folgt irgendwelchen Gesetzen, die andere einem vorschreiben, ohne seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen. Außerdem führen Religionen letztendlich immer zum Krieg, da jede sich als die "einzig richtige" sieht und die anderen vernichten muss. Nicht besonders moralisch.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank

Kommentar von helmutwk ,

Meiner Meinung nach wirken sich Religionen negativ auf die Moral eines Menschen aus.

Genau, deshalb wurden ja auch so unmoralische Aktionen wie die Abschaffung des Sklavenhandels, Genossenschaften, Rotes Kreuz etc. von engagiert religiösen Menschen durchgeführt. ;)

Kommentar von TomRichter ,

Für einen, der religiös war und deshalb gegen die Sklaverei kämpfte, findest Du zwei religiöse Sklavenhalter. Und die Herrscher, deren Schlachtfelder das Rote Kreuz erst nötig machten, waren ebenfalls religiös.

Kommentar von helmutwk ,

Für einen, der religiös war und deshalb gegen die Sklaverei kämpfte, findest Du zwei religiöse Sklavenhalter.

Ich vermute eher, drei oder vier ;)

Mein Punkt ist, dass Religion so unterschiedlich ist, dass es nicht sinnvoll ist, von "der" Religion zu sprechen. Höchsten in dem Sinn, wie auch von "der" Weltanschauung, "der" Philosophie oder "der" Politik die Rede ist.

Es gibt gute und schlechte Religionen (wobei die Grenze oft innerhalb einer Religion verläuft, zwischen Konfessionen o.ä.), es gibt Leute, die ihrer Religion folgen, Heuchler und solche, die offen die Richtlinien ihrer Religion übertreten. Durch die Bösen werden die Guten nicht schlechter, auch wenn die Bösen in der Mehrheit sind.

Ach ja: kannst du mir erklären, wie eine Religion zum Krieg führen kann, die sich als die einzig richtige sieht und eine quietistische Haltung beinhaltet?

Und es gibt ja auch jede Menge Atheisten, die den Atheismus als die einzig richtige Weltanschauung ansehen -so was führt deiner Logik zufolge ja auch zum Krieg.

Kommentar von TomRichter ,

> deiner Logik zufolge

Erstaunlich, wie Du aus meinem dreizeiligen Kommentar meine Logik rekonstruieren kannst.

Kommentar von helmutwk ,

Tschuldige, ich hatte nicht aufgepasst, gemeint war die Logik in der Antwort, aber die war ja nicht von dir ...

Kommentar von BlackMavis ,

1. Es gibt keine "guten" oder "schlechten" Religionen, es kommt immer auf die Auslebung der Religion an (wenn niemand anders zu Schaden kommt, ist es mir egal, welche Religion jemand besitzt, problematisch wird es nur wenn derjenige sich gezwungen sieht anderen Schaden zuzufügen um seinen Glauben zu verbreiten -> IS,...)

2. Ist doch klar, dass eine Religion zum Krieg führt, wenn sie sich ausbreiten will... Wenn sie sich selbst als einzig richtige sieht, müssen aus ihrer Sicht die anderen Religionen ausgelöscht werden, da sie "gottesunwürdig" sind. Dementsprechend führt das zum Krieg (Kreuzzüge, IS).

3. Damit, dass Atheisten ihre Lebensweise teilweise als einzig richtige Weltanschauung sehen hast du schon recht... grundlegender Unterschied zu den Religionen ist aber, dass sie keinen "Auftrag von Gott" besitzen, ihre Anschauung zu verbreiten, und die anderen Weltanschauungen keine Gefahr für sie darstellen und sie sie deshalb nicht auslöschen müssen.

4. Ich will keinesfalls sagen, dass es schlecht ist religiös zu sein ;) Allerdings neigen viele dazu fanatistisch zu werden und keine anderen Religionen mehr neben sich zu tolerieren. Deswegen stimme ich dem Dalai Lama vollkommen zu (übrigens empfehlenswertes Buch von ihm), dass wir eine säkulare Ethik neben den Religionen brauchen...

Kommentar von helmutwk ,

Es gibt keine "guten" oder "schlechten" Religionen, es kommt immer auf die Auslebung der Religion an

Nur gibt es meist einen Zusammenhang zwischen dem Inhalt einer Religion und dem Ausleben. Und mensch kann dann relevante inhaltliche Unterschiede, die zu positiven oder negativen Verhalten führen, auch benutzen, um Religionen unterschiedlich zu bewerten.

Ist doch klar, dass eine Religion zum Krieg führt, wenn sie sich ausbreiten will

Da steckt aber ein Gewaltiger Denkfehler drin. Eine Religion kann sich auch gewaltlos ausbreiten, durch Überzeugung.

Im Tran sind beispielsweise geschätzt 70% aller Christen ehemalige Muslime, und das, obwohl die islamische Republik den Abfall vom Islam unter Strafe stellt.

Wenn sie sich selbst als einzig richtige sieht, müssen aus ihrer Sicht die anderen Religionen ausgelöscht werden,

Um mal beim Christentum zu bleiben: die Bibel spricht gerade nicht davon, dass andere Religionen beseitigt werden sollen. Vielmehr hat Jesus gesagt, dass seine Anhänger verfolgt werden ("ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringe, als das Schwert"), und auch da sollen seine Anhänger sich nicht rächen, sondern ihre Verfolger lieben und für sie beten ...

Der "Endsieg" des Christentums ist laut Bibel je gerade nicht, dass die anderen Religionen hier verschwinden, sondern dass Jesus zurückko9mmt und den Weltherrscher (das "Tier" in Of 13, oft nicht ganz korrekt als "Antichrist" bezeichnet), der die Christen blutig verfolgt, besiegt.

Und deshalb gibt es Kirchen, die Gewalt, Zwangsmission etc. konsequent ablehnen, beispielsweise die im 16. Jh. entstandene Kirche der Mennoniten.

grundlegender Unterschied zu den Religionen ist aber, dass sie keinen "Auftrag von Gott" besitzen, ihre Anschauung zu verbreiten,

Ob jemand seine Meinung mit Gewalt durchsetzt, weil er dafür einen göttlichen Auftrag zu haben glaubt, oder weil er schlicht der Meinung ist, dass sie wissenschaftlich bewiesen und wahr ist, dürfte den Opfern ziemlich egal sein.

Und offen gestanden: jemand, der als Durchsetzung von Ideen nur Gewalt kennt, so wie du offenbar (oder warum unterstellst du, dass Religionen nur diese Weise der Ausbreitung kennen?), macht mir Angst. Wie wirst du mit Menschen umgehen, die etwas denken, das du für absolut falsch hältst?

Deswegen stimme ich dem Dalai Lama vollkommen zu (übrigens
empfehlenswertes Buch von ihm), dass wir eine säkulare Ethik neben den Religionen brauchen...

Reicht denn die Ethik der Bergpredigt nicht aus? Anders gefragt: braucht wirklich jede Religion eine säkulare Ethik?

Natürlich kann mensch sich darüber unterhalten, ob bestimmte christliche Gruppen mehr als nur eine Aufforderung brauchen, sich doch an die eigenen Regeln zu halten, schließlich ist die Ethik der Bergpredigt nicht geeignet, um ein Land zu regieren, und je nachdem, was daraus gefolgert wird, gibt es da auch problematische "christliche" Ethiken.

Antwort
von nowka20, 8

moral als der "innere neinsager" kann die menschen vom bösen abhalten, ujnd das ist ja auch die aufgabe aller religionen

Antwort
von Gerhardraet, 22

Religion ist keineswegs notwendig, damit Menschen "moralisch" handeln. Oft ist das Gegenteil der Fall: Unmoralität wird religiös gerechtfertigt. Z.B. wenn man Frauen zur Ganzkörperverhüllung zwingt und sie evtl. einem Vormund unterwirft. Oder, indem man barbarische Körperverletzung bei Kindern an den Sexualorganen religiös begründet.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank :) aber das zeigt ja das Religion unter anderem die Moral der Menschen prägt egal ob jetzt im gutem oder Bösem Sinne 😁

Kommentar von Gerhardraet ,

Moralisches Handeln kann man übersetzen mit: "Man verhält sich so und so, damit in einer Menschengemeinschaft die Konflikte kleingehalten werden und Menschenrecht geachtet wird."

Das moralische Handeln ist in Deutschland weitestgehend schon in Gesetze gegossen sodaß Religionen nicht nur überflüssig sind sondern massiver Konfliktherd.

Antwort
von pikachulovesbvb, 41

Zunächst allgemeine Definition:

Moral:

aus kultureller und religiöser Erfahrung gebildetes Regel-, Normen- und Wertesystem, das in einer Gesellschaft als Verhaltensmaßstab betrachtet wird.

-Ich finde der Definition ist nichts mehr hinzuzufügen. Für mich sind es gesetzesunabhängige Gesellschaftliche Regeln/Verhaltensweisen in besonderen Bezug auf sich selbst positiv einbringen in eine Sache.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank für die gute Definition, die ich wohl so unter meinen GFS Punkt Definition so übernehmen werde 👌👍

Antwort
von KaffePrinz, 29

religion ist ein weg- richtungsweiser. was menschen daraus machen ist sehr interpretationslastig. unabhängig der konfessionszugehörigkeit..

oftmals entsteht daraus eine recht fragwürdige moral, denn das wichtigste einer jeden konfession bleibt dabei oftmals auf der strecke....die toleranz und akzeptanz anders denkender..

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank 👍

Kommentar von KaffePrinz ,

gerne..

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