Frage von DieDaLinksOben, 349

Was ist eure Meinung dazu, dass man in der USA bis zur 24 SSW Abtreiben darf?

Findet ihr die Zahl ist nicht zu hoch um so spät noch abzutreiben, ohne spezielle Umstände, wie eine potenzielle Behinderung des Kindes. In Deutschland ist es ja bis zur 14 SSW noch "gestattet", weil sich das Gehir erst dann entwickelt. Tendenziell bin ich gegen Abtreibung eines Kindes. Wollte die Meinung von einigen Personen sammeln.

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 92
In Ordnung.

Ich finde diese Grenze medizinisch vertretbar.

Vor der 24. SSW besteht bei einem Fötus / einem Embryo keine Schmerzwahrnehmung, kein Bewusstsein und erst Recht kein Selbstbewusstsein - damit ist für mich ein Schwangerschaftsabbruch bis zur Entwicklung dieser neuronalen Funktionen in Ordnung.

Die deutsche Grenze ist relativ willkürlich gewählt - diese Grenze würde medizinisch Sinn machen, da sie das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch mit der [vor der 24. SSW fehlenden] Fähigkeit des Fötus zum Schmerzempfinden verknüpft.

Was wichtiger ist, ist dass in Deutschland endlich eine richtige Fristenregelung eingeführt wird (egal ob 14. SSW oder 24. SSW) und dieser Unsinn mit dieser verkappten de-facto-Fristenregelung endlich erneuert wird.

Tendenziell bin ich gegen Abtreibung eines Kindes

Ein Kind kannst du nicht abtreiben, denn das ist schon geboren.

Um die Diskussion nicht emotional zu machen, ist es hier besser, von Embryonen oder Föten zu sprechen, was den korrekten Begriff darstellt.

Lg

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Auch deutsche Frauen können nach einer Schwangerschaftskonfliktberatung bei einer anerkannten Organisation wie Pro Familia einen Abbruch bis zur 24. SSW in den Niederlanden vornehmen lassen.

In Großbritannien ist ein Abbruch soweit ich weiß noch länger, nämlich bis zur 26. SSW möglich (obwohl ich mir da nicht ganz sicher bin)

Es ist eine Schande, dass deutsche Frauen hier auf solche Angebote ausweichen müssen.. eine vernünftige Regelung wäre deutlich sinnvoller :)

Kommentar von BellaBoo ,

Komisch das Ärzte von einer Schmerzwahrnehmung ab der 17 SSW. ausgehen (ich verwende den Begriff richtig). Und einem Fötus das Recht auf ein Selbstbewusstsein abzusprechen ist das Allerletzte, woher willst du wissen, ob das ungeborene Kind sich nicht seiner Existenz bewusst ist ?

Und ein SSW-Abbruch ist ein emotionaler Prozess, da helfen auch die netten Begriffe Fötus oder Embryo nichts. Ich finde diese kalte, unemotionale Herangehensweise falsch, sowas verwendet man nur um sich selbst Abstand zu schaffen und es sich einfacher zu machen, das Leben eines ungeborenen Kindes zu nehmen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Nein, laut aktueller Studienlage ist das nicht der Fall.

Da du mir anscheinend nicht glauben schenkst, hier mal eine Metastudie, die meine Aussagen voll und ganz bestätigt:

FINDINGS:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility. It is not possible for a fetus to perceive pain before 24 weeks' gestation. Misinformation on abortion is widespread. Literature and websites are cited to demonstrate how data have been manipulated and misquoted or just ignored. Citation of non-peer reviewed articles is also common. Mandates insisting on provision of inaccurate information in some US State laws are presented. Attention is drawn to how women can be misled by Crisis Pregnancy Centres.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

Kommentar von CalicoSkies ,

Und hier nochmal:

Evidence Synthesis Pain perception requires conscious recognition or awareness of a noxious stimulus. Neither withdrawal reflexes nor hormonal stress responses to invasive procedures prove the existence of fetal pain, because they can be elicited by nonpainful stimuli and occur without conscious cortical processing. Fetal awareness of noxious stimuli requires functional thalamocortical connections. Thalamocortical fibers begin appearing between 23 to 30 weeks’ gestational age, while electroencephalography suggests the capacity for functional pain perception in preterm neonates probably does not exist before 29 or 30 weeks.

http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=201429

Die Aussage mit der 17. SSW ist medizinisch inkorrekt.

Kommentar von CalicoSkies ,

woher willst du wissen, ob das ungeborene Kind sich nicht seiner Existenz bewusst ist ?

Weil die nötigen neuronalen Anlagen dazu fehlen.

und es sich einfacher zu machen, das Leben eines ungeborenen Kindes zu nehmen

Wie bereits gesagt: Ein Embryo ist ein Embryo, ein Fötus ist ein Fötus und ein Kind ist ein geborenes Kind.

Hier von "Kindern" oder "Babies" zu sprechen (statt vom korrekten Terminus) soll die Diskussion nur emotional machen, um eine Haltung gegen Schwangerschaftsabbrüche zu erzeugen.

Diesbezüglich wäre auch interessant, dass ein Schwangerschaftsabbruch von den psychischen Komplikationen her deutlich harmloser als eine Geburt ist (siehe die von mir verlinkte Metaanalyse)

Antwort
von Tragosso, 49
In Ordnung.

Die Frau sollte über ihren Körper zu jedem Zeitpunkt selbst bestimmen dürfen. Auch, wenn ich natürlich immer dafür bin, so früh wie möglich abzutreiben statt es so lange hinauszuzögern.

Antwort
von Waldfrosch5, 71
In Ordnung.

Es sollte das Recht einer jeden Frau sein über ihren Körper zu bestimmen .

Antwort
von loema, 121

Das muss jeder selbst entscheiden.
Zu spät.....ist ansichtssache und die Maximalgrenze sagt ja nix aus über die Anzahl der Frauen, die diesen Zeitraum voll ausschöpfen.
Früher geht ja auch.

Antwort
von crazyElfe, 153

Ich finde es auch nicht schön, aber es gibt immer Fälle wo es einfach besser ist und bevor man sein Kind am ende schlägt oder sogar tötet, ist das die bessere Wahl. Persönlich finde ich die Regelung in Deutschland gut. Und unter uns die meisten Amerikaner haben eh was am seier mit denen ihren ganzen komischen Gesetzen.

Antwort
von minime6114, 174

Naja Schmerz empfindet das Baby erst ab dem 7. Monat wurde mir hier gesagt (hatte danach gefragt). Jedoch bin ich nicht gänzlich gegen eine Abtreibung, sei es in der 14. oder 24. Woche. Denn wenn das Kind behindert werden würde, ist das eine große Belastung für die Angehörigen. (Ich spreche aus Erfahrung). Und in meinem Fall; ich habe eine gesunde Tochter mit 19 bekommen, aber ein 2. kommt nicht in Frage. Denn dann stünde mein Leben auf dem Spiel. Und ich möchte mein Leben nicht für ein anderes eintauschen.
Letztendlich denke ich: jedem das seine. Es gibt gute und schlechte Gründe bei einer Abtreibung, aber es bleiben Gründe.

Kommentar von BellaBoo ,

Ärzte gehen davon aus das Babys ab der 22. Woche Schmerzen empfinden können. Ab der 17 Woche ist der Tastsinn schließlich auch voll entwickelt, ebenso der Gleichgewichtssinn.

Kommentar von minime6114 ,

Wow das wusste ich nicht. Naja ist ja auch nur ein Laien Forum. Wenn man was wirklich wissen will, sollte man recherchieren. Danke für die Korrektur :)

Kommentar von CalicoSkies ,

BellaBoo hat Unrecht bezüglich des Schmerzempfindens.

Du hattest mit deiner Aussage Recht, minime6114. :)

Eine große Metaanalyse kam genau zu diesem Schluss, den du in deinem Beitrag darstellst:

FINDINGS:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility. It is not possible for a fetus to perceive pain before 24 weeks' gestation. Misinformation on abortion is widespread. Literature and websites are cited to demonstrate how data have been manipulated and misquoted or just ignored. Citation of non-peer reviewed articles is also common. Mandates insisting on provision of inaccurate information in some US State laws are presented. Attention is drawn to how women can be misled by Crisis Pregnancy Centres.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

24 weeks gestational age bedeutet, dass es sich um die 26. SSW handelt - vorher ist ein Schmerzempfinden aufgrund fehlender neuronaler Anlagen schlichtweg unmöglich.

Die Zahl mit 17. SSW ist falsch, auch wenn ich keine AHnung habe, woher BellaBoo sie hat...

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Es spielt beim Thema  Abtreibung überhaupt keine Rolle ob ein Kind schon Schmerzfähig ist  oder nicht .

Es steht in der Bibel nicht ,du sollst keine Schmerzempfindlichen Wesen morden sondern ,eben einfach : Du sollst nicht töten !

Alles unwichtig aber eine gut funktionierendes  Peseudo Argument auf das die meisten    reinfallen die keine  wirkliche  Ahnung vom Thema haben .

Kommentar von minime6114 ,

Wenn das so ist, wendet sich das Blatt natürlich! Dann finde ich Abtreibung ab der 24. Woche grausam.

Kommentar von BellaBoo ,

Kein Problem, ich wusste das auch lange nicht. Mittlerweile begleite ich Paare beim Kinderwunsch...und hab da eine Menge gelernt, wovon ich vorher nichts wusste. Früher ist man sogar davon ausgegangen, das das Kind bis nach der Geburt garnichts spürt. Dabei reagieren Babys im Mutterleib ja auch darauf, wie es der Mutter psychisch geht. Depressionen in der SSw können zu Untergewicht und Schreibabys führen...die kriegen wirklich weit mehr mit, als man denkt.

Kommentar von minime6114 ,

Das auf jeden Fall! Wir hatten damals in der Schule im Fach Philosophie ein interessantes Thema. ,,Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?" Ab der Befruchtung der Eizelle oder erst ab der Geburt oder wann dazwischen?! Eine Antwort gibt es dafür wohl nicht :)

Kommentar von carn112004 ,

",,Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?" Ab der Befruchtung der Eizelle oder erst ab der Geburt oder wann dazwischen?! Eine Antwort gibt es dafür wohl nicht :)"

Ich finde die Frage auch spannend, meiner Vermutung nach ließe sich aber relativ schnell eine Antwort finden, wenn folgendes eingehalten würde:

Sobald irgendein Diskussionsteilnehmer irgendeinem lebenden Exemplar der Spezies Mensch abspricht ein Mensch zu sein, ist seine Meinung unerheblich und komplett zu ignorieren, es sei denn er kann darlegen, warum er selbst ein Mensch sein sollte und zwar vor allem warum er das ist, wenn die Kriterien zu Grunde gelegt werden, die er selbst angewandt hat.

Z.b. jemand sagt "Dies ist kein Mensch, weil eine es kein Ich-Bewusstsein hat."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass er selbst überhaupt ein Ich-Bewusstsein hat.

Z.b. jemand sagt: "Dies ist kein Mensch, weil es keine politische Mehrheit dafür gibt."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass irgendeine politische Mehrheit ihm irgendwann direkt oder indirekt das Menschsein zuerkannt hat und dass dies die politische Mehrheit aktuell auch noch tun würde, was z.b. minimal heißt, dass eine Abstimmung unter allen Diskussionsteilnehmern außer ihm gemacht wird, ob ihm das Menschsein zugebilligt wird, und nur bei einer Mehrheit ist seine Meinung zu beachten.

Kommentar von CalicoSkies ,

Z.b. jemand sagt "Dies ist kein Mensch, weil eine es kein Ich-Bewusstsein hat."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass er selbst überhaupt ein Ich-Bewusstsein hat.

Sowas ist Schwachsinn.

Aufgrund meines Gehirns lässt sich ohne Weiteres ablesen, dass ich potentiell dazu fähig bin, mir selbst bewusst zu sein - dazu braucht es kein esoterisch-philosophisches Gedeute.

Bei einem Embryo / einem Fötus lässt sich ganz klar nachweisen, dass dies nicht der Fall ist - aufgrund fehlender neuronaler Anlagen.

Das Ich-Bewusstsein ist aber ein schlechter INdikator, da es nämlich bei Kleinkindern erst ab dem 2. oder 3. Lebensjahr auftritt - was man widerum durch die anatomische Struktur des Gehirns nachweisen könnte.

Sobald irgendein Diskussionsteilnehmer irgendeinem lebenden Exemplar der Spezies Mensch abspricht ein Mensch zu sein, ist seine Meinung unerheblich und komplett zu ignorieren, es sei denn er kann darlegen, warum er selbst ein Mensch sein sollte und zwar vor allem warum er das ist, wenn die Kriterien zu Grunde gelegt werden, die er selbst angewandt hat.

Auch das ist falsch.

Wir könnten einfach biologisch / medizinisch einen "Mensch" schlichtweg so klassifizieren, dass ein Fötus mit Vollendung der Geburt ein Mensch wird; ansonsten nicht... das wäre ohne Probleme möglich.

Du baust falsche Schlussfolgerungen auf falsche Ausgangsthesen auf.

(Und nein, dein Spezies-Argument kannst du stecken lassen ;) )

Kommentar von carn112004 ,

Was soll daran falsch sein zu verlangen, dass der der gewisse Kriterien hinsichtlich Menschsein aufstellt, diese auch bitte selber erfüllen sollte?

Ich finde es ziemlich verlogen, irgendwelche Anforderungen festzulegen ohne bereit zu sein, wenigstens zu klären, ob man sie selber erfüllt. Und das gilt nicht nur beim Menschsein, sondern bei so ziemlich allem anderen, wo man Kriterien festlegt, um jemanden/etwas auszuschließen.

"Wir könnten einfach biologisch / medizinisch einen "Mensch" schlichtweg so klassifizieren, dass ein Fötus mit Vollendung der Geburt ein Mensch wird; ansonsten nicht..."

Was an Frühgeburten ersichtlich logischer Unfug ist; ein im 7. Monat geborenes Frühchen ist weniger entwickelt als ein ungeborenes im 9. Monat; die Festlegung erstes sei Mensch und zweiteres nicht, ist reine Willkür.

Abgesehen davon könnten wir medizinisch einen "Mensch" schlichtweg so klassifizieren, dass ein Fötus mit Vollendung der Geburt ein Mensch wird und zwar solange bis er/sie sich einen Account mit dem Namen "CalikoSkies" in einem Internetforum holt. Wenn noch nicht geboren oder wenn ein Account mit dem Namen "CalikoSkies" besteht, ist es dann ein Nichtmensch. Ist auch nicht mehr oder weniger willkürlich.

Kommentar von CalicoSkies ,

Was an Frühgeburten ersichtlich logischer Unfug ist; ein im 7. Monat geborenes Frühchen ist weniger entwickelt als ein ungeborenes im 9. Monat; die Festlegung erstes sei Mensch und zweiteres nicht, ist reine Willkür.

Deswegen plädiere ich für die Festlegung anhand der Fähigkeit, Schmerzen zu empfinden als Grenze für Schwangerschaftsabbrüche - das würde nämlich die Willkürlichkeit enden lassen.

Zum "Mensch sein" gehört allerdings mehr - und dazu gehört es auch, geboren zu werden (egal ob natürlich oder per OP oder sonstwie)

Daher wäre ein Frühchen ein Mensch, wenn es geboren ist - ein Fötus aber im 9. Monat nicht.

Ich finde es ziemlich verlogen, irgendwelche Anforderungen festzulegen ohne bereit zu sein, wenigstens zu klären, ob man sie selber erfüllt. Und das gilt nicht nur beim Menschsein, sondern bei so ziemlich allem anderen, wo man Kriterien festlegt, um jemanden/etwas auszuschließen.

Ich bin mir ziemlich sicher, geboren zu sein. :3

Es ist auch ohne weiteres nachweisbar, dass mein Gehirn die Fähigkeit zu Selbstbewusstsein besitzt (und ich schreibe mit Absicht "Fähigkeit besitzt", nicht "ich habe", da man sonst Euthanasie an Alzheimer-Patienten o.Ä. so rechtfertigen könnte)

Welche Anforderungen erfülle ich denn nicht?

und zwar solange bis er/sie sich einen Account mit dem Namen "CalikoSkies" in einem Internetforum holt.

Mal abgesehen davon, dass du meinen Namen anscheinend nicht richtig schreiben kannst, ist das wieder völliger Schwachsinn xD

Theoretisch könntest du es so festlegen (allerdings mit einer neuen Verfassung, da es verfassungswidrig wäre, mir mein "Menschsein" abzusprechen), aber was ist wohl wahrscheinlicher - mein Vorschlag oder dein sinnentfernter Vorschlag (der wohl lustig sein sollte?)? :3

Ist auch nicht mehr oder weniger willkürlich.

Die Geburt ist eine sehr deutliche Grenze zur Menschwerdung, daher finde ich das nicht willkürlich.

Ansonsten müsste man wirklich neuronale Eigenschaften nehmen - eben die Fähigkeit zu Selbstbewusstsein (wobei dann alle Kinder unter 3 Jahren keine Menschen waren) oder die Fähigkeit, Schmerzen zu empfinden (ab der 26. - 28. SSW), wobei das wieder zu anderen Problemen führt (da dann ein Abbruch nach dieser Zeit auch als Mord oder Totschlag strafbar sein müsste, da es sich ja dann um einen Menschen handelt)

Daher finde ich die Geburt als Grenze ideal - haben wir ja im Strafrecht schon, wie du nett erkannt hast - deswegen auch der Geltungsbereich von §218 und §218a bis zum Einsatz der Geburtswehen.

Kommentar von carn112004 ,

"Deswegen plädiere ich für die Festlegung anhand der Fähigkeit, Schmerzen zu empfinden als Grenze für Schwangerschaftsabbrüche"

"Daher wäre ein Frühchen ein Mensch, wenn es geboren ist - ein Fötus aber im 9. Monat nicht."

Wenn ich das richtig verstanden habe, wärst du für ein Abtreibungsverbot (bzw. danach nur noch mit entsprechender Indikation, aber lassen wir das mal) ab der 24. SSW aber nicht aus dem Grund heraus, dass dabei ein Mensch stirbt, sondern da ein Nichtmensch Schmerzen empfindet.

Womit du dafür wärst, einer Frau für bis zu 3 Monate die Verfügungsgewalt über ihren eigenen Körper ziemlich einzuschränken, weil die Interessen eines Nichtmenschen vorgehen.

Finde das etwas seltsam; denn auch wenn ich wohl als Pro-Leben zu gelten hätte, ist mir schon klar, dass ein "du hast jetzt die nächsten 9 Monate deine Gebärmutter zum Wohle dieses kleinen Menschleins zur Verfügung zu stellen, ob du willst oder nicht" wenigstens sehr unfreundlich wirken kann und von den Grundrechten der Frau her zumindest sorgfältig auf Zulässigkeit zu prüfen wäre.

Aber bei einem "du hast jetzt die nächsten 3 Monate deine Gebärmutter zum Wohle dieses Nichtmenschen zur Verfügung zu stellen, ob du willst oder nicht" kann man sich die sorgfältige Prüfung sparen, denn sowas geht gar nicht, in die unmittelbare Selbstbestimmung über den eigenen Körper darf der Staat nur reinpfuschen, wenns um was wichtiges geht; und Nichtmenschen sind nun mal nicht wichtig.

Wie soll es gerechtfertigt sein, Frauen - wenn auch nur für 3 Monate - die Freiheit in diesem Maße abzusprechen, um einen Nichtmenschen zu schützen?

"Ich bin mir ziemlich sicher, geboren zu sein. :3"

Weshalb ich dieses Kriterium nicht in als Beispiel genannt habe.

"Es ist auch ohne weiteres nachweisbar, dass mein Gehirn die Fähigkeit zu Selbstbewusstsein besitzt" 

Aha, wie macht man das denn?

Der Selbstbewusstseinstest mit dem Fleck auf der Stirn und dem Spiegel testet nicht das Vorhandensein eines Ich-Bewusstsein, sondern testet, ob im Spiegel ein Fleck auf der Stirn richtig zur eigenen Stirn zugeordnet wird; daraus folgert man dann, dass das Wesen Ich-bewusstsein hat.

Aber im Grunde genommen, weiß man gar nicht, was dieses Ich-Bewusstsein eigentlich ist, folglich ist das nur eine Vermutung, dass dieser Test es erfasst.

"Theoretisch könntest du es so festlegen (allerdings mit einer
neuen Verfassung, da es verfassungswidrig wäre, mir mein "Menschsein"
abzusprechen), aber was ist wohl wahrscheinlicher - mein Vorschlag oder dein sinnentfernter Vorschlag (der wohl lustig sein sollte?)? :3"

Genau aus dieser theoretischen Möglichkeit ergibt sich aber das grundlegende Problem:

Das einzige, was dann zwischen einer völlig tyrannischen und willkürlichen Festlegung und dern rechtlicher GÜLTIGKEIT von Menschsein und Nichtmenschsein stände, wäre eben dass die Mehrheit diese tyrannische Festlegung aktuell nicht unterstützt. Täte sie es aber eines Tages oder unterstützt sie eines Tages andere willkürliche Festlegungen (z.b. Wesen mit accountnamen "carn112004" sind keine Menschen), dann wären die sich daraus ergebende Konsequenzen (also z.b. dass man diese carn112004-Nichtmenschen um die Ecke bringen darf, da Nichtmenschen) VOLLKOMMEN RECHTENS. Und selbst wenn eines Tages dann die Mehrheit doch wieder anders entscheidet und gnädig den carn112004-Nichtmenschen wieder das Menschsein gewährt, wären die früheren Taten immer noch rechtens (da nach damaligen Gesetz zulässig).

Und da gibt es in D eben eine gewisse Präzedenz, die knapp formuliert bekannt ist unter: "Nie wieder."

Nicht nur "Nie wieder.", dass nicht gleiches nochmal geschieht; sondern dieses "Nie wieder." beinhaltet auch ein "Niemals soll es rechtens sein, weder in Vergangenheit noch in Zukunft" (ersteres wichtig, da man sonst die ganzen Naziverbrecher praktisch nicht hätte verurteilen können) und das ganze wurde philosophisch nur dadurch verankert und untermauert, dass es etwas gäbe, die sogenannte Menschenwürde, die vollständig dem staatlichen Zugriff entzogen ist, die allen zusteht und die niemals aberkannt werden kann, auch wenn König, Präsident, Kanzler, Parlament und/oder Mehrheit das so will.

Wenn aber die Mehrheit völlig willkürlich das Menschsein zu oder aberkennen kann, ist das aber genau nicht mehr der Fall, denn wer kein Mensch ist, der hat natürlich auch keine Menschenwürde, womit es diesen dem staatlichen Zugriff entzogenen rechtlich-philosophischen Bereich nicht mehr gäbe.

Somit widerspricht das Zubilligen alleine der theoretischen Möglichkeit, dass per Mehrheitsentscheid das Menschsein zu- oder aberkannt wird, dem sozusagen Gründungsgedanken bzw. Gründungsmythos der BRD und dem Kern von Art. 1 GG.

Kommentar von minime6114 ,

Interessante Sichtweise. Heißt also, wenn besagte politische Mehrheit sagt: ,,Ein Mensch ist ein Mensch, sobald die Eizelle befruchtet ist." - dann ist das so?

Kommentar von CalicoSkies ,

Wenn das Ganze rechtlich verankert werden würde (auf irgendeine Art und Weise), wäre es geltendes Recht, an was man sich halten müsste.

Die Frage ist eher, wie man so etwas rechtlich verankern sollte...

Kommentar von carn112004 ,

Z.b. kann sowas passieren, indem das Bundesverfassungsgericht zu dem Schluss gelangt, dass ungeborene ab Nidation die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG haben.

Aber ich glaube dir wäre sowas eh wurscht, also scheint dich die Frage, wie so etwas rechtlich sich ergeben kann, überhaupt nicht zu interessieren.

Kommentar von CalicoSkies ,

Z.b. kann sowas passieren, indem das Bundesverfassungsgericht zu dem Schluss gelangt, dass ungeborene ab Nidation die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG haben.

Was auch nicht vollständig sicher ist, da sich die Haltung des Bundesverfassungsgericht ändert (und sich auch der vorliegenden aktuellen Meinung anpasst)

Das BVerfG kam ja in den 50er und 60er Jahren zu "Schlüssen", die einem heutzutage die Nackenhaare hochstehen lassen...

Interessehalber: Was wäre mit einer Änderung des Grundgesetzes (falls die nötige politische Mehrheit dafür da wäre), wo ein Artikel mit einer solchen Definition ("Menschsein beginnt mit der Vollendung der Geburt") o.ä. in Juristensprech hinzugefügt wird?

Kommentar von carn112004 ,

Da wie in einem anderen Kommentar oben beschrieben auch eine politische Mehrheit in D keine Befugnis hat, Menschsein zu oder abzuerkennen, würde irgendwer garantiert beim Bundesverfassungsgericht klagen.

Was mir dann an plausiblen Ausgängen einfällt wäre:

die könnten die Grundgesetzänderung mit eben der Begründung, dass Menschsein nicht zuerkannt oder aberkannt werden darf, und Verweis auf Schwangerschaftsabbruch II (was es zumindest fraglich macht, ob ungeborene Nichtmenschen sind) verwerfen; oder

sie würden die Grundgesetzänderung deshalb für zulässig befinden, da es quasi schon "immer" so war, also dass schon immer das Menschsein erst mit der Geburt begonnen hat und es halt nur jetzt erst festgeschrieben wird; damit würden sie auch das Prinzip wahren, dass der Staat auf den Kern des Menschseins keinen Zugriff hat; dabei wären aber die Schwierigkeiten zu überwinden, wie dann Schwangerschaftsabbruch I und vor allem II einzuordnen und argumentativ "aus dem Weg zu räumen" wären, ob nicht unmittelbar jegliche Einschränkung des Schwangerschaftsabbruchs abzuschaffen wären und wie das damit vereinbar ist, dass es schon mit Beginn der Geburt Mord und Totschlag sein kann, wenn es doch erst mit Geburtsende ein Mensch ist; juristisch das sauber hinzukriegen wäre eine ziemliche Herausforderung

sie legen den "Gründungsmythos" der BRD ad acta und entscheiden, dass solche Fragen mit 2/3 Mehrheit entschieden werden dürfen

Bei momentaner juristischer "Stimmung" würde ich auf das erste Ergebnis tippen; aber wenns mal eine 2/3 Mehrheit für sowas gäbe, dann wäre die juristische "Stimmung" wohl auch eine andere.

Letzteres ist meiner Ansicht nach übrigens äquivalent mit Abschaffung der BRD und Neugründung eines neuen Staates, der halt lediglich den Namen weiterführt. Und vermurkst man die Begründung bei zweitem ganz grob, dann ist das quasi auch das Ergebnis.

Kommentar von carn112004 ,

Noch ergänzend, dass die quasi Aufhebung eines BVerfG-Urteils (was eine Festlegung Mensch erst ab Ende Geburtswehen in Bezug auf Schwangerschaftsabbruch II quais sein könnte) durch eine Mehrheit als äußerst heikel angesehen wird, kennst du wohl selber vom Thema § 175 StGB:

http://www.blu.fm/aktuell/175-gutachten-fordert-rehabilitation-opfer-georg-haerp...

Es würde zwar heute wohl kein einziger der Abgeordneten mehr für einen § 175 in der Fassung von 1957 stimmen. Dennoch findet sich momentan noch keine Mehrheit die Urteile rückwirkend aufzuheben, denn das damalige BVerfG befand den 175 für zulässig und:

"mit der Begründung ab, dass die Verurteilungen nach den Paragrafen 175
und 175 a StGB vom Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil aus dem Jahre
1957 gebilligt worden seien. Der Gesetzgeber dürfe keine
rechtskräftigen Urteile aufheben, das verstoße gegen den Grundsatz der
Gewaltenteilung, Artikel 20 und 92 des Grundgesetzes."

Und dabei geht es um etwas, was wohl ziemlich unemotinal gesehen würde, selbst der BVerfG-Präsident hat mal signalisiert, dass das doch in Ordnung gehen würde. Ferner hat das damalige BVerfG die Vereinbarkeit von 175 mit der Menschenwürde nicht geprüft, womit man sagen könnte, das war quasi ein Fehler, also heben wir es auf und bei Fehlurteilen geht das in Ordnung.

Also obwohl es man juristisch wohl hinhauen könnte, tut man sich schwer damit, weil nun mal Mehrheiten nicht einfach Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht machen können.

Wenns um das Menschsein geht und somit um den Kern der Menschenwürde, kann man davon ausgehen, dass auch noch in 80 Jahren bei Einbringung eines solchen Vorschlags in den BT (sofern es die BRD da halt noch gibt) irgendwer sich räuspern wird und sagen wird:"Tschuldigung, wir dürfen das nicht beschließen, denn vor 100 Jahren hat das BVerfG entschieden, blabla, und deshalb, blabla" und dann alle erstmal sehr unsicher sein werden, wie das ganze doch umgesetzt werden könnte.

Kommentar von minime6114 ,

Jetzt hab ich hier aber eine Diskussion ins Rollen gebracht. Gefällt mir :) so ähnlich verlief sie auch in der Schule :)

Kommentar von CalicoSkies ,

Bei uns wurde das in Philosophie irgendwann von der Lehrerin abgebrochen, weil sie zu heiß hin und herging :D

Ist haltn polarisierendes Thema :)

Antwort
von Mewchen, 90
50/50

Theoretisch bin ich bis 19./20. Woche nicht gegen eine Abtreibung. Aber die 24.? Kann mir keiner erzählen, dass man bis dato nicht gemerkt hat, dass irgendwas nicht stimmt. Sollte jedoch bei dem Kind eine Behinderung nachgewiesen werden, könnte ich es noch nachvollziehen, nicht gutheißen, aber eben verstehen. 

Antwort
von Knutschpalme, 122
50/50

Ich persönlich finde die deutsche Obergrenze auch besser, wenn ich mir überlege, wie so ein 24 Wochen altes Baby aussieht...

Auf der anderen Seite ist es für die Mütter so wahrscheinlich einfacher.

Antwort
von irgendeineF, 135
In Ordnung.

für mich macht es keinen unterschied ob 12. oder 24. woche

Kommentar von BellaBoo ,

Dann hast du keine Ahnung von der Entwicklung eines Babys im Mutterleib. Es gibt Kinder, die da schon lebensfähig sind.

Kommentar von irgendeineF ,

das hab ich auch nicht behauptet ;) es wurde nach persönlicher meinung gefragt, also kein grund andere anzugreifen

Kommentar von BellaBoo ,

Ich habe dich nicht angegriffen, ich habe meine Meinung zu deiner Antwort abgegeben.

Und ich finde, man sollte wissen, worum es geht, bevor man sich eine Meinung bildet.

Kommentar von irgendeineF ,

ich empfinde es als angriff, wenn du mir unterstellst, ich hätte keine ahnung. denn das ist nicht so. trotzdem habe ich eine meinung dazu, die eben anders ist als deine. akzeptier es.

Kommentar von BellaBoo ,

Du hast selbst oben gesagt, das du es nicht weisst.

Ich habe geschrieben... Dann hast du keine Ahnung...Reaktion von dir : habe ich auch nicht behauptet... denk mal über deine eigene Aussage nach !

Ich muss deine Meinung nicht akzeptieren (google mal Akzeptanz) ich kann sie höchstens tolerieren. Und ich habe das Recht, mich dagegen auszusprechen ! Dazu dient die Kommentarfunktion nämlich.

Kommentar von irgendeineF ,

du hast mir unterstellt, dass ich keine ahnung hab, obwohl du das nicht wissen kannst. ich habe dann gesagt, dass ich das auch nicht behauptet habe (du aber automatisch ohne grund davon ausgehst), aber ich habe nie gesagt, dass es auch so ist! das macht einen großen unterschied... over and out.

Kommentar von CalicoSkies ,

In der 24. SSW ist ein Fötus wohl in so gut wie jedem Fall nicht überlebensfähig.

Du scheinst 24. SSW mit der 24. Woche zu verwechseln (die die 26. SSW darstellen würde), aber auch da sind die Überlebenschancen äußerst gering...

Außerdem ist es hier falsch, von Kindern zu sprechen, da Kinder geboren sind - Föten nicht.

Kommentar von BellaBoo ,

Du kannst das hier kommentieren wie du willst, für mich ist es ein Kind, auch wenn es rechtlich so noch nicht genannt wird. Meine Kinder waren auch meine Kinder als sie noch in meinem Bauch waren, ich habe nie von Föten gesprochen. Das sind medizinische Begriffe um sich selbst einen Abstand dazu zu schaffen und es einfacher rechtfertigen zu können.

Die 24SSW bedeutet die 24 SSW, und nicht die 26. Du verwechselst hier die Begriffe, nicht ich. Macht man einen Tag nach dem NMT einen SST und der ist positiv, ist man 4SSW+1, auch wenn erst 2 Wochen vorher die Befruchtung stattgefunden hat. Wenn ich von der 24 SSW. spreche, dann meine ich auch diese, auch wenn es rein rechnerisch erst die 22. Woche wäre.

Und in unserer Klinik sind jetzt erst wieder 2 Frühchen in der 23 und 24. SSW geboren (somit 21 und 22. Woche...) und haben überlebt. Die Grenzen dazu sind mittlerweile weit runtergegangen, es gibt Kinder, die unter 600g waren und es geschafft haben.

Kommentar von CalicoSkies ,

Die Überlebenschancen eines Fötus in der 24. SSW liegen äußerst niedrig - je nach Studie innerhalb des unteren einstelligen Prozentbereichs.

Allerdings ändert auch die potentielle Überlebenschance eines Fötus nichts an der Tatsache, dass in England, Schweden und auch in der USA derartige Schwangerschaftsabbrüche uneingeschränkt erlaubt sind.

Wie ich dir ja bereites dargelegt habe, besteht hier weder ein Schmerzempfinden noch die neuronale Fähigkeit zum Bewusstsein... ich frage mich daher ernsthaft, wie man hier von einem "Kind" sprechen kann..

Solche Begriffe sollen meist nur die Diskussion emotional anheizen- allerdings muss man solche Entscheidungen (besonders wenn sie gesetzlich geregelt werden sollen) aus sachlichen, objektiven, nüchternen Gesichtspunkten heraus stellen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Das ist aber nicht relevant ob ein Kind lebensfähig ist oder nicht in einen gewissen Stadium .

Fakt ist ca :98 % aller abgetriebenen Kinder egal in welcher Woche ,wären Lebensfähig gewesen .

Ein Kind überhaupt im Mutterleib zu töten sollte einen Menschen empören ...

Kommentar von CalicoSkies ,

Auch hier nochmal: "Kinder" können nicht abgetrieben werden - da Embryonen und Föten keine Kinder sind.

Es geht daher in der Tat nicht um eine "Lebensfähigkeit" - es geht darum ,dass das Recht der Frau auf den eigenen Körper schwerer wiegt als das Recht eines Zellhaufens (sorry, dass ich das so klipp und klar sagen muss)

Die Entfernung eines Embryos durch eine medikamentöse Abtreibung ist unkompliziert und hat eine äußerst niedrige physische und auch psychische Komplikationsrate.

Antwort
von armeskaenguru, 99
In Ordnung.

Hallo

In England darf auch bis zur 24. Woche abgetrieben werden, in Holland bis zur 22. Woche.

Es gibt Frauen, die erst spät sich für eine Abtreibung entscheiden, z. B. in der 15. Woche. Einige merken es warum auch erst sehr spät, dass sie schwanger sind.

Die meisten Abtreibungen werden jedoch in den ersten 7 Wochen vorgenommen. Der Anteil derer, welche nach der 14. Woche abbrechen, ist eher gering.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von CalicoSkies ,

24. Woche bedeutet 26. SSW (seit der letzten Periode), habe ich das richtig verstanden?

Ich war mir nicht genau sicher mit der Aussage über England :)

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Also in England darf man bis zur 24. SSW abtreiben, nicht bis zur 26.

Eines wollte ich im Beitrag ja noch schreiben: ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig. Deshalb ist die Regel wohl so in den USA und England. Ab der 25. Woche wäre eine Frühgeburt lebensfähig, wobei die Lungen noch nicht voll entwickelt sind etc.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

Interessante Behauptung:

"ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig."

Was sind dann die Frühchen, die es in der 23. Woche dank geeigneter Hilfe schaffen? Sind die auch nicht lebensfähig? Wieso überleben sie dann?

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Nach mir vorliegenden Informationen ist ein Frühchen in der 23. Lebenswoche nicht lebensfähig. Erst ab der 25. Woche gelang es, Frühchen am Leben zu erhalten (mit Beatmung etc. und noch nicht klaren Auswirkungen wegen der Frühgeburt).

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/fruehgeburt-europas-juengstes-fr...

"Am Klinikum Fulda war am Mittwoch eine Frühgeburt nach der extrem kurzen Schwangerschaft von 21 Wochen und fünf Tagen gesund nach Hause  entlassen worden. Normal sind 40 Wochen Schwangerschaft. Die kleine Frieda wog bei der Geburt im November ganze 460 Gramm,"

Dem Wortlaut nach und dem Gewicht nach dürfte es sich tatsächlich um die 22. SSW gehandelt haben, also 2 Wochen vor der "offiziellen" Grenze der Lebensfähigkeit.

Das Kind ist inzwischen 5, ist geistig wohl in Ordnung, motorisch aber nicht sonderlich gut:

http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/europas-frueheste-fruehgeburt-f...

""Auch die Motorik ist bei Frieda nicht so geschmeidig. Wenn sie hüpft

oder rennt, sieht es etwas staksig aus. Und zum Fahrradfahren fehlt ihr

noch die Kraft. Dafür ist sie kognitiv sehr weit, hat eine gute

Auffassungsgabe." "

Wie kann ein nicht-lebensfähiger Fötus bereits ihren 5. Geburtstag hiner sich haben?

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Klar, die Medizin macht immer mehr Fortschritte. Zeigen wird sich vieles sicher auch erst in der Zukunft.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

Heißt das nun, dass die Aussage "ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig." aufgrund des medizinischen Fortschritts nicht mehr bzw. möglicherweise in Zukunft nicht mehr zutreffend ist?

Ist dann, wenn die Lebensfähigkeit sich auf vor 24 verschiebt, es ethisch eigentlich zwingend die Grenze in den USA nach unten anzupassen?

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Ich mache die Gesetze nicht. Aber man kann sich ja schon überlegen, ob man die Frist herabsetzt z. B. wie in Holland auf die 22. Woche. Weshalb eigentlich in den USA und England die Frist bei der 24. Woche liegt, ist mir nicht ganz klar, ich kenne mich da zuwenig aus. Fakt ist ja eh, dass nur wenige z. B. in der 23/24. Woche abtreiben. Ich habe noch etwas gegoogelt: die Überlebenschance eines Frühchens in der 23. Woche beträgt 53%, also rund die Hälfte überleben nicht. Bei 80% der Kinder wird im 6. Lebensjahr Schädigungen infolge der Frühgeburt nachgewiesen.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

Der Grund ist wohl:

"Weshalb eigentlich in den USA und England die Frist bei der 24. Woche liegt, ist mir nicht ganz klar, ich kenne mich da zuwenig aus."

dass bei dem das US-Recht bestimmenden Gerichtsurteil 1973 "Roe vs Wade" eben der medizinische Stand war, dass ein Überleben erst ab da möglich ist. 1992 bei "Planned Parenthood vs Casey" hat das Gericht zwar festgestellt, dass eine Verschiebung dieser Grenze durch medizinischen Fortschritt denkbar sei.

Aber die Verschiebung ist ja relativ wenig eindeutig (vielleicht 1 oder 2 Wochen in den letzten 40 Jahren) und gleichzeitig ist das Thema in den USA so umstritten, dass diese mögliche Verschiebung keine Berücksichtigung gefunden hat.

Ferner ist ein Teil von "Pro-Choice" in den USA auch mit der 24. Woche unglücklich und würde damit natürlich auch eine Verschiebung mit allen Mitteln bekämpfen.

Und umgekehrt will ein Teil von "Pro-Life" in den USA natürlich erheblich mehr als von 24. auf 23. oder 22. runterzugehen.

Womit da wohl absehbar sich nichts dran ändern wird, jedenfalls nichts in dem Sinne, dass eine Mehrheit sagt "Rechtlich ist die Grenze Lebensfähigkeit vorgegeben, die Lebensfähigkeit hat sich verschoben, also passen wir die Gesetze an."

Antwort
von Smexah, 108
Absolut nicht!

Es sollte eine Grenze geben, und 24 Woche heißt ja 6ter Monat oder so ... Frühchen aus dem 7ten haben schon überlebt, also mir ist das zu nah dranne...

Antwort
von Caila, 120

Im Grunde mag ich Abtreibung nicht. Kann aber verstehen wenn man es tut. zB weil das Kind keine wirklichen Lebenschancen hätte. oder es durch eine Gewaltat entstand. 

Dennoch finde ich die Grenze von 3 Monaten in Ordnung.  24 Woche ist zu krass.  Immerhin spürt man das Kind dann schon und es ist soweit entwickelt das man sogar feststellen kann welches Geschlecht es wird.

Also wer ein Kind 24 Wochen unter dem Herzen tragen kann und es dann abtreibt ...dafür habe ich dann kein Verständnis.

bis 14 Woche ist es okay. die meisten Schwangerschaften werden ja auch erst in der 6 Woche festgestellt. Und um so eine Entscheidung zu treffen braucht man etwas Zeit

Kommentar von BellaBoo ,

Wenn das Kind keine Überlebenschancen hat, dann ist das in D auch erlaubt.

Kommentar von Caila ,

Kommt darauf an was man als Überlebenschancen sieht. Ich würde auch ein Leben in welchem man nichts machen kann und für immer eine 24 Sorge braucht nicht lebenswert finden.

Auch wenn ich schon Kinder getroffen habe die Nichts konnten außer manchmal Lächeln.  Dann muß ich ehrlich meinen Hut ziehen vor den Eltern. Ich könnte es nicht. 

Es wäre einfach so schmerzhaft zu sehen das mein Kind nie auch nur etwas so sein kann wie Andere, nie das Leben wirklich leben kann.

Das zähle ich unter die Punkte wo ich eine Abtreibung verstehen könnte. Voraus gesetzt es ist 100% sicher das dem so ist.

Kommentar von BellaBoo ,

in einem solchen Fall ist eine Spätabtreibung erlaubt, wie erwähnt. Allerdings sollte man dazu wissen, das viele schwere Körperbehinderungen Geburtsfehler sind und daher kann man vorher ein vollkommen gesundes Kind haben, wenn es zu Sauerstoffmangel, Abschnürungen von Gliedmassen kommt ist das Kind schwerstbehindert...und das trifft auf die meisten der von dir beschriebenen Kinder zu.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Diese Argumentation jenseits der Realität von Abtreibung und Frauen ist gerade zu lachhaft ...

ca 2% sind kriminelle Indikation welche du tolerierst ,

ca 2 % (vielleicht auch heute schon etwas mehr  ca 4 % medizinischer Indikation  (hier Fallen vor  allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer ) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Bleiben also noch mindestens 96 %  aus Psychosozialer Indikation  ,(das kann alles und nichts heissen ....übrig...Würden wir noch die Frauen abziehen an denen Abtreibung wie die Entfernung eines Furunkels vorbei geht ...haben wir dennoch ein ein riesiges Problem .

Für Mutter und kind spielt der Tötungs Zeitpunktpunkt am Ende  keine besondere Rolle.

Kommentar von Caila ,

Ich habe nirgendswo erwähnt das Kinder mit Downsyndrom darunter fallen. Oder seit wann brauchen die 24 Stunden pflege weil sie Gar nichts allein können?  

Ich kenne genug Kinder mit Downsyndrom und auch einige andere mit geistigen Behinderungen. Aber die brauchen allenfalls Betreuung aber keine 24 Stunden Pflege.

Übrigends ist das keine Argumentation sondern meine Meinung, meine SIchtweise auf die Dinge. 

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Du hast meinen Beitrag falsch verstanden ,damit habe ich am Ende nur eines ausgesagt ,dass Tötung Tötung ist und bleibt ,und der Grund zur Tötung am Ende für den Betroffenen ,in dem Moment eben absout keine Rolle spielt .

Denn du differenzierst ja ...bei Tötungen ,für die einen hast du  Verständnis für die anderen nicht . 

Kommentar von CalicoSkies ,

Das Gesetz differenziert.

StGB §218a: Vor der 14. SSW straffrei.. so einfach ist das. (eine de-facto Fristenregelung)

Und in anderen Ländern gibt es eben andere Gesetze, die das anders regeln (Holland 22. SSW, England / USA 24. SSW)

Der emotionale Begriff "Tötung" ist hier wohl kaum angebracht.

Es handelt sich um einen Schwangerschaftsabbruch...

Kommentar von CalicoSkies ,
ca 2% sind kriminelle Indikation welche du tolerierst ,

ca 2 % (vielleicht auch heute schon etwas mehr  ca 4 % medizinischer
Indikation  (hier Fallen vor  allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer
) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Bleiben also noch mindestens 96 % aus Psychosozialer Indikation ,(das kann alles und nichts heissen ....übrig...

Diese Zahlen sind fehlinterpretiert.

Das einzige, was die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche beweist, ist dass 96% der Abbrüche vor der 14. SSW vorgenommen werden - und damit unter StGB §218a Abs. 1 fallen.

Es wird keine Aussage darüber gemacht, welche Indikation gestellt wurde - da vor der 14. SSW keine (!) Indikation nötig ist!

Es kann sich daher bei diesen 96% um alles Mögliche handeln - und nicht nur um Frauen, die "einfach so" eine Schwangerschaft abbrechen - das ist eine fehlerhafte Schlussfolgerung deinerseits.

Deswegen ist die Zahl von den Fällen, die unter StGB §218a Abs. 1 fallen derart hoch - und darunter werden auch genug andere INdikationen sein ;)

Für Mutter und kind spielt der Tötungs Zeitpunktpunkt am Ende keine besondere Rolle.

Es gibt bei einem Schwangerschaftsabbruch kein Kind.

hier Fallen vor allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer ) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Es gibt keine embryopathische Indikation.

Nach der 14. SSW kann ein Schwangerschaftsabbruch erfolgen, wenn es sich "um eine Gefahr für das Leben [handelt] oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren [abgwendet wird]" (StGB §218a Abs. 2)

Darunter kann auch eine Behinderung des Kindes als psychischer Stressfaktor für die Mutter fallen - auch mit Downsyndrom.

Das hat daher nichts mit "Lebensfähigkeit" zu tun ;)

Kommentar von Caila ,

Und letzendlich wurde nach Meinungen gefragt.  Meine Meinung ist nunmal das ich, um es kurz zu machen, nichts von einem Abbruch halte. 

Aber das ich unter gewissen Umständen es verstehen kann. Und mit gewissen Umständen meine ich sicherlich kein "Ausversehen" schwanger gewurden. 

Antwort
von BellaBoo, 101
Absolut nicht!

Ich halte es für falsch, so spät eine Abtreibung zu machen, die nicht aufgrund einer schweren Erkrankung des Kindes oder einer Lebnsgefährdung der Mutter gemacht wird.

24 SSW ist schon 6. Monat, da wurden Frühgeborene Kinder schon durchgebracht. Das kind ist schon 30 cm groß, es wiegt schon 600 g.

Wenn man zu einem so späten Zeitpunkt sich gegen das Kind entscheidet, dann kann man es auch zur Adoption freigeben...das andere ist für mich zu dem Zeitpunkt wirklich schlicht Mord !

Kommentar von CalicoSkies ,

Ein Schwangerschaftsabbruch ist rechtlich gesehen niemals Mord, solang die Geburtswehen noch nicht eingesetzt haben...

Bevor eine Diskussion aufkommt: Mord ist ein rechtlicher Begriff, daher ist die Verwendung hier schlichtweg falsch.

Kommentar von BellaBoo ,

Mord bedeutet die Planung das man einem Menschen das Leben nimmt und das auch durchführt.

Da ein Kind nach der 24 SSW schon als lebensfähig anzusehen ist, die Mutter somit plant dem Kind das Leben zu nehmen und das auch durchführt ist es für mich Mord. Da kannst du mir mit Gesetzgebung kommen wie du willst. Und moralisch gesehen bleibe ich sowieso dabei !

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist rechtlich völliger Unsinn.

Ein Embryo oder ein Fötus ist kein Mensch - genausowenig wie ein Kirschkern ein Kirschbaum ist.

Nichtmal ein Fetozid wäre Mord - der teilweise aus medizinischer Begründung heraus durchaus auch legal durchgeführt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Fetozid)

Du kannst hier den Begriff Mord schlicht und ergreifend nicht verwenden, da es - ich wiederhole mich - ein rechtlicher Begriff ist.

Wenn du einen Arzt, der einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt hat, als "Mörder" betitelst, ist das deswegen sogar eine Verleumdung - da du ihn einer Straftat bezichtigst, die er ganz klar nicht begangen hat.

Diese emotionale Sprache ist nicht wirklich angebracht... Schwangerschaftsabbrüche sind einerseits medizinisch nötig, andererseits haben wir eine de-facto-Fristenregelung, weswegen die betroffene Frau selbst entscheiden kann.

Antwort
von vicedry, 77
Absolut nicht!

Generrell bin ich gegen eine Abtreibungserlaubnis.Doch diese noch  in der 24 SSW durchzuführen geht schon echt zu weit. Es gibt mehrer Fälle wo es zur früh geburt in der 23 SSW kommt.

Diese Kinder können ja wenn es wirklich nicht passt noch zur adoption freigegeben werden. Aber eine Abtreibung in diesem Stadium ist verantwortungslos und jedem laien sollte klar sein dass das Kind voll lebensfähig ist.

Antwort
von N3kr0One, 95
In Ordnung.

Generell bin ich dafür, dass eine Mutter zu jeder Zeit entscheiden dürfte, ob sie abtreiben will oder nicht. Besser als noch irgend eine "Schakeline" oder Kevin auf dieser Welt verkümmern zu lassen.

Kommentar von Knutschpalme ,

Ja genau, warum sterilisiert man diese ganzen Ihre-Kinder-Jason-oder-Chantal-Nenner nicht gleich?!?! Schon echt schlimm, wie sich sowas ungehindert verbreiten darf!1!!eins!1!

Antwort
von Johannisbeergel, 98

Grundsätzlich bin ich zu fast jedem Zeitpunkt dafür. Wenn eine Frau das, wenn auch erst spät, nicht will, dann ist dem armen Kind auch nicht geholfen doch zu kommen...

Kommentar von Smexah ,

Du kannst es ja auch noch abgeben. Demnach könnte ich auch nach der Geburt noch sagen, dass ich es nicht will und dann wird es erschlagen oder wie? Die Frage ist, ab wann ist es "Mord"...

Ich finde, wenn man es sich 3 Monate überlegen kann, dann reicht das. Ein neues Kind kann man ja immer wieder machen.... Ja, klingt hart, ist aber so!

Kommentar von Johannisbeergel ,

Für mich kann es nur Mord sein, wenn man es aus niederen Beweggründen macht. zB wenn einer glücklich werdenden Mutter in den Bauch getreten wird. 

Ob der "Wille der Mutter", was sie mit ihrem Körper macht, als niedrig einschätzen würde...nö

Kommentar von BellaBoo ,

Das wäre es auch in Ordnung wenn die Mutter im 9. Monat noch abtreibt ?

Der Wille der Mutter...was ist mit dem Willen des Kindes ?

Kommentar von CalicoSkies ,

Die Frage ist, ab wann ist es "Mord"...

Diese Frage ist rechtlich klar geregelt: Ab dem Einsetzen der Geburtswehen.

Vorher kann ein Schwangerschaftsabbruch niemals Mord sein, schlicht und ergreifend deswegen, weil es durch StGB §§ 218 und 218a geregelt ist.

Antwort
von martinzuhause, 78

da hat jedes land seine eigenen gesetze. daran muss man sich halten.

Kommentar von DieDaLinksOben ,

Das weiß ich. ich wollte nur die Meinung einzelner Personen, bezüglich diesem Thema wissen :)

Antwort
von carn112004, 58
Absolut nicht!

Da ich prinzipiell gegen Abtreibungen bin, bin ich - wenn denn Abtreibung schon legal sein muss - wenigstens für sinnvolle und Schwangeren zumutbare Einschränkungen; da in vielen Ländern Schwangere mit der Einschränkung 14. SSW ganz gut zurecht kommen, ohne dass deshalb gleich die Gleichberechtigung abgeschafft ist oder Frauen zu Gebärmaschienen degradiert sind, gibt es keinen sinnvollen Grund für 24. SSW.

Das gilt insbesondere, da diese Grenze sogar nach US-Recht eigentlich unsinnig ist, da eigentlich Lebensfähigkeit gilt, die inzwischen medizinisch eher bei der 22.-23. SSW zu sehen ist (die 24.SSW entschieden wurden ca. 1973 entschieden, da damals da die Lebensfähigkeit lag, aber wenn sich das medizintechnisch verschiebt müsste es nach damaligen Urteil sich auch verschieben).

Ferner ist anzumerken, dass die juristische Begründung für das US-Recht inzwischen sowohl von Abtreibungsgegnern wie -befürwortern als grob fehlerhaft angesehen wird, womit da eigentlich wie auch immer nachgebessert werden müsste.

Antwort
von Waldfrosch10, 51
Absolut nicht!

Für ein Kind das abgetrieben wird ,spielt die Woche seiner Tötung keine Rolle .Sein Leben wird getötet bevor es seine Potentiale in der Welt enfalten durfte ,und das ist das Problem beim Thema Abtreibung.

Abgesehen davon dass bei einer Abtreibung es in sehr vielen Fällen , noch ein Opfer gibt ,nämlich die Frau die eine Abtreibung vornehmen lässt .

Das man sich  heute als Gesellschaft ,anmasst einen Menschen zu töten bevor er sich überhaupt dagegen auch  sich nur Ansatzweise wehren könnte,vor allem das ein ungeborenes Kind in der heutigen Gesellschafft keine Lobby besitzt.

Genau so wenig spielt es für die Mutter die eine Abtreibung vornehmen hat lassen ,allermeist weil die Gesellschaft es versäumt hat ihr einen gangbaren Weg mit den Kind aufzuzeigen .

Daher ist es meiner Ansichicht nach lachhaft zu sagen ,es wäre eine frei Entscheidung von Frauen abzutreiben ...

Aus eigener Erfahrung mit Abtreibung kann ich nur sagen ,wir Frauen sollten nicht so naiv sein und und eine Gesellschaftspolitisches motiviertes Eugenik Programm , der Politik uns unter dem Deckmantel der  Frauenrechte  andrehen zu lassen .

Auch wenn das politisch noch so korrekt sein mag:

Silent no more !!:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557

Kommentar von CalicoSkies ,

Auch hier Abtreibungsgegner, die mit aller Gewalt irgendwelche "Studien" oder Links gegen Abtreibungen sammeln.

Die meisten dieser Studien sind weder peer-reviewt noch in renommierten Magazinen veröffentlicht worden - warum auch?

Eine große Metaanalyse kam zu einem klar anderen Schluss:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an
association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

Deine Haltung entspricht ganz klar nicht dem medizinischen Stand.

Kommentar von carn112004 ,

In einem hat Calico teilweise recht, nämlich insoweit er behauptet, dass die Studien, die entsprechende psychische Risiken von Abtreibung belegen, nicht sehr zuverlässig sind.

Gilt aber genauso für die Studien, die das Gegenteil belegen.

Grund ist, dass Fragen, was sich wie auf die Psyche auswirkt, sehr komplex ist und vor allem, dass bei entsprechenden Studien viele Aspekte der Studie vor Studienbeginn entschieden werden müssen.


Z.b. wenn eine Frau, 40, verheiratet, 3 Kinder, gut situiert, eigene Wohnung, kein übermässiger Alkoholkonsum, keine Antidepressiva, keine Therapien, nach eigener Bewertung glücklich angibt, dass die Abtreibung mit 20, die sie eigentlich nur machte, weil der Kindsvater ihr Schläge angedroht hat (und sie schon früher geschlagen hat; wobei sie heute nicht mit dem damaligen nichts mehr zu tun hat), der größte Fehler ihres Lebens ist, den sie jeden Tag bereut - gibt das nun ein Kreuzchen in der Spalte "psychische Folgen" oder in der Spalte "keine psychischen Folgen".

Beides ließe sich rechtfertigen und PL-eingestellte Forscher werden dazu neigen sowas eher unter ersterem einzuordnen; und PC-eingestellte Forscher werden dazu neigen sowas eher unter zweiterem einzuordnen; folglich gelangen sie zu verschiedenen Ergebnissen.


Und solche Problemchen gibt es zu dutzenden und hunderten bei solchen Studien, womit alleine aufgrund der anderen Heransgehensweise bei GLEICHEM Datensatz unterschiedliche Ergebnisse herauskommen können.


Und dummerweise heißt das nicht mal, dass beide Seiten gleich falsch liegen, sondern es könnte sein, dass die eine oder andere Seite die bessere Auswahl trifft. Aber welche Seite das ist, ist extrem schwer zu sagen.


Heißt aber auch, man sollte auf ie Studien jeweils nicht zu viel geben.



Kommentar von CalicoSkies ,

Auch das ist ein Film, der nur mit emotionaler Anteilnahme ködern will.

Auch hier nochmal das Gleiche: Es ist erwiesen, dass ein Schwangerschaftsabbruch keine hohe psychische Komplikationsrate hat, sondern eine äußerst niedrige...

Kommentar von CalicoSkies ,

Für ein Kind das abgetrieben wird ,spielt die Woche seiner Tötung keine Rolle .Sein Leben wird getötet bevor es seine Potentiale in der Welt enfalten durfte ,und das ist das Problem beim Thema Abtreibung.

Ein Kind kann nicht "abgetrieben" werden, da es bereits geboren ist.

Ein Embryo und ein Fötus sind kein "Kind" und kein "Mensch"... und daher muss man einem Embryo / einem Fötus auch keine Menschenrechte zugestehen.

Höchstens wird potentielles Leben ausgeschlossen - aber das wird auch ausgeschlossen, wenn man bspw. verhütet... ;)

Abgesehen davon dass bei einer Abtreibung es in sehr vielen Fällen , noch ein Opfer gibt ,nämlich die Frau die eine Abtreibung vornehmen lässt .

Laut aktuellen Studien ist ein Schwangerschaftsabbruch sowohl physisch als auch psychisch komplikationsloser als eine Geburt.

Daher kann man hier wohl schlecht von "Opfer" sprechen, auch wenn du natürlich denkst, dass jede Frau psychische Probleme nach einem Abbruch hat, was schlicht unwahr ist :)

Das man sich heute als Gesellschaft ,anmasst einen Menschen zu töten bevor er sich überhaupt dagegen auch sich nur Ansatzweise wehren könnte,vor allem das ein ungeborenes Kind in der heutigen Gesellschafft keine Lobby besitzt.

Das Recht der Frau auf den eigenen Körper wiegt schwerer als irgendein "Recht" eines Embryos oder eines Fötus (welches es nicht einmal gibt)

Auch hier redest du wieder von "Mensch" - ein Embryo und ein Fötus sind keine Menschen, genausowenig wie ein Kirschkern ein Kirschbaum ist!

Ich finde es persönlich gut, dass schwangere Frauen eine Lobby haben, die ihnen das Recht auf einen Abbruch einer Schwangerschaft sichert - was lange erkämpft werden musste.

Genau so wenig spielt es für die Mutter die eine Abtreibung vornehmen hat lassen ,allermeist weil die Gesellschaft es versäumt hat ihr einen gangbaren Weg mit den Kind aufzuzeigen .

Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt.

Das Problem sind meistens nicht die Finanzen, sondern dass ein ungewolltes Kind die Schulausbildung, die Karriere, das komplette Lebensumfeld und die komplette Lebenssituation kaputtmachen kann.

Auch das sind daher legitime Gründe zum Abbruch einer Schwangerschaft, wenn die betroffene Frau nicht schwanger werden wollte... Verhütungsmittel können auch versagen.

Daher ist es meiner Ansichicht nach lachhaft zu sagen ,es wäre eine frei Entscheidung von Frauen abzutreiben ...

Ist es.

Es ist nur die Entscheidung von betroffenen Frauen, wenn sie ihre Schulausbildung, Karriere, Lebenssituation o.Ä. vorziehen - was auch durchaus verständlich ist.

Die Deutschen bekommen sowieso wenige Kinder - und auch das hat nichts mit mangelnder Förderung zu tun (der Staat steckt ja immer mehr Geld in Förderung, aber erhöht die Geburtenrate fast überhaupt nicht!), sondern einfach mit der Einstellung...

Aus eigener Erfahrung mit Abtreibung kann ich nur sagen ,wir Frauen sollten nicht so naiv sein und und eine Gesellschaftspolitisches motiviertes Eugenik Programm , der Politik uns unter dem Deckmantel der Frauenrechte andrehen zu lassen .

Und das ist eine reine Verschwörungstheorie.

Schwangerschaftsabbrüche haben mit Eugenik nichts zu tun - denn alle Frauen können einen SChwangerschaftsabbruch straffrei vornehmen lassen, nicht nur "besondere" Frauen...

Für eine Eugenik müsste man das irgendwie "aussieben" - tut man aber nicht, und fast jedes westliche Land erlaubt Schwangerschaftsabbrüche.

Außer natürlich das ist ein böser Plan der bösen Aliens, die uns Menschen alle ausrotten lassen wollen!!!!!!!!1111einself

Ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen hat in vielen Ländern (wie bspw. an einer Statistik aus Polen entnehmbar) keine Erhöhung der Geburtenrate zu Folge gehabt.

Also ist es wenn dann ein äußerst schlechtes Eugenikprogramm, denkst du nicht die böse, böse Weltverschwörung hätte da bessere Möglichkeiten? xD

Selbstbestimmung über den eigenen Körper gehört zu den Menschenrechten - und damit kann eine Frau nicht gezwungen werden, eine ungewollte Schwangerschaft auszuhalten.

Auch wenn das politisch noch so korrekt sein mag:

Silent no more !!

Das ist nichts adneres wie ein Propagandavideo gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Natürlich gibt es Frauen, die psychische Komplikationen nach einem Abbruch haben - das ist jedoch äußerst selten.

Psychische Komplikationen nach einer Geburt sind deutlich häufiger - das sagt schon alles ;)

Aufgrund einiger schlechter Erfahrungen daher drauf zu schließen, das wäre bei allen Frauen der Fall, ist Schwachsinn.

Alleine 2004 bis 2014 gab es in Deutschland eine Million Abbrüche - wenn ein Abbruch wirklich so schlimm wäre und psychische Komplikationen hatte, wieso  gibt es dann nur so eine kleine Minderheit an Frauen, die damit ein Problem haben?

Wenn du Recht hättest, dann würden 100.000e Frauen auf die Barrikaden gehen - tun sie aber nicht.

Du solltest mal nachdenken warum :*

Kommentar von carn112004 ,

Tatsachen sind für dich offensichtlich nur insoweit relevant, als dass sie deiner Position nützen:

"Höchstens wird potentielles Leben ausgeschlossen"

Blödsinn, sowohl ein Embryo als auch ein Fötus sind jeweils ein Lebewesen und damit natürlich auch lebendig. Sie sind also kein potentielles Leben, sondern bereits jetzt aktuell existierendes Leben. Somit betrifft Abtreibung eben gerade nicht potentielles Leben.

Hingegen handelt es sich bei einer unbefruchteten Eizelle und bei einem Spermium um keine Lebewesen. Somit betrifft Verhütung potentielles Leben.

Das ist eine biologische Tatsache. Aber akzeptieren willst du sie nicht.

"Das Recht der Frau auf den eigenen Körper wiegt schwerer als irgendein "Recht" eines Embryos oder eines Fötus (welches es nicht einmal gibt)"

Ein Embryo oder Fötus hat die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG. Siehe da:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Das ist eine juristische Tatsache. Aber akzeptieren willst du sie nicht.

"Schwangerschaftsabbrüche haben mit Eugenik nichts zu tun"

Auch wenn du recht haben magst, dass keine Verschwörung im Gange ist (was waldfrosch, soweit ich verstehe auch nicht behauptet hat, aber Schwamm drüber) sind eugenische Gründe, also dass das Leben des ungeborenen nicht lebenswert sei, bei Spätabtreibungen nach § 218a Abs. 2 StGB völlig normal und das wird auch offen unter Ethikern diskutiert.

Zu behaupten, Schwangerschaftsabbrüche hätten nichts mit Eugenik zu tun, ist also ein bischen merkwürdig. Ferner gibts hier grade eine Fragerin, bei der wohl die Indikation "falsches Geschlecht nach Ansicht des Kindsvaters" vorliegt; wenn es wegen sowas Abtreibungen gibt, dann natürlich erst recht wegen eugenischen Gründen.

"Ist es.

Es ist nur die Entscheidung von betroffenen Frauen, wenn sie ihre Schulausbildung, Karriere, Lebenssituation o.Ä. vorziehen"

Was zeigt, dass du nicht mal in relevanter Anzahl Geschichten von Frauen kennst, ob und warum oder warum diese nicht abgetrieben haben.

Ja, ein Teil entscheidet frei und selbstbestimmt, wie vom feministischen Drehbuch vorgesehen.

Ein anderer Teil - nun, ja, keine Ahnung was Feministen so unter frei und selbstbestimmt verstehen, aber juristisch ist ein "Wenn du nicht abtreibst, dann schmeißen wir dich aus dem Haus und du kannst sehen, wie du dein Abi dann noch schaffen kannst." schwere Nötigung, § 240 Abs. 4 Nr. 2 StGB; wer dann das als Entscheidung der betroffenen Frau ansieht, die es vorzieht eben ihr Abi zu machen, statt mit 17 ohne Unterstützung der Eltern im Mutter Kind Heim zu hocken, der hat schlicht nicht alle Tassen im Schrank.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community