Frage von Ullaulrike 03.05.2009

Was ist Endometriose?

  • Antwort von madness 03.05.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Antwort von Linaalain 20.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bei der Endometriose handelt es sich um gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), das sich außerhalb der Gebärmutter in benachbarten Organen ansiedelt. Dabei sind häufig der untere Bauch- bzw. Beckenraum, die Eierstöcke und Eileiter und die tieferen Wandschichten der Gebärmutter betroffen. Prinzipiell kann das Endometrium an jeder Stelle im Körper wachsen.

    Diese versprengten Endometrioseherde wachsen während des Monatszyklus analog zur Gebärmutterschleimhaut. Damit verbunden sind krampfartige Schmerzen sowie oft chronische Bauch- und Rückenschmerzen, die während des Menstruationszyklus auftreten. Da sie bei jeder Menstruation mitbluten, das Blut aber meist nicht abfließen kann, kommt es häufig parallel zur Bildung von Zysten.

    So verschieden die Orte sind, an denen sich Endometrium ansiedelt, so unterschiedlich kann die Erkrankung ausgeprägt sein. Oft zeigen sich nur stecknadelkopfgroße Auflagerungen, doch es kann auch zur Entwicklung größerer, blutgefüllter Zysten kommen - allen voran an den Eierstöcken. Weiterhin können die Eileiter verkleben, in sehr ausgeprägten Fällen sind auch Verklebungen zwischen Gebärmutter, Eileitern, Eierstöcken, Harnblase und Darm möglich.

    Der Name der Erkrankung leitet sich von Endometrium ab, der medizinischen Bezeichnung für die Gebärmutterschleimhaut. Normalerweise kleidet diese Schleimhaut nur das Innere der Gebärmutterhöhle aus.

    Häufigkeit

    Die Zahl der an Endometriose erkrankten Frauen ist schwer zu schätzen. Viele Frauen haben keine Beschwerden, oft wird eine Endometriose nur zufällig oder gar nicht entdeckt. In den alten Bundesländern leiden etwa 5% der Frauen, die einen Frauenarzt aufsuchen, an Endometriose. Die Erkrankung gilt als eine der wichtigsten Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit. Bei etwa 40 bis 60% der Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, steckt eine Endometriose dahinter. Unerkannt und entsprechend unbehandelt kann diese Erkrankung bis zum Beginn der Wechseljahre fortschreiten.

    Quelle : frauenarzte.-im-netz.de

  • Antwort von darkesttester 03.05.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Um die Frage in meinem Profil zu seichern wiederhole ich noch mal das es sich um eine zwar gutartige aber meist sehr schmerzvolle Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) handelt.

  • Antwort von vollimleben 03.05.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich habe Endometriose!Das sind Verwachsungen,die Bei der Periode oder nach OPs entstehen,die Gebärmutter sprengt Hautfetzen ab,die sich an Organen festsetzen,da gut ernährt werden und Wuchern.Ich bin vcor 6 Jahren operiert worden,konnte aber nicht alles entfernt werden,Nehme eine Pille,ORGAMETROL,die verhindert das die Eierstöcke noch arbeiten!Es ist eine Krankheit die man behält und die Pillen gehen aufs Gewicht!

  • Antwort von jameda 16.10.2010

    Hallo, nachfolgend ein sehr informativer Artikel über die Ursachen von Endometriose:

    http://www.jameda.de/blog/frauen/ursachen-von-endometriose/

    Verfasser dieses Artikels und der Studie ist Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing, Viele Grüße

  • Antwort von elfenstaub41 03.05.2009

    Bei einer Endometriose sammelt sich Blut aus der Gebärmutter außerhalb dieser an. Das nennt sich dann Schokoladenzyste! Diese muss operabel entfernt werden, wenn sie Schmerzen verursacht.Endometriose kann Schuld sein an Unterleibsschmerzen.......Man kann Hormone einnehmen, die der Arzt verschreibt, damit die Blutung ausbleibt. Ist aber nur bei älteren Frauen sinnvoll.

  • Antwort von critter 03.05.2009

    Myome, die sich in der Gebärmutter gebildet haben, wachsen durch die Gebärmutterwand in den Bauchraum. Myome sind gutartig, verursachen aber höllische Schmerzen. Durch Ausschabung und Entfernung per (vereinfacht gesagt) Heizstab durch einen kleinen Schnitt am Bauchnabel werden diese Myome entfernt.

  • Antwort von Renaissance 03.05.2009

    Endometriose ist eine gutartige, aber schmerzhafte und chronische Wucherung von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter.

    Allgemeines

    Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Etwa 10% aller Frauen erkranken in den Jahren zwischen Pubertät und Wechseljahren. Trotzdem wird sie eher selten und häufig erst sehr spät (im Mittel 7-10 Jahre nach erster Schmerzsymptomatik) diagnostiziert.

    Genau wie die normale Gebärmutterschleimhaut verändert sich auch die Endometriose während des Menstruationszyklus. Die Endometriose befällt meist den unteren Bauchraum / Beckenraum und häufig dabei auch die Eierstöcke. Ausbreitungen auf Scheidenwand und Darm sind nicht selten, es wurden vereinzelt auch Herde in der Lunge und im Gehirn beobachtet.

    Ursachen

    Die Ursachen für die Entstehung der Endometriose sind noch immer nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass in erster Linie eine Verschleppung von vitalen Schleimhautzellen im Menstruationsblut über die Eileiter in die Bauchhöhle, dies in Verbindung mit einer angeborenen muskulären Überaktivität der Gebärmutter, stattfindet. Eventuell kann es sich auch um eine hormonell begünstigte Veränderung (Metaplasie) von embryonalen Bauchhöhlenzellen (Zölomepithel) handeln. Von vielen Wissenschaftlern werden auch sogenannte Umwelthormone wie beispielsweise PCB, DDT oder Dioxine für eine Häufigkeitszunahme dieser Erkrankung verantwortlich gemacht. Diese Substanzen wirken unter anderem ähnlich wie das Hormon Östrogen und könnten damit eventuell das endokrine System bereits während der vorgeburtlichen Phase durcheinander bringen.

    Betroffen sind meist Frauen im gebärfähigen Alter. In der Regel tritt die Krankheit erkennbar aber erst zwischen dem 23. und 27. Lebensjahr auf. Es wurden jedoch bereits Fälle vorpubertärer Endometriose beschrieben – bisher allerdings ohne wissenschaftliche Bestätigung. Während der Menopause bilden sich die Endometriosen fast immer zurück.

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