Frage von Momocop, 24

Was ist eine Stufentheorie?

Antwort
von TheStone, 11

Die Benennung von Akkorden in der Stufentheorie folgt einem einfachen Schema:

Du zählst vom Grundton der Tonart in der du bist aufwärts zum Grundton des Akkordes den du benennen willst und schreibst die entsprechende Zahl als römische Ziffer unter den Akkord. 

Der Vorteil ist, dass mit dieser Methode die Harmonik von Stücken in unterschiedlicher Tonart einfach miteinander verglichen werden kann und, dass einfach eine entsprechende Bezeichnung für jeden möglichen Akkord gefunden werden kann. Der Nachteil ist, dass die Stufentheorie keine AUssage zur Funktion des Akkordes macht, wohingegen die Funktionstheorie zu den Akkorden gewissermaßen gleich die passende Erklärung inklusive Stimmführungsregeln mitliefert. Dafür funktioniert die Funktionstheorie nur in einem kleinen Bereich, nämlich der Klassik. Ab der Romantik und vor dem Barock lassen sich die Akkorde eher schlecht in das Erklärungsmuster der Funktionstheorie pressen. 

Beispiel:

Du hast doch sicher schon mal vom sog. "Tristanakkord" aus Wagners Tristan und Isolde gehört.

In der Funktionstheorie kann man Seitenweise Papier mit Interpretationen füllen, ob das jetzt eher z.B. eher ein Subdominantakkord ist oder eine Doppeldominante mit tief alterierter Quinte.

In der Stufentheorie  schreibt man VI (4, #6, #9) unter den Akkord und ist fertig.

(Die Arabischen Ziffern beziehen sich auf die Akkordtöne über dem Grundton. Wir haben also einen Akkord auf der sechsten Stufe der Tonleiter mit Quarte statt Terz, übermäßiger Sexte und übermäßiger None)

Antwort
von GothamsDichter, 12

Damit kann man gewissen dreiklängen einen Namen geben also wie Tonika Dominante oder subdominante usw.

Kommentar von TheStone ,

Das wär dann nicht Stufentheorie sondern das Konkurrenzmodell... 

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