Frage von mokranita01, 67

Was ist eine Schweissdose bei den Sicherungen im Haus?

Hi, bei den Sicherungen (Strom) ist eine mit "Schweissdose" beschriftet. Was ist das? Ich habe keine Starkstromstechdose.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von CCCPtreiber, 44

Klingt für mich nach zwei Möglichkeiten - entweder eine separat abgesicherte Steckdose, Schweißgeräte haben früher sehr viel Strom verbraucht. 

Die zweite Variante - eine Steckdose mit Nullung um den Fi/RCD Schutzschalter zu umgehen, da vielleicht es Probleme mit dem Gerät gab (nicht so selten der Fall). Das wäre dann Murks.

Kannst du ein Foto von der Steckdose und dem dazu gehörigen Leitungsschutzschalter (Sicherung) machen, bzw. nähere Angaben? 

Kommentar von mokranita01 ,

Hi, erstmal Danke für die Antwort! Da ist keine außergewöhnliche Steckdose im Haus, nur diese Sicherung mit eben jener Beschriftung

Kommentar von CCCPtreiber ,

Was steht denn drauf? B16, H16, L16 oder etwa C16, K16, G16...

Kommentar von mokranita01 ,

Habe eben mal nachgesehen, da steht S 181 und K 16 A drauf, was heisst das bitte? Ich habe davon null Ahnung!

Kommentar von CCCPtreiber ,

Da haben wir schon die Lösung - K ist eine besonders träge Sicherung die für "normale" Steckdosen ehr ungeeignet ist, da zu träge. Ideal wäre es diesen Leitungsschutzschalter gegen einen B16 auszutauschen.

Kommentar von mokranita01 ,

Aha!Ich habe heute Morgen, mit einer Tischlampe bewaffnet, alle 22 Steckdosen im Haus getestet und alle funktionierten! Nur auf dem Dachboden war ich nicht, weil, da raschelt was. Aber geschweisst wurde da wohl weniger. Ich habe mal diese ominöse Sicherung ausgeschaltet, mal sehen. Und was wäre bei einer L16-Sicherung? Die ist mit "Strahler" beschriftet und hier ist weit und breit kein Strahler! Ich glaube fast dass ich einen leibeigenen Elektriker brauche...

Kommentar von CCCPtreiber ,

Die Bezeichnungen L=Licht, H=Haushalt und K=Kraft sind veraltet.

Dahinter steckt wie träge die Sicherung (Leitungsschutzschalter) sind. L sind sehr flink und lösen schon beim doppelten Nennstrom aus, H beim etwa 3-fachen und K beim 5-fachen. 

Heute sind eigentlich nur noch die Modelle B und C gängig, also etwa 3,5 facher Nennstrom, bzw. 5-facher Nennstrom. 

Es gibt nach wie vor auch noch andere. Genau waren Sicherungsautomaten noch nie, dafür günstig. Die Werte sind mehr als Richtwerte zu sehen, daher braucht man sich auch nicht darum streiten ob es nun 3 oder 3,5-facher Nennstrom sind.

http://www.schupa.de/html/pdf/schupa-technik/Technischer_Anhang_Leitungsschutzsc...

Kommentar von mokranita01 ,

Noch ein AHA! Mir ist sozusagen ein Licht aufgegangen! Jetzt noch eine Frage, nur weil ich wisssen möchte wer soviel weiss: Sie sind Fachmann/Fachfrau??

Kommentar von CCCPtreiber ,

Ja, ich arbeite als Elektroplaner

Antwort
von Peppie85, 18

ich hab das auch noch nie gehört. vielleicht hat jemand eine extra abgesicherte steckdose in den keller gelegt, um daran sein schweißgerät zu betreiben. das muss auch keine sondersteckdose oder so sein, das kann auch eine ganz normale schukosteckdose sein.

wenn du im keller eine steckdose finden solltest, die so wirkt, als wäre sie nachgerüstet, oder die sonst wie auffällt z.b. dass das kabel besonders dick ist oder dass sie in der nähe einer anderen steckdose sitzt, aber trotzdem eine eigene zuleitung zu haben scheint, dann dürfte das die schweißdose sein.

benutzen kannst du sie naütrlich für alles mögliche vom staubsauger über die bohrmaschine bis hin zu waschmaschine, wäschetrockner, mikrowelle oder wenns not tut nur zum handyaufladen...

wenn du im keller irgendwleche leistungshungrigen geräte hast, wie waschmaschine, wäschetrockner etc. dann würde ich so eins daran anschließen, dann macht das ganze wenigstetens etwas sinn...

lg, Anna

Kommentar von CCCPtreiber ,

Muss keine Sondersteckdose sein, müsste aber... Nur eine CEE-Steckdose würde dauerhaft 16 Ampere aushalten, denn für Schukosteckdosen gilt nach wie vor 10/16 Ampere, früher stand es sogar drin. Zur Zeit der Diazedsicherung dürfte man nur mit 10 A absichern..

Kommentar von Peppie85 ,

der berühmte unterschied zwischen theorie und praxis. in der praxis werden ja auch backöfen mit 3 oder 3,5 kW an eine schukosteckdose angeschlossen.

lg, Anna

Kommentar von CCCPtreiber ,

Stimmt schon, Anna. Gut ist es nicht, aber sogar Trockner gehen oft über die 2,3 kW hinaus. Sogar Wasserkocher mit 3 kW habe ich schon gesehen. 

Antwort
von konzato1, 32

Habe ich noch nie gehört - Schweißdose.

Ich vermute mal, dass diese Dose mit einer trägen Sicherung abgesichert ist, damit man eben besser schweißen kann.

Antwort
von Rosswurscht, 32

Einfach mal raus nehmen und schauen was nimmer geht :)

Kommentar von mokranita01 ,

Danke! Das probiere ich morgen mal aus, bin ja gespannt!  Berichte  dann!

Kommentar von mokranita01 ,

Es geht trotzdem alles, ich lasse sie mal aus, bin durch's ganze Haus gewandert.

Kommentar von Rosswurscht ,

Garage, Schuppen, Außensteckdose? Alles gecheckt?

Antwort
von grisu2101, 31

Das war wohl die Steckdose für das Schweißgerät, die hierüber abgesichert wird/wurde. Wo das stand kannst nur Du oder Vorbesitzer / Mieter wissen.

Kommentar von mokranita01 ,

Hm. Wie würde die dann aussehen? Den Vorbesitzer kenne ich nicht!

Kommentar von grisu2101 ,

Die kann dann wie eine ganz normale Steckdose aussehen, sie ist nur höher abgesichert. Dreh mal die Sicherung raus und teste die Steckdosen (mit Lampe oder so) welche keinen Saft mehr hat, dann weisst Du welche darüüber abgesichert ist. Wahrscheinlich ist die Steckdose dann in einem Schuppen oder Garage.... ?!? Weil im Wohnzimmer wird selten geschweisst :-)

Kommentar von mokranita01 ,

Kicher! Könnte nur in der Garage sein, da ist eine, die sieht aber ganz harmlos und normal aus

Kommentar von grisu2101 ,

Eben... die könnte es sein. Da musst halt forschen. Und das Ganze dann mal vom Elektriker untersuchen lassen, nicht dass die betroffene Steckdose vom Fehlerstromschutzschalter ausgeschlossen ist oder so... das wäre gefährlich.

Kommentar von germi031982 ,

Das wäre das kleinere Problem, FI ist bei einer Anlage die vor 2011 errichtet wurde keine Pflicht, außer bei Räumen die eine Badewanne oder Dusche enthält. Und bei denen ist es seit 1984 Pflicht...

Schlimmer wäre wenn da einer eine Steckdose zu hoch abgesichert hätte. Schuko darf maximal mit 16A abgesichert werden. Dauerhaft dürfen die nur mit maximal 10A belastet werden, kurzzeitig darf man 16A ziehen.

Habe ich mal in live gesehen, da waren Schukosteckdosen in einem Stromkreis mit einem 20 A Schraubautomaten abgesichert. Ist noch gar nicht so lange her. Und versuch mittlerweile mal die Dinger zu bekommen von namhaften Herstellern....da gibts nichts mehr. Habe trotzdem noch einen mit 16A bekommen und direkt ausgewechselt und eine Passschraube eingesetzt damit nicht wieder auf eine zu hohe Absicherung gewechselt werden kann.

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