Je nach geopolitischer Rolle und der Größe der Macht können Staaten verschiedenen grob unterteilenden Rangstufen zugeordnet werden. Eine Großmacht hat eine außergewöhnlich große Macht und ist machtpolitisch allen oder fast anderen Staaten ebenbürtig. Kleine Mächte haben nur ein geringes machtpolitisches Gewicht. Dazwischen gibt es Mittelmächte, die zwar keine riesige Macht haben und mit den größten Mächten nicht mithalten können, aber immerhin noch ein erhebliches machtpolitisches Gewicht besitzen.
Es kann sich auch ein Unterschied durch den Bezug auf den Raum (die ganze Erde, ein Kontinent, eine Region) ergeben. Ein Staat kann innerhalb einer Region eine große Macht darstellen, aber innerhalb eines größeren Rahmens nur eine Mittelmacht sein.
Italien ist im Mittelalter zu einem großen Teil in eine Vielzahl kleiner Herrschaftsgebiete auseinander gefallen. In der Renaissance gab es 5 Staaten mit einem umfangreichen Gebiet und einer ziemlichen großen Macht: Mailand, Venedig, Florenz, der Kirchenstaat (Patrimonium Petri) und Neapel.
Im europäischen Maßstab waren sie aber nur Mittelmächte und standen nicht auf einer Stufe mit Staaten wie England, Frankreich, dem Habsburgerreich oder Spanien.
Innerhalb Italiens gab zu der Zeit einige Staaten, die immerhin deutlich mehr Macht als eine einzelne Stadt besaßen, z. B. das Herzogtum Mantua oder das Herzogtum von Modena und Reggio.

Im 14. und 15. Jahrhundert entstanden im Zeitalter der Renaissance Mittelmächte (Stadtstaaten) mit einem enormen wirtschaftlichen und kulturellen Vorsprung. Fünf Mächte, das süditalienische Königreich (das zunehmend unter spanischen Einfluss geriet), der Kirchenstaat (Vatikan), Florenz, Mailand und Venedig, teilten sich in wechselnden Koalitionen die politische Macht und die Ressourcen der Halbinsel.
Die Information ist von Wapedia "Geschichte Italiens" entnommen!
gehört nicht auch Neapel dazu? - müßte ich mal nachlesen -