ich beschäftige mich seit ca einer Woche mit dem Thema innere Welt. Die Therapeutin einer Freundin hat zu ihr gesagt, sie hätte keine innere Welt, deshalb würde sie immer was unternehmen und könnte nie zuhause bleiben, Die Ruhe würde sie nicht aushalten können., da sie keine innere Welt hat. Ich glaube diese innere Welt zu haben, kann mir aber nicht vorstellen ohne sie zu sein oder dass es Menschen gibt, die diese Phantasiewelt nicht haben. Was passiert , wenn sie nicht da ist?
Im Grunde gibt es nur die innere Welt, denn alles 'Außen' wird verinnerlicht und unterschiedlich aufgenommen, interpretiert und verstanden. Deshalb gibt es auch nicht die "eine Welt", in der alle leben, vielmehr gibt es so viele Welten wie Lebewesen existieren. Jedes Lebewesen erschafft sich "seine" Welt, allein anhand von Fokussierung. Ein einfaches Beispiel: bist du gerade auf gelbe Kleider scharf, wird die Welt für dich aus gelben Kleidern bestehen, du siehst sie überall (oder du bemerkst die Abwesenheit von gelben Kleidern). Hast du ein Thema mit "Lächeln", wirst du auf lächelnde Menschen fixiert sein und die anderen gar nicht so wahrnehmen. Die innere Welt ist das, was du bist und erschaffst, was du willst oder nicht willst. Die innere Welt ist deine Interpretation des Lebens, und das beste ist: du kannst sie dir aussuchen und sie selbst gestalten und erschaffen. Deshalb sind wir auch Schöpfer. Muss man nur erst mal kapieren! Liebe Grüße!

Die innere Welt besteht für mich aus den eigenen Träumen, Projekten, Ideen, Geistesblitzen, dem Selbstwertgefühl, der Gelassenheit, der inneren Ruhe, der Kreativität, dem Umsetzen von Ideen geistiger Art und sie zum Ausdruck bringen: Malen, Schreiben,... Nicht nur von außen Gebotenes konsumieren und Party machen, mitmachen, was andere machen, sondern selber aus sich was entwickeln. Wenn man das nicht kann, dann ist einem langweilig und man kann mit sich selber nichts anfangen.
Erst aus Ideen und Visionen können eigene Projekte kommen. Deshalb ist eine innere Welt schon sehr wichtig. Weil man dann erst man selber ist.
Schön beschrieben!
Super beschrieben, Luise. Vor allem die Bemerkung "...weil man dann erst man selber ist" gefällt mir gut. Darum geht es. Das Selbst entdecken und leben. Prima Statement!!

Hi neugierigeMaus. Die 'Innere Welt' (die diese Therapeutin benennt hat) ist das, was wir 'eigentlich' sind. Der Körper ist das Haus, in dem die Innere Welt wohnt.
Wir leben auf der Erde in der Dualität, d.h. wir haben das Innen und das Aussen, somit auch alles andere, gut - böse, oben - unten etc..
Erst wenn wir unsere eigene Innere Welt, d.h. unsere eigenen Gefühle, unser Denken, unsere Neigungen, unser Böses (das in jedem schlummert - wer oder weniger) lernen zu akzeptieren, um so mehr können wir auch unsere Mitmenschen verstehen. Auf diese Weise kann Mitgefühl (das wir ja vom Buddhismus her kennen) entstehen. Das Werten und Beurteilen anderer Menschen wird weniger, da man ja weiss, dass man das alles auch in sich drin hat. Jeder Mensch hat ALLES in sich - nur jeder lebt wieder einen anderen Teil davon.
Kommt man zu dieser Erkenntnis (durch Meditation z.B.) sieht man seine Mitmenschen aus einem anderen, mitfühlenden Blickwinkel. Und man glaubt gar nicht wie man sich selbst und damit auch Andere verändert.
In sich selbst zu ruhen und mit der Grossen Energie verbunden zu sein - gibt tiefen Frieden und grosse Kraft.
Lieber Gruss - Noona

Sie kann sich schlichtweg nicht alleine mit sich beschäftigen. Sie braucht ständigen Austausch mit der Aussenwelt - ständige Erlebnisse etc. pp.........sie schafft es einfach nicht, einmal sich selbst zu genügen und dabei glücklich zu sein und somit kommt sie auch kaum mal zur Ruhe - ist nicht gut

jeder Mensch braucht ein "außen" und ein "innen" - sonst ist er leer
was passiert, wenn das innere fehlt?
Eastside am 11. April 2009 22:58 sag ich ja: "leer"
Der Begriff ´innere Welt´ ist etwas unglücklich gewählt. Es ist wohl damit gemeint, dass Deine Freundin keine Hobbys oder andere Interessen hat, mit denen sie sich auch einmal alleine beschäftigen kann. Deshalb ist sie immer auf Ablenkung von außen angewiesen. Andere Menschen können sich auch alleine beschäftigen (kochen, lesen, Musik hören) und aus dieser Beschäftigung neue Anregung und Freude holen. Mir persönlich ist die zweite Gruppe lieber, weil es viel anregender ist, mit Leuten zusammen zu sein, die auch kreativ sind.
man ist völlig leer.....wenn man keine innere welt hat...

Mit was für Quatsch diese Heilpraktiker noch kommen, um Geld zu machen
Ich glaube, dass der Unterschied da zu sehen ist, wo die eigene innere Welt nur mehr ein Spiegelbild von anderen Außenwelten ist. Wenn man selber kein Selbstwertgefühl oder keine eigene Wahrnehmung. Wichtigkeiten nicht gegeneinander eigenständig abzugrenzen weiß.
Das ist auch ein sehr schwieriges Thema. Es geht ja darum, seine eigene 'Wahrheit' zu erkennen inmitten der Vielfalt des Angebots "Welt"...Was ist für mich schlüssig, was bin ich, was will ich, wie bin ich gemeint? Wann bin ich echt? Ich glaube, das Wunderwort ist da 'Authentizität'...wann bin ich authentisch? Dann, wenn mein Bauch 'ja' sagt, dann, wenn es passt. Das ist der Moment, in dem die äußere Welt mit der inneren zusammen passt und eins wird. Und das ist dann echte Lebendigkeit.
Sehr schön gesagt. Genau das ist es: echte und eigene Lebendigkeit. Die man nur in sich findet und allenfalls vom Außen inspirieren und befruchten lassen kann. Weil man nur so selber ist und sich auch in sich wiederfinden kann. Super ausgedrückt. Dankeschön dafür.
Lach. Jetzt hab ich erst Deinen Kommentar bei meiner Antwort gelesen. ;-)))