Was ist eine Immuntherapie (Krebs)?

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2 Antworten

Hallo LaCosti,

das Thema ist relativ komplex, ich versuche es aber etwas zusammen zu fassen:

Der Körper hat so genannte Checkpoints, die eine übertriebene Immunanantwort des Körpers zu verhindern. Das dient dazu, dass die körpereigenen Immunzellen nicht überreagieren und körpereigene Zellen angreifen. Der Krebs macht sich diese Checkpoints aber oft zu nutze um sich vor dem Immunsystem zu verstecken.

Immuntherapien bei Krebs setzen genau da an und versuchen dem Immunsystem beizubringen Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Das geht mit verschiedenen Ansätzen. Einer ist zum Beispiel den Patienten speziell veränderte T-Zellen zu verabreichen, die bereits Antikörper des Tumors beinhalten. Ein anderer Ansatz ist es, dem Patienten Blut zu entnehmen, aus diesem Blut wiederum T-Zellen zu entfernen, diese mit passenden Antikörpern zu versehen und dann dem Patienten wieder zu injizieren.

Das ganze steht aber noch recht am Anfang und ist bisher nur bei bestimmten Krebsarten wie Hautkrebs (malignes Melanom) Nierenkrebs oder nicht-kleinzelligem Lungenkrebs wirksam. Es laufen aber schon viele Studien um die Immuntherapien immer weiter zu verbessern.

Quelle: http://immuntherapiekrebs.de/was-ist-eine-immuntherapie/

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