Zander1961 am 19.12.2007 um 9:49 Uhr
Weis jemand woher der Begriff "Besenwirtschaft" kommt? Im Fränkischen heißt es zum Teil "Heckenwirtschaft". Auch da wäre es interessant zu wissen woher der Name kommt. Wer kann Aufklärung geben?
Eine Weinverköstigung von Winzern. Winzer schenken ihre selbsterzeugten Weine aus.

Besenwirtschaft, auch Straußwirtschaft genannt, sind Lokale, die Winzer zu bestimmten Zeiten betreiben dürfen, um ihren Wein auszuschenken. Meist kann man auch etwas essen. Aber die dürfen nicht das ganze Jahr geöffnet sein.
Zander1961 am 19. Dezember 2007 09:59 Schon klar :) Aber woher kommt der Name? "Besen" , "Hecke"? Wie sind die entstanden?
Kabark am 19. Dezember 2007 10:08 Weil (zumindest hier in Baden) ein aufgestellter Reisigbesen zeigt, dass die Bäsewirtschaft geöffnet hat. ;-)
HelmutRn am 19. Dezember 2007 10:17 Richtig, an der Mosel hab ich das auch schon gesehen!
Zander1961 am 19. Dezember 2007 11:15 Das leuchtet ein. Wie ist das mit der Hecke? :)
HelmutRn am 19. Dezember 2007 13:35 Mit der Hecke kenn ich das nicht, nur noch Straußwirtschaft. Da hängt dann auch ein Reisigbesen. Mit dem Stil nach unten sieht das wie ein Reisigstrauß aus!
Man nennt es Straußwirtschaft (oder anders, je nach Region)erfunden hat es Karl der Große der selbst Weinberge besass und dafür sorgte das der Wein unter die Leute kam. Hat auch gleichzeitig die nötigen Vorschriften erlassen, wozu auch der Kranz oder Strauß vor der Türe gehörte, der sich mitsamt dieser winzerfreundlichen Institution erfreulicher weise trotz mancher Verbote wegen "mißbräuchlicher Völlerei" vom Mittelalter bis heute erhalten hat.Zu diesen mittelalterlichen Vorschriften gehört auch noch der Zeitraum von wann bis wann und so vieles weitere was ich auch erklären könnte nur der Platz nicht reicht.