Was ist eine angemessene Frist bei außerordentlicher Kündigung des Mietverhältnisses?

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10 Antworten

Mit so einer Person kannst du noch viele Probleme bekommen. Es kann gut sein, dass sie sich weigert auszuziehen. An deiner Stelle (als Vermieter) würde ich ohnehin eine Rechtsschutzversicherung abschließen, eben für genau solche Fälle. Ein Anwalt kann dir dann genau sagen, wie du dich verhalten musst. Welche Fristen rechtens sind und wie du den Mieter rausbekommst, wenn er sich weigert. Außerdem willst du die fehlenden Mieten sicher auch noch wiederhaben? Ich hoffe du hast zumindest eine Kaution genommen.
An deiner Stelle würde ich versuchen, dass mit dem Mieter persönlich zu klären. Du willst, dass er auszieht, aber du gibst ihm Zeit sich etwas Neues zu suchen und nimmst eben ein bisschen Rücksicht. Mit dieser Methode ist es wahrscheinlicher, dass der Mieter sich nicht querstellt.

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Kommentar von WhoozzleBoo
26.01.2016, 14:04

Ich telefoniere wöchentlich mit den Mietern, und immer wieder sichern sie mir zu, die Miete in den nächsten Tagen zu zahlen. Was dann aber nicht passiert. Auch vereinbarten Ratenzahlungen werden nicht eingehalten. Erstmal werde ich jetzt kündigen, mal schauen was da rauskommt. Danke.

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bereits bei Ausbleiben von 2 Monatsmieten kannst die Fristlose aussprechen. Schriftlich. Dann hat er unverzüglich die Wohnung zu räumen. Leider passiert das in den wenigsten Fällen. Es braucht keine Frist. Danach ist die Räumungsklage anzustrengen. Du legst zunächst alles vor. Das dauert

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Es kommt darauf an...

Es müssen auch bei einer außerordentlichen Kündigung wegen Zahlungsverzug die persönlichen Umstände berücksichtigt werden.

Angenommen, es handelt sich um einen alten und kranken Mieter, sollte die Frist hier länger messen werden, als bei einem gesunden und jungen Menschen.

Grundsätzlich wäre eine Frist von 14 Tagen allerdings angemessen.

Ansonsten wäre bei einer Kündigung zu beachten, dass diese nachweislich zugestellt wird.

Ganz wichtig: Du solltest in der Kündigung einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses nach § 545 BGB widersprechen.

Machst Du das nicht, ist die Kündigung für die Katz'.

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Wie du selbst schon festgestellt hast, ist keinerlei Frist notwendig, fristlos heißt wirklich fristlos - jetzt und sofort. Aus Gründen der Menschlichkeit räumt man trotzdem eine letzte Frist ein. Je nach Vorgeschichte mit dem Mieter würde ich diese Frist auf caa. 14 Tage festsetzen, und zwar nicht nur mit Datum sondern auch mit exakter Uhrzeit. Und dann auf keine weiteren Vertröstungen einlassen, wenn z.B. 09. Februar 15 Uhr festgesetzt ist und um 15:01 Uhr noch kein Auszug erkennbar ist, würde ich sofort weitere Schritte einleiten.

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Was haltet ihr für eine angemessene Frist? Der Mieter ist bereits mit 3 Monatsmieten im Rückstand, die Kündigung dürfte für ihn also auch nicht überraschend sein.

Das man das nicht oder nur schlecht in 1-2 Tagen machen,

1-2 Wochen hält man für angemessen:

http://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/miet-immobilienrecht/raeumungsfrist-des-mieters-bei-fristloser-kuendigung-kein-dach-ue_214_78758.html

Ich hoffe Du hast  bzw. Du kündigst hilfsweise fristgerecht , sonst kann es passieren, dass der Mieter durch Zahlung der Rückstände die Kündigung heilt.

Wurde hilfsweise fristgerecht gekündigt, bleibt auch bei Zahlung aller Rückstände die fristgerechte Kündigung bestehen.

MfG

johnnymcmuff

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ich würde 2 wochen geben und dann die räumungsklage anstreben. glaub nicht, dass er so einfach auszieht. wenn er seit 3 monaten keine miete zahlt, scheint der ziemlich schmerzfrei zu sein. meine vermieter sind solche mietpreller gerade erst offiziell losgeworden. die sind im sept/okt. in einer nacht-und-nebelaktion abgehauen ohne den schlüssel da zu lassen. somit mussten die vermieter warten bis die wohnung offiziell vom gericht freigegeben wurde. kostet natürlich auch noch ne hübsche stange geld!

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Fristlos bedeutet sofort. Wenn Du jetzt eine fristlose Kündigung zustellen willst, beauftrage damit am besten einen Rechtsanwalt, der sich mit sowas auskennt (Haus&Grund kennt solche RAs).

In einem Kündigungsschreiben sollte stehen, dass der Auszug sofort erfolgen muss. Dass das nicht geht, ist mir klar, aber die Frist, die ein säumiger Mieter braucht, nimmt sich dieser sowieso. Er wird die fristlose Kündigung zur Kenntnis nehmen und dann erst einmal ruhig anfangen zu suchen. Möglicherweise fragt er Dich auch. Dann kannst Du immer noch sagen oder schreiben, dass er bis zum soundsovielten raus sein muss, ansonsten klagst Du auf Räumung.

Mieter, die Übung darin haben, wissen, dass sie nicht sofort raus müssen, denn auch Du als Vermieter kannst ihn nicht einfach vor die Tür setzen, sondern Du brauchst einen Räumungstitel. Das dauert.

Wenn also der gekündigte Mieter nachfragt, gibst Du ihm erst einmal eine Woche und wenn er rum jammert, maximal 2. Innerhalb von 2 Wochen kann er es organisieren, dass er seine Sachen irgendwo unterstellt und ansonsten ein Bett für die Nacht findet. Die Stadt/Gemeinde muss ihm sowieso helfen.

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Als angemessen werden 2 - 4 Wochen als Räumungsfrist  angesehen.

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In der Regel ist dem fristlos gekündigten Mieter eine Frist von wenigstens zwei Wochen zum Auszug einzuräumen. Von heut auf morgen ist nicht durchsetzbar.


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Ich glaube Du machst Dir zuviel Gedanken. Dein Mieter hat sicher auch nicht weiter nachgedacht, als er Dir die 3 MM schuldig blieb.
Gib ihm 3 Wochen maximal und dann sei froh wenn er draußen ist.

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