Was ist ein ferromagnetischer Stoff?

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3 Antworten

Ein Ferromagnetisches Objekt ist ein Objekt, welches einen metallischen Gegenstand anziehen kann, der kein eigenes Magnetfeld besitzt.

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Hi.

Ich erklär es mal - versuche es zumidnest. Ich hole etwas weiter aus, damit du verstehst, was genau ferromgnetische Stoffe sind.

Definition: Ein ferromagnetischer Stoff ist ein Stoff, der Weiß'sche Bezirke hat. 

Weiß'sche Bezirke sind die Bereiche, in denen die Elektronenspins (darauf will ich jetzt nicht genauer eingehen) gleich ausgerichtet sind.

So, das wär eigentlich die Antwort. Aber um das mal etwas auszudehnen, möchte ich dir ein bestimmtes Prinzip erläutern: Die sogenannte magnetische Hysterese.

Stelle dir bitte einen Ferromagneten, beispielsweise ein Stück Eisen vor. Nun hast du eine an eine Spannungsquelle angeschlossene Spule, dort hinein tust du den Eisenstab. Nun beginnen wir, den Strom hochzudrehen. 

Wird nun ein äußeres Magnetfeld angelegt, so richten sich alle Weißschen Bezirke nach und nach (nicht gleichzeitig!) aus und der Stoff wird magnetisiert. Wenn du dir ein Koordinatensystem mit dem äußeren Magnetfeld auf der x-Achse und mit dem Gegenfeld des Eisenkerns auf der y-Achse vorstellst, wirst du zunächst beobachten, dass eine Kurve entsteht, die zunächst annähernd proportional steigt, später allerdings abflacht und irgendwann parallel zur x-Achse verläuft. Diese Kurve nennt man Neukurve. Zunächst ist also das Magnetfeld des Eisenkerns etwa so stark wie das angelegte Feld. Später sind alle Weiß'shen Bezirke umgeklappt und das Feld wird nicht mehr stärker.

Dreht man dann das äußere Magnetfeld wieder ab, so  fällt die Kurve wieder und verläuft parallel zur Neukurve. Irgendwann, wenn das äußere Magnetfeld wieder auf Null ist, schneidet sie die y-Achse. Es bleibt also ein Restmagnetismus vorhanden - dieses Prinzip nennt man Hysterese. Das kann man jetzt in die andere Richtung so fortführen, das ergibt eine nette Schleife (siehe Anhang).

Auch die Herstellung von Permanentmagneten beruht auf diesem Prinzip! Du hast einen ferromegnetischen Stoff (meist Stahl), der zunächst magnetisiert wird und dann eine so hohe Remanenz hat, dass die Weiß'schen Bezirke in dieser Ausrichtung bleiben - außer beim Draufhauen oder großer Hitze (Stichwort: Curie-Temperatur). Man spricht hier von Hartmagneten. Magneten mit niedriger Remanenz, wie sie z.B. in Trafos eingesetzt werden, sind ferromagnetische Stoffe, die so magnetisiert wurden, dass sie eine niedrige Remanenz haben und die Weiß'schen Bezirke sich leicht umklappen (im Trafo hat man ja Wechselstrom).

Ich habe zwar ziemlich weit ausgeholt, bin dennoch ziemlich oberflächlich geblieben. Ich wollte dir anhand dieses Prinzips erläutern, was ein Ferromagnet ist und was für "Auswirkungen" das hat; und dass eben auch Dauermagneten ferromagnetische Stoffe sind.

Bei Fragen melde dich gern, das war mein Referatsthema :)

LG

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Kommentar von AtomosDerWahre
08.01.2016, 18:18

Schade das deine Mühen nicht groß belohnt werden😐. Aber gut erklärt!

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Kommentar von riojin
08.01.2016, 18:35

danke. weisst du was man über elektromagneten schreiben könnte , mache darüber nämlich meine gfs und finde nicht so viele infos:/

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ein dauermagnet ist bspw. ein ferromagnet. ferromagnetisch sind auch dinge die von dauermagneten angezogen werden.

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