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Der Ausdruck Entwicklungsroman bezeichnet einen Romantypus, in dem die Lebensentwicklung einer einzelnen Zentralfigur beschrieben wird. Er schildert eine große Menge von Einzelheiten über die Erlebnisse und Erfahrungen des Protagonisten und deren psychologische Verarbeitung bzw. Integration in seine Persönlichkeit. Die bildet und entwickelt sich im Verlauf der Auseinandersetzungen.
Die Begriffe Entwicklungsroman, Bildungsroman und Schelmenroman grenzen eng aneinander; die Romane sind oft aus der Ich-Perspektive geschrieben und tragen dann (fiktive) autobiographische Züge.

Ein Roman der die Entwicklung (geistig, moralisch, äußerlich...) eines Menschen oder einer Menschengruppe über einen längeren Zeitraum beschreibt.

Z.B. "Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Goethe oder "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller

der erste beitrag triffts eigentlich ganz gut, nur der vergleich mit dem schelmenroman ist meiner meinung nach falsch, schelmen- oder picaroroman ist was völlig anderes, der schelm entwickelt sich eigentlich, da geht es eher um die umwelt und ihre reaktion oder?
entwicklungsroman ist jedenfalls sehr typisch für die epoche der aufklärung gewesen, aber obwohl das schema eigtl ästhetisch eher überholt ist, wird es auch of in (post-)modernen romanen verwendet, wie zum Beispiel bei Walter Moers. Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär, Rumo und Die Stadt der Träumenden Bücher folgen ebnfalls diesem Erzählschema... ist schon witzig.
toto77 am 8. September 2008 17:59 Entw-roman ist übrigens auch synonym für Bildungsroman sollte man vl noch erwähnen.
Ganz so einfach ist es leider nicht. Vermutlich haben Dich die beiden Beispiele oben auf diesen falschen Weg geführt, denn Wilhelm Meister und der Grüne Heinrich sind tatsächlich Entwicklungs- und Bildungsromane. Insgesamt wird der Bildungsroman aber doch eher als deutsche Unterkategorie des Entwicklungsromans mit engeren Definitionen diskutiert. Ohne zu tief in die Theorie einzusteigen: Beide Gattungen liegen zwar sehr eng beeinander, sind aber keinesfalls synonym.