Frage von Klaus4563, 19

Was ist ein Betastick?

Hallo Leute! Ich hätte da mal eine Frage. Da ich immer wieder fasziniert davon bin wie gekonnt manche Leute in überhängenden Bergen rumklettern habe ich mich mal in der Szene ein wenig umgehört ob ich das nicht auch mal ausprobieren könnte. Der einhellige Tonor war derjenige das es grundsätzlcih möglich wäre ich mir aber vorher unbedingt einen Betastick zulegen sollte. Alles was ich bisher im Internet rausfinden konnte darüber war diese Seite hier: https://www.clipstick.net/betastick-kaufen/. Dort wird aber leider nicht genau erklärt wofür man den eigentlich braucht? Wäre nett wenn mir das jemand erklären könnte.

liebe Grüße Klaus

Antwort
von liveili, 10

Im Süden Bayerns ist er nicht so vonnöten, da die meisten Touren bestens mit Bohrhaken ausgestattet sind. Je mehr man aber gen Norden zum Klettern fährt, desto weiter werden die Hakenabstände und die Zuhilfenahme des Clipsticks nimmt zu. Dort ist er ebenso verbreitet wie in den Schluchten Spaniens, wo das Wasser jahrhundertelang die Felsen geschliffen hat.

Betastick Clipstick Test Foto Anna Ternes 440 660_1Eingeklippt und hoch damit. Gerade bei kritischen Einstiegen kann der Betastick sehr nützlich sein. | Foto: Anna Ternes
Ursprünglich war der BetaStick von den Erfindern ja als Hilfe für den Notfall gedacht. Vor allem südlichere Klettergefilde wurden gut be”stickt”. Beta Climbing Designs wurde von Si Berry und Ian Barnes zur Jahrtausendwende gegründet. ”The BetaStick” vermarktete sich fast von selbst: Der typische blaue “Kopf” des Helfers prägte sich vor allem Kletterern ein, die sich nicht von Haken zu Haken helfen konnten. Abhilfe schaffte da dann der schnell erworbene Betastick. So machte der Clipstick seine Runde, denn bekanntlich sind Kletterer auch Nomaden: Der Clipstick wurde global bekannt und die Gründer nehmen noch weitere Produkte rund ums Klettern in ihrem Sortiment auf.

Clipstick Betastick – für fiese Einstiege und weite Hakenabstände?
Der Stick schafft ein sicheres Gefühl auf den ersten Metern, wenn der erste Haken gefühlte fünf Meter vom Boden entfernt entgegen grinst. Oder die Nerven ausgerechnet an dem Tag versagen, an dem die Traumlinie vor einem emporragt oder man sich zum X-ten Mal an dem Schlüsselzug versucht hat und wieder und wieder nicht darüberklettert, da der letzte Haken gefühlte zehn Meter unter den Füßen blinkt. Letztlich ist der Clipstick eine Einstellungssache. Denn am Ende, wenn man die Tour ohne vorgeklippte Haken rotpunkt klettern möchte, bleibt der Stick ja unten und alle zuvor durch den Clipstick ausgeglichenen Probleme müssen selbst gemeistert werden.

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