Kuchen, Fleisch oder beides?
Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament.
Die Juden schlachten zum Gedenken an Gott zum Passahfest ein Lamm. Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. Das Lamm ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Es symbolisiert die Unschuld Christi.
Im heutigen westlichen Osterbrauchtum ist das Lamm in den Hintergrund getreten. Ganz anders im griechisch-orthodoxen Christentum, wo dem Osterlamm noch große Bedeutung zukommt.
Das Osterlamm steht als Symbol für die unschuldigen Hingabe, das Sterben von Jesus. Bis zur Mitte des 16. Jhdts war ein Lammbraten Bestandteil der österlichen Festtafel. Dann wandelte sich diese Sitte und es gab immer häufiger Hase statt Lammbraten. Damals nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen und es fanden österliche Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten.

So wie das Lamm traditionell als Zeichen des Lebens und der Unschuld verstanden wird und sein weißes Fellgewand die innere Reinheit und Frömmigkeit symbolisiert, verweist das Osterlamm darauf, dass Jesus Christus dem christlichen Glauben gemäß unschuldig für die Menschen gestorben ist und sie durch seine Auferstehung zu neuem Leben in Fülle, zum Ewigen Leben erweckt hat.
Im christlichen Brauchtum führte dies zum Backen von Osterlämmern, die mit der Siegesfahne der Aufstehung versehen wird und in der Osterfeier zur Speisenweihe gebracht und dann neben anderen Speisen in den Familien zum Osterfrühstück gehören.
Fuer griechisch Orthodoxe waere ein Ostern ohne auf dem langen Drehspiess gegrilltes Lamm (mit Kopf) kein wirkliches Osterfest. Menschen die allein leben, gar keine Familienangehoerigen mehr habenm oder arm sind, muessen auf das Osterlamm nicht verzichten. Die Militaerkasernen oeffnen die Pforten und laden zum Lammessen ein.