Frage von Koala41, 77

Was ist eigentlich an der Gentechnik denn so verwerflich?

Servus liebe Community.

Kann mir jemand mal erklären was eigentlich an der Gentechnik denn so verwerflich sein soll? Denn mir ist dieses ganze Gerede über die Gentechnik ein einziges Rätsel! Denn die einen sagen es ist gut für die Menschheit und die anderen schreien wiederum dagegegen! Mir ehrlich gesagt ist es so was von Wurscht ob der Maiskolben oder das Schnitzel das ich esse Gentechnisch beeinflusst wurde, solange es mir schmeckt! Denn ich bin aus diesem Grund der letzte der dagegen Sturm rennen wird! Ich hoffe dass mir ein paar Gründe dafür oder dagegen genannt werden können!

Mfg, Koala41

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 29

Der Kern dieser "Problematik" liegt darin, dass die wenigsten diese Technologie verstehen und schlicht nach dem Motto "Gentechnik = unnatürlich = schlecht" eben diese so stark verurteilen.

Insgesamt kennen eben die meisten auch nicht die üblichen Verfahren in der Züchtung und haben daher auch keine Vorstellung, was unsere Kulturpflanzen von den Wildpflanzen unterscheidet.

Es gibt sicher gewisse Gefahren, diese sind in den meisten Fällen aber nicht so unabsehbar, wie es gern von Gegner dargestellt wird. Letztlich ist diese Technologie gar nicht so weit entfernt von dem, was wir in der herkömmlichen Züchtung nutzen.

Bekannte Risiken sind eher eine Frage von politischen Regulierungen, als von Wissenschaft, auch hier fällt es den meisten schwer das zu differenzieren.

Antwort
von Dxmklvw, 6

Schlecht an Gentechnik ist der Begleitumstand, daß einseitig der Vorteil für den Menschen dominiert und daneben das Gesamtzusammenwirken der Natur vernachlässigt wird (z. T. auch wegen weitgehend noch fehlender Erkenntnis über die Wechselwirkungen innerhalb des Gesamen).

Weiterhin ist schlecht daran, daß der Zeitfaktor der Anpassung unberücksichtigt bleibt. Die Natur funktioniert dort, wo die voneinander abhängigen Kreaturen genügend Zeit haben, sich an Veränderungen anzupassen. Die Gentechnik raubt der Natur diese Zeit und stört damit empfindlich die natürliche Evolution.

Ein weiterer Minuspunkt ist ein bis heute dominierendes falsches Verständnis von vielem, was Krankheit ist und was Abweichung zwecks Artenvielfalt aufgrund der Evolution ist.

Viele Abweichungen (vermeintliche genetische Fehler) sind zwingend notwendig, um nach und nach neue Arten hervorzubringen oder Teilen einer bestehenden Art bessere Überlebenschancen unter veränderten Lebensbedingungen zu verschaffen. Dies betrifft die Gentechnik jedoch eher am Rande.

Das Wissen um die Gentechnik selbst ist gut. Grottenschlecht ist jedoch die verfrühte Anwendung, also die Anwendung zu einem Zeitpunkt, an dem der überwältigenden Mehrheit der Menschheit die dafür erforderliche ethische Reife fehlt.

Solange Macht- und Gewinnstreben sowie Eitelkeit und Tunnelblickverhalten nahezu alle Schalthebel der menschlichen Gesellschaft bedienen, wird Gentechnik neben diversen anderen Techniken zwangsläufig zu einem Übel.

Die Gentechnik (aber auch andere Dinge wie z. B. Organtransplantation, Hirnschrittmacher usw.) haben einen unmittelbaren Wechselbezug zu Macht und Kriminalität, denn es wird ja keineswegs nur Gutes erreicht, sondern kriminelle Schauplätze entstehen gleichermaßen.

Daneben erfolgt auch noch eine erhebliche Irritierung bestehender Ethikvorstellungen, die geeignet ist, die Gesellschaft aufzuspalten und in diesem Zusammenhang zu verstocken.

Kommentar von Agronom ,

Der genannte "Begleitumstand" ist aber in gewissem Maße eine Notwendigkeit bei Kulturpflanzen. Kulturpflanzen, welche auch ohne den Menschen überleben könnten, würden keine effiziente Flächennutzung erlauben, da Eigenschaften, die in der Natur von Vorteil sind, in vielen Fällen kontraproduktiv für Nutzpflanzen sind.

Der Zeitfaktor für die Anpassung wird z.B. bei Resistenzzüchtungen bewusst umgangen, denn man will ja gerade umgehen, dass sich ein/e Schädling/Krankheit an die Veränderung anpassen kann bzw. diesen Umstand möglichst lang herauszögern.

Artenvielfalt ist aber dennoch ein wichtiger Punkt, denn ohne diese kommt auch Gentechnik nicht aus. Man benötigt immer einen variablen Genpool, einmal um potenziell übertragbare Eigenschaften überhaupt zu entdecken und zum anderen um für möglichst viele Standorte auch ein passendes Angebot an Sorten zu haben.

Letzter Punkt wird bisher in der Züchtung von gentechnisch veränderten Pflanzen kaum verfolgt, da denke ich aber, dass es an den bisher sehr hohen Entwicklungskosten liegt.

Ich sehe da die Zukunft der Gentechnik als zusätzliches Mittel zur konventionellen Züchtung, sodass man als Grundlage Populationszüchtungen nutzt, um standortangepasste Sorten zu erzeugen und dann mittels Gentechnik quasi den "letzten Schliff" vornimmt.

Wenn sich die Produktionstechnik auf dem Feld noch weiter entwickelt, wären auch Verfahren wie Mischkulturen im großen Maßstab denkbar und damit auch eine Landwirtschaft, die stärker auf das Gesamtsystem Natur eingeht.

Antwort
von Mici94, 16

Gentechnik ist im Prinzip eigentlich etwas gutes! Meiner Meinung nach sollte viel mehr auf diesem Gebiet geforscht werden da durch Gentechnik viele Krankheiten geheilt werden könnten (Alzheimer oder Down Syndrom zum Beispiel) aber das wird in den Medien kaum erwähnt da es immer nur um Geld und Profit geht... 

In den Medien geht es bei der Gentechnik eher um gentechnisch modifizierte (manipulierte) Pflanzen. Wie schon erwähnt wurde gibt es Riesenkonzerne (z. B. Monsanto) diese nehmen sich (ganz leicht erklärt) eine Pflanze und machen sie RESISTENT (also Abwehrfähig) gegen ein bestimmtes Mittel, welches alle Bedrohungen dieser Pflanze eliminiert (Insekten, Unkraut, etc.). Dadurch wird natürlich der Ertrag gesteigert (weil weniger Verfall) und das erhöht natürlich den Erlös. 

ABER hier die größten Probleme damit einhergehen:

1) Diese Konzerne (Monsanto) machen das natürlich nicht weil sie den Hunger der Welt stillen wollen sondern weil sie ihren eigenen Hunger nach Geld stillen wollen... Einerseits haben sie eben das Patent auf diese modifizierten Pflanzen und was für ein Zufall sind die natürlich die "Einzigen" die auch eben dieses erwähnte Mittel verkaufen das eben nicht die Pflanze killt sondern die Insekten und das Unkraut... Sie haben dann eine Monopolstellung am Markt und die Mehrheit ist auf diesen einen Konzern angewiesen... Das führt widerum dazu dass Bauern gezwungen sind Knebelverträge zu unterschreiben aus denen sie nicht mehr rauskommen und die besagen dass sie immense Summen an Monsanto zahlen müssen (also bleibt den Bauern fast nichts mehr zum leben, und viele viele haben deswegen schon Selbstmord begangen)

2) Durch die Ermöglichung riesige und unvorstellbare Mengen an Soja, Mais etc... anbauen zu können, kommt es mittlerweile an vielen stellen in z.B. Südamerika zu Bodenerrosionen (Bedeutet dass der Erde viel zu lamge ein und dieselben Nährstoffe entzogen wurden und diese somit unfruchtbar ist -> was natürlich mehr als schrecklich und schlecht ist weil wenn wir nirgenwo mehr etwas anbauen können stirbt die Menschheit aus). Wichtig wäre es alle 2-3 Jahre mal etwas anderes anzubauen aber geht ja nicht wegen Punkt 1 (durch die Knebelverträge darfst du nichts anderes anbauen außer du willst deine Existenz und die deiner Kindeskinder zerstören)

Und Punkt 3) Die gesundheitlichen Bedenken. Hierzu muss ich sagen dass ich die veränderten Gene jetzt weniger schlimm finde als die Chemikalien mit denen das Essen bespritzt wird (wieder ein kleiner Verweis auf den ersten Absatz bezüglich der ganzen Mittel wie Insektizide usw)... Google mal Agent Orange! Das was man dazu findet ist jetzt nicht das Gelbe vom Ei...

Also mein Fazit: Gentechnik an sich kann nichts dafür was die Konzerne und die geldgeile Politik aus ihr machen... Gentechnik bietet unglaubliche Möglichkeiten im Fortschritt der Medizin und wird irgendwann die schlimmsten Krankheiten heilen. Aber wenn die Konzerne wie Monsanto weiter so mit der Umwelt herumspielen wird das irgendwann sowieso alles egal sein weil dann verheerende Probleme herrschen werden (Welthunger, Ressourcenkriege, etc...) 

Kommentar von Grobbeldopp ,

Argument 1) beißt sich betriebswirtschaftlich in den Schwanz: Wenn der Bezug des Saatgutes von Großkonzernen so nachteilig wäre, würde er sich nicht durchsetzen, alles gut.

Argument 2) - das ist ein Problem der Nachhaltigkeit in bestimmten Regionen, das nichts mit Gentechnik zu tun hat. Der Flächenverbrauch wird nicht durch Gentechnik hervorgerufen, sondern von unangepasster intensiver Landwirtschaft generell (die man keinesfalls weltweit verorten kann!) Es gibt außerdem KEINE Möglichkeit für Monsanto oder wen auch immer, Bauern zum Anbau ihrer Pflanzensorten zu zwingen.

Argument 3) Agent orange ist nicht im Essen. Es gibt sicher die Möglichkeit, zu viele Pestizide zu verwenden oder (wesentlich schlimmer) veraltete Pestizide.  Das ist v.a. für die Bauern, die direkten Kontakt damit haben von Bedeutung. Aber nochmal, das hat nur marginal mit Gentechnik zu tun. Tatsächlich belegte Gesundheitsschäden durch Pestizidrückstände in konventionell angebauten Lebensmitteln gibt es nicht. Nachweisen kann man heute lächerlich geringe, völlig irrelevante Mengen von fast allem, und dann wird es in den Medien GEPLANT und in irreführender Absicht von NGOs aufgebauscht. Siehe die diversen "Glyphosat in Bier, Milch etc...." Skandale, die allesamt GEPLANTE DESINFORMATION waren.

Und das macht mich extrem wütend. Greenpeace und allgemein Umweltaktivisten sind alles Organisationen, bei denen man als Kind geradezu beigebracht bekommt dass die "gut sind". Und was machen sie? Lügen und manipulieren.




Kommentar von Mici94 ,

Mir ist mehr als bewusst dass diese Dinge die ich angesprochen habe keine direkte Auswirkung der Gentechnik sind aber wenn man halt weiterführend und breit-gefächert denkt dann hat die betriebene Gentechnik der Großkonzerne sehr wohl einen indirekten Einfluss auf ALLE Aspekte die ich erwähnt habe (nicht umsonst habe ich wirklich lächerlich und offensichtlichn zu erkennen gegeben dass das alles FOLGEN VON FOLGEN sind)

1) Warum setzt sich denn der Bezug dieses bestimmten Saatgutes durch??? Bitte daran erkennt man wer sich mit Agrarkultur intensiver befasst und wer nicht!! Die Bauern die keine gentechnisch optimierten Pflanzen anbauen, verwenden "normale" Pflanzen die eben anfällig sind auf Insekten und Unkraut (Folge) -> sie haben weniger Ertrag -> sie haben weniger Erlös -> sie finden keine Abnehmer die solche gerinen Mengen abkaufen und wenn doch dann zuSpottpreisen die durch die "Monsanto" Konkurrenz runtergedrückt werden -> sie können sich nicht mehr erhalten geschweige denn ihren Betrieb dem der Ruin droht -> sehen Vertrag mit Monsanto als einzigen Ausweg!! Soviel zu Ihrer betriebswirtschaftlichen Begründung!! (und weil eben diese Konzerne durch die Gentechnik sowas erzielen hat sie indirekt sehr wohl damit zu tun!!!)

2) Wieder kann ich nur sagen dass Gentechnik der Ursprung ist, keine DIREKTE Auswirkung aber sehr wohl eine INDIREKTE (warum auch sehr viele Öko Futzis was gegen Gentechnik haben). "Unangepasste intensive Landwirtschaft" so als hätten Sie noch nie einen Vertrag in Händen gehalten was ist so schwer daran zu verstehen? Der Bauer aus dem obigen Beispielt hat jetzt eben einen Knebelvertrag abgeschlossen um überleben zu können zwischen seiner Konkurrenz und DARF EBEN NICHT!!! etwas anderes anbauen (ist tatsächlich vertraglich geregelt und somit können dir Konzerne SEHR WOHL VORSCHREIBEN was du anbaust und was nicht -> wegen dem Vertrag -> der Vertrag wegen dem Selbsterhalt -> der nicht mögliche Selbsterhalt ohne Konzern wegen dem geringen Erlös/Ertrag -> und dieser geringe Ertrag weil eben NICHT genetisch optimiert)

3) Da haben Sie recht darauf hätte ich verweisen müssen, nur für mich ist war es einerseits Bekannt und andererseits dachte ich mir, wenn man es googelt erfährt man dies sowieso (das nächste Mal verweide ich aber definitiv darauf!) Und auch mit den Medien gebe ich Ihnen recht ich bin was das angeht Ihrer Meinung aber zu behaupten es hätte nicht im geringsten mit Gentechnik zu tun stimmt eben nicht... Wenn ich um zu überleben gezwungen bin bestimmtes Saatgut zu verwenden das eben gentechnisch optimiert wurde und in weiterer Folge gewzungen bin Pestizide zu verwenden die ich in erster Linie nicht verwendet hätte weil ich, keine Ahnung Bio sein möchte, dann hat das was mit Gentechnik zu tun... Und ja es hat für die Endkonsumenten soziemlich überhaupt keine Auswirkungen, mein Ziel war aber auch die Kontroverse GENTECHNIK zu behandeln und nicht die Auswirkungen auf Dritte

Antwort
von Realisti, 20

Die Gentechnik hat zwei besonders problematische Aspekte. Der eine ist die Macht der Konzerne. Sie züchten z. B. eine konkurenzlos starke Weizensorte und lassen diese patentieren. Somit sind die Landwirte fast gezwungen diesen zu kaufen, um wettbewerbsfähig zu sein. Kann sich das jemand nicht leisten oder versucht es sich selber ranzuzüchten so hat er keine Chance sich gegen diese Konzernmacht zu wehren.

Der andere Aspekt ist ein sehr pragmatischer. Man weiß noch zu wenig über die Gene und ihr Zusammenspiel. Wenn man ein Gen verändert, passiert im Verborgenen oft mehr als geplant oder gewollt war. Vordergründig hat man z. B. eine Resistenz gegen eine Krankheit geschaffen. Da!s dafür zuständige Gen hat noch Einfluß in unbemerkten Funktionen.  Es könnte passieren, dass ein wichtiger Nährwert nicht mehr gebildet wir oder eine neue Allergie ausgelöst wird. Kann auch sein, es passiert nix.  Das ist ein Risiko und Lotto.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Vordergründig hat man z. B. eine Resistenz gegen eine Krankheit
geschaffen. Da!s dafür zuständige Gen hat noch Einfluß in unbemerkten Funktionen.  Es könnte passieren, dass ein wichtiger Nährwert nicht mehr gebildet wir oder eine neue Allergie ausgelöst wird.

Nenne bitte ein konkretes Beispiel für dieses Szenario. Wo und wann ist das passiert? Bitte mit exakter belastbarer Quellenangabe. Andernfalls verweise ich deine Aussage in den Bereich des Stammtischgeredes und der Fantasie.

Kommentar von Agronom ,

Die Probleme, welche du schilderst, gelten für die Züchtung im Allgemeinen.

Jede Sorte von kommerziellen Züchtern wird geschützt (zumindest hier in Deutschland) ob es nun ein Patent oder Sortenschutz ist, spielt da für den Landwirt keine Rolle, nur andere Züchter werden durch Patente ausgebremst. Ausnahme wäre beim Sortenschutz, dass Kleinbauern von der Nachbaugebühr ausgenommen sind, aber das kommt hier praktisch auch nicht zum Zuge, da sich kaum einer die aufwendige Saatgutaufbereitung leisten würde und bei Hybriden, die bei vielen Kulturen die Regel sind, spielt das sowieso keine Rolle.

Nutzt man Mutagene um das Ziel zu erreichen, entstehen ebenso beliebig im Genom die Veränderungen und man kann nicht absehen welche weiteren Gene, neben dem Zielgen, beeinflusst werden.

Auch dass z.B. die Erzeugung von Resistenzen negative Effekte auf Ertrags- und Qualitätsmerkmale haben können findet man bei jeglicher Form der Züchtung.

Antwort
von OnkelSchorsch, 31

An der sogenannten Gentechnik isrt nichts verwerflich.

Der Mensch betreibt seit Jahrtausenden Gentechnik. Man vergleiche etwa heutige Gemüsesorten mit früheren Formen - da wurde durch Ausnutzen genetischer Veränderungen massiv verändert. Dasselbe Bild auch bei Haus- und Nutztieren.

Gentechnik ist also so alt wie die Menschheit.

Das ganze Getue ist nichts weiter als Panikmache durch Leute, die nicht wissen, wovon sie eigentlich reden.

Kommentar von Agronom ,

Naja, moderne gentechnische Methoden bergen schon ein gewisses Risiko, z.B. bezüglich ungewollter Bildung von Allergenen oder Toxinen, das ist aber eher weniger ein "unkalkulierbares Risiko", aber dennoch höher als bei gewöhnlicher Kreuzungszüchtung. Vergleicht man sie hingegen mit gängigen Züchtungsverfahren die mit Mutagenen arbeiten, so dürften sich die Risiken auf ähnlichem Level befinden.

Der Punkt ist, dass man der gentechnischen Veränderung von Organismen keine grundlegende Gefahr unterstellen kann, hier gilt wie auch in der konventionellen Züchtung, dass jedes Produkt für sich bewertet werden muss und nicht die Technologie mit der es erzeugt wurde.

Kommentar von Grobbeldopp ,

...dennoch gibt es eine solche Kontrolle bei konventionellen Züchtungen nicht, warum wohl?

Antwort
von siggiiii, 29

Es sind bereits Tiere durch Gentechnisch veränderte Pflanzen gestorben.

Unser heutigen Haustiere und Kulturpflanzen sind bereits so hochgezüchtet das es teilweise schon grotesk ist. Wenn man da noch einen draufsteht hat man wirklich Tiere die nicht mehr Laufen können oder immer mehr einseitige und anfällige Pflanzen die noch mehr Gift brauchen.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Es sind schon Menschen an nicht gentechnisch veränderten Pflanzen gestorben.

An gentechnisch veränderten Pflanzen stirbt niemand. Das ist schlicht und einfach nicht wahr.

Gentechnische Veränderung von Pflanzen hat zudem genau das Ziel, die Pflanzen so widerstandsfähig zu machen, dass sie eben KEIN Gift zum Gedeihen benötigen.

Kommentar von Mici94 ,

"Gentechnische Veränderung von Pflanzen hat zudem genau das Ziel, die Pflanzen so widerstandsfähig zu machen, dass sie eben KEIN Gift zum Gedeihen benötigen." 

Das stimmt nicht! Sie werden gentechnisch Verändert um bei jedem Mittel das angewendet wird einzugehen bis auf EIN BESTIMMTES, welches "wie es der Zufall will" von derselben Firma produziert wird (natürlich auch patentiert damit es kein ähnliches billigeres Konkurrenzprodukt gibt) die dir auch das Saatgut verkauft hat (das natürlich auch patentiert ist, hallo Monopol-ich kann jetzt fast alles tun und lassen was ich will-stellung)! 

Kommentar von siggiiii ,

P. S. Und am Ende geht es wirklich nur um Profit die Tiere und Pflanzen die wir derzeit haben sind so leistungsfähig das es völlig ausreichend nur Leider für die Konzerne laufen Patente irgendwann aus. Und ich bin nun bei Leibe kein Ökofuzzie.

Kommentar von Agronom ,

Die Pflanze und Tiere sind derzeit aber nur so leistungsfähig, weil sie stetig weiterentwickelt werden, sobal die Züchtung stoppt werden auch Leistungen stagnieren.

Gentechnische Veränderungen sind da nur ein neuer technologischer Schritt, wie auch schon andere zuvor, die Präzision und Geschwindigkeit erhöhen.

Kommentar von siggiiii ,

Das Problem ist nicht die Gentechnik als Wissenschaft sondern die Gier des Menschen denn die frisst bekanntlich Hirn. Mit der Kernenergie haben wir doch schon ein Mahnmal was dabei herauskommt wenn der Mensch Technologien nutzen will die er noch gar nicht beherrscht.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Die "Gier des Menschen" ermöglicht heute, dass 8 Milliarden Menschen leben - nicht alle gut, aber immerhin. Mit den gleichen Argumenten gegen den Fortschritt hätte man schon vorhergehende Züchtungen von Kulturpflanzen angehen können und massive Ertragssteigerungen verhindert. Was ist so schlecht an Ertragssteigerungen, die mehr Menschen ernähren können.

Atomenergie gibt es noch, das ist klar oder? Was ist daran ein Mahnmal?

Antwort
von Sala15, 20

Es ist nicht bewiesen, wie sich die Gentechnik langfristig auf uns auswirkt. Das heißt es besteht immer die Gefahr, dass dies auf Dauer echt Gesundheitsschädlich sein kann

Kommentar von Grobbeldopp ,

Nein, das ist Unsinn. Es wäre vollkommen absurd, die Auswirkungen "von Gentechnik" zu untersuchen, denn der Eingriff in die verschiedenen Pflanzen ist jeweils unterschiedlich. Man muss (und macht das auch) die jeweilige Pflanze testen.

Jede neugezüchtete Pflanze, die nicht mit gentechnischen Methoden produziert wurde, hat mindestens das selbe Potential in irgend einer Weise minimal giftig zu sein.

Viele Nahrungspflanzen enthalten ohnehin potentiell gesundheitsschädliche Stoffe. Das alles zu untersuchen würde niemand fordern. Aber bei der schlimmen Gentechnik etwas solches befürchten? Na klar! Ist ja böse Gentechnik! ´Frankenfood!

Antwort
von PantherInBlack, 27

Hey :)

1. Die wollen nur mehr Geld machen...es dreht sich so vieles in unserer Gesellschaft nur noch um Profit und ich finde da wird einfach eine Grenze überschritten...

2. Es einfach nicht richtig so fest in die Natur einzugreifen. Es gibt auch schon genug essen das weggeworfen wird und wir haben ohne Gen-Tech mehr als genug. 

Kommentar von Chillersun03 ,

2. Es einfach nicht richtig so fest in die Natur einzugreifen.

hmhm.. Viren, Bakterien, ja sogar manche Pflanzen machen das eigenständig! Die Natur betreibt ständig das was man als "Gentechnik" kennt. Genscheren, CRISPR, Integrasen, Mutagenasen sind keine Erfindungen des Menschen

Antwort
von DeanThunderwolf, 32

Manche Genetische veränderungen, können Gesundheitsschädlich sein.

Kommentar von Koala41 ,

Danke. Ehrlich gesagt wusste ich das nicht. Aber man wird ja nicht so Dumm sein und Lebensmittel schaffen die die Leute auf lange Zeit umbringen, oder?

Kommentar von tucho ,

Wenn man vorher davon profitieren kann, weil es günstig produziert werden kann und einem Unternehmen die Marktmacht sichert...aber sicher !

Kommentar von DeanThunderwolf ,

Naja, wir Menschen denken nur kurzweilig, die " ferne" Zukunft wird meist nicht richtig durchdacht.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Manche Genetische veränderungen, können Gesundheitsschädlich sein.

Äh, dann lege mal Beweise für diese kühne Behauptung vor. Gerade im Bereich gentechnischer Arbeit wird mit allerhöchsten Sicherheitsvorschriften gearbeitet, es ist vollkommen ausgeschlossen, dass da etwas "gesundheitsschädlich" ist. Nicht ohne Grund war der letzte Skandal mit wirklich gesundheitsschädlichen, sogar tödlichen, Lebensmitteln, der Sojabohnenkeimlinge-Skandal - und  dabei handelte es sich um ein sogenanntes Bio-Produkt. Also genau das Gegenteil von Gentechnik.

Kommentar von Chillersun03 ,

@DeanThunder, du hast dir die Seite noch nichtmals selber angeschaut.

Gentechnische Veränderungen durch CRISPR, Viren, Genscheren, Integrasen, Mutagenasen benutzt auch Mutter Natur.

Kommentar von Agronom ,

Einer Seite, die im Banner "Informationsdienst" stehen hat, aber dessen Domain "keine-gentechnik" lautet, kann man auch nicht wirklich ernst nehmen, da ist die Voreingenommenheit ja schon im Namen vertreten.

Antwort
von exxonvaldez, 16

Die Dinge, die Monsanto mit Patenten auf bestimmte, gentechnisch veränderte, Getreidesorten macht sind durchaus verwerflich.

(Hat zugegeben nichts mit der Gentechnik ansich zu tun.)

Kommentar von Agronom ,

Getreide bisher eher weniger, es sind hauptsächlich Mais, Soja, Baumwolle und Raps.

Kommentar von Grobbeldopp ,

...Und warum ist das verwerflich? Das ist das Saatgut dieser Firma, die haben das Knowhow reingesteckt, und jetzt - sollen die das umsonst ausgeben oder was?

Kommentar von exxonvaldez ,

Armen Bauern ihre Lebensgrundlage zu entziehen ist nunmal verwerflich!

Kapitalismus hin oder her!

Kommentar von Grobbeldopp ,

Und wie entzieht Monsanto denen ihre Lebensgrundlage?

Kommentar von exxonvaldez ,

Der Soziologe Souleymane Ouattara beanstandet 2008, dass Monsanto es seinen Kunden in Mali verbiete, Ernteerträge aus Monsanto-Saatgut erneut auszusäen, und dass die Kaufverträge zur Vermeidung von Patentverletzungeneine Überprüfung der Einhaltung dieser Vertragsbedingung erlauben. Die Bauern seien dieses System nicht gewohnt. Bisher bewahren sie aus jeder

Ernte für die nächste Aussaat Saatgut auf oder bekommen es kostenlos von der staatlichen Textilgesellschaft. Bei Engpässen oder einer zweiten Aussaat greife gegenseitige Hilfe. Da die Monsanto-Verträge dies nicht erlauben, steht laut Ouattara ein Gesellschaftssystem auf dem Spiel.

Kommentar von Agronom ,

Ich bin da nicht sicher ob es alle Sorten betrifft, aber zumindest sind i.d.R. die Bt-Baumwollsorten von Monsanto Hybride, daher hätten die Bauern dort spätestens nach der ersten Neuaussaat selbst festgestellt, dass die Vorteile des gekauften Saatgutes verflogen wären.

Antwort
von diekuh110, 30

Es ist nicht natürlich und man sollte nicht gott spielen

Kommentar von Koala41 ,

Dass man nicht Gott spielen soll ist mir logisch! Da denke ich nur mal an 4 Mal Jurassic Park!

Kommentar von Grobbeldopp ,

Mja. Sollte man Krankheiten behandeln? Hat nicht Gott die Krankheiten geschaffen?

Sollte man Häuser bauen? Hat Gott uns nicht nackt geschaffen?

Kommentar von OnkelSchorsch ,

man sollte nicht gott spielen

Was, bitte, hat denn nun Religion mit dfem Thema zu tun? Es gibt sehr wahrscheinlich keinen Gott. Kein Gott hat die Arten geschaffen!

Bei "Gentechnik" spielt niemand Gott. Was für ein Unfug!

Kommentar von PantherInBlack ,

@Grobbeldopp 

"Hat nicht Gott die Krankheiten geschaffen?" 

Wenn wir schon von einem Gott sprechen...Gott war das nicht...sondern Satan. 

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