Was ist Dual Raw (EOS 5D MK IV)?

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2 Antworten

Hallo

Canon hat vor einigen Jahren für die EOS C Videokameras (erst C300 und C500 später C100 MKII) Dual Pixel Sensortechnologie eingeführt und dann ab 70D in DSLR übernommen.

Dual Pixel ist ein vor bzw in der Bayer-Maske umgesetztes Minilinsensystem wo man jedes "Pixelpaar" zur Kontrastmessung der Entfernung anordnet dabei werden klassische Kontrastzeilenlinien in einem bestimmten Muster über denn gesamten Sensor verteilt. DPRAW speichert die Rohdaten der "Entfernungszeilen" und damit die räumliche Information der Entferungsmessung. Es ist aber kein Focusstacking oder Pixelshift.

Dual Pixel hat auch Nachteile, es senkt die reale Lichtausbeute und die reale Auflösung und man braucht grosse Rechenleistungen mit einem Prozessor der dafür auch Strom wegfrisst und gekühlt werden muss. Das dadurch die Datenrate pro Bild ansteigt ist heute eher kein Problem mehr ausser dass es die Datenbusproblematik auf dem Sensor verstärkt (und das Rauschen)

Primär geht es darum dass man partiel unscharfe Stellen im Bild nachschärfen kann und andere defocusiern. Ersteres braucht man bei hochlichtstarken Optiken wenn man einerseits mit maximalem Bouquet freistellen will aber dann im Portraitbereich mit einem 85/1.2 nur 2cm Schärfentiefe hat. Normalerweise focusiert man auf die Augen und hat dann schon leicht unscharfe Nasenspitzen und massiv unscharfe Ohren. Das ist Vorteilhaft weil es einerseits räumliche Information wiedergibt und andererseits unscharfe Bereiche "gesoftet" erscheinen. Mit DPRAW kann man jetzt bei so einem Bild sie Schärfentiefe vergrössern ohne das Hintergundbokeh anzutasten oder man kann denn Schärfepunkt nachträglich verschieben zb wenn der Focus auf der Nasenspitze lag (oder denn Ohren) und die Augen nicht ganz scharf wurden. Das kommt in der Praxis oft vor weil das exakte focusieren hochlichtstarker Optiken schon auf einem statischen Objekt sehr schwer ist (bei einem bewegten Motiv schon fast Glücksache ist) und am Limit der AF Leistung einer Kamera (Profis bevorzugen in dem Bereich manuelen Focus auf Mattscheibe). Bei Canon DSLR kann man die 1.2er Optiken oder das 135/2 eigentlich denn Schärfepunkt nur im Mittelfeld des Bilds setzen nur der zentrale AF Punkt ist dafür geeignet die umgebenden Focuspunkte haben schon schlechtere Trefferleistungen und ausserhalb des Focus Rhombus wird es selbst für 2.0er Optiken schwer. Das führt dazu das man bei solchen Motiven eine ziemlich mittige/zentrale Bildgestaltung umsetzt (Was ja nicht schlecht sein muss) aber zb ein Paarportrait ohne focusierbaren Motivbestandteil in der Mitte nicht einfach per Knopfdruck zu erledigen ist. Dass bei normalen Optiken praktizerbare Focus & Recompose ist bei solchen Optiken nicht immer umsetzbar/Zielführend zumindest nicht per Drehschwenk aus der Hüfte man muss paralell zur Focusbene versetzen (zb per Fusslastverlagerung).

Eine andere Möglichkeit ist per DPRAW die Unschärfebereich gezielt zu beeinflussen und zb das "Bouquet" zu kontrollieren. Optiken erzeugen im Unschärfebereich "Farbverschiebungen" oder Zwiebelringstrukturen (beides ist "schlecht" für das Bokeh). Wenn man auf Pixelebene defocusisert kann man im Prinzip das selbe wie in Photoshop machen (gaussche Unschärfemaskierung). Canon könnte thoretisch von jeder Optik ein "Bokehkennfeld" anlegen und per DPRAW bei "Bokeh out of Cam" die sichtbaren Bokehfehler korregieren. Das macht Canon evtl. auch bei ein paar L Optiken die in dem Bereich "zickig" bzw anfällig sind. Gerade Sony hat bei NEX/Alpha 7 Serie mit denn Zeiss und den neuen G Optiken im Bezug auf "Bokeh"die Latte verdammt hoch gelegt. Zwar gibt es Zeiss Optiken für Canon aber die muss man manuel focusieren und daher braucht man eine Mattscheibe. Matscheiben gibt es offiziel nur noch für die 1D Serie. Bei Sony a7 kann an grundsätzlich keine Mattscheibe benutzen also mussten die Entwickler eben "Hirnschmalz" einsetzen um das zu kompensieren und das neue Sony FE 85/1.4 GM trfft genau in denn bisherigen DSLR Hauptmarkt der "Hochzeitsfotografen". Auch mFT knabbert denn DSLR die Profis abseits der Pressefotografen weg

(Nachdem Presseprofis wegen Medienabdekung eine Filmhybride brauchten und deswegen in mFT einstiegen kann mFT jetzt auch noch denn Rest zu dem was bisher eine Vollformat benötigte9. Nicht zu vergssen istd as Fuji Trans X System in dem auch viele DSLR Profis abwandern bzw Neuzugänge gar nicht erst DSLR Technik kaufen weil Fuji X völlig ausreicht und deutlich weniger kostet.

Obiges Problem mit der Trefferleistung hat etwas anderst gelagert auch die Konurenz und Panasonic hat mit der GH3/GH4/G70/FZ1000 praktikables Focusstacking umgesetzt und auch die neuen Olympus M können stacken wenn auch nur viel langsamer und im Prinzip nur vom Stativ. Bei denn Lumixen ist das eine 4K Filmfunktion und weil der Autofocus mit 180hz arbeitet kann man in 1er Sekunde 4K "Film" theoretisch 180 Focuspunkte abfahren (in der Praxis ist die 4K Bildfrequenz bei 60P also ist da noch Luft). Und eine G70 mit Leica 42,5/1.2 OIS (2000€) schlägt in der Praxis als Package eine 1Dx mit 85/1.2 L (8000€). Die 1Dx hat nur noch die Rauschreserve des Vollformats

DPRAW kann zudem Streulicht und Reflexe beseitigen und man kann 3D Informationen aus einem DPRAW generieren wenn auch die Messbasis maximal Sensorbreite ist.

Canon reagiert damit auf ein Feature der Konkurenz und die Praxisrelvanz von DPRAW geht Richtung unter 1 Promille der Anwender werden das brauchen/einsetzen. Zudem ist die Funktion zZ nur in dem Canon DPP Viewer ausnutzbar und das Stück Software ist einfach sch...lecht und wandert bei denn meisten Profis gar nicht auf denn Rechner. Ok das selbe gilt für das Silkypix von Lumix und das Playstore von Sony

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Meinst du Dual Pixel RAW? Das ist eine Aufnahmetechnik, bei der die Schärfeebene in der Bildbearbeitung nachträglich noch minimal verschoben werden kann, nachdem das Foto bereits geschossen wurde. Wurde bei der Mark IV erstmalig eingeführt.

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