Frage von Katharina180797, 22

was ist die Reich Gottes Botschaft und was ist der Zusammenhang zur Eschatologie und wie hat sich die Reich Gottes Botschaft aus dem Alten Testament entwickelt?

Antwort
von Praeterismus, 12

Königreich der Himmel = Königreich Gottes 

Im weiteren Verlauf werde ich die Ausdrücke 'Königreich der Himmel' und 'Königreich Gottes' synonym verwenden, da Jesus und seine Apostel dies bereits getan haben. Beim aufmerksamen Lesen, wirst du dies selbst entdecken. 

Die Botschaft vom Königreich Gottes

Schon zur Geburt Jesu verkündigte der Engel Gabriel die für alle Zukunft andauernde Herrschaft des Königreiches. In Lukas 1:32f. heißt es über Christi Herrschaft:

Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein.

Das Königreich Gottes mit seinem König Jesus Christus würde also kein Ende haben. Auch schon dem bevorrechtigten Propheten Daniel wurde diese Herrschaft verkündigt. In Daniel 7:13-14 lesen wir:

"Ich schaute in Visionen der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird."

Durch den Kontext können wir erkennen, dass es sich hierbei um die letzten Dinge handelt. Ein wichtiger Hinweis ist, dass zu dieser Zeit das Gericht beginnt (siehe Verse 10 und 26). Zeitlich fällt dieses Ereignis also in die Endzeit. Eschatologie bezeichnet die Lehre von den letzten Dingen.

Wenn nun also Jesus Christus dieser designierte König war, dann müssten wir im Neuen Testament die Botschaft über die kurz bevorstehende Ankunft des Königreiches Gottes und des Gerichts lesen können. Wir müssten mithin lesen, dass Jesus und seine Jünger verkündeten, dass die Zeit des Endes angebrochen sei. Daniel selbst wurde mitgeteilt, dass die ihm verkündigten Worte bis zur Zeit des Endes versiegelt bleiben müssten (vgl. Daniel 12:9,13).

Johannes der Täufer 

Bereits Johannes der Täufer verkündete, dass das Königreich Gottes nahe gekommen war: 

In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße! Denn das Königreich der Himmel ist nahe gekommen.(Matthäus 3:1,2) 

Einige Verse später lesen wir, dass er zur selben Zeit vom bald kommenden Gericht spricht: 

Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Bringt nun der Buße würdige Frucht; und meint nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen; seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. (Matthäus 3:7-12; Vgl. Lukas 3:7-9,17)

Er spricht vom kommenden Zorn. Beachte bitte seine bildhafte Sprache danach. Die Axt ist bereits an die Wurzel der Bäume gelegt. Wenn die Axt bereits an die Wurzel gelegt ist, dann lässt das Abhauen nicht mehr lange auf sich warten. Weiter sagt er, dass die Worfschaufel bereits in seiner Hand sei. In wessen Hand ist die Worfschaufel? In der Hand dessen, der mit Heiligem Geist und Feuer taufen wird. Dies kann nur Jesus Christus sein. Jesus hält also bereits die Worfschaufel in der Hand. Johannes bringt dies mit der Erntezeit in Verbindung. Die Erntezeit aber steht für das Gericht, wie wir noch lesen werden.

Das Königreich und das Gericht sind zwei Seiten derselben Medaille.

Jesus Christus

Auch Jesus verkündigte, dass das Königreich nahe gekommen sei:

Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Königreich der Himmel ist nahe gekommen!

In Matthäus 11:2-6 lesen wir, dass Jesus das Zeugnis von Johannes bestätigen ließ:

Als aber Johannes im Gefängnis die Werke des Christus hörte, sandte er durch seine Jünger und ließ ihm sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde werden sehend, und Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft verkündigt. Und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird!

Diese gute Botschaft würde auf der ganzen Erde gepredigt werden und dann würde das Ende kommen. Ein unmissverständliches Zeichen, welches Jesus seinen Aposteln gab, war die Verkündung des Evangeliums (gute Botschaft) auf dem ganzen Erdkreis (griech. oikoumene) und zu allen Nationen (griech. pasin tois ethnesin): 

Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Matthäus 24:14) 

Mehr dazu siehe bitte unter "Die Apostel".

Jesus Christus greift das Motiv der Erntezeit in einem Gleichnis auf:

Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg. Als aber die Saat aufsprosste und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sagen zu ihm: Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber spricht: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts gleichzeitig mit ihm den Weizen ausreißt.  Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

 

(Matthäus 13:24-30)

Später deutet Jesus das Gleichnis für seine Jünger:

Dann entließ er die Volksmengen und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers! Er aber antwortete und sprach: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber sind die Söhne des Königreiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen; der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. Wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun, und sie werden sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. (Matthäus 13:36-42)

Auch Jesus verband also die Gerichtszeit mit dem Königreich Gottes. Das Königreich des Sohnes ist übrigens identisch mit dem Königreich Gottes, wie wir aus Matthäus und Markus erkennen können: 

Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun.
Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod keinesfalls schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Königreich.
 (Matthäus 16:27,28)

Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Königreich Gottes in Kraft haben kommen sehen. (Markus 9:1; Vgl. Lukas 9:26,27)

Die Apostel

An die Gemeinde in Thessalonicher schreibt Paulus zur Ermunterung folgende Worte:

Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Wir müssen Gott allezeit für euch danken, Brüder, wie es angemessen ist, weil euer Glaube reichlich wächst und die Liebe zueinander bei jedem Einzelnen von euch allen zunimmt, so dass wir selbst uns euer rühmen in den Gemeinden Gottes wegen eures Ausharrens und Glaubens in allen euren Verfolgungenund Bedrängnissen, die ihr erduldet; sie sind ein Anzeichen des gerechten Gerichts Gottes, dass ihr des Königreiches Gottes gewürdigt werdet, um dessentwillen ihr auch leidet, so gewiss es bei Gott gerecht ist, denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis zu vergelten, und euch, den Bedrängten, mit Ruhe, zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer. Dabei übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht gehorchen; sie werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt, um an jenem Tag in seinen Heiligen verherrlicht und in allen denen bewundert zu werden, die geglaubt haben; denn unser Zeugnis an euch ist geglaubt worden. 

(2. Thessalonicher 1:1-10)

Die Thessalonicher erleiden Verfolgungen wegen dem Königreich Gottes. Die Verfolgungen waren ein Anzeichen für ihre bevorstehende Erlösung von dieser Bedrängung. Jesus würde Gottes gerechtes Gericht an den Verfolgern vollstrecken. Paulus sagt hier ganz deutlich, dass Gott die Verfolger

 

bestrafen muss

, um die Verfolgten zu belohnen! Das Gericht Gottes ist für die Gruppe der Verfolgten eine Belohnung, für die Gruppe der Verfolger ist es jedoch eine Strafe. Der Lohn für die Gerechten ist die Aufnahme in das Königreich Gottes.

Was sagen die Apostel in Bezug auf die Verkündung des Evangeliums zu ihrer Zeit?

Der Apostel Paulus schreibt in Römer 10:16-18 folgendes über die Verkündung des Evangeliums:

Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: "Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?" Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.  Aber ich sage: Haben sie etwa nicht gehört? Ja, gewiss. "Ihr Schall ist hinausgegangen zu der ganzen Erde und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises."

Der Apostel Paulus benutzt hier das gleiche Wort

 

Erdkreis

 

(griech.

 

oikoumene

), wie Jesus in Matthäus 24:14. Das Evangelium wurde auf dem gesamten

 

Erdkreis

verkündet. In Römer 16:25-27 schreibt der Apostel Paulus über die Verkündung des Evangeliums:

Dem aber, der euch zu stärken vermag nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesus Christus, nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen war, jetzt aber offenbart und durch prophetische Schriften nach Befehl des ewigen Gottes zum Glaubensgehorsam an alle Nationen bekannt gemacht worden ist, dem allein weisen Gott durch Jesus Christus, ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit ! Amen.

Der Apostel Paulus benutzt hier das gleiche Wort

 

Nationen

 

(griech.

 

panta ta ethne

), wie Jesus in Matthäus 24:14. Das Evangelium wurde bereits allen

 

Nationen

 

verkündet. Denselben Sachverhalt wirst du auch für Markus 16:15 und Kolosser 1:6 finden. In Kolosser 1:23 sagt Paulus, dass das Evangelium in der gesamten Schöpfung gepredigt worden ist.

Immer wieder finden wir dasselbe Muster: Jesus sagte voraus, dass Evangelium verkündet werden muss und die Apostel sagen, dass es bereits verkündet worden ist.

Da die Verkündung des Evangeliums ein Zeichen des Endes sein würde, müssten wir nun also konsequenterweise entsprechende Worte über das Ende in den Briefen finden. Was wird in den Briefen über das Ende gesagt?

Jakobus schreibt an die Zwölf Stämme:

Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange. Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.  Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür.

 

(Jakobus 5:7-9; Vgl. Markus 13:29)

Der Herr Jesus stand bereits vor der Tür. Das Ende war in greifbare Nähe gerückt. Dies sollte ihnen zum Trost dienen. Der Apostel Paulus schreibt in Römer 13:11,12:

Und dies tut als solche, die die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht! Denn jetzt ist unsere Rettung näher, als da wir zum Glauben kamen:  Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.

Der Tag ihrer Erlösung war bereits sehr nahe herangerückt. In Römer 16:20 schreibt der Apostel Paulus, bevor er über die das verkündete Evangelium spricht (Vgl. 16:25ff. oben), folgendes:

Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zertreten. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!

Die Vernichtung Satans stand kurz bevor. Mit der Vernichtung Satans würde auch das Ende einhergehen. Der Apostel Petrus schreibt:

Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet

(1. Petrus 4:7)

Mit welchem Ereignis bringt der Apostel Petrus seine Äußerung in Verbindung? Gemäß den Worten Jesu würde vor dem Ende eine große Verfolgung einsetzen, auch als große Trübsal oder Drangsal bezeichnet. Apostel Petrus schreibt in demselben Kapitel Verse 12 und 13:

Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes;  sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!

Offensichtlich hatte die große Trübsal bereits begonnen. Das Ende stand nahe bevor. Der Apostel Paulus schrieb, dass das Ende erst kommen könne, wenn der Abfall gekommen sei:

Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit  offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens

 

(2. Thessalonicher 2:1-3)

Auch hier müssten wir entsprechende Worte der Apostel wiederfinden, wenn das Ende damals herbeigekommen ist. So ist es dann auch. Der Apostel Johannes schreibt über den Abfall:

Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist.

 

(1. Johannes 2:18)

Antwort
von Sturmwolke, 22

Googel einfach mal nach dem Bib elantwortenpool und gib über die Schaltfläche Suche das Stichwort Reich Gottes ein.

Du findest dort eine ausführliche Erklärung und Links zu weiteren Informationen über das Reich Gottes.

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