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Was ist die Nano-Technik?

gefragt von Bergfex am 19.03.2007 um 17:21 Uhr

Haben uns am Wochenende Gartenmöbel angeschaut. Da hieß es das Holz ist nach der Nano-Technik bearbeitet. Heute lese ich ein Werbeprospekt von Outdoor-Jacken und man wirbt damit, dass sie nach der Nano-Technik bearbeitet sind. Hat wohl was mit wasserabweisend zu tun. Kennt sich jemand aus?


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Reply


Logonaut
beantwortet von Logonaut am 19. März 2007 18:05
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Eigentlich bedeutet "Nano-Technik" nur, daß es um Technologie im Größenbereich von Nanometern geht - also extrem klein, fast schon die Größe einzelner Moleküle.

Mit Outdoor-Jacken und Holzmöbeln hat das nur indirekt zu tun. Die Reichweite der Nanotechnolgien ist heute noch gar nicht abzusehen. Manche meinen, sie wird in zehn Jahren unsere Welt stärker verändern als Elektrizität und Computer und Internet zusammengenommen.

Was hier mit Nanotechnologie gemeint ist, bezieht sich auf einen bestimmten Teilbereich der Nanotechnologien, der schon sehr früh entwickelt wurde: die Oberflächenbeschichtung mit bestimmten Farbstoffen oder ähnlichen Trägermitteln, in denen bestimmte, winzige, nanotechnologische Partikel enthalten sind, deren elektrostatische Eigenschaften (in erster Linie) man ausnutzt, um die beschichteten Oberflächen wasser- und schmutzabweisend bzw. "selbstreinigend" zu machen. Das kann mit Holz oder Textilien genau so geschehen wie mit Autolack, Fensterglas, Steinplatten und praktisch allen möglichen Oberflächen - wenn man ein jeweils geeignetes Trägermittel findet wie z.B. Farben und Lacke oder Wachse.

Bekannt ist das Ganze auch unter dem Stichwort "Lotusblüteneffekt", weil man es sich wohl von der Lotusblüte abgeguckt hat. Unterm Mikroskop sehen deren Blätter wie feiner Samt aus bzw. unter dem Elektronenmikroskop wie ein Teppich. Diese Oberfläche bewirkt, daß Wassertropfen wie geschlossene Kugeln darauf liegen bleiben (also nicht "platzen" und sich an die Oberfläche anschmiegen) und somit ganz leicht abperlen, also einfach "herunterkullern" und damit auch Staub und Schmutzpartikel mitnehmen.

Typische Anwendungsbeispiele sind etwa hochpreisige Keramikartikel (Waschbecken, WC-Becken u.ä.), die man tatsächlich kaum noch reinigen muß, weil der Schmutz nicht haften bleibt, sondern einfach weggespült wird. Auch neuere Fahrzeuge (z.B. die neuen BMW-Modelle) haben serienmäßig einen Lack mit Lotusblüteneffekt. Das kann zwar nicht verhindern, daß man z.B. nach einer Fahrt durch Matsch und Schlamm auch entsprechend aussieht. Aber einmal mit dem Schlauch drüber, und der Wagen glänzt wieder wie neu.

In den USA - und mittlerweile auch bei einigen, wenigen Networkvertreibern hier - bekommt man übrigens auch einzelne Packungen mit entsprechenden nanotechnologischen Trägerstoffen für Autolacke, Chromfelgen, Fensterscheiben, Kacheln usw., die man dann etwa wie Autowachs nachtäglich auftragen kann. Nicht ganz billig, aber es spart in der Folge ungemein viel Arbeit ein und - wenn man z.B. die Kosten für die Autowaschanlage rechnet - auch Geld für Putzmittel u.ä. Außerdem erhöht das natürlich auch die Lebensdauer besondern von Produkten, die ansonsten z.B. durch Wind und Wetter verblassen würden oder mit der Zeit einen Grauschleier bekämen, den man auch mit Putzmitteln nicht mehr wegbekommt, weil er in die Oberflächen eingedrungen ist. Genau das wird aber durch die Nano-Beschichtungen verhindert.

Unterm Strich kann ich es nur jedem empfehlen, der am Pflegeaufwand (Putzen u.ä.) sparen und die Lebensdauer von Produkten oder Oberflächen allgemein verlängern will und dafür lieber etwas höhere Anschaffungskosten trägt. - Und wenn man es in der Nachbarschaft vorführen und weiterempfehlen kann, dann bringt es einem sogar noch einen Nebenverdienst ein. ;-)

Gruß, Logo


Weiser
beantwortet von Weiser am 19. März 2007 17:59
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'Nano' ist die Vorsilbe für ein milliardstel. Die Reihe heißt: milli, mikro, nano, pico, femto und verkleinert immer um ein tausendstel. Atome haben einen Durchmesser im Nanometerbereich. Bei der Nanotechnik spielen atomare Strukturen ein Rolle. Die Haut eines Delphins offenbart erst im submikroskopischen Bereich warum sie x-mal wasserschlüpfriger ist als die menschliche. Man versucht nun, diese Strukturen nachzuformen und schafft Oberflächen mit ähnlichen Eigenschaften. Besonders bei wasserabweisenden Materialien ist man weit gekommen; auch im Bereich der Schmiertechnik gibt es frappierende Erfolge.


Pinky
beantwortet von Pinky am 19. März 2007 17:52
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Am besten du schaust mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Nanotechnologie Ich denke das sollte helfen!


engelhaar
beantwortet von engelhaar am 19. März 2007 17:53
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Ja, das hat auch mit Wasser- und Schmutzabweisend zu tun, aber die Nano- Technik ist noch viel Umfassender. Einfach mal bei google reinschauen. Hier schon mal eine Seite zum Lesen:

http://www.nanotechnik-medizin.de/

Liebe Grüße engelhaar!

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 19. März 2007 18:15

Auch diese Seite ist sehr umfassend geschrieben:http://umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/nanotechnik.pdf

muss selbst eingegeben werden.

Gruß engelhaar!


AdrianB
beantwortet von AdrianB am 27. August 2007 01:19
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geh auf dise seite da findest du alles über nano technik

http://de.wikipedia.org/wiki/Nanotechnik





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