Frage von Haeschenherz, 30

"Was ist die ethische Herausforderung zum Thema Asyl" Gedankliche Ansätze?

Hallo, ich bräuchte ein paar interessante Gedanken oder Erfahrungen zu der oben stehenden Frage. Einfach mal reinschreiben was euch so dazu einfällt. :)

Danke

Antwort
von Dxmklvw, 13

Die eigentliche ethische Herausforderung, der aber beständig panikhaft ausgewichen wird, ist es, sowohl den Flüchtenden als auch den Zurückgebliebenen klar zu machen, daß nicht Tyrannei und Verfolgung in den Heimatländern das eigentliche Übel ist, sondern eine jeweilige über Jahrhunderte gewachsene Kultur, aus der heraus alles Gegenwärtige entstanden ist.

"Kultur" ist wie ein Baum, der erst nach sehr sehr langer Zeit seine Früchte hervorbringt, die je nach Art des Baumes nützlich oder auch überaus giftig sein können. Erst an sochen späten Früchten einer Kultur erkennt man deren wirkliches Wesen.

Diverse Streitpunkte bezüglich gerechten Umgangs mit Flüchtlingen, die Unterscheidung zwischen wirklich Verfolgten und Wirtschaftsflüchtlingen, das Burka-Thema, oder auch innenpolitische Maßnahmen zur Terror-Vermeidung - das alles sind lediglich Symptome, die isoliert betrachtet zwar auch Herausforderungen darstellen, für die es aber keine brauchbaren Lösungswege gibt, solange kulturelle Hintergründe als Ursache des Dramas wegen fehlender Massenaufklärung ausgeblendet bleiben.

Derartigen Überlegungen bringen aber bei weiterem Nachdenken eine neue Streitfrage hervor, nämlich, wie sinnvoll es ist, kulturelle Mitbringsel auch dann zu tolerieren und zu integrieren, wenn genau diese über die Zeiträume der Geschichte hinweg die Mosaiksteine waren, die zu den Problemen geführt haben, welche nunmehr aktuell sind.

Daneben gibt es als weitere große Herausforderung den Umstand, daß in westlichen Hemisphären politisches Kalkül und eskalierende Wirtschaftsunmoral wesentliche Faktoren sind, die weltweit Krisen schüren und aufrecht erhalten.

Auch in solchen Zusammenhängen halte ich es für komplett am Thema vorbeigeredet, wenn die Mantisse für den Umgang mit dem Asyl-Problem von genau dieser Politik und Wirtschaft vorgegeben wird und die überwiegende Volksmeinung ausgerechnet solchen Vorgaben folgt.

Antwort
von 1988Ritter, 13

Die ethische Herausforderung begründet sich in der Würdigung unterschiedlicher kultureller Gesichtspunkte, die die ethische Herausforderung leugnet, und somit ein Gefahrenpotential für die begünstigende Kultur darstellt.

Dies bedeutet im Klartext.

Es gibt Kulturen die zum Beispiel:

  • andere Ansichten über die Gesellschaft haben,
  • andere Ansichten über die Stellung der Frau haben,
  • andere Ansichten über die Homosexualität haben,
  • andere Ansichten über Gesetze haben,
  • andere Ansichten über die Staatsform haben,
  • andere Ansichten über die Wertung der Religion haben.

Die ethische Ansicht, die dazu neigt, jeden Hilfsbedürftigen Hilfe zu gewähren, erhält durch die kulturellen Differenzen eine Schieflage, da der Hilfeleistende selbst zum Opfer anderer kultureller Ansichten werden kann.

Und damit sit die große Herausforderung zu formulieren:

Eine Hilfestellung kann nur dann erfolgen, wenn eine Selbstaufgabe nicht gegeben ist.

Damit ist gemeint, dass man helfen kann, aber dies nur zu den bestehenden Spielregeln.

Antwort
von jerkfun, 17

Vordergründig bietest Du Menschen eine Heimat,bietest Schutz und Geborgenheit.Christliche Nächstenliebe ,Humanität. Hintergründig und längerfristig entziehst Du der angestammten Bevölkerung die Daseinsvorsorge,ein Problem zieht das andere nach sich,und das ist das was bewusst ausgeblendet wird.Die Mischung und die Menge macht das Gift.Sogar in solchen Fragen.Ein paar tausend ausgewählte Asylanten,wie es u.a.das riesige Einwanderungsland USA praktiziert schadet gewiss nicht.Wirklich ethisch ist das,was man auch nach langer Zeit als gesund ,richtig ,moralisch ,vertreten werden kann.Und das wird die uneingeschränkte Einwanderung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht leisten.Beste Grüße

Antwort
von thetee99, 12

Mit "ethischer Herausforderung" wird hier wohl der moralische Konflikt gemeint.

Ein Asylant ist erstmal kein einfacher Auswanderer, sondern Asyl bedeutet immer auch Schutzsuche, z. B. vor Krieg, politischer Verfolgung etc.

Zum einen will aber ein Teil der z. B. deutschen Bevölkerung keine Asylanten aufnehmen, aus Angst vor "Überfremdung"... oder weil sich ja evtl. Terroristen darunter verstecken könnten. Ein Ablehnen von Asyl würde aber dazu führen, dass man diese Menschen sich selbst überlässt und lieber wegschaut, statt zu helfen und auch wenn von 200 Asylanten, 2 darunter sind die nur Wirtschaftsflüchtlinge oder Terroristen wären, würde man 198 andere Menschen die wirklich vor Krieg flüchten, mit bestrafen.

Antwort
von Hideaway, 17

Sollen wir uns jetzt den Kopf für deine Hausaufgaben zerbrechen? Übung macht den Meister. Durch Vorsagen hat noch nie jemand das selbständige Arbeiten gelernt.

Im Internet findest du reichlich Anregungen.

Kommentar von Haeschenherz ,

Ich finde das immer sehr freundlich, wenn Leute mich auf so etwas hinweisen. Was ich natürlich ironisch meine.

Auch wenn ich das hier in den Themenbereich "Hausaufgaben" gesetzt habe bedeutet das nicht, dass die oben gestellte Frage meine Hausaufgabe ist.
Ich versuche lediglich kompetente, aber dennoch verständliche (daher "Hausaufgaben") Meinungen zu diesem Thema zu finden, indem ich gezielt recherchiere. Mir eine eigene Meinung zu umfangreichen Themen wie diesem zu bilden, erfordert, wie ich finde, dass ich mir andere Meinungen anhöre.
Aber gut, Trolle gibts überall.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community