Frage von Jassi2010 02.02.2011

Was ist der Zweck und die Aufgabe einer Rentenversicherung???

  • Antwort von hubkon 03.02.2011

    Rentenversicherung Wissenswertes über die Rentenversicherung in Deutschland: Zweck und Aufgaben: Das Rentenversicherungssystem zählt in Deutschland zu den Sozialversicherungen. Die RV bildet eine wesentliche Stütze unseres modernen Sozialstaates bereits seit dem 19. Jahrhundert. Reichskanzler Bismark hat diese Institution ins Leben gerufen. Die damalige RV ist mit einem Renteneintrittsalter von 70 Jahren gestartet. Davon sind wir übrigens mittlerweile nicht mehr weit entfernt! Der Zweck und Aufgabe der Rentenversicherung in Deutschland als Teil der Sozialversicherungen ist in seinem Kern bis zum heutigen Tag unverändert geblieben, wird aber kontinuierlich immer weiter ausgehölt. Die Rentenversicherung basiert in Deutschland auf dem so genannten Generationenvertrag. Dieser sagt aus, dass die aktuelle Generation an Arbeitnehmern die derzeit zu zahlenden Rentenzahlungen durch ihre Beiträge sicherstellt. Im Gegenzug hierzu erhalten die jetzigen Arbeitnehmer ihrerseits eine Rentengarantie beim Erreichen des Renteneintrittsalters. Zu diesem Zweck ist jeder Arbeitnehmer in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, monatliche Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten. Die Höhe bemisst sich hierbei prozentual am Gehalt des Einzelnen. Generell gilt: Je höher der Verdienst, umso höher die Abgaben in die Rentenversicherung. Dies ist das Grundprinzip jeder der verschiedenen Sozialversicherungen in Deutschland. Freiberufler und Selbständige sind von der Zahlung der Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ebenso befreit wie Arbeitslose sowie Rentner. In Zeiten leerer Sozialkassen und immer weniger Vollzeitarbeitsstellen fließen demzufolge zunehmend weniger Beiträge in die Rentenkassen. Beschleunigt wird das Ganze durch die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft. Immer weniger Junge rücken nach, Stichwort Geburten-Rückgang. Dadurch also weniger Beitragszahler aber mehr Zahlungsempfänger. Ein buchstäblicher Teufelskreis. Schon seit einigen Jahren reichen die Beiträge nicht mehr aus und der Staat muß aus Steuermitteln zuschießen. In den 70-er Jahren haben einmal vorausschauende Politiker zu Zeiten des Wirtschaftswunders und Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Automatisierung in der Industrie Vorschläge gemacht, wegfallende Arbeitsplätze und damit wegfallende Pflichtbeiträge durch eine angemessene Maschinensteuer auszugleichen. Die Industrielobby hat diesem Ansinnen aber sogleich durch massive Ablehnung einen Todesstoß versetzt. Da auch der Staat total verschuldet ist, wird die Finanzierungslücke mit Anwerfen der Gelddruckmaschine und ständig an Wert verlierenden Papiergeldscheinen gestopft. Folge: Inflation. Dadurch wiederum Geldentwertung. Durch Geldentwertung sinkt die Kaufkraft der ausbezahlten Renten. So steht auf der einen Seite zwar die sogenannte Rentengarantie, auf der anderen Seite finden aber, von der breiten Öffentlichkeit oft unbemerkt, Renten-Kaufkraftverluste in erheblichem Ausmaß statt. Hinzu kommen die in den letzten Jahren extremen Rentenreformen. Z.B. über Nacht die Heraufsetzung des Rentenalters für Frauen von 60 auf 65 Jahre. Dann die Geschichte mit der Anhebung des Rentenalters Richtung 67 Jahre. Es wird bereits über die weitere Anhebung des Rentenalters Richtung 70 Jahre diskutiert. Die bis zum 31.12.2000 geltenden Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten wurden abgeschafft und ab Januar 2001 in Erwerbsminderungsrenten umbenannt. Im gleichen Atemzug wurden diese Renten massiv gekürzt und die Einstiegsbarrieren extrem angehoben! Die Beiträge werden als Pflichtbeiträge direkt vom Lohn/Gehalt einbehalten und dieses Geld sehen die Beitragszahler überhaupt nicht. Es verschwindet im aufgeblähten Verwaltungsapparat. Die Pflichtbeiträge sind das Eine. Das Andere ist aber der Zirkus, den Betroffene durchlaufen müßen, wenn Sie aus diesem Verwaltungsmoloch eine Leistung erhalten wollen. Dann zeigt das Verwaltungsmonster seine Zähne in Form von unzähligen Paragraphen, Gutachtern und 100-Tausenden von Angestellten. Diese Leute sind tagtäglich damit beschäftigt, ein Haar in der Suppe zu finden und beantragte Leistungen abzuwehren. Ohne versierten Rechtsbeistand stehen Betroffene auf verlorenem Posten. Das ist die Realität! Ich sehe das Ganze aus der Sicht eines Betroffenen, der durch diese Verwaltungshölle schon mehrfach für sich selbst und für Familienangehörige gegangen ist. Meine dringende Empfehlung an alle Sozialversicherten aus eigener Erfahrung: Nicht warten bis zum Eintritt der Katastrophe! Unbedingt rechtzeitig eine Rechtsschutzversicherung abschließen! Wartezeiten bis zum Verfahrensbeginn beachten. In der Regel 3 Monate und mehr. Rechtzeitig Mitglied beim VDK-Deutschland werden. An der Protestaktion gegen den ungerechten Sozialabbau beteiligen unter www.vdk.de/protest Ich hoffe, ich konnte Ihnen das System ein bischen erläutern. Vielleicht nimmt der Eine oder Andere die Hinweise ernst und stellt rechtzeitig sicher, daß er im Fall der Fälle nicht alleine dasteht sondern dem Verwaltungskarussel mit Unterstützung eines versierten Rechtsbeistandes Paroli bieten kann. Zusätzlicher Appell an die jüngere Generation: Helfen Sie Ihren Angehörigen, Freunden, Nachbarn, Bekannten, Hilfsbedürftigen bei der Beantragung von Leistungen. Kranke Leute sind oft total überfordert, wenn es darum geht, Rechtsansprüche geltend zu machen und durchzusetzen. Sorgen Sie rechtzeitig vor durch private Vorsorge wie Berufsunfähigkeitsversicherung, sparen Sie, behalten Sie Überblick über Ihre Finanzen, vermeiden Sie Konsumschulden! Ernähren Sie sich vernünftig, geben Sie das Rauchen auf und achten Sie auf ausreichend Bewegung. Ihre Gesundheit ist Ihr höchstes Gut! Noch etwas sehr wichtiges zum Schluß dieser Ausführungen, weil dies immer wieder vernachlässigt wird: Sammeln Sie unbedingt lückenlos alle Atteste, Diagnosen, Röntgen und sonstige bildgebende Nachweise, Reha-Entlassungsberichte, Krankenhausentlassungsberichte,Gutachten und alle sonstige Nachweise, mit welchen Sie Ihre Krankengeschichte dokumentieren und belegen können. Denken Sie auch daran, daß die Ärzte und Kliniken Ihre Unterlagen maximal 10 Jahre aufbewahren müßen. Dann kann es sehr schwierig werden,überhaupt noch Unterlagen zu bekommen. Beste Grüße Konrad

  • Antwort von Berufspsycho 03.02.2011

    Der dem Du ihr zugestehst. Du solltest deine Hausaufgaben künftig selbst machen! ;)

  • Antwort von harryrrah 02.02.2011

    das die masse der arbeitenden bevölkerung durch rentenbeiträge die wenigen rentner mit einer rente unterstützt, da sie ansonsten kein einkommen erwirtschaften können und somit eine sozialverträgliche existenzgrundlage haben. theoretisch zumindest! - in der praxis das die wenigen der arbeitenden bevölkerung durch unzureichende rentenbeiträge die masse der rentner finanziert. funktioniert aber leider schon lange nicht mehr.

  • Antwort von Kekz410 02.02.2011

    du (als arbeitnehmer) bezahlst mit deinem rentenversicherungsbeitrag die rentner. und wenn du rentner bist, bezahlt die arbeitende bevölkerung für dich mit. ist also dafür da, dass du später geld bekommst.

  • Antwort von Novalis011010 02.02.2011

    Die zahlt dir später deine Rente. Wobei eig die junge arbeitende Generation die alte, sich bereits in der Rente befindliche Generation "bezahlt". Nennt sich Umlagesystem

  • Antwort von Matti2 02.02.2011

    die Absicherung der AKTUELLEN Rentenansprüche , nur zum Teil der zukünftigen

  • Antwort von epicfail87 02.02.2011

    der zweck dahinter das du im alter keine einschnitte in deinem lebensweise hast und nicht von der 100 euro rente leben musst

  • Antwort von Aberaba 02.02.2011

    Den armen arbeitenden Mitgliedern den Lohn zu kürzen.

  • Antwort von Kindersicherung 02.02.2011

    Sie versichert dich wenn du in Rente gehst. Logisch.

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