blackpanic am 30.04.2009 um 1:07 Uhr

also tiefenpsychologie heist quasi aufarbeitung von traumatischen geschehnissen, also gesprächstherapie. verhaltenstherapie heißt dein jetziges verhalten wird unter die lupe genommen. es wird geschaut, wie es dazu kam, dass du so reagierst wie du reagierst und dann gemeinsam ein weg gefunden, diese schlechten verhaltensweisen zu ändern. hat dir das geholfen?

tiefenpsychology beschäftigt sich mit unterbewusstem denken.......verhaltenstherapie mit dem verhalten^^
Bei der Tiefenpsychologie sucht man den Ursprung der Störung und erreicht dadurch eine Änderung.
http://www.mikoleit.de/tiefenpsychologie.htm
In der Verhaltenstherapie geht es praktischer zu und das jetzige Verhalten wird verändert.
Dabei wird nicht unbedingt gefragt, wieso man sich so verhält.
wenn du z.b. einen putzzwang hast, würde dir ein profi eher zu verhaltenstherapire raten. aber da die baustelle ja sowieso meistens die kindheit ist, kann man prinzipiell beide verfahren auf alle möglichen probleme anwenden

Um´s einfach und kurz zu sagen: Tiefenpsychologie ist nur Sprechen, der Patient liegt klassischer Weise auf der Couch (wie im Klischee), hat viel mit Deutung zu tun. Verhaltenstherapie muss nicht nur Sprechen sein, sondern kann auch mit Tätigkeiten verbunden sein (z.B. Angsttherapie, wo der Patient dem angstmachenden Objekt bzw. der Situation ausgesetzt wird). Wenn du´s genauer wissen willst, dann such mal bei www.wikipedia.de oder google die Begriffe.

In Abgrenzung zur Psychoanalyse Sigmund Freuds werden alle anderen Schulen (Jung, Adler etc.) der sogenannten Tiefenpsychologie zugeordnet. Allen diesen Verfahren ist gemeinsam, dass sie versuchen zugrundlegende Konflikte aufzuspüren und dies dann zur Lösung des Problems beitragen soll. Alle diese Schulen gehen auf entsprechende Schulengreünder zurück. Die Verhaltenstherapie wurde dagegen weltweit von den unterschiedlichsten Leuten entwickelt und hat zum Ziel problematisches Verhalten zu verändern. Abhängig vom Störungsbild oder dem Problem sollte entschieden werden, welche Therapieform am ehesten in Frage kommt.
Dipl.-Psych. Thomas Hünerfauth
DH, XXL variante meiner antwort^^
Danke, ja hat mir geholfen.
Bravo, das hast Du sehr gut auf einen Nenner gebracht, - ich hätte das garantiert komplizierter ausgedrückt, deshalb halte ich mich klugerweise bedeckt.