Frage von Victoria1901, 689

Was ist der Unterschied zwischen "pflichtversichert" und "freiwillig versichert"?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 563

Wenn sich deine Frage auf die gesetzliche Krankenversicherung bezieht, hast du die verschiedene Personenkreise der Versicherungspflicht und Versicherungsfreiheit ja bereits ausführlich genannt bekommen. Besser kann man es nicht darstellen. Der Gesetzgeber legt das nämlich genau so fest.

Heißt zusammengefaßt:

versicherungspflichtige Personen m ü s s e n sich gesetzlich krankenversichern, 

versicherungsfreie Personen k ö n n e n wählen, ob sie privat oder gesetzlich versichert sein möchten. 

Alles klar ? viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team

Antwort
von kevin1905, 449

Im Bezug auf die Krankenversicherung gibt es Personenkreise die sich gesetzlich versichern müssen (§ 5 SGB V).

Z.B.:

  • Azubis,
  • Angestellte mit Einkommen über 450,- € aber unter als 4.687,50 € im Monat
  • Rentner in der KVdR
  • Studenten in der KVdS

Andere Personen sind versicherungsfrei (§ 6 SGB V), d.h. sie haben freie Systemwahl zwischen einer freiwilligen Versicherung in der GKV oder eine privaten Krankenversicherung:

  • Beamte und ihnen gleichgestellte Personen (Richter, Soldaten*, etc.)
  • Selbständige
  • Angestellte mit Einkommen von über 4.687,50 €.
  • andere oben nicht erwähnte Personenkreise

Der Hauptunterschied der beiden liegt in den sog. beitragspflichtigen Einnahmenn (§§ 226 - 240 SGB V).

Ein Versicherungspflichtiger hat nur beitragspflichtige Einnahmen aus Erwerbstätigkeit (Anstellung), oder einer gesetzlichen bzw. betrieblichen Rente. Bei Rentnern in der KVdR können es auch selbst. Nebeneinkünfte sein. Niemals aber Mieteinnahmen, Kapitalerträge oder sonstiges.

Der Beitrag bestimmt sich vom Bruttoeinkommen (14,6% zzgl. kassenabh. Zusatzbeitrag) und es ergibt sich - außer bei Rentnern und Studenten - ein grundsätzlicher Anspruch auf Krankengeld.

Auch gibt es in der Regel eine Stelle, die 7,3%-Punkte der Beiträge übernimmt (Arbeitgeber, Deutsche Rentenversicherung)

Freiwillig Versicherte zahlen i.d.R. nur 14% zzgl. Zusatzbeitrag und haben keinen Anspruch auf Krankengeld. Bei freiwillig Versicherten sind ferner alle Einkünfte beitragsrelevant.

Für freiwillig Versicherte gibt es auch eine sog. Mindestbeitragsbemessungsgrundlage und eine Nachweispflicht über das Einkommen.

Wird Einkommen nicht nachgewiesen muss die Kasse per Gesetz davon ausgehen, dass 4.237,50 € im Monat verdient werden und darauf den Beitrag festsetzen.

Ansonsten gilt das nachgewiesene Einkommen, mind. jedoch folgende Untergrenzen:

  • 75% der Bezugsgröße für hauptberuflich Selbständige
  • 50% der Bezugsgröße für hauptberuflich Selbständige Gründer oder bei besonderer Härte (Antrag!)
  • 33% der Bezugsgröße für alle anderen freiwillig Versicherten.

Sowohl aus freiwilliger als auch aus Pflichtmitgliedschaft kann sich für Angehörige gem. § 10 SGB V ein Anspruch auf kostenlose Familienversicherung ergeben.

Antwort
von Othetaler, 370

Dein Einkommen.

Bis zur Beitragsbemessungsgrenze (aktuell 4.237,50 mtl.) bist du pflichtversichert. Darüber hinaus freiwillig. Dann kannst du auch in die private Krankenkasse wechseln.

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Bis zur Beitragsbemessungsgrenze (aktuell 4.237,50 mtl.) bist du pflichtversichert

Auch als Stellenloser ohne Leistungsbezug? Auch als Selbständiger miz (noch) geringem Einkommen? Auch als Student/Schüler über 30? Auch als Hausfrau mit Einkommen oberhalb der Familienversicherungsgrenze?

Vor Beantwortung besser recherchieren!

Kommentar von kevin1905 ,

Das gilt nur für Angestellte.

Antwort
von peterobm, 296

man kann auch "freiwillig" in einer GKV sein. Meist Selbstständige die in keine PKV wollen. 

Antwort
von Nordseefan, 280

Aus den Tags nehme ich mal an es geht um die Krankenversicherung. Freiwillig versichert gibt es nicht, du meinst eher Privat Versichert.

Die Pflichtversicherung musst du haben. Punkt aus. Wenn du krank wirst hast du dann Anspruch darauf das die Krankenkasse einen bestimmten Anteil übernimmt.

Privatversicherungen sind teuerer. Und man bekommt mehr für sein Geld - Je nach dem welchen Tarif man abschließt. Die Medizinische Behandlung ist gleich. Aber im Krankenhaus zum Beispiel kannst du dann ein Ein oder Zweibettzimmer bekommen, Chefarztbehandlung. Das sind sogenannte Wahlleistungen. Je mehr du davon buchst, desto teuere die Versicherung.

du kannst aber auch als Pflichtversicherter Wahlleistungen freiwillig bei einer privaten versicherung "dazubuchen"

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Freiwillig versichert gibt es nicht

Na dann lies mal nach:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb\_5/\_\_9.html

Was es so nicht alles gibt... ;-)

Kommentar von DerHans ,

"freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse"

Kommentar von Apolon ,

 . Freiwillig versichert gibt es nicht, du meinst eher Privat Versichert.

Also müssten alle Menschen die nicht pflichtversichert sind, in die private Krankenversicherung ?

Dann müsste man aber zuerst einmal das Sozialgesetzbuch V §§ 6 - 9 ändern.

Mach doch mal den Vorschlag!

Kommentar von derkletterer ,

An dem Eintrag stimmt so ziemlich gar nichts.

Freiwillig versichert gibt es nicht

Ich war z.B. die letzten knapp 10 Jahre Freiwillgi versichert. Freiwillig gesetzlich. Ich hätte mich auf privat versichern können. (Was ich nie tun würde...)

Die Pflichtversicherung musst du haben.

Wie schon gesagt. Ich war freiweillig, nicht pflichtversichert. Du meinst sicher, dass in Deutschland (theoretisch) jeder Bürger Krankenversichert sein müßte. Aber in der Praxis sieht das auch anders aus.

Privatversicherungen sind teuerer

Die meisten (jüngeren) Selbstständigen sind privat versichert, weil das für Sie preiswerter ist als in der gesetzlichen Krankenkasse. Ich hätte mich privat z.B. für 169 Euro versichern können, in der gesetzlichen habe ich 351 Euro pro Monat bezahlt.

Und man bekommt mehr für sein Geld

... Das kann man so pauschal keinesfalls sagen. Die Basistarife, in denen die meisten Privatversicherten sind, entsprechen etwa denen der GKV.

Antwort
von DerHans, 223

Pflichtversicherte zahlen ihren Beitrag nur aus  dem Erwerbseinkommen oder der Rente.

Freiwillig Versicherte zahlen den vollen Beitrag vom GESAMTEN Einkommen (bis zur Bemessungsgrenze)

Antwort
von Centario, 307

Pflichtversichert ist gesetzlich vorgeschrieben, zB KFZ und Gebäude. Freiwillig kann jeder für sich selbst entscheiden.

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Haha! :-)

Auf keinen Fall falsch beantwortet bei solch einer schwammigen Frage, die sich auf alles beziehen kann.

Kommentar von Centario ,

Die Beispiele sind noch in Verbindung mit der Haftung zu sehen, dashalb Haftpflicht, nur die Begründung verweist auf pflichtversichert. Und dem entsprechen sie beide.

Kommentar von DerHans ,

Ein Gebäude ist nur regional "pflichtversichert". Nur eine finanzierende Bank verlangt einen Feuerversicherungsschein

Kommentar von Centario ,

Auch wenn regional gibt es dort doch eine zwingende Bestimmung. Die Pflicht legt man sich nicht selber auf, oder?

Kommentar von Apolon ,

 Auf keinen Fall falsch beantwortet

Noch einer, der der Meinung ist, dass es eine gesetzliche Pflichtversicherung für Gebäude gibt !

Kommentar von Apolon ,

Nur interessehalber,

Bitte um Hinweis aus welchem Gesetz hervorgeht, dass ein Gebäude pflichtversichert werden muss.

Kommentar von Centario ,

Dann ist das Wort "pflicht", wenn keine zwingende Bestimmung vorliegt, falsch rein interprediert worden. Hast du eine Erklärung dafür oder geht es um Erbsenzählerei?

Kommentar von Apolon ,

Nein - es geht um deinen Text:

 Pflichtversichert ist gesetzlich vorgeschrieben, zB KFZ und Gebäude.

Kommentar von Centario ,

Das eine so und das andere so. Ob Gesetz oder Bestimmung eines Landes? Da wo es nicht vorgeschrieben ist(Länder?) führen die auch die Bezeichnung "pflicht" in der Versicherungsart?

Antwort
von TreudoofeTomate, 225

Die eine Versicherung ist pflichtig, die andere freiwillig.

Die Antwort auf deine Frage findest du im SGB V. Google doch mal.

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