Frage von Phiemag, 24

Was ist der Unterschied zwischen Konjunktionen und Präpositionen?

Und ist der Unterschied auf Deutsch wie auf Französisch derselbe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rendric, 19

Konjuktionen verbinden zwei Hauptsätze oder zwei Haupt- und Nebensätze miteinander. Z.B: Und, Oder (übergeordnet); aber, dennoch, deshalb, darum...

Präpositionen stehen vor einem Substantiv und beschreiben eine Position, Uhrzeit usw. genauer: auf, unter, am, mit ...

Kommentar von Phiemag ,

Ohh vielen Dank! Jetzt wird mir einiges klar! 😍

Kommentar von Bswss ,

Aber auch im Satzteil  "du und ich" ist und eine Konjunktion - ohne dass ein Haupt- oder Nebensatz vorliegt.

Antwort
von Deponentiavogel, 10

Konjunktionen verbinden immer irgendetwas, leiten Nebensätze ein bzw. helfen bei der Aufzählung:

– Teilsätze in einem Ganzsatz: 

Ich kam und dann ging ich wieder. Ich komme oder ich gehe, wie es mir gefällt. Ich liebe dich, weil du schön bist. Ich komme wieder, aber es wird spät.

– Teile in einem Satzglied: 

Dieses Kleid ist rot und schön. Ich wähle dich oder sie. Er ist schön, aber bescheuert.

____________

Präpositionen verlangen immer einen Fall:

– Dativ (kursiv ist 3. Fall): 

Ich gehe mit dir. Ich fahre immer in solchen Autos. Trotz dem Regen geht es ihm gut.

– Akkusativ (kursiv ist 4. Fall): 

Ich sehe durch dich. Ich krachte mit dem Wagen in solche Autos. Ich gehe gerne gegen den Strom.

– Genitiv (2. Fall): Präpositionen stehen korrekterweise niemals mit dem Genitiv. 

Wörter wie aufgrund oder anhand sind Denominalisierungen und stehen deshalb mit dem Genitiv. Sie sind keine Präpositionen. Echte Präpositionen wie wegen oder während verlangen hingegen den Dativ, in der Standardsprache jedoch immer noch den Genitiv (norddeutsche Dialektform!).


Kommentar von Duponi ,

deine Erklärung ist korrekt für Deutsch, im Französischen allerdings gibt es keine Fälle.im F wird préposition so definiert:

La préposition est un mot invariable sans fonction grammaticale dans la
phrase, mais qui permet de réunir deux mots.

aber der grammatikalische Begriff an sich ist für beide Sprachen der gleiche

Kommentar von Deponentiavogel ,

Idiotisch von mir. Ich hab die Frage nicht einmal vollständig gelesen.

Trotzdem kann man mit dem Wissen gut arbeiten. Präposition bleibt Präposition, auch wenn es keine erkennbaren Fallendungen mehr gibt.

Kommentar von Ottavio ,

Trotz oder wegen mit dem Dativ ist schlicht ein ganz sauschlechtes Deutsch. Setzen sechs !

Kommentar von Deponentiavogel ,

Der Genitiv ist der Kasus des unbestimmten Bezugs, der immer auf die Frage ›In Bezug worauf?‹ antwortet. Im Gegensatz zum Dativ oder dem Akkusativ zeigt er keine räumlichen Verhältnisse an und steht deshalb seit seinem Ursprung im Späturindogermanischen niemals mit einer Präposition.

Der Genitiv kann adverbial (im Adverbiale) oder attributiv (im Attribut) frei auftreten. Was die meisten Grammatiken als Präposition mit Genitiv interpretieren, sind allesamt attributive Genitive, die dem übelsten Deutsch überhaupt, nämlich dem Kanzleideutsch, entspringen:

Man kann dies an Hand eines Beispiels erkennen. --›

Man kann dies anhand eines Beispiels erkennen.

Scheinpräpositionen mit dem Genitiv sind in 9 von 10 Fällen solche Denominalisierungen. Dass es keine Präpositionen sind, erkennt man daran, dass man sie mit einer anderen Präpositionalphrase auflösen kann:

Man kann dies anhand von einem Beispiel erkennen.

Der Präposition wegen liegt diese Systematik zugrunde. Die Kanzlisten verwendeten ›von Wegen des Angeklagten‹ für ›von Seiten des Angeklagten‹. Hier steht ein gewöhnlicher attributiver Genitiv.

Es gibt nur ein Problem. Es waren die niederdeutschen Kanzleien, die davon Gebrauch machten. Und niederdeutsch sprechen wir heute nicht mehr. Wegen kam als Niedergermanismus in den hochdeutschen Sprachraum, wo der attributive Genitiv nicht verstanden wurde, da man ja nicht um die Bedeutung des Wortes Wegen wusste. 

Man benutzte es deshalb als gewöhnliche Präposition mit einem gewöhnlichen räumlichen Kasus; in diesem Fall der Dativ. 

Wir haben es nicht mehr mit einem unbestimmten Bezug zu tun, sondern mit präpositionaler Rektion. 

________

Wer wegen mit Genitiv gebraucht, spricht in norddeutscher Dialektform, aber nicht standarddeutsch. Unsere Standardsprache ist Hochdeutsch und dort ist der attributive Bezug nicht mehr ersichtlich.

Würden Grammatiken nicht seit Jahrzehnten auswendig gelernte Regeln propagieren, die keiner durchschaut, wäre wegen mit Genitiv längst ausgestorben.

Antwort
von KleinerTimmi, 10

Laut Wikipedia: 

Konjunktion (von lateinisch coniunctio „Verbindung“), auch: Bindewort, FügewortJunktion[1], ist in der Grammatik die Bezeichnung für eine Wortart, die syntaktischeVerbindungen zwischen Wörtern, Satzteilen oder Sätzen herstellt und zugleich logische oder grammatische Beziehungen zwischen den verbundenen Elementen ausdrückt.[2]Zusammen mit den Präpositionen, die sprachlich einen ähnlichen Zweck erfüllen, werden Konjunktionen auch als Relatoren zusammengefasst. Im Unterschied zu Präpositionenregieren Konjunktionen normalerweise keinen Kasus an ihren Ergänzungen. Man unterscheidet vor allem zwischen nebenordnenden Konjunktionen (z. B. und, als, denn) und unterordnenden Konjunktionen (auch: nebensatzeinleitenden Konjunktionen, z. B. dass, weil, ob), die zwei sehr verschiedenartige Gruppen bilden.

Kommentar von Phiemag ,

Danke, aber wenn ich bei der Französischprüfung Konjunktionen von Präpositionen unterscheiden muss, bringt mir das irgendwie nicht viel. Hab den Artikel auch gelesen und nicht verstanden (im praktischen Sinne)

Kommentar von KleinerTimmi ,

Dann müsstest du wohl zu deinem Lehrer gehen und einfach mal nachfragen :)

Kommentar von Phiemag ,

Hab eine gute Antwort erhalten, also wenn es dir unter den Nägeln brennt, den Unterschied auch zu wissen, scroll mal hoch (:

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