Was ist der Unterschied zwischen Grundbestandsblatt und Grundbesitzblatt?

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1 Antwort

Situation in Österreich:

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Grundbuch

Im Hauptbuch ist für jede flächenmäßige

Einheit eine Grundbuchseinlage angelegt, die als eigene Einlagezahl (EZ)
geführt
wird. Gegenstand dieser Grundbuchseinlage sind alle in ihr
zusammengefassten Flächen als Ganzes: der Grundbuchskörper. Der
Grundbuchskörper kann aus einem oder mehreren Grundstücken
(Liegenschaften, Parzellen) bestehen. An Flächen, die keine eigene
Einlage bilden, können bloß Dienstbarkeiten sowie Veräußerungs- und
Belastungsverbote begründet werden.

Jede Grundbuchseinlage besteht aus 3 Teilen („Blättern“): dem A-Blatt (Gutbestandsblatt), dem B-Blatt (Eigentumsblatt) und dem C-Blatt (Lastenblatt).

Das A-Blatt

umfasst neben der Aufschrift (Bezeichnung der Liegenschaft, EZ) zwei Abteilungen.
In der ersten Abteilung (A-1) sind alle Grundstücke (Parzellen) des
Grundbuchskörpers mit Grundstücksnummer und Benützungsart (früher
Kulturgattung)
verzeichnet; diese Benützungsart hat keinen Bezug zur Widmung eines
Grundstückes im Flächenwidmungsplan. Die zweite Abteilung (A-2) enthält
die mit dem Eigentum an der Liegenschaft verbundenen Rechte (z.B.
Grunddienstbarkeiten in herrschender Stellung). Außerdem werden in
diesem Teil Veränderungen am Grundbuchskörper durch Zu- und
Abschreibungen, öffentlich-rechtliche Beschränkungen und Lasten
eingetragen.

Das B-Blatt gibt über die Eigentumsverhältnisse Auskunft. Es enthält den
oder
die Eigentümer (unter Angabe der Quote des Miteigentums), damit auch
die Eigentumsübertragungen. In diesem Blatt sind auch subjektive
Beschränkungen einzutragen, denen der Eigentümer in seiner
Vermögensverwaltung persönlich unterliegt (z.B. Minderjährigkeit).

Das C-Blatt enthält die mit dem Eigentum an der Liegenschaft verbundenen
Belastungen,
insbesondere die Pfandrechte (Hypotheken), Dienstbarkeiten in dienender
Stellung und Reallasten, außerdem sonstige objektive Beschränkungen wie
Veräußerungs- und Belastungsverbote, Vor- und Wiederkaufsrechte,
verbücherte Miet- und Pachtverträge.

In der Urkundensammlung sind alle Unterlagen (Verträge und behördliche
Schriftstücke)
chronologisch nach Tagebuchzahlen (TZ) geführt, die Grundlage einer
bücherlichen Eintragung bildeten. Ein wesentlicher Grundsatz im
Grundbuchsrecht ist das Prioritätsprinzip: „Der zeitlich Frühere ist
auch der rechtlich Stärkere“; das bedeutet, dass bei konkurrierenden
Ansuchen um die Einräumung des gleichen dinglichen Rechtes der frühere
Antrag dem späteren vorgeht. Maßgebend ist dabei das Einlangen bei
Gericht. Die Rangfrage ist bei allen bücherlichen Rechten, besonders
aber bei der Hypothekarbestellung, bedeutungsvoll. Im Falle einer
Zwangsvollstreckung (Versteigerung) werden die Gläubiger nach ihrem Rang
– und nicht verhältnismäßig – befriedigt. Eintragungen, die in Folge
gleichzeitig eingelangter Eingaben vorgenommen worden sind, stehen
untereinander in gleicher Rangordnung.

Zur vorläufigen Sicherung
eines bücherlichen Ranges dient die Anmerkung der Rangordnung, die vor
allem der Käufer erwirken kann, wenn er die Absicht hat, eine
Liegenschaft demnächst zu erwerben oder zu belasten. Er erhält einen
Rangordnungsbescheid, der nur in einfacher Ausfertigung ausgestellt wird
und nur ein Jahr Gültigkeit hat. Innerhalb dieses Zeitraumes kann im
Range der Anmerkung nur jener eingetragen werden, der den Bescheid
vorlegt.

Seit 1990 verfügt Österreich über ein elektronisches Grundbuch, in dem
die
aktuellen Grundbuchseintragungen digital gespeichert und abrufbar sind.
Die Einsichtnahme in das Grundbuch erfolgt in Form von
Grundbuchsauszügen, die gegen Gebühr (ab € 8,-- Stand Dezember 2003)
beim Grundbuchsgericht, bei Notaren, Rechtsanwälten und
Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen erhältlich sind.

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http://www.meingrundstueck.at/lexikon/Grundbuch.html

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Grundstücksdatenbank

Die Grundstücksdatenbank besteht aus
dem sog. Grundbuch (Hauptbuch)
und dem sog. Grenzkataster.
Sie ist als Datenbank im Bundesrechenzentrum in Wien
eingerichtet und wird vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen ()
betrieben.

Grundbuch

Das Grundbuch
ist ein öffentliches Verzeichnis, das von den Bezirksgerichten geführt
wird. In diesem finden sich Informationen zu Grundstücken und zu den an
ihnen bestehenden dinglichen Rechten.Das Grundbuch besteht aus dem
Hauptbuch, dem Verzeichnis der gelöschten Eintragungen
("Löschungsverzeichnis"), in das gelöschte - wenn auch nur teilweise
gelöschte - sowie gegenstandslose Eintragungen aus dem
Hauptbuch übertragen werden, und aus der Urkundensammlung. Daneben gibt es noch Hilfsverzeichnisse.

Hauptbuch:
Anschrift (Adreßangaben des Grundstücks)

A-Blatt (Grundstücksnummer, Benützungsarten)

B-Blatt (Aktenzahl der Grundbuchsabteilung, Titel, Eigentümer des Grundstücks)

C-Blatt (Aktenzahl der Grundbuchabteilung, Titel, Lasten auf dem Grundstück)

Hilfsverzeichnisse:

- Personen-Verzeichnis (Namen und Anschriften der im Grundbuch eingetragenen Eigentümer für jedes Bundesland)

- Anschriften-Verzeichnis (Grundstücksanschriften für jede Ortsgemeinde)

- Grundstücks-Verzeichnis (Grundstücksnummer für jede Katastralgemeinde)

- Grundbuchsmappe (Mappen-Blatt, Grundstücksnummer)

Urkundenverzeichnis

Der Grenzkataster
ist eine von den Vermessungsämtern geführte öffentliche Einrichtung zum
verbindlichen Nachweis der Grenzen der Grundstücke und zur bloßen
Ersichtlichmachung bestimmter tatsächlicher Grundstücksverhältnisse.

Folgende Informationen finden Sie im Grenzkataster:

Grundstücksverzeichnis: Grundbesitzbogen-Nummer, Mappen-Blatt,
Benützungsart, Flächenausmaß, Ertragsmeßzahl

Grundbesitzbogen: Eigenstümer, Grundstücksadresse, Grundstücksnummer, Mappen-Blatt, Benützungsart, Flächenausmaß, Ertragsmeßzahl

Hilfsverzeichnisse: Grundbesitzerverzeichnis, Liegenschaftsverzeichnis, Katastralmappe

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https://www.lexunited.com/controls/services/grundbuchinfo.aspx

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