Frage von dragonfly9339, 7

Was ist der Unterschied zwischen Fronhofwirtschaft und Abgabenwirtschaft (Mittelalter)?

Antwort
von Distel35, 4

Hi,

"Grundherrschaft

Der König war der größte Grundbesitzer im mittelalterlichen Staat. Er, seine Lehnsleute und deren Untervasallen bewirtschafteten ihr Land (sowohl das Allod als auch die Lehen) in Form von Grundherrschaften.
Da die Adligen ihren Grundbesitz und ihre Lehen nicht selbst bewirtschaften konnten, wurde das Land von abhängigen, persönlich unfreien Bauern bewirtschaftet, oder es wurde ihnen zu bestimmten Bedingungen zur Nutzung überlassen. Bauern machten während des gesamten Mittelalters den Großteil der Bevölkerung aus.

Sie mussten Abgaben bzw. Leistungen in Form von Arbeitsdiensten auf dem Grund und Boden der Grundherren (Frondienst) leisten. Zentrum einer solchen Grundherrschaft war der Fronhof.
Er wurde geleitet von einem Fronhofsverwalter, der die Arbeiten auf dem Fronhof beaufsichtigte, aber auch für den Schutz und die Versorgung der Bauern verantwortlich war.
Zu den regelmäßigen Abgaben gehörten die Ablieferung eines bestimmten Anteils der Ernte, der Erträge aus der Viehwirtschaft (Vieh, Milch, Eier, Käse).
Die Abgaben umfassten den zehnten Teil der Erträge und wurden deshalb Zehnt genannt.
Die Frondienste beinhalteten die Arbeit an bestimmten Tagen auf den Feldern des Grundherrn. Die Hörigen waren auch zu Wege- und Brückenarbeiten verpflichtet, konnten durch den Grundherrn zu Spann- und Handdiensten herangezogen werden."

Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/lehenswesen-und-gru...

Frontdienste=Arbeitszeit, Dienste
Abgaben=anteilige Abgaben z.B. "Zehnt"= 10% des Ertrags (Waren, Erzeugnisse, Lebensmittel, ...)

Gruß Distel

Antwort
von hutten52, 3

F.: Die Bauern arbeiten als Leibeigene auf dem großen Hof des Herrn.

A.: Die Bauern haben vom Herrn einen kleinen  Hof zur Nutzung bekommen, der weiterhin dem Herrn gehört. Vom Ertrag müssen sie einen Teil als Fronabgaben an den Herrn abtreten. Die Bauern sind Leibeigene oder Hörige (persönlich frei, aber sie dürfen den Hof nicht verlassen).

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