gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Fonds und Aktien?

gefragt von dreamgirl93 am 07.06.2008 um 16:14 Uhr

Kann mir jmd den Unterschied zwischen Fonds und Aktien erklären? Was hat man für Vorteile bei der Investition?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Finanzen (22451)
Geld (21483)
Aktien (916)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


anonym
beantwortet von Lissa am 7. Juni 2008 16:17
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eine Aktie ist ein Anteilsschein an einem Unternehmen.

Der Inhaber einer Aktie ist Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Er erhält ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung und Anspruch auf die anteiligen Gewinnausschüttungen, die so genannte Dividende. Im Vordergrund eines Aktienerwerbs steht allerdings die Spekulation auf Kurssteigerungen, die von Erwartungen auf die künftige Wertentwicklung des Unternehmens abhängen.

Fonds

Der Begriff umschreibt allgemein einen Geldmittelbestand für bestimmte Zwecke, auch Sondervermögen genannt. Früher sprach man auch von Reservefonds. Heute dagegen sind meist Investmentfonds gemeint, in denen Kapital von Anlegern gesammelt und gezielt von Fondsmanagern in Wertpapiere angelegt wird. Die Anleger erwerben Investmentzertifikate, die sie als anteilige Miteigentümer am Sondervermögen des Fonds ausweisen. Die wichtigsten Fondsarten sind Aktienfonds, Rentenfonds und Immobilienfonds.

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Fonds.html

Kommentar von E61863272918e1e458b9f0a6dd959f8dsmalltradaix am 7. Juni 2008 16:42

Es gibt auch die stimmrechtlose Aktie: Vorzugsaktie. Üblicherweise ist bei ihr die Dividende höher als bei der Stammaktie.

Kommentar von Pumuckel100 am 9. Juni 2008 19:16

Einen Anspruch auf eine Dividende gibt es übrigens nicht.


anonym
beantwortet von dolabella am 7. Juni 2008 16:18
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eine Aktie stellt eine Investition in ein Unternehmen dar, ein Fonds ist ein Sondervermögen, das wiederum Aktien besitzen kann (aber nicht ausschließlich, es gibt Aktienfonds, Immobilienfonds, Rentenfonds ...).

Hauptvorteil bei der Investition in einen Fonds statt direkt in Aktien: Risikostreuung.

Hauptnachteil: Managementgebühr.


anonym
beantwortet von Pumuckel100 am 9. Juni 2008 19:22
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Der Unterschied ist ganz einfach:

Eine Aktie stellt einen Anteil des Kapitals eines Unternehmens dar. http://de.wikipedia.org/wiki/Aktie

Ein Fond investiert in Unternehmen und kauft dazu Aktien dieser Unternehmen.

Vorteil Aktien: höhere Gewinnchancen als bei Fonds, höhere Verlustrisiken als bei Fonds

Vorteil Fonds: niedrigere Gewinnchancen als bei Aktien, niedrigere Verlustrisiken als bei Aktien.

Tipp: wer sich mit Aktien und der richtigen Unternehmensauswahl nicht auskennt, sollte nicht direkt Aktien kaufen, sondern lieber in Fonds investieren.

Wie macht man ein kleines Vermögen an der Börse? In dem man mit einem großen Vermögen beginnt!

Kleiner Spaß (-:


anonym
beantwortet von linda58 am 7. Juni 2008 16:16
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ein Aktienfond beinhaltet sehr viele unterschiedliche Aktien, dadurch wird das Risiko klein ggehalten. Eine Aktie steht für sich, wenn sie fällt verlierst du dein Geld, wenn sie steigt gewinnst du, dadurch ist das Risiko höher!


anonym
beantwortet von Regenmacher am 7. Juni 2008 16:17
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Aktien sind Anteilscheine einer Firma, z.B. Telekom, VW, Daimler-Benz etc.

In Fonds sind Aktien verschiedener Firmen entweder der gleichen Branche (Immobilienfonds) oder vieler unterschiedlicher Unternehmen.



Niklaus
beantwortet von Niklaus am 8. Juni 2008 14:55
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Aktien sind Anteile an eine Unternehmen. Genaugenommen Unternehemsnbeteiligungen. Sie sind am Gewinn und Verlust des Unternhemens beteiligt.

Aktienfonds kann man sich besten vorstellen als einen großen Topf, in den Anleger Ihr Geld einzahlen. Das Fondsmanagement, kauft dann für dieses eingesammelte Kapital interessante Aktien. Der Topf ist die Kapitalanlagegesellschaft (Fondsgesellschaft). Diese Kapitalanlagegesellschaften sind spezielle Kreditinstitut, deren Geschäftszweck es ist im eigenen Namen für die Anleger Aktien zu erwerben. Das eingesammelte Kapital wird als Sondervermögen verwaltet. D.h. es ist vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt. Würde also im Falle einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht mit in die Insolvenzmasse einbezogen werden. Dies bedeutet eine hohe Sicherheit für den Anleger


anonym
beantwortet von excabe am 9. Juni 2008 18:36
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Wie oben, ein Abriss der Geschichte: Heutzutage hat ein Anleger die Qual der Wahl, in welche der zahlreichen Anlageformen er investieren möchte. So kann er beispielsweise zwischen Investmentfonds, Aktienfonds, Capital Venture, Windfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, geschlossenen oder offenen Immobilienfonds etc. ganz nach seinem persönlichen Geschmack, bzw. seinen finanziellen Möglichkeiten wählen.

Doch wer weiß schon, wo die Wiege der Investmentbranche steht, bzw. wo sie ihren Ursprung hatte?

Fakt ist, dass bei Nennung des Wortes "Investment" dem Insider unweigerlich die Namen der größten noch existierenden Investmenttrusts wie z. B. Baring, Schroders, Merrill & Lynch, Pioneer, Putnam, Templeton, Fidelity bzw. die Namen ihrer Gründerväter präsent sind.

Fest steht, dass im Jahre 1762 die Gebrüder John und Francis Baring (Söhne von John Baring, einem Bremer Pastorensohn) in London die erste Merchant Bank gründeten. Das heute noch bestehende Unternehmen legte 1957 den ersten Investmentfond auf, und betreibt seit den 1950er Jahren Asset Management. Im Jahre 1804 wurde Schroders in London von den Söhnen einer Hamburger Kaufmannsfamilie gegründet und ist heute eine der angesehensten Vermögensverwaltungsgesellschaften der Welt mit einem Spitzenplatz im Ranking der besten Fondsgesellschaften. Anno 1868 entstand der "Foreign & Colonial Government Trust" (F&C), die wohl erste "richtige" Fondsgesellschaft, die noch heute existent ist. In den Gründungsverträgen ist das primäre Ziel der Investmentgesellschaft - sinngemäß übersetzt - wie folgt festgesetzt: "Das Ziel der Gesellschaft ist es, den kleinen Sparern dieselben Vorteile zu verschaffen wie den Reichen, indem das Risiko durch die Streuung der Kapitalanlage auf eine Vielzahl verschiedener Aktien vermindert wird." Der Gedanke, welcher dahinter stand, ist im Prinzip einfach. Wirft man Geld von vielen Anlegern in einen gemeinsamen Topf (Fonds), so ist die Position auf dem Kapitalmarkt eine andere, als wenn jeder Anleger für sich kleine Beträge anlegen würde. Die Fondsgesellschaft tritt dabei im eigenen Namen, jedoch auf fremde Rechnung auf, da sie schließlich fremdes Geld verwaltet bzw. in unterschiedliche Anlageobjekte investiert.

Die erste amerikanische Investmentfondsgesellschaft war der "Boston Personal Property Trust", welcher 1894 gegründet wurde. Im Jahre 1915 gründet Charles E. Merrill das Unternehmen "Merrill & Lynch". Ein paar Jahre später, anno 1924, ruft Philip L. Carret den "Pioneer Fund" ins Leben. Die Amerikaner erlebten nach Beendigung des I. Weltkrieges eine wirtschaftliche Expansion per exelence, welche durch den Börsencrash vom 25. Oktober 1929 ("Schwarzer Freitag") vorübergehend ein jähes Ende nahm. Doch bereits wenige Jahre später, im Jahr 1937, gründete George Putnam (erstellte den ersten Mischfonds) den "George Putnam Fund of Boston". Sein Urgroßvater Samuel Putnam - damaliger Richter am obersten Gerichtshof von Massachusetts - legte im Jahr 1830 den rechtlichen Grundstein für eine verantwortungsvolle Vermögensverwaltung mit Namen "The Prudent Man Rule", in welchem geschrieben steht: "ein Treuhänder möge Fremdvermögen mit der selben Sorgfalt verwalten, als ob es sein eigenes wäre".

Im Jahre 1940 ging Templeton (Gründer Sir John Templeton) an den Start (1947 wurde Franklin gegr., 1954 der "Templeton Growth Fund" und 1992 der Zusammenschluss "Franklin Templeton Investments").

1946 rief Edward C. Johnson II "Fidelity Management & Research" (FMR) ins Leben, im Jahre 1969 "Fidelity International Limited" (FIL).

Die Investmentwelle schwappte Anfang der 1920er Jahre auch auf Deutschland über. Im Jahre 1923 wurde der "Zickertsche Kapitalverein" durch den deutschen Vermögensverwalter Hermann Zickert in Königswusterhausen / Berlin gegründet. 1926 gründete sich die "Bayerische Investment AG" . in den Jahren 1931 respektive 1932 wurden jedoch beide Unternehmen wegen z. T. leichtsinniger Anlagestrategie liquidiert. Das sich die Investmentidee in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg etablierte hat unter anderem ihre Gründe im Scheitern der beiden Investmentgesellschaften, der damaligen grasierenden Kapitalknappheit, sowie der damals hohen steuerlichen Belastungen der Investmentfonds gegenüber einer Direktanlage.

Erst als sich die "Allgemeine Deutsche Investmentgesellschaft mbH" /ADIG) im Jahre 1949 aus vier Banken in München als erste deutsche Kapitalanlage - Gesellschaft gründet, ändert sich dieses. Ein Jahr später werden durch ADIG die beiden ersten deutschen Fonds (FONDRA und FONDAK) aufgelegt. Der eigentliche Durchbruch gelang der Investmentbranche aber erst 1957, als das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften verabschiedet wurde.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass bereits im 18. Jahrhundert der Holländer Abraham van Katwich zwei mehrfache Maßeinheitsfinanzierungsgesellschaften (Eendracht Maak Magd 1774 u. Concordia Res Parvae Crescunt 1779) gründete, sowie in den Jahren 1822 in Belgien ("Société Générale des Pays-Bas" / Brüssel) und 1849 in der Schweiz ("Société Civile Génêvoise d'Emploi de Fonds") fondsähnliche Gesellschaften installiert wurden.


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.