Frage von Amelle,

was ist der unterschied zwischen einem freien hörigen Bauern und einem Leibeigenen?

ok, ich hab jetzt so gut wie alles für mein referat zusammen, aber ich habe jetzt schon ewig gesucht und immer noch eine sache nicht rausfinden können. was ist der unterschied zwischen einem freien hörigen Bauern und einem Leibeigenen? Bitte, bitte, bitte weiß das jemand :)

Antwort von Albrecht,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Begriffe Hörige und Leibeigne sind ähnlich, bezeichnen aber nicht genau das Gleiche.

Leibeigenschaft entstand zumindest nach mittelalterlichem Verständnis grundsätzlich aus Gefangennahme (frühmittelalterliche Praxis). Leibeigene waren zu Abgaben und Dienstleistungen (Fron) verpflichtet. Ihre Abhängigkeit war personengebunden. Sie hatten keine völlige Freizügigkeit. Die Formen der Leibeigenschaft waren unterschiedlich scharf (in der härtesten Form als Erbuntertänigkeit der antiken Sklaverei sehr ähnlich).

Im Spätmittellalter wurde eine Heiratsbeschränkung eingeführt (Leibeigene konnten nur mit Erlaubnis ihrer Herren heiraten).

Die Institution der Leibeigenschaft gab es auch noch nach dem Mittelalter. Sie wurde in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Zeiten abgeschafft.

Hörige waren nicht völlig leibeigen, aber auch keine Freien. Der Ursprung der Hörigkeit lag oft darin, sich mehr oder weniger freiwillig einem Herrn zu unterstellen. Der Rechtsbegriff ist nicht sehr scharf definiert, drückt aber aus, dass sie auf jemand hören müssen. Bei dem Abhängigkeitsgrad und der Verpflichtung zu Abgaben und Diensten gab es im Einzelnen Unterschiede.

Hörige standen in Abhängigkeit von einem Grundherrn. Ihre Abhängigkeit war gutsgebunden. Sie waren zu Abgaben und Dienstleistungen verpflichtet. Sie waren Beschränkungen unterworfen. Sie durften bewegliches Eigentum besitzen, aber keinen Grund und Boden erwerben. Sie unterstanden der Gerichtsbarkeit der Grundbesitzers. Hörige waren an das Land gebunden, das sie bewirtschafteten („Schollengebundenheit"; homines ad glebas adscriptas). Ihre Kinder erbten die Hörigkeit.

weiterführende Informationen stehen in einem Nachschlagewerk:

Werner Rösener, Hörigkeit. In: Lexikon des Mittelalters, Band 5: Hiera-Mittel - Lukanien. München ; Zürich : Artemis, 1991, Spalte 125 - 126 Hans-Werner Goetz, Leibeigenschaft. In: Lexikon des Mittelalters, Band 5: Hiera-Mittel bis Lukanien 1991, Spalte 1845–1848.

Antwort von Grolltroll,

Moin, Amelle, das kann ich Dir gern beantworten - der freie hörige Bauer zB kann, mußte aber nicht seinem Landherren in den Krieg folgen, während ein Laibeigener keine Chance hatte, das zu umgehen - Er mußte, da Er ja Laibeigener war. Ein freier höriger Bauer konnte etwas dagegen vorbringen (zB die Ernte stand bevor oder Er war woanders unabkömmlich). Dennoch mußte der freie hörige Bauer aber auch im allerletzten Fall der Fälle dann doch mit einrücken, sollten zB alle Männer aufgebraucht sein. Bei der Ernte dann, durfte der freie hörige Bauer einen etwas besseren Anteil für sich und seine Familie behalten, während der Laibeigene Bauer immer ALLES abgeben mußte, bis auf die Aussaat für das kommende Jahr. Laibeigene gab es aber auch noch in anderen Formen - für das Wohl des Landherren oder im Wald oder auf dem Wasser. Der freie hörige Bauer aber, hatte ein einfach etwas besseres Leben. Ich hoffe, das hat Die geholfen - frohes Fest - der Grolltroll

Antwort von Rhagai,

meinst du einen halbhörigen Bauern? Die haben zwar ihren Hof, bewirten den auch selbst, das Land gehört jedoch nicht ihnen. Daher sind sie indirekt an einen Grossgrundbesitzer gebunden.

Antwort von WeiseAlte,

Als Leibeigene werden Diener des Grundherren bezeichnet, die dessen Land und Gut bewirtschaften. Ehemals freie Bauern, die sich freiwillig dem Grundherren unterstellt und ihm ihr Land übergeben haben, werden hingegen als zu diesem Land gehörend, als Hörige, bezeichnet. Während Leibeigene personenbezogene Abgaben an ihre Herren zahlen müssen, sind die Abgaben der hörigen Bauern gutsbezogen.

Quelle: Wikipedia; Hörigkeit (Rechtsgeschichte)

Antwort von antilol2010,

der frei hörige bauer ist frei und kann von seiner Ernte ales für sich behalten

ein leibeigener Bauer muss ein Teil siener Ernte an den Hernn abgeben (meistens ist das ziemlich wenig was für ihn über bleibt)

Ich hoffe ich konnte dir helfen

antilol2010

PS: Ich musste auch ein Referat über sowas halten mein Lehrer hat gesagt das das richtig ist ! Ich hoffe dein Lehrer meint auch das das richtig ist

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