weishaeupl am 05.06.2009 um 13:13 Uhr
Das Wort E-Piano stammt aus den 60er Jahren, als deren Klang noch mit analogen Schaltungen realisiert wurde. Seit Mitte der 80er Jahre werden fast nur noch auf Samples (aufgenommene Klangwellen) basierte elektronische Pianos verkauft - diese nennt man Digital-Pianos.

Ich würde sagen, E-Piano ist ein Keyboard - also mit Stromanschluss. Digital ist ein Programm für den PC. Denk ich.
leider falsch gedacht
Also: Beim E-Piano wird der eigentliche Ton akustisch erzeugt (Hammer trifft auf Klangzunge, kurze Saiten etc. z.B. FENDER Rhodes oder YAMAHA CP-70). Der so erzeugte Ton wird dann über einen Tonabnehmer ähnlich wie bei einer E-Gitarre abgenommen, verstärkt und über einen Lautsprecher ausgegeben. E-Pianos mit Saiten müssen, wie "richtige" Klaviere auch, regelmäßig gestimmt werden. Mit Einzug der Digitaltechnik, bei der die Tonerzeugung ausschließlich auf elektronischem Weg erfolgt, wurden E-Pianos nach und nach vom Markt verdrängt. Wer allerdings ein Mal auf einem CP-70 gespielt hat, wird auch im Jahre des Herren 2009 noch seinen Enkeln davon erzählen.
Da gibts sicher verschiedene Definitionen und Herstellerbezeichnungen, also würde ich mir das vor einem Kauf sehr genau anschauen (und unbedingt ausprobieren). So wie ich das sehe soll ein Digital-Piano wie ein richtiges Piano klingen und sich auch so anfühlen (gewichtete Tasten). Ein E-Piano bezieht sich eher auf Synthesizer-Sounds, die nur ähnlich klingen und spielbar sind wie Piano - diese sind hervorgegangen aus den ersten kläglichen Versuchen, ein Digital-Piano zu bauen ;). Auf den Keyboards die ich kenne klingen die "E-Piano"-Sounds jedenfalls nicht wie ein echtes Piano, was ja durchaus erwünscht sein kann.