Frage von PowerRanger12, 40

Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ1 und Typ2?

ist das ganze erblich? Muss man sich insulin spritzen?

Antwort
von Cassiopeija, 11

Typ 1 Diabetes ist einen Autoimunerkrankung. Das heisst, das eigene Imunsystem "erkennt" die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse als Fremdköper und zerstört sie.

Da aber Insulin benötigt wird um Glucose (Traubenzucker), der "Brennstoff" mit dem unseren Zellen arbeiten, in selbige zu transportieren, sammelt sich die Glucose im Blut - der Blutzucker steigt, aber es kommt nichts davon in den Zellen an. Deswegen müssen sich Typ 1 Diabetiker von Anfang an Insulin spritzen.

Das Risiko einer Vererbung bei Typ 1 ist sehr gering und liegt bei ca. 2%.

Typ 2 Diabetes hat eine andere Ursache. Schuld ist ein defektes Gen und damit ist das Risiko der Vererbung weitaus grösser. Hat z.B. ein Elternteil Typ 2 Diabetes liegt das Risiko bei 40%, haben beide Elternteile Typ 2, verdoppelt sich das Risiko.

Bei Typ 2 entsteht im Laufe der Zeit eine Insulinresistenz. Wie oben schon beschrieben wird Insulin benötigt, um die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Damit das funktioniert haben Zellen Rezeptoren, eine Art Schnittstelle. An diese Schnittstelle dockt nun ein Insulinmolekül an und das ist das Signal für die Zelle, sich für die Aufnahme von Glucose zu öffnen.

Das ist etwas vereinfacht dargestellt, aber vomPrinzip läuft das genau so ab. Nehmen wir an, auf Grund der sich entwickelnden Resistenz müssen nun 2 Insulinmoleküle andocken, um die Zelle zur Glucoseaufname zu bewegen, dann müssen die Betazellen auch doppelt soviel Insulin produzieren und genau das tun sie auch.

Dummerweise bleibt die Resistenz nicht stehen, sie entwickelt sich weiter und die Betazellen müssen immer mehr Insulin produzieren, damit die Glucose in die Zellen kommt und nicht im Blut bleibt. Irgendwann in dieser Spirale stossen die Betazellen an das Ende ihrer Leistungsfähigkeit und fahren die Insulinproduktion herunter, um sich nicht selbst zu zerstören.

Meistens sind dabei aber schon einige Betazellen abgestorben, weil sie zu stark überlastet wurden. Am Anfang von Typ 2 genügt in der Regel einen Ernährungsumstellung und Tabletten (in der Regel Metformin). Man muss darauf achten nicht zu viele Kohlehydrate zu essen, den die wandelt der Körper im Darm in Glucose.

Ausserdem schüttet unsere Leber ca. 250g Glucose aus, bei Diabetikern kann das bis zum Doppelten ansteigen. Die Tabletten sorgen dafür, das die Leber weniger Glucose ausschüttet und auch weniger Glucose durch den Darm ins Blut geht.

So wird der Glucosespiegel im Blut soweit abgesenkt, das der Typ 2 Diabetiker anfänglich mit dem verbleibenden Insulin noch hin kommt.

Wie oben schon gesagt, bleibt die Reistenz nicht stehen und dann müssen stärkere Tabletten genommen werden und eventuell ein Langzeit- (Basal-) Insulin 1 x täglich gespritzt werden. Irgendwann ist die Resistenz so stark, das auch Typ 2 Diabetiker nur noch Insulin spritzen.

Um Typ 2 zu bekommen braucht man wie erwähnt den Gendefekt. Ob und wann Typ 2 ausbricht, hängt stark von unserer Ernährung ab. Ungesunde Ernährung, Übergewicht und wenig Bewegung sorgen oft für einen frühen Ausbruch. Viele Kinder gehen kaum noch raus zum spielen. Sie hocken unbeweglich vorm PC oder Spielkonsoole, stopfen sich Süsskram und/oder Chops rein und trinekn viel Zucker in Form von Fruchtsäften, Cola, Fanta und  Energiedrinks.

Ergebnis sind übergewichtige Kinder, die bereits Typ 2 Diabetes haben. Im Gegenzug kann aber sagen das gesunde Ernährung, Gewichtskontrolle und viel Bewegung dafür sorgen können, das der Typ 2 erst sehr spät oder manchmal auch gar nicht ausbricht.

Das alles hat aber wenig mit dem "normalen" Altersdiabetes zu tun. Bei allen Menschen lassen im Alter die Produktion bestimmter Stoffe im Körper nach. Manchmal sind eben auch die Betazellen und damit die Insulinproduktion betroffen. Dann entsteht ein geringer Diabetes, der leicht mit Tabletten wie Metformin behandelt werden kann.

Kommentar von Cassiopeija ,

Vielen Dank für die netten Bewertungen. Ich möchte nochmal  zu den Risikofaktoren etwas schreiben, da Lirin, Dana und ich da doch etwas auseinander liegen, was grösstenteils daran liegt, das sich Forschungserkenntnisse ca. im 6-Monaststakt ändern, manchmal noch häufiger. ;)

Neueste Erkenntnisse sagen folgendes:

Typ 1 Risiko bei Typ 1 Erkrankeung..

  • der Mutter - 3%
  • des Vaters - 5%
  • eines Brudres/Schwester 8%
  • beider Eltern 25%

Das höchste Risiko von ca. 50% tragen Kinder, deren Eltern an Typ 1 erkrankt sind und die zusätzlich Risikogene in sich tragen. Bisher sind mehr als 50 krankheitsrelevante Genorte bekannt, die alle einen Einfluss auf die Immunantwort zu haben scheinen.

Allerdings ist auch dies keine endgültige Forschung, da man mittlerweile so viel Faktoren kennt (z.B. Omega-3 und Vitamin D3), die diese Werte posiv beinflussen können.

Beispiel: in einer finnischen Langzeitstudie - Finnland ist in Europa das Land mit dem höchsten Diabetikeranteil - wurden 10.000 Kinder in den ersten 2 Lebensjahren mit täglich 2.000 IE Vitamin D3 versorgt.

30 Jahre später war die Erkrankung an Typ 1 bei diesen Kindern um 88%(!) gesunken. Ein weiterer Beweis für den Einfluss von D3, das normalerweise durch Sonneneinstrahlung auf die Haut gebildet wird (UVB Strahlung) ist die fallende Zahl der Typ 1 Diabetiker, je weiter man Richtung Süden kommt.

Das liegt daran, das nur die Sonne vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst in der Lage ist, diese UVB Strahlung bis zu uns zu transportieren. In der anderen Jahreszeit stimmen Entfernung und Winkel der Sonne nicht mehr und die Ozonschicht filtert die UVB Strahlen fast komplett aus.

Aber auch in Deutschland haben wird sehr grossen D3 Mangel. In einer Studie des Robert-Koch-Instutes wurde festgestellt, das 60% der Deutschen eien D3 Mangel haben, die Hälfte davon sogar einen sehr grossen. Daran haben Sunblocker einen nicht unwesentlichen Anteil.

Beim Typ 2 sind bis jetzt bis zu 150 Risikogene bekannt, also das dreifache der Risikogene eines Typ 1 Diabetikers.

Das Risiko, an Typ 2 bei familiärer Vorbelastung zu erkranken ist daher auch wesentlich höher.

Ist ein Elternteil an Typ 2 erlankt, liegt das Risiko bei 50%, ist ein Geschisterteil daran erkrankt, liegt das Risiko bei 60%, ist das Geschwisterteil ein Zwilling liegt es gar bei 90%.

Alle diese Zahlen/Werte mit Ausnahme der finnischen Studie stammen vom renomierten Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München.

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 7


Hallo!

Typ1, eine Autoimmunkrankheit, ist insulinplichtig. Hier bekämpft eine gestörte Immunabwehr die Inselzellender Bauchspeicheldrüse, so wie im Normalfall Vieren und Bakterien. Da bei werden die Inselzellen zerstört und können kein Insulin mehr produzieren.

Dieses fehlende Insulin muss nun mittels Spritze oder
einer Insulinpumpe von außen zugeführt werden. Die Therapie soll,
möglichst die normale Insulinausschüttung nachahmen, man muss also meist
für jede Mahlzeit spritzen, darf dafür aber auch meist essen, was man
will.

Der Verlauf der Krankheit ist meist rasant und bereits
innerhalb weniger Wochen kann der Körper nur noch sehr wenig Insulin
erzeugen. Der Blutzucker steigt meist rasant an. Da durch merkt man
meist sehr schnell, dass etwas nicht okay ist, denn die Anzeichen sind
sehr deutlich!

Die Vererbung ist bei Typ 1 eher gering. Sie liegt bei 3-5%, wenn ein Elternteil Diabetes Typ 1 hat.

Bei Typ 2, ist die Bauchspeicheldrüse überfordert und kann nicht mehr genug Insulin erzeugen. Oftmals wegen einer Insulinresistenz. Das heißt, der Körper braucht viel mehr Insulin, weil er z.B. übergewichtig ist. Dadurch arbeitet die Bauchspeicheldrüse immer Vollgas und das überfordert sie mit der Zeit. Sie lässt nach und Diabetes Typ 2 entsteht.

Früher war Typ 2 eine Form, die nur bei alten Menschen
auftrat und wurde auch Altersdiabetes genannt. Das ist heute schon längst überholt! Immer mehr junge und jugendliche Menschen erkranken an Typ 2. Zum Teil liegt das an falscher Ernährung, Übergewicht und viel zuwenig Bewegung.

Zur Behandlung muss meist Diät eingehalten werden, eventuell ergänzt durch verschiedene Tabletten. Erst wenn die Blutzuckerwerte noch immer viel zu hoch sind, kann auch Insulin verschrieben werden. Oftmals wird hier aber eine vereinfachte Insulintherapie verordnet.

Der Verlauf der Krankheit ist schleichend und wird oft erst nach Jahren erkannt. Die Anzeichen sind weniger deutlich und werden oft übersehen.

Die Vererbung liegt bei Typ 2 bei bis zu 25%, bei Erkrankung eines Elternteiles.

Ich hoffe, das hilft dir weiter und wünsche dir alles Gute!

Gruß Lirin



Antwort
von darklyhaku, 14

hatte ich in NWT 1 Typ kommt von der Familie heißt du kannst es auch als jungendlicher bekommen 

2 Typ bekommst du wenn du mal ein alter futzi bist 

Antwort
von WalterKovacs, 16

Typ 1 ist erblich, derjenige kann kein eigenes Insulin herstellen.

Typ 2 kommt im Alter und bei ungesunder Ernährung schneller! (z.B. viel Zucker!)

Kommentar von DanaBerlin ,
  • @WalterKovacs

    Das ist so nicht richtig. Gerade der Typ 1 DIabetes hat eine sehr geringe Vererbbarkeit:

    Mutter oder Vater haben Typ 1 Diabetes: bis zu 5%
    Mutter und Vater haben Typ 1 Diabetes: 20-40%
    ein Geschwisterkind hat Typ 1 Diabetes: 5-10%
    Kinder aus Familien ohne bekannten Typ 1 Diabetes (Normalbevölkerung): 0,1-0,3%


Und das Erkrankungsalter bei Typ 2 liegt schon lange nicht mehr im Rentenalter.

Die Anzahl der in den Datenbanken erfassten Typ 2 Diabetes-Neuerkrankungen hat sich in den letzten 10 Jahren verfünffacht. Schätzungen gehen von etwa 5.000 Kindern und Jugendlichen mit Typ 2 Diabetes aus, die Dunkelziffer liegt höher.

Und schließlich bricht ein Typ 2 auch nur dann aus, wenn eine genetische Disposition (Veranlagung) vorliegt.

Gruß, Dana (Seit 30 Jahren Typ 1 DIabetikerin).


Antwort
von darklyhaku, 13

hatte ich in NWT 1 Typ kommt von der Familie heißt du kannst es auch als jungendlicher bekommen 

2 Typ bekommst du wenn du mal ein alter futzi bist 

Man muss sich spritzen und natürlich die das blut auf einem kleinen gerät suwerten lassen wie hoch dein blutzucker ist.

hatte eine in der klasse spritzne tut es heutzutage nict wirklich jeder sie haben ein gerät und an schlauch(der wir an der stelle dran gemacht in der man am besten den zuvur bekommt also am bauch ist es gut oder am arm da diese unterzuckerung durch ein versagen der bauchspeicheldrüse entsteht)

einige rammen sich auch eine spritze in den oberschenkel.

mit dem gerät tippt man ein wie viel du brauchst wenn du zu viel insulin eingetragen hast bin mir jetzt unsicher und es tut mir auch leid wenn ich was falsches sage aber dann musst du ein traubenzucker nehmen.

hoffe konnte dir helfen, darklyhaku 

Kommentar von Cassiopeija ,

Wenn Du keine Ahnung hast, solltest Du nicht so einen Mist in die Welt setzen!

Kommentar von DanaBerlin ,

@darklyhaku

Du meintest es sicher gut, aber Du hast wirklich viel durcheinander gebracht.

Typ 1 Diabetes kommt nicht "von der Familie". Im Gegenteil, die Vererbbarkeit von Typ 1 Diabetes ist relativ gering. Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört.

Menschen mit dieser Krankheit sind lebenslang auf Insulin angewiesen. Ernährung spielt hier keine Rolle.

Und Typ 2 DIabetes ist schon lange keine Krankheit mehr, die nur Menschen im Rentenalter betrifft. Die Zahl der Typ 2 Diabetes-Neuerkrankungen bei Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren verfünffacht.

Das entspricht etwa 200 Neuerkrankungen jährlich. Rund 600 Kinder und Jugendliche mit Typ-2-Diabetes sind offiziell registriert, die Dunkelziffer ist weitaus höher. Typ 2 Diabetes bricht aus, wenn eine genetische Veranlagung vorliegt und wird durch Übergewicht begünstigt.

Gruß, Dana (Seit 30 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community