Frage von MimiSchatz 10.12.2008

was ist der unterschied zwischen der öko und der konventionelle landwirtschaft?

Ein Hinweis zur Frage

Liebe/r Mimischatz,

gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform und kein Hausaufgabendienst. Wenn Du einen Rat suchst, bist Du hier an der richtigen Stelle. Deine Hausaufgaben solltest Du aber schon selber machen.

Viele Grüße

Ben vom gutefrage.net-Support

  • Antwort von pecudis 10.12.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Der Unterschied besteht im wesentliichen aus zwei "Verfahren" a) darf man seine Produkte nur "Bio" nennen, wenn man die Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 einhält, in der zB vorgeschrieben ist, welche Spritzmittel Biobetriebe einsetzen, welche Medikamente und welche Düngemittel, und b) muß man sich die Einhaltung dieser Verordnung von einem Kontrollverein jährlich bestätigen lassen (gegen Gebühr)

    Bio-Betriebe setzen zur Behandlung von kranken Tieren ganz genau so Antibiotika ein wie konventionelle Betriebe, und andersrum gibt es genau so konventionelle Betriebe (vor allem kleine Betriebe), die ihre Tiere im Freiland halten, in Laufställen etc.

    Im Schnitt sind Biobetriebe größer als konventionelle Betriebe (siehe Agrarbericht) und verdienen mehr Geld.

    Für die meisten "Annahmen" der Verbraucher über "Bio" gibt es keinerlei rechtliche, oder statistische Hintergründe, sondern im Gegenteil, jede Menge AUsnahme-Verordnungen (zB Anbindung von Milchkühen ist erlaubt, wenn man unter 35 Tieren hat, konventionelles Hühnerfutter ist erlaubt, weil es nicht möglich ist, tiergerechtes Biofutter zu produzieren etc pp.)

    Sehr schön zu vergleichen mit der EU-Bio-VO sind die CC-Regelungen (Cross Compliance), das sind die, die für konventionelle Betriebe gelten.

    Stellt man das eine dem anderen gegenüber, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, "Bio" so viel höher zu subventionieren.

  • Antwort von newcomer 10.12.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Der Ökobauer spritzt Pflanzenschutzmittel wärend der Nacht

  • Antwort von pati12 12.05.2012

    Herzliche Glückwunsch liebe Ahnungslose!!!

    Nur eine Frage an euch und für mich ist das gesamte Thmea, Bio pro und konventionell contra, aufgeklärt. Wer von euch war denn schon auf einem konventionellem landwirtschaftlichem Betrieb gewesen, auf dem strikte Naturschutzverordnungen, Tierschutzverordnungen und viele andere wundervolle Regeln gelten?

    mfg

  • Antwort von naturbursch 22.10.2010
    1. keine gentechnik

    2. keine pestizide, fungizide, herbizide beim anbau. nicht nur das die im lebensmittel landen, sondern eben auch viele nützliche insekten killen und eben das grundwasser verseuchen.

    3 keine kunstdünger

    zur info: bis vor ca. 100 jahren gabs eh nur bio, erst die chemische industrie hat den bauern eingeredet, was sie alles zur leistungssteigerung an chemikalien braucht und hat sie mit der zeit auch völlig abhängig gemacht, aber zum glück gibts auch noch bauern, die ihr hirn einschalten, nachdenken und gegen den strom der gleichgeschalteten schwimmen.

    1. damit einhergehend, deutlich weniger stickstoff, wasser und o.g. Schadstoffe im den feldfrüchten

    2. höhere vitamin- und mineralstoffdichte

    3. wesentlich höherer gesundheitswert durch erhöhten anteil an sekundären pflanzenstoffen

    4. biolebensmittel halten sich deutlich länger frisch, da sie nicht künstlich aufgepumpt und gepeppt sind

    5. keine bestrahlung zur haltbarmachung

    6. ein großteil der im konventionellen bereich eingesetzen stoffe bei der verarbeitung sind bei bioverarbeitung verboten

      (künstliche und naturidentische aromen, künstliche farben,konservierungsstoffe, glutamat, rieselhilfen............ einriesenrattenschwanz an stoffen von denen es keine langzeitstudien gibt

  • Antwort von Rittmeyer 11.12.2008

    Vergleich Lebensmittel-Herkunft: Bio zu konventionell 30. 05. 2006 ökologisch erzeugt „konventionell“ erzeugt Der folgende Vergleich beantwortet die Frage nach der gesundheitlich richtigen Entscheidung von selbst. Im kontrolliert biologischen Anbau (kbA) werden unter anderem Bezugsquellen der Erzeuger kontrolliert. Deshalb sind Lebensmittel-Skandale, die von der „konventionellen“ Landwirtschaft ausgelöst, aber in die ökologische Landwirtschaft „übergeschwappt“ sind, bei Kontrollen im ökologischen Landbau aufgedeckt worden. Diese Skandale sind dann fälschlicherweise meist der ökologischen Landwirtschaft zugerechnet worden.Öko-Landwirte arbeiten ohne Gift, nämlich:· Ohne Pestizide (synthetische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel)· Ohne synthetische Düngemittel· Ohne synthetische Wachstumsförderer· Ohne Antibiotika· Ohne Hormone· Ohne Tierkörpermehl· Ohne Bestrahlung· Ohne GentechnikErgebnisse, die Hoffnung machen:· Biokost dient in vielen Häusern als Heilkost.· Höherer Gehalt an Trockenmasse. · Höherer Gehalt an wertvollen Nährstoffen.· Bessere Haltbarkeit/Lagerfähigkeit von Obst und Gemüse.· Keine Schädigung der Tier- und Pflanzenwelt.· Kein Eintrag von Pestiziden und synthetischen Düngern in Boden und Grundwasser· Keine Umweltverschmutzung, die durch die Industrieproduktion von Pestiziden und synthetischen Düngern verursacht würde.· Höherer Bedarf an Arbeitskräften.· Tierhaltung artgerecht nach strengen Richtlinien, z. B. Freilandhaltung bei Legehennen.· Begrenzung der Tierhaltung, gebunden an die bewirtschaftete Bodenfläche.Ökologische Nahrungsmittel-Verarbeiter arbeiten ohne ...· ohne synthetische Nahrungsmittel-Zusatzstoffe.· ohne synthetische Backchemikalien.· überwiegend ohne Zuckerkonzentrate, statt dessen meist mit Natursüße.Gesamtergebnis:· Ökologische landwirtschaftliche Urproduktion und ökologische Verarbeitung bedeuten schonende bis heilsame Auswirkungen auf die Gesundheit von Boden, Pflanze, Tier, Mensch und Umwelt, dazu u. a. durch Kreislaufwirt-schaft sparsamster Umgang mit allen natürlichen Ressourcen. Keine negativen Auswirkungen auf das Klima (Ozonloch).Bio-Landwirtschaft erzeugt keine Spätschäden.· Höchster Genußwert, besserer Geschmack. Lebensmittel-Skandale (BSE, Nitrofen, Tiermedikamente) hatten Ausgangspunkt und Ursache immer in der „konventionellen“ Landwirtschaft. Da es in der „konven-tionellen“ Landwirtschaft bislang kein spezielles Kontrollsystem gibt, wurden diese Skandale immer erst entdeckt, nachdem die belasteten Lebensmittel durch einzelne Betrüger vom konventionellen Landbau in den ökologischen Landbau gebracht wurden. Die Verbraucher entscheiden mit ihren Käufen über diese Entwicklung.„Konventionelle“ Landwirte arbeiten· mit Giften (synthetische Unkraut- und Schädlingsbe-kämpfungsmittel), die Tiere und Pflanzen töten. Diese können für Menschen nicht ungefährlich sein. Das sagt der Toxikologe Prof. Otmar Wassermann/Uni Kiel.· Bis zu 75 % der Nahrungsmittel in Supermärkten sind mit Rückständen belastet, das belegen Analyse-ergebnisse der Europäischen Kommission und der Baden-Württembergischen Lebensmittelüberwachung.· mit Pestiziden und synthetischen Düngemitteln, für deren Erzeugung viel Energie verbraucht wird.· mit Agrarchemikalien, bei deren industrieller Produktion Umweltverschmutzung und Vergrößerung des Ozonloches verursacht werden.Traurige Ergebnisse, die die Gesundheit vernichten:· generell enthalten 75 % der konventionellen Nahrung Restgifte, z. T. über den gesetzlichen Obergrenzen.· Belastung von Boden und Grundwasser mit Agrarchemikalien, so daß schon viele Wasserwerke schließen mußten, weil die Aufbereitung des belasteten Wassers unwirtschaftlich war.· Höherer Wassergehalt der Lebensmittel und damit geringerer Gehalt an wertvollen Nährstoffen, geringere Haltbarkeit, geringerer Geschmackswert.· Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten.· Bei immer mehr Kindern werden Krankheiten (Allergien, rheumatische Erkrankungen, Krebs) festgestellt, die vorrangig durch Umwelt- und Nahrungsgifte verursacht werden.· Tierhaltung weniger nach den Bedürfnissen der Tiere, sondern vorrangig nach Profitkriterien, z. B. Käfighaltung bei Legehennen.„Konventionelle“ Nahrungsmittel-Verarbeiter nutzen· synthetische Nahrungsmittel-Zusatzstoffe, die hinter E-Nummern verschlüsselt sind u. mit Backchemikalien.· reichlich Fabrikzucker in sehr vielen Nahrungsmitteln.Gesamtergebnis:· „Konventionelle“ landwirtschaftliche Urproduktion und Nahrungsmittelverarbeitung enthalten hohe Gefahrenpotentiale für die Gesundheit von Boden, Pflanze, Tier, Mensch und Umwelt mit großem Verbrauch natürlicher Ressourcen und negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Ozonloch.· Geringerer Geschmacks- und Genußwert. · Konventionelle „billige“ Nahrungsmittel sind teuer erkauft durch die Schäden bei deren Erzeugung: Vergiftung von Luft, Wasser und Gesundheitsschäden

  • Antwort von Koarlchen 11.12.2008

    Servus Mimischatz

    vielleicht kurzum zusammengefasst für Deine Hausaufgaben:

    1: 97 % aller Betriebe in Deutschland sind konventionell und erzeugen das meiste an Lebensmitteln für die Verbraucher (werden dafür aber auch am meisten geschimpft.. ;-))

    In der normalen (konv) Landwirtschaft wird nach Schadschwellenprinzip gearbeitet, d. h. wenn z. B. im Weizen eine Krankheit oder ein Unkraut überhand nimmt, so werden hier gegenmaßnahmen getroffen. Hier können Insektizide ( gegen einen bestimmten Schädling) oder auch Herbizide (gegen bestimmte Pflanzen) eigesetzt werden. Im Bio Abau wird die Unkrautbekämpfung mit mechanischen Mitteln versucht (geringerer Erfolg) --> dadurch mehr Unkräuter und weniger Erntemenge der Hauptfrucht--> weniger Nahrung--> höhere Verbraucherpreise--> hunger in der Welt ?!)

    1. Bei Bio´s dürfen nur nach Biologischen Zertifizierungen Produkte eingesetzt werden um damit weiter zu produzieren. Hier kann die normale Ldw. auf einen größeren Auswahlpool mit z. T. geeigneteren Mitteln zurückgreifen und spezifischer Anwenden. Das schont die Umwelt und erleichtert die Arbeit. Auch werden beim Chemischen Pflanzenschutz die natürlichen Gifte der Pilze und Pflanzen unter Umständen ausgeschaltet, was bei den Bois nicht der Fall ist. So produziert zum Beispiel das Fusarium auf Weizen das Nervengift Zearalenon (Wiki lässt grüßen) und DON. Für beide gibt es Grenzwerte (bei darüber liegenden Werten sind die Produkte Sondermüll!!!!) und können sehr starke vergiftungen hervorrufen. Daher behandelt der Ldw mit chemischen und umweltverträglichen Mitteln die Planzen um die entstehung des Pilzes an der Pflanze zu verhindern (schau auch mal unter Mutterkorn beim Roggen nach... ist heftig!)

    2. In der Tierhaltung werden wie schon genannt überall bei BEDARF Medikamente eingesetzt. Würden die Bio´s dass nicht machen, würden Sie gegen den Tierschutz verstoßen. Allerdings müssen hier ca. doppelt so lange Wartezeiten eingehalten werden als bei den konv. Bei denen reicht die einfache Wartezeit, die aber wiederum ca. ein drittel länger ist als das Mittel zum Abbau braucht. Ein Unterschied bei der Tierhaltung besteht in dem Platzangebot. Der ist bei den Bios größer als bei der konv. LDW. Auch sollten Bios auslauf haben was es in der konv. nicht gibt. Allerdings haben die Bios hier Umweltnachteile, da die Tiere einfach unkontrolliert immer in ihrem Gehege düngen. Bei den Konv. wird dies gesammelt und pflanzen und umweltgerecht ausgebracht.

    3. Arbeitsbedarf und Lohn. Bei Bio ist noch viel mehr Handarbeit dran. So arbeiten zum Teil mit Methoden die noch vor 50 oder 100 Jahren aktuell waren (Tierhaltung und Pflanzenbau..) Somit kann man sagen, moderene Ldw ist das nicht mehr, weil viele neue Untersuchungen nicht mit berücksichtigt werden. Dafür erhalten sie aber nur zum Teil höhere Produktpreise für die Arbeit. Ob es sich rentiert ist immer eine andere Frage.

    Hoffe dir etwas weitergeholfen zu haben

    mfg Koarlchen

    konv. Landwirt

  • Antwort von mexxima 10.12.2008

    Ökologische Landwirtschaft bedeutet Feldbewirtschaftung ohne Chemie, Tieraufzucht ohne Medikamente, artgerechte Haltung der Tiere, also Auslauf und Bodenhaltung mit genügend Platz.

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